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Borderline ohne Ssv und mit großer Angst vor körperl. Schmerzen

TIroaum|ale hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich wollte mich mal über das Thema austauschen, daß es auch Borderline gibt ohne SSV dafür mit Riesenangst vor Schmerzen mit dem, daß man kein Blut sehen kann ,sich nie was antun könnte (also in Form von Ritzen) und mit starker Schmerzempfindlichkeit.

Ich bin eig. eher nicht so ein Freund von Diagnosen, da diese sehr oft sehr pauschalisierend sind und gerade beim Thema Borderlilne denkt nunmal fast jeder an Selbstverletzung und auch an besagte Kontaktabbrüche Schwarz-weiss denken ect ect..

Jetzt habe ich diese Diagnose aber auch bekommen, doch ich könnte mir wie gesagt NIE wehtun also mir nie körperl was antun, mich niemals ritzen und kann nichtmal sehen wie jemand ne Spritze kriegt und wenn ich mich wo anstoße (z.Bsp am Ellenbogen ) oder mir wehtue (aus Versehen) bin ich immer total am Jammern also seeehr schmerzemfpindlich. Auch habe ich schon diverse OPs hinter mir und Spiegelungen im Bauchraum wo Spritzen nicht wirkten und ich höllenmäßig litt also ungewöhnlch starke Schmerzen hatte halte Schmerzen körperl gar nicht gut aus, da ich es extrem wahrnehme.

Daher fühle mich da immer fremd unter anderen Leuten mit der Diagnose die SSV machen und lese zwar immer daß es das auch ohne SSV gibt ,doch in Foren schreibt da nie jemand drüber . Und las eben im Internet einen Bericht, daß Leute mit Borderline nicht so schmerzempf wären, doch bei mir ist das Gegenteil der Fall!

Weiter habe ich fast nie zu jemanden Kontakt abgebrochen hab zwar viele Freunde und Familie verloren also Kontaktbrüche hinter mir doch das aufgrund dessen ,daß ich in einer Sekte war nicht weil ich Kontakt abbrechen wollte, sondern da die den Kontakt abbrechen mußten und mit mir nicht mehr sprachen.

Zu Wut anfällen neige ich auch nicht, also ich fresse ehr alles in mich rein, erzähle zwar viel über meine ganze Symptome doch ich agiere nicht mit übermäßiger Wut die nach außen gerichtet ist, bin in Freundschaften auch eher konstant. Also das passt gar nicht zu Borderline, doch dennoch bekam ich diese Diagnose, da ich seit 20 J in Behandlung bin wg. Angst., Panikattaken, Albträumen, Zwängen, Depr. Pers. mitInstabilität, Sex Probl., Verlusten (durch Sekten erfahrung ) Gewalt in der Familie (Schläge, Scheidung der Eltern, Suizidversuche der Mutter chaotisches Milieu ..) und litt seit Jahren unter eniormer Schlaflosigkeit wo ich nur mit Schlaftbl schlafen konnte , hab z.T dissoz. und Derealisationen also alles Symptome die auch bei Boderline auftreten doch wie gesagt OHNE SSV wie Ritzen und ohne Wutausbrüche nach außen mit Kontaktabbrüchen, merkwüridg irgendwie.

Ich finde es auch merkwürdig, daß es eig. die einzige Diagnose ist die es bei langwierigen Probl gibt nach einer traumatischen Kindheit, da PTBS nur gegeben wird wenn das Trauma erst später passiert (wie Naturkatastrophen , Krieg ect oder Vergewaltigung als Erwachsene) sonst ist es immer Borderline und dann wird man meist automatisch stigmatisiert bzw. viele meinen man macht selbstverletzung ist jähzornig oder denkt schwarz-weiss . Mich macht das irgendwie sehr traurig. (fände ich SSV machen würde würde ich ja zu stehen wollen,doch ich könnte es ja nie /wollte auch schon oft Suizid begehen und was mich da abhielt waren auch die Schmerzen vor dem Suizid das macht mich fast wahnsinnig die Angst vor Schmerzen = finde körperl. Schmerzen sogar fast noch schlimme als Psych. Schmerzen was ja auch wieder untypisch ist f. Borderline)

wäre interessant, ob es noch jmd so geht wie mir oder jmd was dazu schreiben kann..

