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Was passiert beim stationären Klinikaufenthalt?

h.ennakroxt hat die Diskussion gestartet


hallo ihr lieben.

wegen eines alkoholproblems, einer esstörung und einer depression gehe ich anfang nächsten jahres stationär in eine psychosomatische klinik.

könnt ihr mir erklären, wie das so ist?

hat man feste termine am tag?

hat man freizeit?

darf man raus?

darf man besuch haben?

wielange dauert sowas durchschnittlich?

wird man "bewacht"?

bitte berichtet mir eure erfahrungen, ich habe nämlich absolut keine vorstellung davon.

dankeschön!

Antworten
h'enn'arxot


ich schubs mich mal selber, bevor ich unten verschwinde.

h\en^narot


schubs.

oder ist "sichselberschubsen" in diesem forum verboten?

ich weiß das gar nicht. ???

fFeiTgwsarzxe84


hallo ich kann alles mit ja beantworten :)^ allerdings wielang du da sein wirst entscheidet natürlich der arzt....und bewacht naja nicht direkt es wird drauf geschaut was du tust wo wie und mit wem wie du nach aussen wirkst usw aber wenn du ins zimmer gehst bist unbeobachtet :-)

haen`narot


@ feigwarze

hast du selber einen aufenthalt hinter dir?

kannst du mir davon erzählen?

fIeigw=acrzSe84


ja hab ich und nicht nur einmal :-( also wenn du fragen hast stell sie mir :)z

äopfeAlchxen


Ich war in der Klinik wegen Depressionen und Magersucht/Bulimie..

Du hast am Tag eine Art Stundenplan mit Therapie und zwischendrin auch Deine Einzelgespräche.

Bei mir war es einmal mit Arzt und einmal ein Bezugstherapeut..

Freizeit hatte ich ab 16 Uhr und durfte auch raus, aber manchmal hatte ich auch danach noch Einzeltermine (wir hatten sowohl teil- als auch vollstationär und die Vollstationären hatten manchmal später Termine). Raus durfte ich unter der Woche bis 22 Uhr, am Wochenende bis 23 Uhr.

Wie lange es dauert und ob du bewacht wirst ist immer unterschiedlich..

Ich wurde etwas mehr bewacht, weil viel schief gegangen ist und ich dann irgendwann auch Ausgangsverbot hatte, etc.

Wenn du Fragen hast, kannst du Dich auch gerne per PN melden oder hier..

Ich schau dann mal wieder rein später @:)

hXenn8aroxt


muß ich mir das wie im krankenhaus vorstellen?

wird man geweckt?

inwiefern ist man eigenverantwortlich?

was ist, wenn man termin nicht einhält?

(jetzt bin ich total motiviert, aber wer weiß, wie es da ist?)

kann man jederzeit abbrechen?

(will ich jetzt natürlich nicht, aber wer weiß...)

ich bin ein mensch, der einen ausgeprägten obrigkeits-respekt hat. was ärzte oder lehrer, polizisten o.ä. mir sagen, mache ich immer.

ich bin sicherlich sehr kooperativ, habe aber angst vor der einsamkeit.

ich habe einen mann und drei kinder. ich bin nie allein .

ist man dort viel allein und auf sich selbst gestellt?

wird man "an die hand genommen?"

was ist, wenn ich alle anderen "doof" finde? :°(

danke, für eure antworten!

äWpfel@chen


Hmm.. also bei mir war es schon sehr wie im Krankenhaus.. Krankenhausbetten und Bettwäsche.. Essen auf Tabletts.. aber die Mahlzeiten haben wir gemeinsam eingenommen.. bloß von diesem Tablett ;-D

Geweckt wurde ich nicht.. bzw. schon, wenn ich verschlafen habe, dann kam meistens ein Mitpatient rein, weil die durften erst frühstücken, wenn ALLE da sind ;-)

Soweit ich weiß, kann man jederzeit abbrechen? Dich kann ja keiner zwingen zu bleiben..

Und was passiert, wenn man mal nicht seine Termine einhält, weiß ich nicht.. ich war immer pünktlich, aber einmal wurde auch nach mir geschaut (aber das war nicht ihre Art Patienten zu suchen, aber mir ging es an dem Tag auch so schlecht.. ich war wohl eine Ausnahme).

In den Gruppentherapien hab ich oft nach den anderen schauen sollen ;-D

Ich fand es eigentlich eine schöne Zeit dort.. werde wohl auch im Januar wieder gehen.. nicht, weil es schön war, sondern weil ich es leider wieder muss.

