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Wie die depressive Zeit rumkriegen?

GYrDottxig


Huhu Schnecke,

mal ein schneller Gruß von mir. Donnerstag komm ich unters Messer, der Zwerchfellbruch wird gerichtet.

Ansonsten mir geht es so weit gut, nehme seit gut 4 Wochen auch keine ADs mehr. Mal sehen wie sich das entwickelt.

K5etz9erxin


Hallo schnecke, *:)

Was gibt's denn inzwischen Neues? ???

Wie war euer Urlaub und wo wart ihr?

Und hat sich das Problem mit deinem Mitbewohner endlich gelöst?

Gruß. :)*

K0etzexrin


Und warst du inzwischen bei deinem "alten" Therapeuten zu Gesprächen gewesen?

s{ch9neck*e1985


Hallo ihr Lieben *:)

@ Grottig

Wie geht es dir denn jetzt nach der OP? Hab mich über deine PN so gefreut, dass es vorbei ist :-D Leider war ich zu sehr unten, um auf irgendwas zu antworten. Hab nur noch vegetiert. Heute hab ich endlich mal wieder einen etwas erträglicheren Tag :)^ Wie gehts dir ohne ADs?

@ Ketzerin

Meinen zweiten Mitbewohner hab ich letzte Woche die Meinung gesagt und ihm eine Frist gesetzt, bis wann er draußen sein soll, weil das Zusammenleben für beide Seiten einfach überhaupt keinen Sinn mehr gemacht hat. Ich hoffe, dass er sich dran hält und bis Mitte Sept / Anfang Oktober weg ist. War doch sehr befreiend und Nachfolger hab ich auch schon :-D

Und warst du inzwischen bei deinem "alten" Therapeuten zu Gesprächen gewesen?

Hab am Dienstag einen Termin, er war jetzt urlange im Urlaub. Bin momentan sehr im Zweifel, ob die ganze Therapiegeschichte was bringt. Vielleicht auch einfach nur totale Erschöpfung und Selbstmitleid, ich kann das auch nicht mehr unterscheiden. Bin jetzt auch seit 1,5 Jahren wieder suizidal und der Todeswunsch ist sehr stark.

Kvetzwerin


Meinen zweiten Mitbewohner hab ich letzte Woche die Meinung gesagt und ihm eine Frist gesetzt, bis wann er draußen sein soll, weil das Zusammenleben für beide Seiten einfach überhaupt keinen Sinn mehr gemacht hat. Ich hoffe, dass er sich dran hält und bis Mitte Sept / Anfang Oktober weg ist. War doch sehr befreiend und Nachfolger hab ich auch schon.

Na hoffentlich bist du ihn und seine "Besucher" dann fristgmäß los.

Hab am Dienstag einen Termin, er war jetzt urlange im Urlaub. Bin momentan sehr im Zweifel, ob die ganze Therapiegeschichte was bringt.

Aha, ja das kommt einem schon wie ewig vor...

Aber vielleicht mußte der auch mal wieder "seine Akkus aufladen". ;-D

Schau doch einfach mal wieder der Termin (ver)läuft.

Vielleicht auch einfach nur totale Erschöpfung und Selbstmitleid, ich kann das auch nicht mehr unterscheiden. Bin jetzt auch seit 1,5 Jahren wieder suizidal und der Todeswunsch ist sehr stark.

Oh jeh...das tut mir leid... :-/

Da würde ich mir auf jeden Fall (professionelle) Unterstützung holen.

War es denn wenigstens für euch im Urlaub schön? ???

Ggroat|ttig


Hallo Schnecke,

mach dir mal keinen Kopf, eine Antwort ist nicht verpflichtend erwartet. So wie du kannst. Zur OP siehe hier, das ist mein Problem:

[[http://www.med1.de/Forum/Ernaehrung/594472/]]

Gkro-ttixg


Also OP Nachwirkungen. Von der OP selbst, keine grossen Schmerzen. Hab schon am nächsten Tag keinerlei Schmerzmittel genommen.

COle{eni


Hallo schnecke1985, Hallo Grottig

Ich habe mir jetzt euren Faden durchgelesen, fühle mich echt angesprochen von euren Gedanken und merke, wie auch bei mir selbst, wie grooooooooooooooooß der Wunsch nach "Symptomminimalität" (um es mal nicht als Symptomfreiheit zu bezeichnen ;-)). Ich habe auch die Beiträge von Zwack gelesen und bin bei dem Medikamententhema genauso hin und her gerissen wie ihr.

