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Dauerstreit mit besten Kumpel

K+ai986 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich (m/24 Jahre) hab seit knapp 5 Jahren einen besten Kumpel. Wir haben uns zu Studienbeginn kennengelernt und die ersten 2 Jahre so gut wie alles zusammen gemacht. (morgens um 8 in der Uni getroffen, die selben Vorlesungen gehört, zusammen mittag gegessen, danach zusammen unsere Übungsserien bearbeitet, uns Abendbrot gekocht und abends dann was zusammen gezockt/ DVD geschaut, Kneipe, Kino...)

Oft war noch nen dritter Kerl dabei, der auch nen guter Kumpel ist, aber nicht ein ganz so guter wie der eine - weil wireben zustätzlich zu den Treffen zu dritt auch immer mal was alleine gemacht haben.

Nach dem ersten Studienjahr kam dann seine Freundin hierher und studiert nun auch hier. Er hatte natürlich dann etwas weniger Zeit wie vorher, aber es gab keine starke Veränderung. Wir haben noch sehr viel zusammen gemacht!

Irgendwann konnten wir in Kursen was mit 2er-Gruppenarbeit machen. Da haben die beiden Vorgeschlagen, dass sie zusammen machen und mich mit nem andern Kumpeln machen sollte, den wir alle kannten, weil ich in der Nähe des andern Kumpels gewohnt hatte und die beiden haben dicht zusammen gewohnt und man sich für die Gruppenarbeit ja oft zuhause treffen muss. Ich fand das auch sinnvoll und hab zugestimmt, obwohl ich natürlich am liebsten mit meinem besten Kumpel gemacht hätte... . Seit das Semster mit der Gruppenarbeit angefangen hatte, hab ich mich dann irgendwie ausgeschlossen gefühlt. Wir hatten IMMER alles zu dritt gemacht und nun sind die beiden nach der Vorlesung immer alleine zu einen von hnen nach hause und hatte immer unglaublich viel zu tun und nur noch selten Zeit. Was ich nie so ganzverstehen konnte, weil ich mit meinem Gruppenpartner nie so lange gebraucht hatte und wir mussten ja das selbe machen. Nachträglich hab ich dann erfahren, dass die beiden auch immer mal mit ner dritten Person die bei ihnen in der Ecke wohnt Skat spielen. Als ich sie darauf angesprochen habe, meinten sie, dass sie das aber immer nur mal so 30 mins ab Tag zur Entspannung zwischendurch machen und da wir etwas weiter voneinander weg wohnen die Fahrt nicht lohnt und sie mich daher nicht gefragt hätten. (wir wohnen 30 mins mit der Straßenbahn entfernt) Ich bin mir trotzdem sehr ausgeschlossen vorgekommen, was dazu geführt hat, dass ich "stiller" gewurden bin. Ich muss dazu sagen, früher war ich nen recht stiller Mensch, als ich die beiden aber kennengelernt hatte, bin ich aufgetaut und war viel offener und fröhlicher! Aber das hatte mich einfach verletzt... so dass ich wieder mehr in mein altes Muster zurückgefallen bin. Was dazu geführt hat, dass wir weniger als bisher miteinander gemacht haben - auch als dieses Gruppensemester vorbei war. Dann gings auch wieder etwas besser, ich hab wieder ab und an mal was mit meinem (für mich) besten Kumpel alleine gemacht, was wieder mehr vertrauen aufgebaut hat. Zu dem andern hab ich das leider etwas weniger... also ich mag ihn als Freund zwar immer noch, aber eben nur noch als ganz normalen Freund und nicht mehr als besonders guten. Dafür hatte ich mich zu ausgeschlossen gefühlt. Meinem besten Freund konnt ich das irgendwie eher "verzeihen", vermutlich weil ich ihn schon vorher tief in mein Herz geschlossen hab. Aber trotzdem ist nichts mehr, wie es mal war Es gibt trotzdem häufig noch Situationen (wenn wir was zu dritt oder mehrt machen), wo ich mich von den beiden ausgeschlossen fühle - vermutlich wiel sie in dem einen Semester extrem viel Zeit miteinander verbracht haben und wir uns eher entfernt haben. Ichmöchte das gar nicht... aber ich kann gegen das Gefühl nichts machen. Meinem besten Kumpel hab ich von meinem Gefühl auch erzählt, am Anfang war er sehr verständnisvoll und hat mir immer und immer wieder versichert, dass es für mein "ausgeschlossen sein"-Gefühl keinen Grund gibt! Tortzdem gab es immer wieder Situationen - z.B. hab ich mich mit meinem besten Kumpel oft in den Ferien getroffen. Dort ätte man ja den Stundenplan fürs nächster Semester durchsprechen können... das Thema hab ich aber nie angesprochen, weil ich natürlich wollte, dass dann der dritte Kumpel auch dabei ist. Naträglich musste ich dann erfahren, dass eben dieser Kumpel auch mal einen Tag in den Ferien hier in unserm Studienort war und sich dort mit meinem besten Kumpel getroffen hat. Sie haben zu zweit den Stundenplan gemacht! Mein Kumpel meinte dann nur noch: "Wir haben mal unsern Stundenplan gemacht, kannst ja schauen, ob du da auch mitkommen magst!" und ihn über Icq geschickt. Da hab ich mich total ausgeschlossen gefühlt, wie schon damals mit der Gruppenarbeit... . Seitdem streiten wir immer häufiger. Zudem hat mein bester Kumpel immer weniger Zeit. Er macht nun viel mehr mit seiner Frundin und sogar mit ihren Freunden. Früher haben wir was zusammen gemacht und seine Freundin mit ihren Freundinnen... nun hab ich das Gefühl, dass ich ihm nicht mehr gut genug bin und er sich lieber andere Leute sucht. Besonders wenig Zeit hat er, seit unser dritter Kumpel nun auch ne Freundin hat. Weil das bei denen nun frisch ist, hat der halt jetzt sehr wenig Zeit - was man ja auch verstehen kann und mich ohnehin nicht sonderlich stört,eben weil da ohnehin viel kaputt gegangen war. Ab und an mal treffen reicht mir. (aber nicht falsch verstehen, ich hab ihn trotz allem noch gern!) Und AUFEINMAL hat mein bester Kumpel auch fast keine Zeit mehr. Dabei ist seine Freundin ja schon anz lange hier. Für mich sieht das so aus, als ob er sich vorher nur die Zeit wegen unseres anderen Kumpels genommen hatte und nicht wirklich wegen mir. Unsere Treffen zu zweit haben nämlich auch drastisch abgenommen, weil er immer seltener wollte.