Die Mitpatienten helfen einem sehr viel.. es war wie eine große Familie..

hjenn9aroxt


danke äpfelchen.

sag mal, wieso krankenhausbetten? echt? warum denn?

darf man eigenes bettzeug mitnehmen?

darf man sich "einrichten"?

also, schöne dinge hinstellen und so weiter?

wenn man so lange dort ist, muß man sich doch wohl fühlen. oder ist alles krankenhaussteril mit schrecklichen kunstdrucken an den wänden?

äjpfe'lchexn


Wieso das Krankenhausbetten waren, weiß ich nicht.. eigene Bettwäsche durfte man auch mitnehmen, aber hab ich nicht gemacht. Aber eine Wolldecke für obendrüber ;-)

Und einrichten darf man sich auch.. bei mir war alles voller Bilder, Bücher, Kuscheltiere waren auch dabei..

J7ulxey


Das kommt auf die Klinik und die Art der Probleme und der Therapie drauf an, des weiteren kann man eine psychosomatische Klinik in den meisten Fällen nicht mit einer Psychiatrie vergleichen...

Ich versuche auch mal, deine Fragen zu beantworten ;-) (aber hattest du kein Vorgespräch in der Klinik? Da wird einem doch so Grundlegendes eigentlich erklärt...und die Klinik hat doch sicher auch eine Homepage, auf der man sich informieren kann, oder?)

hat man feste termine am tag?

hat man freizeit?

Ja. Du wirst einen Therapieplan bekommen, den du auch einhalten musst. Abends ist dann meist therapiefreie Zeit.

darf man raus?

darf man besuch haben?

Kommt drauf an, gerade bei ES und Substanzmissbrauch kann es sein, dass man anfangs Kontaktsperre hat.

wielange dauert sowas durchschnittlich?

Das ist vollkommen individuell... (oder hängt davon ab, wie lange dein Kostenträger die Therapie bezahlt :-/ )

wird man "bewacht"?

Ich weiß nicht, was du dir unter "bewachen" vorstellst, aber du wirst sicher nicht rund um die Uhr beobachtet ;-) Es sei denn, du bist suizidal, aber dann bleibst du sicher nicht in der psychosomatischen Klinik, sondern wirst verlegt.

muß ich mir das wie im krankenhaus vorstellen?

Psychosomatische Kliniken sehen selten so aus wie Krankenhäuser... wobei ich z.B. auch schon Psychiatrien erlebt habe, in denen es Holzbetten gab... also da ist alles möglich... Meist sind psychiatrische oder psychosomatische Stationen nicht so weiß und "steril" wie normale Krankenstationen, aber es gibt auch Ausnahmen, leider :-/

wird man geweckt?

In der Regel ja, es sei denn, die Eigenverantwortung fängt dort schon beim Aufstehen an, hab ich auch schon erlebt, und wenn man dann seine 1. Therapie am Tag bzw. das Frühstück verpasst, hat man Pech gehabt.

inwiefern ist man eigenverantwortlich?

Meist setzen die schon sehr auf Eigenverantwortung, was ja auch gut ist, man soll ja nicht seine ganze Selbstständigkeit "abgeben", bringt ja nix...

was ist, wenn man termin nicht einhält?

Kommt auch auf die Klinik drauf an... hab da schon alles erlebt, von "ist scheißegal ob man seine Termine einhält" bis "beim 3. Therapieversäumnis wird man rausgeschmissen", musst halt nachfragen, wie das in deiner Klinik gehandhabt wird ;-)

kann man jederzeit abbrechen?

Ja, denn du bist ja freiwillig dort, dich kann niemand zu etwas zwingen, so lange du nicht selbst- und/oder fremdgefährdend bist. Meist bekommt man aber noch 24 Std "Bedenkzeit", damit man nochmal drüber nachdenkt und nichts überstürzt und es später evtl. bereut (weil abbrechen und wiederkommen wann man gerade lustig ist geht nicht, oft bekommt man nach einem Abbruch auch eine "Sperre" von einigen Wochen bis zu einigen Monaten)

ist man dort viel allein und auf sich selbst gestellt?

Nein, denn entweder hast du eine Zimmernachbarin (wobei es in psychosomatischen Kliniken auch oftmals Einzelzimmer gibt) oder es sind immer irgendwo Leute anzutreffen, mit denen du dich zusammensetzen kannst. Ganz ehrlich, mir war das oft etwas zuviel, dass man nie so richtig allein sein konnte ;-)

wird man "an die hand genommen?"

Eher nicht, da wie schon gesagt, in vielen Kliniken Eigenverantwortung ganz groß geschrieben wird. Klar, anfangs wird einem alles erklärt, gezeigt und so... aber man ist trotzdem immer noch für sich selbst verantwortlich.

was ist, wenn ich alle anderen "doof" finde?

