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Wie die depressive Zeit rumkriegen?

sRchnec?ke1x985


Weil mir die Trulla im Sekretariat den Termin gemacht hat und ich vergessen habe nachzufragen. Als er noch regulär mein Therapeut war, hatten wir immer eine volle Stunde, beim letzten psychiatrischen Termin hat er mir aber nur ne halbe Stunde gegeben. ":/

KoeHtze8rixn


Tja, dann mußte halt gucken und gleich zu Beginn fragen, wieviel Zeit du/ihr habt.

CwleeTeni


Vielleicht beschreibst du in deinen Worten die gleichen Gefühle, die ich in den letzten Monaten hatte...? Immer, immer weiter gemacht, doch man spürt das Monster in sich schlafen und alleine das macht Angst, Entsetzen.

Liebe schnecke1985 ich weiß nicht, ob es die gleichen Gefühle sind, doch dass sie Angst machen, kommt mir sehr bekannt vor. So ging es mir jedenfalls auch, ich wollte eigentlich viel mehr beschreiben, dass es mir hilft, diesen Teil immer mehr anzunehmen, vielleicht ja auch noch als Monster zu sehen (weiß ich grad nicht, weil im Moment dieser Teil stiller ist), aber eben nicht mehr als etwas, was ich loswerden muss, um glücklich(er) zu werden.

Ich weiß, dass jeder seinen Weg finden muss, deshalb will ich auch jetzt nicht sagen, du musst diesen Teil annehmen. (Ich habe auch meine Zeit gebraucht und vor allem eben auch selbst merken müssen, was mein Weg ist. Vielleicht ist es ja nicht deiner.) Ich merke aber eben bei deinen Ausführungen, wie groß diese Ablehnung ist und vor allem, wie du meinst, dass es nicht weitergeht.

Huhu Grottig

Was du beschreibst würde ich als Achterbahnfahren bezeichnen. Und genauso empfinde ich das auch. Ein ständiges Auf und Ab

Ja, aber eben auch ein Auf und das konnte ich vorher nicht so sehr empfinden. Was aber anstrengend ist, ist das:

welches sich auch stündlich ändern kann.

Ja, eben genau deshalb denke ich, dass die Medikamente, vielleicht darauf nicht so richtig drauf eingehen können, wie bei Depressionen ohne Persönlichkeitsstörungen. Aber das sind nur Vermutungen, ich kenne mich da nicht aus. Ich habe für mich nur Erklärungen gesucht und merke eben, dass die Mittel bei mir nicht das bringen, was ich mir erhofft hatte (und auch die Ärzte).

Und letztlich immer das Gefühl der Unfähigkeit, das Gefühlswirrwarr zu beschreiben und die feste Überzeugung, dass es niemand versteht.

Ich erkläre es so, wie ich es empfinde und wenn jemand das nicht versteht, ist es schade, aber ich kann auch verstehen, dass er es nicht verstehen kann. Das schreibe ich jetzt in einer Verfassung in der ich nicht so weit unten bin. Ich weiß, dass ich es auch traurig finde, dass viele es nicht verstehen, aber ich probiere mir dann in solchen Situationen genau das wie oben beschrieben zu sagen. Was ich aber merke ist, es fühlt sich schön an, wenn ich es jemandem sagen kann und er zuhört und dafür offen ist, auch wenn er es nicht total nachvollziehen kann. Ich glaube, dass die Seite die dann in einem schreit, sich angenommen fühlt.

Schwierig wird es allerdings, so wie du schnecke1985 es beschreibst, wenn man es dem Therapeuten erklären soll, es aber nicht so rüber kommt. Denn der Therapeut ist kein Freund in dem Sinne. Also da sind die Verbindungen ganz anders. Oder empfindest du das anders?

GWro'ttig


Ja, eben genau deshalb denke ich, dass die Medikamente, vielleicht darauf nicht so richtig drauf eingehen können, wie bei Depressionen ohne Persönlichkeitsstörungen. Aber das sind nur Vermutungen, ich kenne mich da nicht aus. Ich habe für mich nur Erklärungen gesucht und merke eben, dass die Mittel bei mir nicht das bringen, was ich mir erhofft hatte (und auch die Ärzte).

