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Therapie gegen Homosexualität

MhsEi4n5sam


Solange Du Dich nicht selbst und Deine Neigung akzeptieren kannst, solange wirst Du kein Glück finden.

bmmed


Hallo Wandersmann,

Heute ist auch noch heilig Abend und meine Freunde feiern mit ihren Partnerinnen, manche schon mit ihren Ehefrauen, manche sogar schon mit ihren Kindern. Ich mich zerfrisst die Angst all dies niemals erleben zu dürfen, weil diese verfluchte Neigung mir alles zerstört.

Es ist sinnlos, vor etwas wegzulaufen oder Angst zu haben, was MIT SICHERHEIT so kommen wird.

Es wird endlich Zeit, Deine "Neigung" nicht zu verfluchen, sondern ANZUNEHMEN.

Vielleicht kannst Du dann mit Deinem Freund Weihnachten feiern.

Glück ist nicht, was andere vorleben oder vorschreiben, sondern was DU draus machst.

Liebe Grüße *:)

W(an>dermsxmann


@ Regenschirmdame

Du musst wählen: Willst du lieber dein eigenes Leben Marke "Eigenbau, individuell, selbsterfüllt und nicht kopierbar" – oder willst du das Leben Marke "Durchschnitt, Anpassung, Tristesse" von Mr. Idealo mit Frau, Haus, Hund und zwei Kindern? Diese Entscheidung kann dir kein einziger Mensch abnehmen, kein Therapeut, kein Michael Gerlach, niemand.

Die Entscheidung habe ich schon längst für mich getroffen. Ein homosexuelles Leben schliesse ich definitiv aus. Mein Wunsch ist es, meinen Lebenstraum zu verwirklichen, den ich schon seit Kinderheit habe. Da steht mir diese Neigung aber im Weg und deshalb unternehme ich etwas dagegen. Da diese Neigung aber offenbar tiefer in der Psyche begründet ist und die Ursachen vielleicht in irgendwelchen frühkindlichen Traumata (-> Vater-Sohn-Beziehung) liegen, brauche ich professionelle Hilfe. Und zwar einen Fachmann, der mir auch wirklich zu meinem Ziel verhelfen will. Mein letzter Therapeut war zwar nett und verständnisvoll, aber es war am Ende zu offensichtlich, dass er mich in eine andere Richtung drängen wollte, doch einfach homosexuell zu sein, obwohl ich ihm schon am Anfang klar gesagt habe, dass ich das nicht will. So eine Enttäuschung möchte ich nicht nochmal erleben. Aber wo finde ich den richtigen Fachmann? Oder wäre es doch wirklich besser eine Therapeutin als Frau zu suchen?

Rseg?enschBiermdaxme


Aber wo finde ich den richtigen Fachmann? Oder wäre es doch wirklich besser eine Therapeutin als Frau zu suchen?

Ich ziehe mal einen blöden Vergleich, aber vielleicht wird dadurch etwas deutlicher: Kennst du Harry Potter? Diese Geschichte von J. K. Rowling über einen jungen Zauberer? Da gibt es eine Familie namens Dursley, im Buch hervorragend beschrieben, wie ich finde. Allerdings haben die Dursleys ein Problem: es gibt nämlich ein unnormales Kind in der Familie, einen Zauberer – oder sowas ähnliches... Aber was würden die Nachbarn / Arbeitskollegen /... denken, wenn sie herausfinden würden, dass die so netten, zuvorkommenden, familiären Dursleys so einen Jungen in der Familie haben? Ein Skandal! Also gilt es zu verhindern, dass der Junge so völlig "unnormal" werden kann, am Ende noch mit irgendwelchen Zauberstäben rumklimpert! :|N

Das Problem ist nur: es gibt nichts, aber auch gar nichts, was das verändern kann. Keine Therapie, keine Bestrafung, keine Gehirnwäsche, kein gar nichts. Dieser Junge ist nun mal unnormal. Damit muss Familie Dursley leben – ob sie nun will oder nicht; und der Junge muss genauso damit leben können, dass der Rest der Familie ihn pauschal ablehnt.

Du bist jetzt vielleicht kein Zauberlehrling... Aber der Fall liegt ähnlich: es gibt einfach nichts, was dich verändern kann. Das gehört zu dir einfach dazu, wie der Mond zur Erde oder das Weiße Haus nach Washington. Es ist ein Teil von dir, den man nicht "operativ entfernen" kann wie u.U. einen Gehirntumor.

