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Wie die depressive Zeit rumkriegen?

sVchnecKke1%985


Kurzes Update, falls hier noch jemand mitliest: Ich bin am 23. September in die Psychiatrie gekommen, war jetzt 2 Wochen da und gehe am Montag wieder hin. Keine Ahnung, für wie lange, aber draußen ging einfach alles nicht mehr. Psychiatrie hat ihre Vor-und Nachteile, aber dort werde ich von mir geschützt und bin unter Betreuung. Mache dort auch sehr viel Kunst- und Ergotherapie, hab endlich einen Spitzenarzt, der sich für mich Zeit nimmt :)^

Er meint auch als erster, dass man bei mir den Druck mal komplett rausnehmen muss (wg. Klinik und weiterführender Therapien) und wir uns erstmal auf das Überleben(wollen) konzentrieren. Konnte in den letzten Monaten nicht mehr klar denken, weil so viele an mir rumgezerrt haben (Studium abschließen, Klinik, ambulante Therapie, ich sei gar nicht krank ect.pp.). Ich muss endlich rausfinden, was ich selbst will bzw. wie ich leben kann und will.

Ich lass euch mal einen lieben Gruß da und hoffe, euch geht es allen halbwegs.

Liebe Grüße :)_ :)*

K)etz@erixn


Hallo, *:)

natürlich lese ich hier noch mit!

Na, das mit der Klinik dort klingt ja wirklich gut. :)^

Habe mich schon gefragt, wie es dir geht, weil länger nichts mehr gehört.

Ich hoffe, du bist den nervigen Mitbewohner mittlerweile auch los. -

Bei mir in letzter Zeit durchwachsen, lies dir bei Gelegenheit mal meinen Faden und den Wohnungsfaden von mir durch, dann weißte Bescheid. :-/

L. Gruß zurück :)*

sccdhnecxke1985


Hallo!

Bin seit Dienstag letzter Woche wieder raus aus der Psychiatrie und es geht mir (im Vergleich zu vorher) wirklich gut. Hab jetzt auch neue Mitbewohner, die frischen Wind reinbringen in meine WG x:)

Wenn ich über die 3,5 Wochen Psychiatrie so Bilanz ziehe, dann war es eine ausschließlich gute Erfahrung für mich: Erstens habe ich dort wieder neue soziale Kontakte geknüpft, nachdem ich mich vorher komplett zurückgezogen hatte. Dann auch das motivierende Umfeld, weil mir immer alle Mut gemacht haben und die Ärzte auf der Station voll menschlich waren und nicht nur ein Stück Arbeit oder eine Diagnose in mir gesehen haben, sondern wirklich um mein Wohlergehen gesorgt haben. Dann kommt noch die Erfahrung hinzu, dass ich mit Malerei angefangen habe (im Rahmen von Kunsttherapie) und damit in Bezug auf Spannungsabbau und Ausdruck meiner Gefühle ein neues, sehr hilfreiches Ventil gefunden habe :)^

Das Beste (für mich) ist aber, dass ich mit meinem Arzt einen Notfallplan erarbeitet habe, an wen ich mich wenden kann, wenn es mir nicht gut geht und dass ich jederzeit wieder stationär aufgenommen werde, wenn ich den Bedarf dazu sehe. Vorher hat mich nämlich das Gefühl ganz verzweifelt gemacht, dass sich niemand für mich zuständig fühlte und ich nicht wusste, an wen ich mich in meiner Not wenden kann. Das gibt mir ganz viel Sicherheit und Vertrauen und ist für mich auch langfristig gesehen der wichtigste Punkt: Dass mir zugetraut wird, dass ich mich selbst sehr gut einschätzen kann und sich die Helfer nach meinen Bedürfnissen richten, anstatt mich in der Krise in Schema F pressen zu wollen, wenn meine Bedürfnisse ganz andere sind.

K?e5tzerixn


:)D

Das klingt ja alles wirklich gut! :)^ :-)

Ich hoffe für dich, das alles hält 'ne Weile an.

Und auch daß es mit den neuen Mitbewohnern gut klappt.

Morgen kommt hier auch wieder der erste, mal sehen, wie der ist. Erstsemester. Und bis Mitte des Monats soll der/die Zweite kommen.

Leider habe ich da ja keinen Einfluß 'drauf, wer da kommt.

sQchnVe;ckCe198x5


Mir gehts heut wieder beschissen, ich hab so großen Schneidedruck :-( hatte heut auch mal kurz wieder den Gedanken, dass ich ALLES tun würde, damit diese Anspannung aufhört. Ich bin so verzweifelt... :°( hab so doch keine Lebensqualität, wenn man sich nur über den Tag kämpft und am nächsten Morgen geht es wieder von vorne los. So will ich nicht leben! :°(

Knetz:elrixn


:)D

Ja, "'draußen" ist es um Längen schwieriger als in der Klinik.