Also ich habe ja nun lange ADs genommen, das Auf und Ab war trotzdem da. Lediglich die Suizidgedanken war nicht mehr so manifest, was ich für mich sehr wohl als Vorteil sah.

Ich erkläre es so, wie ich es empfinde und wenn jemand das nicht versteht, ist es schade, aber ich kann auch verstehen, dass er es nicht verstehen kann. Das schreibe ich jetzt in einer Verfassung in der ich nicht so weit unten bin. Ich weiß, dass ich es auch traurig finde, dass viele es nicht verstehen, aber ich probiere mir dann in solchen Situationen genau das wie oben beschrieben zu sagen. Was ich aber merke ist, es fühlt sich schön an, wenn ich es jemandem sagen kann und er zuhört und dafür offen ist, auch wenn er es nicht total nachvollziehen kann. Ich glaube, dass die Seite die dann in einem schreit, sich angenommen fühlt.

Ganz ehrlich, manchmal nervt mich dieses Verständnis auch. Gerade zur Zeit bin ich total angenervt, wenn ständig Fragen kommen bezüglich meines Essproblems, wie z.b. Ist das normal?" da könnt ich schon kotzen, ich hab schon keine Lust mehr mich zu erklären. Ich mein, ich kann es nicht ändern und jemand anderes kann es auch nicht. Derzeit sehne ich mich wieder viel nach Ruhe, lege mich jeden Nachmittag für 2 Std. ins Bett. Überhaupt habe ich keine Lust jemanden zu sehen, geschweige denn mit jemandem zu reden. Ich empfinde das alles als unglaublich eindringlich im Moment.

s7chdn&eckNe198x5


Huhu! *:) :)*

@ Cleeni

Ablehnen tue ich mein "Monster" schon in gewisser Weise, aber ich möchte es nicht missen. Bei dem Wort Monster hatte ich übrigens das flauschige Monster aus dem Film "Die Monster-AG" vor Augen. Nur bin ich mir sehr unsicher darüber, wo Akzeptanz aufhört und das berüchtigte Vermeidungsverhalten beginnt. Es ging mir zwar besser, als ich angefangen habe, meine Gefühle zu akzeptieren und (teilweise) auf sie zu hören, nur hab ich halt gemerkt, dass ich mich immer mehr von der "Realität" und anderen Menschen abschotte. Und das tut natürlich auch wieder weh, wenn man merkt, dass andere sich von meinem Verhalten vor den Kopf gestoßen fühlen und ich in Punkto Studium, Beruf ect. keinen Schritt weiterkomme :-/

@ all

Die heutige Sitzung war... hm...

er hat sich sehr, sehr bemüht, viel mit mir gesprochen und auch die Mail von gestern mit mir durchgesprochen. Seine derzeitige Einschätzung ist, dass ich ambulant keine Therapie durchhalte (hab öfters unentschuldigt geschwänzt). Ich war zwar bei ihm ca. 1 Jahr ziemlich regelmäßig, aber eine parallel laufende Gruppentherapie hab ich nach ca. 3 Monaten abgebrochen. Meine zweite Therapeutin ging nach einem halben Jahr in Mutterschutz (auch dort die ein oder andere Fehlstunde) und seitdem wurstel ich mich alleine durch. :-/

Allerdings meinte er, ich solle nicht in die Klinik, die er mir vor 1 Jahr empfohlen hat (hab ich auch angeschaut, war aber nicht besonders angetan), sondern in eine Klinik in Tirol oder Dtschl., weils hier in der Gegend außer der einen einfach nicht viel gibt und er jetzt doch meint, ich solle wohin, wo sie mehr auf Persönlichkeitsstörungen spezialisiert sind. (Weiß grad nicht, ob ich lachen oder heulen soll... 3,4 Monate wieder alle Brücken abbrechen und Klinik gehen... da muss ich einfach noch drüber nachdenken.