Ich habe es auch lange probiert und – warum auch immer – wirken sie bei mir auch nicht so, wie ich es mir wünsche. Zwack hat geschrieben, dass man die Symptome genau schildern sollte, was ich verstehen kann, wie sollen die anderen in einen reinblicken können? Aber entweder ich bin bis jetzt immer an den falschen geraten, oder die Mittel bewirken bei mir wirklich etwas ganz anderes. Das Blöde an der ganzen Sache ist aber, wenn ich das anspreche, wird mir erst recht nicht geglaubt. Ich hörte dann wieder auf auf diese Gedanken zu hören, probierte es noch einmal mit Medikamenten, weil ich ja auch will, dass es mir besser geht (zumindest der Teil der mich nicht zerstören will ;-)) und wieder die gleiche Spirale: Hoffnung – sich selbst sagen, dass die Medikamente Zeit brauchen – Nebenwirkungen ertragen – und dann doch wieder feststellen, dass sie nicht wirken – und: danach irgendwie noch trauriger sein.

Ich weiß nicht inwieweit die PS da mit reinspielt, doch glaube ich mittlerweile sehr stark daran, dass die PS die Medikamente irgendwie beeinflussen. Ich für mich kann dies mittlerweile zumindest besser akzeptieren, auch wenn ich es nicht erklären kann, doch merke ich doch, wie ich mich fühle und fühlte. Das was mich noch total erstaunt, ist, dass meine Vorstellung von Verarbeitung sich total verändert, wenn ich mal bei mir und meinen Gefühlen bleibe. Durch meine letzte Therapie (ging ca. 6 Jahre bis 2007.. sie brauchte 4 Jahre, ehe ich überhaupt etwas an mich emotionsmäßig ran ließ) habe ich angefangen auch angenehme Gefühle zuzulassen. Es fühlte sich "schön" an und ich dachte verarbeiten heißt, dass sich die Extreme etwas abschwächen (also dass die destruktiven Gedanken und Gefühle und Wünsche verblassen und aber auch dass die kurzen Höhenflüge, nachdem die Abstürze immer besonders "toll" sind) und es irgendwie sich dann auch in die Handlungen integrieren. Also Verstand und Gefühle irgendwie zusammenpassen und ich so auch mal auf mein Gefühl verlassen kann und nicht immer alles und jeden anzweifele in bestimmten Momenten.

Hmm, das waren meine Vorstellungen. Aber es passiert(e) eher etwas ganz anderes: mir geht es besser, viel viel besser: die Unsicherheiten und Ängste werden weniger, aber werden doch nicht weniger. Das ist total komisch, ich kann es nicht so erklären... besser gesagt wird es nicht so verstanden, aber ich fühle doch wie es mir geht!! Also gesamt gesehen geht es mir viel viel besser, was ich auch toll finde, aber gleichzeitig nehmen das Destruktive, die Angst und die Unsicherheiten nicht ab. Also ich probiere es immer so zu beschreiben: es ist so, als wenn man beim Farbenmischen zwar die Mischfarbe erhält, aber dennoch die beiden Ausgangsfarben behält. Also ich mische rot (das Negative) mit gelb (das Positive) und erhalte orange (neue, angenehme Gefühle), aber behalte dennoch genauso viel rot, wenn nicht sogar noch mehr und auch gelb. Also irgendwie wie Öl und Wasser. Das können nur nicht viele nachempfinden. Viele sehen es mir nicht mehr an, wie es mir auch innerlich geht (was gut und was aber auch schlecht ist). Sie können es mir nicht glauben, dass wenn ich sage, dass ich das Leben mittlerweile liebe, es aber auch noch genauso hasse, ich noch genauso die Selbstmordgedanken habe. Anfangs dachte ich noch, dass ich das für mich behalten muss, habe mir nicht geglaubt, sondern ging davon aus, dass ich nicht "richtig" verarbeitet habe. Aber das glaube ich jetzt nicht mehr. Denn es geht mir ja besser!! Es geht mir besser, obwohl es mir nicht weniger schlechter geht.

Das probiere ich immer mehr zu akzeptieren, auch wenn ich es selbst manchmal zum Ko*** finde: denn ich will auch mal wenig reflektierend gefühlsmäßig reagieren, ich will mal traurig sein, ohne kopfmäßig die Bremse zu ziehen, um nicht ganz tief zu rutschen und: ich will vor allem auch mal emotionsmäßig von etwas getroffen sein und jemanden haben, der mir meine Angst "nimmt". Aber das geht so irgendwie nicht. Weil andere, bei denen sich die Seite raustraut, genau wissen, dass ich mich fangen kann und auch fangen muss (was ja auch schön ist, dass mir da vertraut wird).