Antworten
G'rotztig


Ist dir die Diagnose so wichtig? Ich habe die Diagnose auch, obwohl ich mich nicht selbst verletzte. Ich finde auch nicht das diese zu mir passt. Aber letztlich denke ich Papier ist geduldig. Ich weiss auch nicht, wie diese zustande kommt, Test hat man nicht gemacht mit mir und Fragebögen habe ich auch keine ausgefüllt. Ich habe einige Diagnosen

Depression

dissoziative Identitätsstörung

Borderline

posttraumatische Belastungsstörung

nicht näher zugeordenete Essstörung.

Ich will es in den Griff bekommen, dabei ist es mir ziemlich egal, wie es sich nun nennt.

T*ra5umaKle


Nein an sich ist mir die Diagnose nie so wichtig gewesen. Also nicht in bezug auf das wie ich denke, lasse mich selber z.Bsp nicht gleich in eine Schublade stecken und mag Diagnosen auch nicht so.

Aber ich habe es z.Bsp schon einmal erlebt, daß ein sozialpädagoge aufgrund der Diagnose mir nicht mal glauben wollte, daß ich keine Selbstverletzung mache und die ganze Zeit nach Symptomen suchte, die ich gar nicht hatte, er schien mich da gar nicht mehr zu sehen- das verletzte mich .

Und habe auch schon oft gelesen, daß von Leuten mit der Diagnose Borderline sehr schlecht geschrieben wird,- auch das verletzt mich. Zumal vieles so bei mir ja gar nicht zutrifft.

Du hast also auch versch. Diagnosen bekommen und findest Dich selber da nicht so bei der Borderline Diagnose. Das mit den versch. Diagnosen kenne ich auch, habe auch ne Menge an Diagnosen schon bekommen auch wie Du PTBS u.a (dann noch Somatiserungsstörung, Depression Angstörungen, dependente Persönlichkeitsstörung, Dissoziative Persönlichkeitsstörung ect ect)

Ich finde halt nur, daß man durch diese Diagnosen auch bei anderen Ärzten oder auch Ämtern oft irgendwei eingeschätzt wird und manchmal ist dann doch alles ganz anders oder die Leute reagieren mit Vorsicht und suchen nach Selbstverletzung dabei machst Du gar keine. (z.Bsp hatte ich mal einen Kratzer am Hals, da hat mich meine Katze gekratzt und mein Psychoanalytiker glaubte mir anfangs ewig nicht, daß es meine Katze war , dabei stimmte das ja !) also sowas finde ich einfach schlimm dann,da man selber ja gar nicht gesehen wird dabei.

Das wichtige ist nat. nur gesund zu werden zumindest damit leben zu können,doch dennoch ich denke schon, daß es auch Grund genug war mal über meine Empfindungen diesbzgl zu schreiben.

Jtu%ley


Erstens heißt es SVV (Selbstverletzendes Verhalten), SSV = Sommerschlussverkauf :-p

und zweitens:

Ich finde es auch merkwürdig, daß es eig. die einzige Diagnose ist die es bei langwierigen Probl gibt nach einer traumatischen Kindheit, da PTBS nur gegeben wird wenn das Trauma erst später passiert (wie Naturkatastrophen , Krieg ect oder Vergewaltigung als Erwachsene) sonst ist es immer Borderline

":/ Sorry, aber das habe ich noch nie gehört... Ich (und einige andere, deren Fälle mir bekannt sind) habe meine PTBS-Diagnose auch aufgrund von Kindheitserlebnissen bekommen. Und nicht jede/r, die/den ich kenne mit PTBS hat auch BPS diagnostiziert bekommen.