Außerdem ist er der Meinung, dass meine Depressionen medikationsresistent sind (nehme seit über 1 Jahr Venlafaxin 225mg) und hat mir deswegen jetzt noch zusätzlich ein "altes" AD (Amitryptilin?) verschrieben und 100mg Seroquel retard.

Mein Abendessen sind also eine handvoll Pillen heut *Angst hab*

Hab aber in 2 Wochen noch einen Termin, wo das weitere Vorgehen besprochen wird.

Hab mich heute wenigstens mal ernst genommen gefühlt (das war oft so ein Problem zwischen mir und ihm) und er scheint sich echt Gedanken gemacht zu haben.

Ích muss jetzt erst mal drüber schlafen, bin schon ganz konfus vom Gedanken wälzen heute.

In dem Sinne: gute Nacht! *:) :-@ zzz

Ktetzexrin


:)D

Na, das hört sich doch schon mal gut und produktiv an.

Vielleicht ist es auch ein Vorteil, wenn die Klinik etwas weiter weg ist. Kann man ja auch so sehen.

Für die Medikamente drücke ich dir die Daumen, daß sie dir helfen. :)^

Und das mit dem weiteren Termin in zwei Wochen klingt auch gut.

Hab mich heute wenigstens mal ernst genommen gefühlt (das war oft so ein Problem zwischen mir und ihm) und er scheint sich echt Gedanken gemacht zu haben.

Super. :-)

sxchnmeckTe198x5


Hallo, da bin ich wieder!

Die erste Dosis Seroquel + Amitryptilin hat mich voll aus den Latschen gehauen, hab von 16 Stunden geschlafen zzz

Danach hab ich die Dosis erstmal für ein paar Tage halbiert und hab mich jetzt ohne größere Probleme auf die verordnete Dosis gesteigert. Nebenwirkungen sind eigentlich ganz marginal, nur hab ich ein bisschen Probleme beim Pinkeln, was wohl eine bekannte Nebenwirkung vom Amitryptilin ist :-/

Gestern hatte ich einen rabenschwarzen Tag, ich war fest der Überzeugung, dass ich jetzt mein Leben beenden muss. Hab eine Art Abschiedsbrief geschrieben und nochmal mit meinem Freund telefoniert, weil ich seine Stimme nochmal hören wollte :°( Hab mir dann noch als letzte Option, damit es mir besser geht, ein Glas Rotwein mit Valium reingezogen und mir ein paar Schnitte "erlaubt". Danach war ich plötzlich wieder ganz ruhig. Vielleicht ist es oft besser, wenn ich mich schneide, wenn es mir so schlecht geht, bevor ich wirklich Suizid begehe. :°( eine sehr seltsame Situation...

Heute gehts mir, Gott sei Dank, etwas besser. Hab jetzt auch 3 wichtige Entscheidungen getroffen: 1. Ich such mir im Herbst in meiner Studienstadt einen kleinen Job *freu*

2. Ich erkundige mich, was ich machen muss, damit ich meinen Bachelor in Germanistik kriege. Momentan wird nämlich der Studienplan von Diplomstudium auf Bachelor / Master umgestellt und ich hätte die Möglichkeit gehabt, jetzt in 8 Semestern meinen Magister zu machen. Da ich aber so nicht weiterkomme, möchte ich wenigstens meinen Bachelor haben und damit dieses Thema aus meinem Leben nehmen.

3. Keine Klinik! Ich mache ambulante Therapie, wenn es nötig sein sollte.

Ich hoffe, euch gehts allen einigermaßen...?

K*eLtczerin


:)D

Vielleicht ist es oft besser, wenn ich mich schneide, wenn es mir so schlecht geht, bevor ich wirklich Suizid begehe. eine sehr seltsame Situation...

Wenn es dir wieder gut geht, solltest du beides nicht machen. -

Heißt das oben, du brichst das Studium ab oder hattest du es bereits abgebrochen? ??? -

3. Keine Klinik! Ich mache ambulante Therapie, wenn es nötig sein sollte.

Wenn ich das letzte oben lese, denke ich, nötig ist es auf jeden Fall.