Dann gibt es noch so Begebenheiten, wo Menschen eben wie bei anderen in solchen Situationen reagieren (also mit ihrer Vorstellung von Hilfe, was ich nicht schlimm finde, denn irgendwie kommen sie ja da auch bei anderen mit an, anderen ist genau dies eine Hilfe und das erlebe ich sehr sehr oft und bin da eher immer erstaunt und frage mich, wie das "funktioniert", nur bei mir ist das überhaupt keine Hilfe – aber sie können ja auch nicht in mich hinein blicken – . Ich merke eben nur, dass ich da hin und her gerissen bin: ich sehe wie der Trost bei anderen "funktioniert" wünsche mir auch so ein stückweises besser gehen, aber merke eben auch, dass wenn es zu solchen Situationen kommt, das für mich keine Hilfe ist. Also bleibe "nur" noch ich selbst da – klingt arrogant, oder? )

Ich merke jedenfalls, dass ich es wohl sein muss (wenn ich denn will), der dies so akzeptiert, auch wenn es manchmal weh tut. Denn so wie es sich grad entwickelt, geht es mir ja auch gut, aber eben auch noch genauso schlecht. Denn dass viel positives passiert will ich nicht abstreiten, auch wenn es sich innerlich dadurch auch manchmal verwirrend anfühlt. Aber vorher waren eben die angenehmen Gefühle überhaupt nicht da. Da hat man mir zwar angesehen, wie es mir geht und es hat gepasst: andere wussten wie es mir geht, auch wenn ich darüber nicht reden konnte. Meine Therapeutin meinte damals, dass ich total unlebend aussah und so war es ja auch. Jetzt ist es nicht mehr so, also ich frage andere, weil ich wissen will, wie ich wirke, ich kann das schwer einschätzen und glaube mir da noch nicht ganz so dolle, auch wenn schon viel viel mehr. Dennoch ist innerlich das Unlebende noch da, und das Lebende setzt sich daneben. Es hat lange gedauert, das so zu akzeptieren, denn auch jetzt gibt es noch Momente, in denen der zerstörende Teil Oberhand gewinnen will und ich dann alles in den Sand setzen will (gehe nicht auf Arbeit und sage dort nicht Bescheid – zum Glück hat der andere Teil nach zwei Tagen Oberhand gewonnen und ist zum Arzt gegangen und hat dort angerufen und das ist dann ein innerer Kampf, der weh tut, den aber niemand mitbekommt und auf Arbeit auch niemand mitbekommen muss (sage ich mir zumindest: denn nachvollziehen ist schwer).

Was ich aber auch merke, der Teil der Leben will, der will sehr viel und das will ich nicht mehr ganz aufs Spiel setzen (und gleichzeitig spricht die andere innere Stimme ;-)). Ich merke, wie ich bei Kollegen ankomme und vor allem bei den Kindern und ich merke vor allem, dass es mir so, wie es mir geht, die Kinder besser verstehen kann und vor allem möchte.


Schnecke, Grottig, warum schreibe ich das jetzt alles? Ich weiß, ich kann das nicht auf euch münzen, wer bin ich denn? ;-) Ich erkenne mich aber in euren Ausführungen sehr sehr stark wieder und merke, wie groß euer Wunsch nach Stabilität ist. Ich probiere sie auf dem Weg zu finden, den ich gehe, auch wenn es vielleicht unverständlich ist: wie kann man das Leben lieben, wenn man es noch genauso hasst. (ich dachte ja, wenn ich es weniger hasse, liebe ich es mehr). Aber warum auch immer, ging es so nicht.

Ich wünsche euch jedenfalls gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Kraft, dass ihr euch mehr und mehr vertrauen könnt und auf euch achtet, egal was für komische Zeichen da kommen, auch wenn sie von anderen aberkannt werden (und das finde ich sehr schwer!!! also auch zu gucken, was andere sagen, es nicht ganz abzutun, aber dennoch darauf zu achten, ob das wirklich auf mich selbst zutrifft und dann auch zu gucken, warum es nicht auf mich passt [momentane Stimmung? oder doch weil es wirklich nicht passt]

:)* :)* :)*

Gtr]ottixg


Hallo Cleeni,

schön von dir zu hören :)* .