Mit dem was du über Borderline und SVV schreibst, kann ich dir aber zum großen Teil recht geben, da leider auch in medizinischen Kreisen nicht überall bekannt ist, dass Borderline nicht gleichzeitig SVV bedeutet und umgekehrt. Auch in den anderen (durch Medien?) bekannten Kriterien wird man leicht stigmatisiert, das stimmt schon :(v Sieht man ja auch hier z.B. wenn jemand über seine Beziehung zu einem Borderliner schreibt, kommen fast nur Kommentare wie "Lauf weg so schnell du kannst" :|N :(v >:(

Es gibt aber nicht den "typischen" Borderliner, also kann es gut sein, dass du ein hohes Schmerzempfinden hast, obwohl viele andere fast keins haben (ich z.B. verbrenne mich regelmäßig unabsichtlich mit zu heißen Wärmflaschen, so dass ich Brandblasen bekomme, weil ich einfach nicht spüre, dass es zu heiß ist %-| |-o ). Auch das mit den Beziehungen/Freundschaften... ich kenne sehr viele Borderliner, die in einer langjährigen, gut funktionierenden Partnerschaft leben oder ich z.B. bin mit einigen Leuten aus meinem Freundeskreis schon über 20 Jahre befreundet. Es muss ja nicht immer alles zutreffen.

Das mit den Diagnosen, in denen man sich nicht wiedererkennt, kenne ich auch, ich habe während meiner letzten stat. DBT zusätzlich die Diagnose histrionische Persönlichkeitsstörung bekommen, was mich total ärgert und ich auch gar nicht verstehen kann, ich hatte davon vorher noch nie davon gehört, habe mich dann informiert und war erstmal total geschockt...meiner Meinung nach trifft fast kein Diagnosekriterium davon auf mich zu... ich denke, diese Diagnose bekam ich aber, weil ich meine Thera nicht an mich rangelassen habe, weil ich sie nicht ernst nehmen konnte und ich ihr nicht vertrauen konnte. Also bekam sie ein falsches Bild von mir.

Darf ich fragen, wie du an deine BPS-Diagnose gekommen bist? Wurde da eine ausführliche Diagnostik durchgeführt? Denn gerade die BPS ist ja sehr schwer zu diagnostizieren, da sie anderen Krankheiten teilweise sehr ähnlich ist. Bei mir dauerte es von der Verdachtsdiagnose bis zur endgültigen Diagnosesicherung fast ein halbes Jahr... meine zweite Diagnostik (die Klinik wollte ihre Patienten vor der Therapie (DBT) selbst diagnostizieren...) dauerte 2 Wochen stationär, bestand aus stapelweise Fragebögen, unzähligen Interviews und einer Fremdanamnese (Therapeut stellt einer Person, die dich gut und schon lange kennt, Fragen über dich) und bestätigte die Diagnose. Ich frage nur, weil man ja heutzutage oftmals hört (und das macht mich auch wütend), dass gerade diese Diagnose sehr schnell vergeben wird, manchmal sogar schon nach einem Gespräch und sogar von Hausärzten. Hab mich deswegen damals (hab in einer Notaufnahme gearbeitet) auch oft mit Kollegen (Unfallchirurgen/Orthopäden) gestritten, die jedem Patienten mit SVV (oder vermutetem SVV) die Diagnose BPS gaben, ohne auch nur ein Wort mit dem Pat. gesprochen zu haben >:(

Jsulxey


Ich streiche ein "davon" in meinem Beitrag |-o Wann gibts hier endlich eine Editierfunktion??

T3raumxale


Hallo Juley.

jetzt hats doch länger gedauert, bis ich wieder antworten kann. Mir gings nicht gut, hatte kaum noch Energie z.Schreiben.

Ich (und einige andere, deren Fälle mir bekannt sind) habe meine PTBS-Diagnose auch aufgrund von Kindheitserlebnissen bekommen. Und nicht jede/r, die/den ich kenne mit PTBS hat auch BPS diagnostiziert bekommen.

Ich habe sowohl PTBS als auch emot.instabl.Persönlichkeitsstörung als Diagnose bekommen, allerdings hat man mir dies genau so gesagt, daß nie von einer PTBS gesprochen wirde, wenn die Traumen schon im Kleinkindalter anfingen, dann las ich auch im Internet immer von Borderline.