Und dann die nächste Frage: bei welchem Therapeut willst du die denn machen? ???

Der Ex-Therapeut sagte ja dazu:

Seine derzeitige Einschätzung ist, dass ich ambulant keine Therapie durchhalte (hab öfters unentschuldigt geschwänzt).

Kxetzxerin


Das wird dann auch ein sehr interessantes Gespräch mit ihm nächstes Mal, weil er ja eher für einen Klinikaufenthalt war...

sDchVn;eckex1985


Wenn es dir wieder gut geht, solltest du beides nicht machen. -

Das ist mir auch klar :-/

Ich breche das Studium nicht ab, sondern mache nur meinen Bachelor, statt den Master. Ich krieg eine hundert Seiten starke Arbeit einfach nicht hin.

Wenn ich das letzte oben lese, denke ich, nötig ist es auf jeden Fall.

Naja, ich könnte eh nur in die Klinik, sofern ich stabil bin. Bin ich momentan eher nicht :-/

Und dann die nächste Frage: bei welchem Therapeut willst du die denn machen?

Am liebsten bei gar keinem :-/ Ich arrangiere mich so gut es geht mit meiner Krankheit. Die verhaltenstherapeutischen Grundzüge kenne ich ja und handle auch danach. Weiß nicht, was die mir noch beibringen oder anbieten wollen, was ich nicht schon ausprobiert habe. Außerdem kann ich auch nicht so einfach für 4 Monate weg vom Fenster :-/

K=etzerxin


Ich breche das Studium nicht ab, sondern mache nur meinen Bachelor, statt den Master. Ich krieg eine hundert Seiten starke Arbeit einfach nicht hin.

Fehlt dir "nur" noch die Abschlußarbeit? ???

Schade. :-/

Naja, ich könnte eh nur in die Klinik, sofern ich stabil bin. Bin ich momentan eher nicht.

Warum? Verstehe ich gerade nicht.

Am liebsten bei gar keinem Ich arrangiere mich so gut es geht mit meiner Krankheit.

Meinst du, daß das (alleine) gut geht? ???

Wie du dir denken kannst, sehe ich das anders.

s4chneQcke198x5


Liebe Ketzerin, bitte fühl dich nicht angegriffen oder verarscht von mir...

Deine Argumente sind rational ja sooo richtig und zutreffend, aber mein Herz sagt mir derzeit etwas anderes...

Fehlt dir "nur" noch die Abschlußarbeit?

Bingo. Aber zwei Jahre rumgemurkse haben nichts gebracht, also besser irgendein Titel als gar keiner. Und wie auch bei der Abschlussarbeit frage ich mich auch generell, wie viele Anläufe ich machen soll, bis ich aufgebe...?

Ich will in meinem Herzen gar keine Therapie mehr, weil ich das Gefühl habe, dass es nichts bringt. In den letzten Monaten hatte ich das Gefühl, dass die Abstände der Depressionen größer werden, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und jetzt sitze ich wieder in der Scheiße.

Ich bin es nicht wert, dass man mir hilft, ich will ja im Grunde gar keine Hilfe. Ich muss es aus dem Loch schaffen, und dabei kann mir niemand helfen. Es ist meine Aufgabe.

Weiß auch noch nicht, ob ich den Termin nächste Woche absagen soll, immerhin werde ich wieder nur abwehren, mich rechtfertigen und die Bemühungen meines Therapeuten in den Wind schießen.

shchne%cke19x85


Ach ja: Klinik ist nicht gleich Psychiatrie. In der Klinik wird ja viel und hart gearbeitet und das kann ich nicht, sofern ich suizidal bin.

K5etUzerxin


Liebe Ketzerin, bitte fühl dich nicht angegriffen oder verarscht von mir...

Tu ich nicht, keine Sorge. -

Aber ein ehrliches Feedback hier ist mir wichtig.

Das ist auch nicht an dich verletzend gemeint.

Ich möchte dir dadurch helfen.

s2chnecRkWe1985


Ja, ich weiß :)_ :)_ :)_

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