Wie gesagt, du hast die Wahl: Du kannst allen vorspielen, dass du der Muster-Mann bist, mit ein bisschen schauspielerischem Geschick und einer ordentlichen Portion Selbstbeherrschung, bitte, kein Problem. Aber du wirst dich selbst nicht verändern können; du kannst nur so tun, als wäre es so. Ob du damit wirklich "glücklich" wirst, scheint für dich ja eine andere Frage zu sein. Und ich vermute, mehr wird man dir nicht helfen können...

b$mBed


Hallo,

Mein Wunsch ist es, meinen Lebenstraum zu verwirklichen, den ich schon seit Kinderheit habe. Da steht mir diese Neigung aber im Weg und deshalb unternehme ich etwas dagegen. Da diese Neigung aber offenbar tiefer in der Psyche begründet ist und die Ursachen vielleicht in irgendwelchen frühkindlichen Traumata (-> Vater-Sohn-Beziehung) liegen, brauche ich professionelle Hilfe.

wie Regenschirmdame schon schreibt ...

es gibt einfach nichts, was dich verändern kann. Das gehört zu dir einfach dazu, wie der Mond zur Erde oder das Weiße Haus nach Washington. Es ist ein Teil von dir, den man nicht "operativ entfernen"

es gibt nichts, aber auch garnichts, was Dein Inneres "heilen" kann.

Es ist nicht das Verhältnis zu Vater und Mutter oder Onkel und Tante NEIN, es ist schon irgendwann vorher entschieden.

Mein Freund wusste es, dass er schwul ist, und er wollte unbedingt dieses Hetero-Leben mit Frau, Kindern, Haus und Hof. Er fand dann auch die Frau seines Lebens, er liebte sie wie wahnsinnig bekam 2 Kinder, konnte aber den sexuellen Drang nach Männern nicht unterdrücken ... Uuuups ... erwischt ... PENG ... getrennt ...

Du "versaust" Dir Dein Leben, und das Leben Deiner Partnerin, wenn Du versuchst dagegen anzugehen, und ein Hetero-Leben vorzutäuschen.

Meine Mutter meinte auch, da gäbe es doch Experten und Therapien ... musste ihr leider sagen, dass das nicht wahr ist. Und dann haben wir uns gemeinsam daran erinnert, dass ich als Kind immer schon "anders" war, immer schon irgendwie Außenseiter war, nicht der Raufbold, Sportler, sondern ... tja, in meinem Fall musisch, empathisch ... oder sonstwie anders.

Und mit einem Mal versteht man, dass das nicht von der Liebe der Mutter oder vom Verständnis des Vaters abhängt, sondern dass Liebe und Verständnis, oder Ablehnung und Unverständnis nur eine Reaktion auf das "etwas ungewöhnliche" Verhalten des Sohnes sind (so kann man erklären, dass ggf. mal Ablehnung und Unverständnist mit Schwulsein zusammentrifft).

Ich habe an Weihnachten lange mit meiner Mutter gesprochen. Und ich konnte und wollte nicht länger bei ihr bleiben, weil ich Besuch von meinem Freund bekomme . Ich habe gewagt, ihr die Wahrheit zu sagen, und sie versteht mich, und ich brauchte jetzt auch nicht mehr zu lügen ... ich habe ihr sogar ein Foto gezeigt! ... alles kein wirkliches Problem.

Wenn ich es bloß früher gewusst hätte ... aber besser spät als nie.

Du hast die Chance, Dein Wissen und Deine Gefühle JETZT zu leben statt erst in 20, 30 oder 40 Jahren.

Wünsche alles Gute auf dem Wege zu Dir selbst *:) @:)

Wpandersamanxn


Hallo zusammen,

Nachdem ich meine erste Therapie ja abgebrochen hatte, warte ich nun gerade auf meinen neuen Therapieplatz. Ich bin aber inzwischen schon einigermaßen zufrieden damit, dass ich die homosexuelle Phantasien gut im Griff habe und ihnen also nicht mehr nachgehen "muss", d.h. es mir recht gut gelingt sie schnell wieder "abzuwürgen", wenn sie mal da sind. Es ist irgendwie schonmal ein sehr beruhigendes Gefühl, dass ich das jetzt soweit schonmal ganz gut unter Kontrolle habe.