Ich kann irgendwie gar nicht gut schreiben, nur kurz: ich bekam diese Diagose wegen meiner vielen facettenreichen Symptome also seit Kindheit an starke Ängste auch Schlafstörungen und Depressionen auch als Kind schon mit damals schon Selbstmordgedanken (wie gesagt wg. Traumen, in Sekte aufgewachsen, Todesangst, Gewalt in der Familie , Trennung der Eltern mit Scheidung, Selbstmordversuch meiner Mutter,Schläge , Einzelgängertum wg. Sekte , schlechte schulische Leustungen wg. Konzentrationsstörungen, starke Albträume alles von Kindheit an)

Dann als Erwachsene: 10 J gebraucht um aus der Sekte rauszukommen, Magersucht, Starke Schlafstörungen mit ganz schlimmen Albträumen, mit sogar Lähmungen in der Nacht und auch eine Zeitlang Halluzinationen von Dämonen und dem Teufel (Überbleibsel der Religion)

dann MEdikamtenabhängigkeit wg. Ängste und Schlafstörungen ging nicht mehr ohne Tbl .. dann Scheidung da ich in einer Bez war, wo der Mann mich emotional und körperl kaputtmachte , Schulden geerbt, da mein Vater mir Schulden vererbte , mit Vollstreckungsbeamte bei mir zuhause und Gerichtsverhandlung (wurde freigesprochen/ich erbte, da ich nicht das Erbe ablehnte und wurde so automatisch Erbe von Schulden, wußte aber vorher nicht mal ,daß so viele Schulden da waren) dann seit 20 Jahren seit ich ca 20 J bin starke Reizdarmproblematik mit 6X Darmspiegelungen auch 3 Darmoperationen plus Migräne und später Panikattaken. Am schlimmsten waren die ganzen Jahre die schlimmen Albträumne und Schlafstörungen und Panikattaken auch religiös verursacht und starken Schmerzen (wg. Darmproblemen ) kein Schulabschluss geschafft wg. der Depressionen schon als Kind und Ängste und immer nur einseitige Verliebtheiten bis auf einmal in meinem Leben eine glückliche Beziehung, wo die Liebe nicht einseitig war, allerdings nie Ritzen, nie Kontaktabbrüche zu Freunden , im Gegenteil ich verließ die Sekte und verlor da alle Freunde plus die gesamte Familie also auch meine Geschwister brachen den Kontakt ab, als ich die Religion verließ, sonst starke Reizüberflutungen starke Emotionen , spüre beim Gegenüber Hass, Wut nochmal stärker und dann wieder schlimme Ängste (Albträume Grusel) Dissoziationen mit Lähmungen und Stumm sein inder Nacht , Probl. in der Arbeit auch wg. der starken Ängste ect ect also soviel wieso ich sowohl PTBS als auch Borderline bekam als Diagnose . Ich denke es ist eig. ne PTBS aufgrund Sektenerfahrung und Gewalt als Kind, doch da von kleinauf wird es auch oft als Borderline beziechnet, doch da stört mich wie gesagt ,daß bei Borderline wie gesagt fast immer von Ritzen Selbstverletzung die Rede ist und auch von Schwarz-weisse denken ect und Kontaktbbrüche , bei mir waren vor allem die starken Ängse und Albträume und Körpersymptome pls die Traumen so gravierend wieso ich auch nie zur Ruhe kam.

sorry,daß ich so wirr schrieb, mir gehts wie gesagt im Mom. nicht gut und wollte nur noch irgendwie die Frage beantworten wie es zur Diagnose kam.

T!rau7mal,e


nochmal.. ja stimmt es heißt nicht SSV , sondern wenn abgekürzt SVV (= selbstverletzendes Verhalten) :-)

J@ulxey


allerdings hat man mir dies genau so gesagt, daß nie von einer PTBS gesprochen wirde, wenn die Traumen schon im Kleinkindalter anfingen, dann las ich auch im Internet immer von Borderline.