Was du beschreibst würde ich als Achterbahnfahren bezeichnen. Und genauso empfinde ich das auch. Ein ständiges Auf und Ab, welches sich auch stündlich ändern kann. Und letztlich immer das Gefühl der Unfähigkeit, das Gefühlswirrwarr zu beschreiben und die feste Überzeugung, dass es niemand versteht.

Sorry, ich halte mich kurz. Mir geht es auch nicht so blendend, aber eher auf die Unfähigkeit zurückzuführen, dass die Nahrungsaufnahme bei mir derzeit gestört und sehr erschwert ist.

Ansonsten, ich bin seit glaube ich April, ohne Medikamente und es ist erstmal ok so.

sPchn+eickep198x5


Huhu! *:)

@ Grottig

Ich hab deine Fäden zum Thema Essen verfolgt, es tut mir so leid für dich :°( :°( :°_ :°_ :°_ warum kanns nicht einfach mal komplikationslos und gut gehen? Ach Mann.. :-( Ich drück dich hier mal ganz lieb, ich fühle echt mit dir :°(

@ Cleeni

Vielleicht beschreibst du in deinen Worten die gleichen Gefühle, die ich in den letzten Monaten hatte...? Immer, immer weiter gemacht, doch man spürt das Monster in sich schlafen und alleine das macht Angst, Entsetzen.

@ all

Morgen hab ich den Termin bei meinem Psychiater / Ex-Therapeut und ich hab mich grad mal dazu gezwungen, alles aufzuschreiben, wie ich mich fühle und die Mail abgeschickt. Ich glaub zwar nicht, dass er mir irgendwie helfen kann, aber so hab ich wenigstens morgen nicht wieder das schlechte Gewissen und die Wut auf mich selber, weil ich den Mund nicht aufgekriegt habe und alles wieder schöngeredet habe. Nachdem ich diese Woche zwei bessere Tage hatte, bin ich jetzt wieder ganz unten. Vor einer Woche hab ich sogar Mitten in einer Pizzeria hyperventiliert, weil mein Freund was gesagt hat, was mir einen unglaublich schmerzhaften emotionalen Flashback beschert hat :°( {:(

Soll mein Psychiater doch mal nach einer Lösung suchen, ich weiß nicht mehr weiter und wie ich mit allem umgehen soll, schon gar nicht. Die suizidale Krise ist wieder etwas verblasst, aber ich hab immer wieder suizidale Zwangsgedanken. In meiner Wohn-Stadt kann ich kaum noch ein Gebäude angucken, ohne suizidale Zwangsgedanken zu kriegen, wie und wo ich mich am besten töte. Ich will nicht sterben, wirklich nicht, aber oft erscheint mir die Qual so unaushaltbar, dass ich zu allem bereit wäre, damit ich endlch aufhören kann zu leiden.

KGetzeerixn


:)D

Morgen hab ich den Termin bei meinem Psychiater / Ex-Therapeut und ich hab mich grad mal dazu gezwungen, alles aufzuschreiben, wie ich mich fühle und die Mail abgeschickt.

Das finde ich eine gute Idee. :)^

Ich hoffe auch, der Termin bringt dir etwas und der (Ex-)Therapeut kann dir (weiter)helfen. :)*

Gab es eigentlich einen konkreten Auslöser für die aktuellen "Probleme"? ???

sEchneWcke198x5


Danke Ketzerin :)* :)_

Konkreten Auslöser wohl nicht. Ich vermute einfach, dass mich die Wohnsituation und der Krebstod einer Bekannten ziemlich mürbe gemacht haben. ???

Wenn ichs wüsste, dann wär mir auch schon ein Stück weit geholfen *seufz*

KSetz8erin


Ich vermute einfach, dass mich die Wohnsituation und der Krebstod einer Bekannten ziemlich mürbe gemacht haben.

Ja das beides zusammen kann einen schon ziemlich 'runterziehen. :)z -

Vielleicht könnt ihr das auch morgen u.a. mal besprechen.

s{chpnUecnke198x5


Ich weiß nicht mal, wie viel Zeit für mich eingeplant ist, deshalb weiß ich auch nicht, was auf mich zukommt. Der Termin ist nämlich auf 11.20 gelegt, kann sein, dass ich nur bis 11.30 Zeit habe, vielleicht auch bis 12 :-/ ":/

KJetlze+rin


Warum das? ???

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