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Doxepin und Paroxetin: Hohe Dosierung bei sozialer Phobie?

f6ry8x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich lese hier schon eine Zeit lang mit. Nun habe ich mich angemeldet, da ich hier

im Forum und bei Google keinen passenden Thread gefunden habe.

Ich bin 26 un leide seit längerer Zeit an sozialer Phobie (seit der Schulzeit), habe mich aber

jetzt erst in die Behandlung bei einem Psychiater begeben. In letzter Zeit haben sich

meine Angstzustände soweit gesteigert, dass es mir nicht mehr möglich ist, mein

Studium weiter fortzuführen.

Zudem habe ich über Jahre versucht meine Ängste mit Alkohol zu unterdrücken;

dies hat inzwischen ein Ausmaß angenommen, dass meinen Psychiater veranlasst

hat, mir eine qualifizierte Entgiftung nahezulegen. Ich habe jetzt einen Platz zur

stationären Entgiftung Ende November.

Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, hat der Psychiater mir folgende Medikation

verordnet:

Paroxetin, 40mg/tgl (morgens, in der ersten Woche 20mg)

Doxepin, 150mg/tgl (je 50mg, morgens, abends und vorm zu Bett gehen)

Hat jemand hier im Forum evtl Erfahrung mit diesen Medis? Ich finde zwar eine

Menge Threads zu diesen Medis, allerdings scheint keiner eine solch hohe Dosis

zu bekommen, zumal es meine Erstmedikation ist...

Wäre schön, hier jemanden zu finden, der mir etwas über die zu erwartende

Wirkung sagen könnte.

Erstmal schon einmal Danke für eure Antworten!

PS: Falls das hier der falsche Bereich des Forums ist darf die Diskussion von einem

Moderator gerne verschoben werden.

Antworten
ZJwa$ckx44


Hallo fry84, die Doxepin-Erhaltungsdosis ist 3 x 50 mg bis 3 x 75 mg pro Tag; die empfohlene Paroxetin-Tagesdosis bei Panikstörungen ist 40 mg, maximal 60 mg. Das Charakteristikum von Antidepressiva ist, dass jeder Patient unterschiedlich reagiert. Deshalb ist die 1:1-Übertragung persönlicher Erfahrungen auf Dritte nicht möglich. Wenn Dich die Statistik interessiert, google unter dem Wirkstoff und sehe im Referat von sanego.de unter "Nebenwirkungen" nach. Sie können auftreten, müssen aber nicht; nach einer Anfangsphase verschwinden sie meistens, müssen aber nicht. Besonders am Anfang ist es wichtig, engen Kontakt zum Psychiater zu halten, damit er immer weiß, wie es Dir geht. Die Wirkung von Psychopharmaka läßt oft auf sich warten, aber nach 2 Wochen sollten die Beschwerden schon mindestens zu 20% zurückgegangen sein. Sollten die ADs nicht wirken oder mit inakzeptablen NW verbunden sein, wird Dir Dein Psychiater wahrscheinlich einen Medikamentenwechsel vorschlagen. Das Wesentliche ist Geduld. Es gibt mit großer Sicherheit auch für Dich die "richtige" AD-Kombination und -Dosierung; man muß sie nur finden. Ich wünsche Dir alles Gute.

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