Sorry, aber das ist mir echt unverständlich, da man durchaus auch Borderline haben kann ohne ein Trauma, egal ob in der Kindheit oder später. Quelle: diverse Fachbücher und auch eigene Erfahrung durch Leute, die ich kenne ":/

Puh... deine Geschichte ist echt heftig und berührt mich sehr... erstmal Respekt, dass du den Ausstieg aus der Sekte geschafft hast, ich weiß, sowas ist nicht einfach, eine gute Freundin von mir musste leider ähnliches durchmachen wie du, ist aber immer noch nicht ganz "draußen", wegen der Verbindung zu ihrer Familie und vor allem weil sie ihre kleinen Geschwister schützen möchte... Daher weiß ich ungefähr, wie so ein Leben aussieht... :°_

doch da stört mich wie gesagt ,daß bei Borderline wie gesagt fast immer von Ritzen Selbstverletzung die Rede ist und auch von Schwarz-weisse denken ect und Kontaktbbrüche

Das stört mich auch total, ich bin es auch leid, auf die Selbstverletzung reduziert zu werden und auf die angebliche Beziehungsunfähigkeit, dass die "normale" Bevölkerung es nicht besser weiß, ist auf die Medien zurückzuführen, die (warum auch immer) ein falsches Bild von Borderline verbreiten, aber warum sind Ärzte/Therapeuten (die es eigentlich wissen müssten!!) nicht schlauer?? >:( Klar, ich habe einige der "typischen" BL-Symptome, aber dennoch kann man nicht alle Borderliner über einen Kamm scheren, denn dieses Krankheitsbild ist wahnsinnig facettenreich. Ich kenne z.B. viele Borderliner, die seit vielen Jahren in einer glücklichen Beziehung leben. Also ist nicht jeder beziehungsunfähig oder bricht Kontakte schnell ab. Oder was die Impulsivität angeht, einige sind genau das Gegenteil davon, sehr introvertiert. Vielleicht sollten wir mal ein "Gegendarstellungs"-Buch schreiben ;-)

Ich hoffe, dir geht es mittlerweile etwas besser @:)

K=yli,nn


Ich finde halt nur, daß man durch diese Diagnosen auch bei anderen Ärzten oder auch Ämtern oft irgendwei eingeschätzt wird und manchmal ist dann doch alles ganz anders oder die Leute reagieren mit Vorsicht und suchen nach Selbstverletzung dabei machst Du gar keine. (z.Bsp hatte ich mal einen Kratzer am Hals, da hat mich meine Katze gekratzt und mein Psychoanalytiker glaubte mir anfangs ewig nicht, daß es meine Katze war , dabei stimmte das ja !) also sowas finde ich einfach schlimm dann,da man selber ja gar nicht gesehen wird dabei.

Selbst wenn man eine BPS hat, macht es das ja nicht besser. Man wird trotzdem darauf reduziert. Und selbst wenn man sich selbst verletzt oder dies früher gemacht hat. Inwiefern macht es das besser, dass man ein "echter" Borderliner ist, wenn man trotzdem mit seiner gesamten Persönlichkeit und seinem gesamten Verhalten auf diese 9 Kriterien reduziert wird, und der Mensch dahinter nicht gesehen wird?

Ich möchte nicht behaupten, dass das für Nicht-BPSler nicht auch schlimm ist, aber dann kann man sich ja sagen "Fehldiagnose, das BIN ich einfach nicht". BPSler können das nicht.

Ich jedenfalls gehe so damit um, dass ich die Menschen damit konfrontiere. Ich frage konkret nach den Vorurteilen und gehe in die Diskussion. Den Menschen einen Vorwurf machen hilft 1. nicht weiter (weder dir noch anderen) und 2. ist es in der Regel nur Unwissen oder gefährliches Halbwissen, weswegen sie so reagieren. Und hier halte ich es wie mit der Störung selbst: Ich bin es zwar nicht Schuld, dass ich sie habe, aber ich bin diejenige, die etwas dagegen tun muss. Ich bin also nicht an den Vorurteilen Schuld, aber ich kann etwas dagegen tun und aufklären. Denn ich bin der (bzw. ein) Experte für diese Störung. Wer soll es besser wissen, als einer, der sie selbst hat?