Gute Frage, das ist oft auch meine Befürchtung, aber der Fall ist noch nie eingetroffen ;-)

darf man eigenes bettzeug mitnehmen?

darf man sich "einrichten"?

also, schöne dinge hinstellen und so weiter?

Ich habe bisher keine Klinik erlebt, in der man das nicht durfte. Wir haben manchmal sogar die Möbel in Zimmern umgestellt, die Wände mit Postern, Bildern usw. behängt, kleine Teppiche ausgelegt, kleine Lampen gekauft und reingestellt, Pflanzen reingestellt (Pflanzen sind aber nicht überall erlaubt) usw.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen ;-) Ich war bisher über 30 mal in insgesamt 4 verschiedenen Kliniken (9 oder 10 verschiedene Stationen, meist psychiatrische und 2 mal psychosomatische Station).

Jnulexy


Ach ja, wegen des Alk-Problems kann es natürlich sein, dass stichprobenartige Alktests stattfinden bzw. wenn du aus dem Ausgang zurückkommst, und bzgl. der Essstörung kann es sein, dass du "unter Beobachtung" essen musst (und da auch bestimmte Regeln bekommst, ich weiß ja nicht, welche ES du hast, aber wenn du z.B. zu wenig isst, musst du eine bestimmte Menge essen, wenn du zu viel isst/Fressanfälle hast, kann es sein, dass du zwischen den Mahlzeiten nix essen darfst usw.) und Essprotokolle schreiben musst.

h$e~nnamrot


danke juley, das war sehr ausführlich!

darf ich fragen, warum du so häufig in kliniken warst?

wie geht es dir heute?

ich bin erst seit ca drei wochen dabei, meinen scheiß in die hand zu nehmen.

ich hatte bisher einen termin beim hausarzt, 2 notfalltermine bei einem psychologen, zwei gespräche in der suchtberatung und einen termin bei meiner thereapeutin.

mit ihr habe ich am letzten montag entschieden, dass ich es wohl ambulant nicht schaffe, es aber über advent und weihnachten noch vesuchen möchte. (ich habe drei kinder).

jetzt stehe ich auf der warteliste.

daher hatten wir auch noch kein detailiertes gespräch über den klinikaufenthalt.

ich kann mir aber jetzt ein bisschen mehr darunter vorstellen.

am meisten freut mich, dass ich wahrscheinlich mein bettzeug mitnehmen darf!

Jjulexy


darf ich fragen, warum du so häufig in kliniken warst?

wie geht es dir heute?

Hauptdiagnose Borderline, mit einigen Nebendiagnosen, u.a. Essstörung, PTBS,... Ich war sehr oft notfallmäßig in der Klinik, aber auch geplante Aufenthalte zur Therapie, manchmal gehts einigermaßen, momentan leider wieder schlechter, werde wohl demnächst wieder in eine Klinik müssen (auch wenn ich mich noch dagegen sträube ]:D Irgendwann reichts einfach ;-) )

ich bin erst seit ca drei wochen dabei, meinen scheiß in die hand zu nehmen.

ich hatte bisher einen termin beim hausarzt, 2 notfalltermine bei einem psychologen, zwei gespräche in der suchtberatung und einen termin bei meiner thereapeutin.

mit ihr habe ich am letzten montag entschieden, dass ich es wohl ambulant nicht schaffe, es aber über advent und weihnachten noch vesuchen möchte. (ich habe drei kinder).

jetzt stehe ich auf der warteliste.

daher hatten wir auch noch kein detailiertes gespräch über den klinikaufenthalt.

Wow, das ging dann aber schnell bei dir... Vor allem, dass du so schnell eine Therapeutin bekommen hast... :-o :)^ Ich finde es gut, dass du deine Probleme in Angriff nehmen möchtest, aber bedenke, eine stat. Therapie ist kein Zuckerschlecken, meist wesentlich intensiver als ambulant und wirklich harte Arbeit... ich habe, nachdem ich mehrere stat. Therapien abgebrochen habe (oder abbrechen musste wg. Instabilität oder aber auch rausgeworfen wurde) dieses Jahr zum ersten Mal eine Therapie (3 Monate) durchgezogen ;-) Ich hoffe mal, dass du vor der Aufnahme noch ein Gespräch bekommst, oder dir zumindest die Klinik mal angucken kannst?? Ich fand das in der letzten Klinik ganz angenehm, dass ich da erst mal 2 Wochen zur Diagnostik und um mir das alles mal angucken zu können aufgenommen wurde, und dann entscheiden konnte, ob ich die 3 Monate Therapie mache oder nicht. Das gibts nicht überall, das ist mir klar, aber zumindest eine kleiner Einblick vorher ist immer nicht schlecht, um nicht den totalen Kulturschock zu erleben ;-)

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