Ich habe in der letzten Zeit ein sehr nettes Mädel kennengelernt. Wir verstehen uns sehr gut und unternehmen öfter etwas zusammen. Es ist meinerseits schon so ein Schwärmen dabei. Wer weiss, vielleicht könnte daraus mehr werden. Aber bisher traue ich mich noch nicht in so eine Richtung zu gehen. Ich hätte wohl ein schlechtes Gewissen dabei, sie quasi als "Versuchskaninchen zu benutzen", mit der Gefahr, dass ich am Ende merke es geht leider noch nicht und sie steht dann da. Andererseits hätte ich aber auch Angst ihr meine "Hintergründe" zu offenbaren, was wohl mit Ablehnung ihrerseits verbunden wäre. Jedenfalls zieht mich das nun wieder ziemlich runter wie ich merke, dass ich mir selbst im Weg stehe. Ich traue mich aus genannten Gründen auch nicht so wirklich mal meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. >:(

Hxinxata


Hast du mal das Lied "Billy Brown" von Mika gehört?

Darin geht es um einen verheirateten Mann, der augenscheinlich die perfekte Familie hat, aber sich dennoch in einem Mann verliebt. Er geht auf die Suche nach sich selbst, trifft ein Mädchen, versucht es mit ihr, aber erzählt ihr auch von seinem "burden of his mind" und sie sagt ihm dann, dass er ein Opfer seiner Zeit ist.

was will ich admit sagen? Du kannst gerne versuchen, dich "innerlich umzupolen", doch das wird dir auf Dauer nicht gelingen und du wirst damit nicht glücklich werden. Genauso wie man Kindern das links-händig schreiben abtrainieren wollte. Es funktioniert zwar, aber dennoch ist es nicht gut, gegen die Neigung zu arbeiten.

Addrinjana


Nachdem ich meine erste Therapie ja abgebrochen hatte, warte ich nun gerade auf meinen neuen Therapieplatz.

Ich hab mir jetzt nicht den ganzen Faden durchgelesen – aber wer um alles in der Welt bietet Therapie "gegen" Homosexualität an? :-o

Es wurde hier wohl schon erwähnt, aber Homosexualität ist keine Krankheit und muss darum auch nicht therapiert werden. Du tätest besser daran, deine Homosexualität zu akzeptieren oder das zumindest zu versuchen. Oder ist das mit der Therapie so gemeint, dass du eine machen möchtest, die dir dabei helfen soll?

Ich traue mich aus genannten Gründen auch nicht so wirklich mal meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Was sind denn deine Gefühle dem Mädchen gegenüber? Findest du sie sexuell anziehend, begehrst du sie?

Andererseits hätte ich aber auch Angst ihr meine "Hintergründe" zu offenbaren, was wohl mit Ablehnung ihrerseits verbunden wäre.

Ich fände Ehrlichkeit deinerseits hier dringend angebracht. Längerfristig wirst du ohnehin nicht drum herum kommen.

WNan=dersmiann


Was sind denn deine Gefühle dem Mädchen gegenüber? Findest du sie sexuell anziehend, begehrst du sie?

Ich mag sie sehr, sie ist ein wunderbarer Mensch. Wir sind ganz auf derselben Wellenlänge, haben gemeinsame Interessen und Ansichten. Und vorallem können wir gut zusammen lachen. :-) Ich finde sie auch optisch sehr schön und kann mir vorstellen sie in den Arm zu nehmen oder zu küssen, zärtlich zu sein. "Begehren" in dem Sinn, dass ich den Trieb habe Sex mit ihr zu wollen, das nicht. Aber vielleicht bin ich auch nicht der Typ, bei dem das sofort so ist. Vielleicht brauche ich dafür einfach eine vertieftere Beziehung zu ihr.

MLe-in$-ChQaixns


Ich kanns schon verstehen, dass dich das fertig macht. Man ist "anders" als die "Norm", und dann auch noch im Bezug auf ein Thema, welches leider immer noch nicht 100 % anerkannt ist in unserer Gesellschaft.

Aber wie die meisten bereits schrieben: Kein Thera dieser Welt kann deine sexuelle Orientierung ändern – auch sonst niemand. Sei doch froh, dass du deine Orientierung ausleben kannst. Menschen mit Nekrophilie z.B können das nicht. Zumindest sollten sie nicht ;-)

@:)

WFande*rsmanxn


Hallo,

Ich melde mich hier nach längerer Zeit auch mal wieder. Habe gerade meine zweite Therapie abgebrochen, weil sie mir nichts gebracht hat bzw. genauso wie bei der ersten Therapie, mein Therapeut mir nicht wirklich helfen konnte oder wollte. Es machte irgendwie keinen Sinn mehr, wenn ich ständig das Gefühl habe, der Therapeut zieht nicht am selben Strang wie ich.