Wenn man sich zurückzieht und ein "ihr habt doch eh alle keine Ahnung" vor sich hin grummelt, bestätigt man die Vorurteile ja nur ;-)

Und ich bin noch NIE, NIE, NIE für Aufklärung Veurteilt worden. Weder in der Klinik, noch von Ärzten, noch vom Amt, von Therapeuten, Freunden, Lehrern, Kollegen, Fremden, ... Im Gegenteil. Die Menschen waren oft erstaunt, dass die Dinge ganz anders liegen, als sie gedacht hatten. Vielen war nichtmal bewusst, dass sie "so jemanden" kennen. Sie wurden neugierig und mit der Zeit auch aufgeschlossener. Selten ist auch mal ein Beratungsresistenter darunter. Muss man auch akzeptieren können. Sollen sie doch dumm sterben :D


Eine Story noch dazu, vielleicht bringt sie euch ja genauso zum schmunzeln wie mich.

Vor einigen Tagen telefonierte ich mit einer jungen Frau von einem Institut, welches Forschungen im Bereich Borderline betreibt. Zur Zeit der Diagnosestellung im Jahre 2003 erfüllte ich 9 von 9 Kriterien - Jackpot, wie mein damaliger Therapeut sagte ;-)

Nach ca. einer Stunde Telefon-Interview sagte sie mir dann, es täte ihr sehr leid, aber sie wüsste nicht, ob ich überhaupt an den Forschungen (als "Versuchskaninchen") teilnehmen könne, ich sei möglicherweise ZU GESUND, um die Diagnose überhaupt noch stellen zu können ;-) :)=


Das nur, um den umgekehrten Fall der Stigmatisierung mal zu schildern. Ich fühle mich nämlich ganz und garnicht "geheilt" und wäre wohl ziemlich unglücklich, wenn man meine Probleme nicht mehr ernst nehmen würde, nur weil ich nicht mehr genug Kriterien (die sich ja meist mehr auf das Verhalten als das Erleben im Inneren stützen) erfülle :-o ;-)

A%zucexna1


Hallo Traumale,

ich habe mir nur den ersten Beitrag durchgelesen, muss gleich weg, möchte aber ganz kurz etwas dazu sagen. Später lese ich mir dann die anderen Beiträge durch!

Ich habe auch diese Diagnose erhalten und verletze mich nicht selbst! Das Selbstverletzen ist ja nur ein Merkmal, es kann, muss aber nicht vorkommen!

SsV, Selbstschädigend, das ja. Vielleicht ja auch bei dir?

L.G. Azucena *:) @:)

T{rau)maxle


Hallo Juley,

das ist schön zu lesen, daß Du mich da verstehst bzgl dem , daß man nicht gerne auf Selbstverletzung und Beziehungsunfähigkeit reduziert werden möchte, zumal es ja so ist, daß wir nicht mal Selbstverletzung machen.

Ich denke auch, daß ich eher zu den Menschen gehöre, die gar nicht impulsiv sind, also ich bin eher introvertiert und bei mir spielt sich viel mehr im Kopf ab und ich kann auch Wut, Ärger, Agression nicht so gut zeigen also kann nichtmal einen Wutanfall kriegen, was ja auch ein Grund ist wieso es mich so verletzt, wenn bei der Diagnose : emotional instabl Persönlichkeitstörung immer von eben auch wutanfällen oder Kontaktabbrüchen die Rede ist. Ich mußte mühsam innerhalb von Jahrzehnten lernen, daß ich auch gehen kann und darf und auch mal Nein sagen darf, wenn meine Grenzen überschritten werden und daß ich im Gegenteil Kontakt abbrechen darf, da ich das eig. fast nie mache, auch wenns mal nötig wäre.