Was besagt denn dein Notfallplan in so einem Fall? ???

Bin eben nur kurz online, hier es gibt wieder neuen Streß mit meinem Vermieter.

s5chnefck}e198x5


"Notfallplan" sagt erstmal skillen, sonst anrufen und wieder stationär gehen, aber das will ich vermeiden.. weil es eben dann auch nicht leichter wird, "draußen" zu überleben :-/

Bin vorhin spazieren gegangen, hab dann ne Panikattacke gekriegt unterwegs und kam grade noch so Heim :-/ bin jetzt voll ausgelaugt, aber auch etwas ruhiger, zum Glück.

KBetazeriin


:)D

Leg dich doch nochmal hin und versuche zu entspannen.

Ich bin leider gleich nicht mehr online, weil ich nochmal weg in die Stadt muß.

Sonst hätten wir uns hier ein bischen "unterhalten" können.

K9etzer?in


Der Streß mit dem Vermieter heute schlägt mir auch ziemlich auf die Gesundheit und mir geht's nicht gut. Ich möchte aber die Verabredung mit einer Freundin nicht absagen.

K.etzeQrin


Wie geht's dir denn heute? ???

Hat das skillen etc. geholfen?

s3chn)ecke19x85


Bin ich jetzt manisch? Oder zumindest hypoman?

Ich fühle mich so kraftvoll, wie ein reiner Energieball, getrieben. Schlafen kann ich meist erst dann, wenn ich mein Seroquel intus habe, aber selbst dann bin ich nicht bleiern müde wie früher, sondern kann mich problemlos wach halten. In den letzten Wochen: Immer bis in die frühen Morgenstunden, manchmal ganz ohne Schlaf.

Ich schaffe es derzeit so problemlos, alle Ängste, Sorgen beiseite zu wischen. Ich lebe in einer immaginierten rosa Welt, wo mich nichts wirklich erreichen kann. Wie ich mich fühle, das spüre ich zur Zeit kaum, auch körperlich wenig.

Dafür sind die Schneidegedanken jetzt seit ca. 4 Wochen wie weggeblasen. Ich habe so viel Antrieb, so vieles fällt leicht. Wenn ich ehrlich bin, dann ist mein Essverhalten seit dem Herbst miserabel. Damals kam ich aus der Psychiatrie, mit ca. 84kg. Das bedeutete, 10 Kilo abgenommen. Die Zahl war eine unheilvolle. In den Wochen darauf viele Fressanfälle, richtig pervers. Um Weihnachten habe ich das Seroquel auf eigene Faust für ein paar Wochen abgesetzt, was natürlich gleich wieder eine depressive Verstimmung brachte. Essen war immer noch miserabel, ganz viel oder ganz wenig, viel Kotzerei.

Nach der Bauchlandung mit dem Seroquel-Entzug hatte ich ein richtig schlechtes Gewissen, weil ich diesen Entzug ohne Wissen meiner Ärzte (aber schon schrittweise) gemacht hatte und habe eingesehen, dass ich ohne Medis wohl nicht sein kann. Seitdem nehme ich das Zeug wieder, jetzt ziemlich genau einen Monat. Und seitdem bin ich wieder in den schlaflosen Nächten drin, kiffe exzessiv, gebe viel Geld für Weed und Hasch aus, arbeite wie verrückt an meinem Schmuck, täglich über viele viele viele Stunden, verdränge Probleme oder die Kotzerei ganz galant, ohne dass es mir dabei schlecht geht.

Ich fühle mich zu Großem berufen (ja, das klingt beknackt!)

Fazit: Ich bin eine 26-jährige Studienabbrecherin, die in ihrer Bude an ihrem Studienort hockt, vom Geld ihrer Eltern und ihres Freundes lebt, keine Anstalten macht zu arbeiten oder einem geregelten Beruf nachgeht und nicht weiß, ob der Größenwahnsinn (kein Studium, Traum vom Hobby-zum-Beruf-machen) und die derzeitigen Entscheidungen eine verfickte Nebenwirkung eines verfickten Neuroleptikas ist, ohne dass sie anscheinend nicht leben kann. Krankheit sucks!!!!!!!! Und ich fühle mich auch noch ganz toll dabei.

Zu den Ärzten traue ich mich nicht mehr, zu viel Scheiße gebaut :°(

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