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Wie die depressive Zeit rumkriegen?

fxragQnurso


Ich glaub, so karibikreif wie dieses Jahr hab ich mich noch nie gefühlt.

Ja, Sonne und warm, das würde mir jetzt auch gefallen. x:)

s;chn'ecke[198x5


oh ja, Cocktails schlürfen, die Füße im warmen Sand und das Meer... x:)

fura`gnursxo


Ich höre das Meer schon rauschen und spüre eine warme Brise... träum

s/chnOeckeM1985


jaaaaa... und der Mond scheint ganz hell...*träum*

f;ragnuxrso


eine tropische Nacht, ich brauche Eiswürfel für meinen Drink :=o

KReCtzeWrin


Hallo schnecke,

Ja, Urlaub in der Sonne und am Strand, das wäre jetzt 'was.... *träum'*-

Schnecke, wie geht's dir denn inzwischen, geht's wieder etwas aufwärts?

Ich schicke dir mal schnell einen lieben Gruß aus der (psychosomatischen) Klinik 'rüber.

Bin dort seit dem 11.1. und mache Therapie. Und es ist ganz schön anstrengend...

z0ündpZuxnkt


als depressive kann ich nur eines sagen: zurückziehen von allem, was anforderung bedeutet. wer bestimmt, wer was zu leisten hat? und zu welchem zweck? zu dem zweck des "funkrionierens"? in anderen kulturen werden depressive, die meistens sensitive denker sind, als "medizinmann/frau" gehütet. aber hier gilt man als kranker nichtsnutz. bin 51 und seit einem jahr wegen depressionen verrentet. mir geht es finanziell echt schlecht, aber jedenfalls verlangt niemand mehr etwas von mir. und was ich mir selbst wann abverlange (einkaufen gehen, treppe putzen, rechnungen bezahlen, essen, schlafen) bleibt einzig meiner entscheidung überlassen.

aber autofahren geht immer! endlich das gefühl von freiheit! jeden lasse ich vor, keinem zeige ich den vogel... ich bin in meiner "höhle" und dennoch teil des ganzen.

z*ündpunxkt


ps.: ich wollte schreiben "zu dem zweck des funktionierens".

meine tastatur ist einfach marode... wie ich selbst. na und?

K6e#tzer|ixn


:)D

L|ärvche2


zündpunkt, alles Gute :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

sgchn]ecak&e1985


Hallo ihr Lieben!

Ich wollte mich nur mal kurz zurückmelden und erzählen, wie es mir so geht *:) :-D

Ich bin seit Anfang Dezember ja ohne Therapie und hatte auch mit meiner damaligen Therapeutin abgesprochen (sie ging in Mutterzeit), dass ich es jetzt mal ohne versuche...

tja, was soll ich sagen? In den letzten drei Wochen bin ich unglaublich stabil, es geht mir super und ich fühle mich wieder wie "früher" :-D Ich packe auch peu a peu meinen Alltag an, was mir unglaublich gut tut. Das fängt an bei einer ordentlichen, sauberen Wohnung und geht soweit, dass ich jetzt auch an der Diplomarbeit konkret rumdoktere (immer noch gedanklich, aber naja...) und meine alten Schminksachen wieder rausgeholt habe und so auch nach außen ganz anders wirke. Ich kann mir dieses Hoch nicht erklären, aber es tut so unendlich gut.... ich wusste gar nicht mehr so richtig, wie es sich anfühlt, wenn der "depressive Block" auf den Schultern total abfällt.

Meiner Verhaltenstherapeutin, aber auch meinem alten Therapeuten hab ich so viel zu verdanken :)*

Dementsprechend viel halte ich mich momentan in der "realen" Welt auf und beschäftige mich weniger mit meinem Innenleben und meinen Problemen (was sich unter anderem daran zeigt, dass ich kaum im Psychologie-Forum unterwegs bin :=o )

Was allerdings noch da ist, sind wirre Albträume, mal mit mehr, mal mit weniger Bezug zur Vergangenheit. Ich überlege mir, ob ich nicht eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie machen sollte, um diese ganz, ganz tief vergrabenen Blockaden auch noch zu lösen. Bisher ist der Gedanke allerdings noch nicht wirklich ausgereift und ich muss noch viele Infos suchen ect.

Ich hoffe, der Friede hält weiter an :-/ die Konstanz meiner Psyche und wie es in Zukunft weitergehen soll, das muss ich mir noch überlegen. Bisher kamen halt immer dann doch die depressiven Löcher, die mich wieder zeitweise eingeholt haben. Auch wenn die guten Zeiten im letzten halben Jahr immer mehr zugenommen haben, fehlt mir noch das letzte Vertrauen in mich selbst, dass es gut werden und bleiben kann. Dieses mangelnde Vertrauen ("zu schön, um wahr zu sein") hemmt mich auch in der Ausführung meiner Zukunftspläne, so dass ich mir einen Job o.ä., also langfristige Verpflichtungen noch nicht so zutraue. Aber da hilft wohl wirklich nur Abwarten und Geduld haben. :-D @:) @:) :)* :)* :)* :)* :)*

Z6walck4~4


:)^ :)* @:) *:)

E~isreUgenx2


Hallo Schnecke1985,

ich weiß gerade genau, wie du dich fühlst.