Ja es ist traurig, daß die Medien immer nur von dem einen berichten , denke mal weil es nach außen hin so spektakulär und dramatish aussieht und auch die Wunden der Selbstverletzung beeindrucken schon sehr (im negativen doch dennoch..) und bei mir ists aber ehre so, daß ich den ganzen Schmerz nach innen verlagere und daher ja auch so starke Somatisierungstörungen habe . (seit 20 Jahren Durchfälle bis zu 5x tgl mit Verstopfung über z.T zwei Wochen also starke Reizdarmbeschwerden mit körperl. Schwäche )

Ich denke auch, daß man als BL auch glückliche Beziehungen haben kann, habe selber den Eindrduck, daß es im Gegenteil oft daran scheitert, weil ich mich z.Bsp leider gar nicht erst in Männer verliebe, die mich auch lieben oder weil sie mit meinen Schmezren Ängsten Traurigkeiten überfordert sind. Aber wenn ich Beziehungen habe, kann ich die auch sehr gut halten, bin auch sehr treu in Beziehungen.

Ich denke auch ,daß die Diagnose oft gegeben wird nach den vielen Dingen,die äußerlich sichtbar sind also ich war z.Bsp mal medikamentenabhängig, was ja auch selbstschädigend ist nur ich hatte solche Schlafstörungen also über Tage /wochen /Monate , daß es einach nicth mehr ging , schlief oft wochenlang nicht merh als 2 Std pro Nacht und hielt das nicht mehr aus.

Auch steigerte die Angst so, daß ich damals in s Kissen beissen mußte in die Luft tonlose Schreie ausstieß da ich nicht mehr konnte und so fing ich an mit Tbl doch ich finde das im Nachhinein immer noch menschlich , es war halt pure Folter jahrelang . Leider halfen mir Neuroleptika und Antidepressiva nie, wehslb ich dann Lorazepam abhängig wurde.

Ich hoffe, dir geht es mittlerweile etwas besser

so schlimm wie früher ist es nicht mehr, doch generell noch sehr sehr schwierig. Ich hatte 2006 einen schlimmen Zusammenbruch, ,da ich mich damals umbringen wollte und dann brach ich zusammen,wollte aber dennoch leben und da nahm mich mein Mann von dem ich damals getrennt lebte wieder auf und machte dann den Entzug und habs aber nihtmehr zurück ins Arbeitsleben geschafft . seit 2008 habe ich einen Schwerbehinderten ausweis auch wg. der schrecklichen Albträume von Dämonen, Teufel, vernichtet werden und meiner Gruselanggst weshalb ich auch ne Zeitlang nicht mehr alleine sein konnte .

Wenn ich mich nicht so vielen Reizen hingebe und starke Emotionen meide, kann ich z.T "gut " leben mit meinem Hund :-) spaziergänge machen und die genießen ,doch ich leide da sehr drunter so abhängig zu sein, also hab dieses Jahr auch diverse Anstrengungen unternommen wieder ins Arbeitsleben integriet zu werdendoch klappte nicht.. bekam wieder massive Albträume Grusel, Panikattaken Durchfälle ect und auch Dissoziationen ect Lähmungen in der Nacht vor Angst .

Ich würde mich gerne berenten lassen,doch dafür müßte ich mich erstmal scheiden lassen wo ich auch Angst vor habe, da ich eig. nicht gut auf Dauer alleine lebe kann (obw ich viel Raum für mich brauche und ja auch nicht gut mit jmd leben kann also im engen Raum ) Und dann ist noch das Probl. , daß ich privat vers. bin und im Falle einer Scheidung und Sozialhilfe nochmal 155 Euro mehr für einen Pflichttarif der privaten Kasse zahlen müßte von den 345 Euro Sozialhilfe und das einklagen müßte und glaube das würde ich nicht durchstehen.. auch die Sorge wo ich dann leben würde, ob ich ne Whg finden würde, wo Hunde erlaubt sind (hab Selbstmordgedanken bei dem Gedanken meinen Hund zu verlieren) also es ist schwer und bin da am Kämpfen auch unabhängiger wieder zu werden und mich heute selbstr zu schützen und mir dei Liebe zu geben,die ich als Kind nicht hatte

Letzte Woche war ich bei der Caritas und ließ mich da nochmal beraten wg. Sozialhilfe und es ist aber ein harter Weg, sie meinte das auch ,daß sie niht weiß,ob ich dann nicht doch in der Bez so bleiben soll wie es jetzt ist und da widerum sind auch große Existenzsorgen die mir widerrum auch Bedrohung und Angst machen, Ist ein Teufelskries.