Ich bin nun am Überlegen, ob ich es noch in drittes Mal mit einer TherapeutIN versuchen sollte. Ich weiss nicht, ob das eine Rolle spielt, aber vielleicht ist eine weibliche Person aufgrund ihrer Weiblichkeit doch besser geeignet für ein Problem wie meines?

Andererseits habe ich die Sorge vor einem erneuten Scheitern, denn das zieht ziemlich runter, wenn man nach langem Warten endlich einen Therapieplatz bekommt, die Sache angeht und dann war wieder alles für die Katz.

So im Alltag habe ich das Problem denke ich schon ganz gut im Griff. Aber ich trete eben auf dieser Stelle und komme so nicht weiter.

Was meint ihr? Könnte die das Geschlecht des Therapeuten bei so einem Problem vielleicht doch eintscheidende Rolle spielen? Vielleicht kann mir eine TherapeutIN eher weiterhelfen als ein Therapeut?

DxieZKauberxfee


Ich hätte eigentlich gedacht, dass du als Mann sowas sogar besser mit einem anderen Mann besprechen kannst als mit einer Frau.

Aber vielleicht kann eine weibliche Therapeutin doch als Frau einen entscheidenden Impuls geben, den die männlichen Therapeuten dir nicht geben konnte.

Ich persönlich schätze schon, dass das Geschlecht eines Therapeuten/in eine Rolle spielen kann.

Ob du allerdings mit einer weiblichen Therapeutin zu deinem Ziel kommst, wage ich mal zu bezweifeln.

4PAndwix4


Wandersmann, es war einmal ein Pferd, das träumte fliegen zu können. Nach vielen misslungenen Versuchen und mehrmaligem Hinfallen merkte es, dass es zwar nicht fliegen aber besonders prima gallopieren konnte, und das Leben wurde doch noch schön...

Oder anders: Du wills nicht schwul sein, Du willst eine Frau und Kinder. Ich weiß, Du schreibst das hier seit Jahren. Aber wenn Dir hier jeder, wirklich JEDER sagt, dass das vermutlich nicht hinhaut, weil Du eben schwul BIST, und wenn Dir jetzt schon der zweite ausgebildete Fachmann klargemacht hat, dass er es genauso sieht, warum suchst Du dann nicht endlich nach einem konstruktiven Weg, nämlich Deinen Traum von der Familie als Homosexueller zu verwirklichen? Mit einem Mann zusammen und – hoffentlich bald möglich – adoptierten Kindern oder Pflegekindern? Bevor Du noch mehr Zeit, Geld und Energie rausschmeißt und Dir noch mehr (seelische) Wunden holst?

Ich wäre auch gerne ein guter Fußballer, 1,90 groß, hätte einen schönen Bartwuchs, und ich träume WIRKLICH davon, ein toller Musiker zu sein... Aber es IST numal nicht so. Also akzeptier ichs. Dringender Rat: AKZEPTIERS ENDLICH!

W,andsers@m:anxn


Danke für eure Tips.

Solange es noch irgendwie Hoffnung gibt und ich noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe, gebe ich mich auch nicht auf. Ich denke, dass man einfach nicht resignieren und seine Träume begraben und sich in ein "Schicksal" fügen sollte, solange man noch nicht alles versucht hat.

Ich bin ja auch schon ohne Therapie, ganz für mich allein, relativ weit gekommen. So weit, dass ich den homosexuellen Trieb in mir ziemlich gut im Griff habe und ihn bei Bedarf auch unterdrücken kann, ohne ihm nachzugeben. Und hier spüre ich auch eine deutliche Verbesserung zum Anfang meiner Bemühungen, wo es mir deutlich schwerer fiel und es öfter Rückschläge gab.

Der Grund, warum ich mir nun denke, es mal mit einer TherapeutIN zu versuchen liegt darin, dass ich nun primär versuchen möchte meine sexuelle Begierde auf Frauen zu fokussieren. Ich vermute, dass ich da vielleicht irgendwie eine unterbewusste Blockade oder sowas habe, die es zu lockern gilt. Ich fokussiere meinen Trieb ja leider unterbewusst auf Männer (vermutlich begründet in meinem schlechten Verhältnis zum Vater?). Das will ich nun anpacken. Und mir kam der Gedanke, dass eine Frau als Therapeutin mir da besser helfen kann als ein Mann?

M}ary9'3


Ich hab mal von der Organisation "Wüstenstrom" gehört. Die bieten solchen Therapie an. Vielleicht wäre da das richtige für dich dabei. Musst du mal googlen.

lg

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