Die innere Leere ist furchtbar und man weiß nicht wie man sich ablenken soll...

Aber das Kopfkino (die Bilder) in der Nacht sind auch nicht gerade toll...

Sitze auch gerade alleine zu Hause, hör gute Musik, beschäftige mich etwas mit Internet,

soweit ich Kraft habe. Gehe viel nach draußen, denn in der Wohnung dreh ich sonst noch ab.

Ich habe zum Glück ein Auto, so dass ich meine Erledigungen machen kann,

ohne groß "genervt" zu werden.

Meiner Familie hab ich klar gemacht, dass ich momentan Ruhe brauche,

da ich noch einige Jahre aufarbeiten muss :°(

Mein Fraund muss auch alleine durch, am liebsten würd ich ihm den Entzug abnehmen ;-)

Mein Kampfgeist hat sich wieder gemeldet und ich muss mich bremsen.

Wenn du magst, kannst dich gerne bei mir melden.

Hab Erfahrungen mit Ritalin und Methylphenidat.

Wünsche dir viel Ausdauer

Kketze$rixn


Hallo schnecke,

Danke für's Update, schön hier wieder mal von dir zu hören.

Gut, daß du zur Zeit "alleine" klar kommst.

Ich hoffe für dich, es geht nicht wieder 'runter ins Loch.

Viele Grüße. *:) :)*

sYchneYck7e1985


Hatte gestern ganz schlimmen Streit in meiner WG. :°(

Generell ist es so, dass ich mir mein "geschütztes Nest" gebaut habe und es mir damit großteils sehr gut geht. Das heißt, ich bin viel zu Hause, mache für meinen Freund und mich den Haushalt, hab mir ein paar Freundschaften aufgebaut, neue Möbel angeschafft ect.pp.

Und doch fühle ich mich in solchen Situationen wie gestern einfach nur wertlos und scheiße. Ich habe das Gefühl, dass ich nie genug bin. Dass ich immer alles perfekt machen muss, alles unter einen Hut bringen müsste.

Der Grund für meine Angst, für meine ständige Unsicherheit in Bezug auf das Zusammenleben mit anderen Menschen, ist mir erst vor einiger Zeit klar geworden: ich habe mich immer dafür geschämt, dass es mich gibt. Dass ich meinen Eltern Sorgen mache / gemacht habe, dass sie mich aufziehen mussten, mich finanziell unterstützen mussten. Ich habe immer das Gefühl, nur geduldet zu sein auf dieser Welt. Und so schleiche ich auf Zehenspitzen herum und frage mich dauernd, was ich tun darf und was nicht. Ich habe ständig das Gefühl, meine Anwesenheit wieder gut machen zu müssen. Richtig gelöst fühle ich mich meist nur alleine, maximal meinen Freund kann ich auf Dauer ertragen, weil er weiß, wie ich bin und wie ich mich fühle.

Der Verstand weiß ja, dass all meine Gedanken Quatsch sind. Und doch sitze ich jetzt hier, hab schon Bier und Weißwein intus und mein Körper schüttet in einer Tour Adrenalin aus, als ob ich auf der Achterbahn sitzen würde. In Streits kann ich meinen Standpunkt nie lange halten, weil am Ende doch wieder die Selbstzweifel überwiegen und ich klein beigebe.

Wenn ich doch nur diese ständige Angst, dieses ständige gejagd, gehetzt und verfolgt-sein ablegen könnte. Nach außen ist mit mir ja alles okay. Ich skille vor mich hin und doch lässt die Spannung nicht nach. Ich hasse Borderline, diese blöde Krankheit. Mein Freund ist der Einzige, der die Diagnose ernst nimmt und versucht, mich zu verstehen. Meine Familie, meine Freunde verdrängen das Problem einfach ("Ist doch normal" "Jeder hat mal einen schlechten Tag" "Durch die Therapie wurden dir solche Gedanken eingeredet")

Verdammt nochmal, ich habe diese scheiß Gefühle und kann sie nicht abstellen. Da hilft kein argumentieren, kein Skillen, kein Weinen, nix. Ich bin wieder im Warte-Modus, dass diese schrecklichen Gefühle abklingen und das macht mich einfach so fertig, dass ich nichts dagegen tun kann. Dass ich zwar die Scherben immer wieder auffegen und zusammenkleben kann, aber dass ich nichts dran ändern kann, dass die Flasche zerspringt bzw. dieses Gefühlschaos, die Minderwertigkeitskomplexe in mir hochkochen. Ich geb mir echt Mühe und komm doch nirgendwo hin. Mir geht es einfach gerade total beschissen und ich schreibe hier, um nicht zu schneiden. Vielleicht hilft es ja, vielleicht auch nicht. Diese Hilflosigkeit macht mich fertig, an der verzweifle ich.


Danke fürs durchlesen, falls das jemand liest

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