TErau-male


Kylinn,

Das nur, um den umgekehrten Fall der Stigmatisierung mal zu schildern. Ich fühle mich nämlich ganz und garnicht "geheilt" und wäre wohl ziemlich unglücklich, wenn man meine Probleme nicht mehr ernst nehmen würde, nur weil ich nicht mehr genug Kriterien (die sich ja meist mehr auf das Verhalten als das Erleben im Inneren stützen) erfülle

ja genau das ist es. Im Grunde sind es ja die inneren Prozesse die entscheidend sind also das innere Erleben und die Außenweilt achtet aber oft viel mehr auf das Verhalten . Ich habe trotz der ganzen Symptme sehr lange noch funtkioniert nach außen hin , da es eben nach außen hin nicht so spektakulär sichtbar war mit z.Bsp Narben oder Wunden ,die ich mir selbst hinzufüge, doch innerlich war ich voller Schmerz und Angst und Bedrohung und ich kenne das gut, wenn man anfängt sich sein äußerliches Leben wieder etwas mehr zu ordnen, (in meinem Falle wieder eine Arbeit schaffen), daß es dann oft heißt man wäre geheilt, dabei sind die inneren Ängste und Konflikte und Spannungen ja genauso da nur man "reisst sich quasi nochmal mehr zusammen" hält das irgendwie besser aus.

Tfra3umaxle


Ich möchte nicht behaupten, dass das für Nicht-BPSler nicht auch schlimm ist, aber dann kann man sich ja sagen "Fehldiagnose, das BIN ich einfach nicht". BPSler können das nicht.

so einfach ist das nicht, da ich ja schon wie ein BL auchdie ganzen Spannungen Ängste innere Leere Depressionen und Ängste sowieso Körpersymptome ect ect mit mir rumtrage von daher auch die Diagnsoe stimmt, doch mir gings wirdklich darum, daß es mich sehr verletzt , daß Außenstehende oft meinen ich würde auch Selbstverletzung machen,wsa ja nicht so ist und ich im Gegenteil ja Schmerzen so stark spüre und auch seit Kindheit an so starke Angst vor Schmerzen habe ( da man mir erzählte ich werde die schlimmste Verfolgung schlimmer als KZ und Christenverfolgung erleben müssen, um dann später ins Paradies zu kommen und seitdem habich panische Angst vor Schmerzen )

und ich mag die Unterscheidung PTBS und Borderline nicht so, wenn bei Borderline auch Traumatisierungen vorliegen mit Todesangst. (zumal man bei PTBS ja auch Albträume Köpersymptome und Depr. Ängste Dissoziationen echt hat)

TKrauxmale


Azucena,

interessant, daßDu auch keine Selbstverletzung machst. Ja selbstschädigende Verhaltensweisen habe ich bst auch , doch da geht es mir auch wie den Vorschreibern, daß die eig. Ursache ja woanders liegt und das lediglich eine Symptom ist von vielen ,also eine Folge von Traumen bei mir.

Tpra7umialxe


schade, daß niemand mehr was geschrieben hat zu meinem Faden.

Irgendwie las ich vor kurzem in einem anderen Forum , wo hauptsächlich Traumatisierte von der Kindheit (die auch Borderline diagnostiziert bekamen) schrieben und auch dort wurde bei der Definition Borderline oder auch emotional instabile Persönlichkeitsstörung von Selbstverletzung und Ritzen geschrieben als wäre das zwangsläufig so, fühle mich da schon oft ganz alleine was das betrifft, da ich schwerste Symtome schon hatte und noch habe, aber dennoch das nie mit Ritzen lösen würde also das ja nicht könnte (denke nichitmal unter Androhung der Todesstrafe also geht gar nicht!) und hielt den Druck immer aus ,obwohl grausam.

Ich denke es wird auch so viel von Selbstverletzung berichtet in den Medien, weil das irgendwie was ist was die Menschen beeindruckt die dahinterliegenden Traumen und Schmerzen/Ängste/Traurigkeiten sind wohl nicht so spannend, schade.

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