Ich letzter Zeit streiten wir häufig deswegen, weil ich gerne wieder mehr mit ihm machen würde, er aber immer nen Grnd findet, wieso es fast nie klappt. Früher waren wir täglich zusammen, heute kann ich über 1 oder maximal 2 treffen avlt 2-3 stunden die Woche froh sein. Manchmal hat er auchmal ne Woche gar keine Zeit... .

Wenn ich ihn darauf anspreche meint er, dass mein Verhalten daran schuld sei. Er hat einfach irgendwann aufgehört gerne was mit mir zu machen. Sein "bester Freund" sei ich nie gewesen (da hat er jemanden zuhause, den er schon viel länger kennt und der das immer bleiben würd), aber ich war mal ein sehr sehr guter Freund für ihn. Damit wäre ich ja auch zufrieden! Aber die beton liegt auf "ich WAR" es. Er meinte durch mein unangebracht "eifersüchtiges" Verhalten, bin ich erst zu einem guten Freund und später zu einem Freund abgerutscht. Er hat auch bemägelt, dass ich so zurückhaltend gewurden bin und auf Feiern nur noch primär mit ihm rede, was ihn einengen würde. Da kann er zum Teil recht haben. Ich Unterhalte mich in der Tat am liebsten mit ihm, aber eben weil er für mich mein bester Freund ist und weil ich mich bemühe, unser Verhältnis wieder aufzubessern. Was aber alles anscheinend nur schlimmer macht... . Mittlerweile sind wir schon so weit, dass er mir die Freundschaft gekündigt hat, weil er meint, dass er das nicht mehr aushält. Ich würde zu sehr versuchen, wieder nen guter Freund für ihn zu sein und das ginge nicht so leicht und erdrückt ihn einfach. Ich weiß nicht was ich tun soll, ich vermiss ihn schrecklich, weil ich noch nie nen so guten Kumpel hatte. Ich hab jetzt hier sher die Schattenseiten aufgezählt, die dazu geführ haben, dass nun alles so angespannt ist... aber es gab so viele tolle Tage, so viel tolles zusammen erlebtes... das alles hab ich ja nun nicht aufgezählt. In letzter Zeit war ich wegen der Situation so fertig, dass ich ihn übelste beschimpfungen per SMS geschrieben habe, die aber in Wirklichkeit nicht so gemeint waren, denn ich mag ihn ehrlich sehr. Das hab ich ihm auch gesagt und ich denke er weis dass, möchte sich aber dennoch nicht mit mir vertragen - eben weil er befürhctet, dass ich genau da aufhören würde, wo wir geendet hatten. Nämlich dass ich (wie früher) viel mit ihm machen mag, wozu er aber einfach keine Lust hat, weil er sich weiterentwickelt habe und nun andere Interessen häte und nicht mehr so den Spaß an Treffen mit mir hat. Wenn er so redet, tut mir das furchtbar weh :-( Weil ich hab nicht aufgehört ihn weniger zu mögen... fü mich ist er noch der tolle Freund, den ich seit dem ersten Semester habe. Ich war sogar schon so fertig, dass ich kurz davor stand Tabletten zu nehmen, weil ich nicht mehr leben wollte! (ich bin nämlich zusätzlich gesundheitlich sehr angeschlagen - immer Magen und Darmkrämpfe und die Ärzte finden keine Ursachen). Ich hab ihm auch davon erzählt, was ich fast gemacht hätte... . Das hab ich aber, weil er mein bester Freund ist und ich ihm immer aller erzählt hab. Quasi aus Gewohnheit. Er unterstellt mir, dass ich ihn damit erpressen möchte, was die Situation noch weiter verschlimmert hat. Das war aber wirklich nicht meine Absicht... aber irgendwie sieht er im allen was ich tue in letzter Zeit sofort immer nur das schlechte. Ich weiß einfach nicht, was ich machen kann, damit das zwschen uns wieder besser wird. Ich mag ihn halt nicht verlieren, weil ich wirklich noch nie nen Kumpel wie ihn hatte, ich hab ihm Dinge von mir erzählt, die onst NIEMAND weis... . Ich versteh auch nicht, wie ihm mene Freundschaft aufeinmal so egal sein kann. Hat jemand Ratschläge für mich?

MfG

Antworten
LIeoCn2008


So ein Problem in der Art hatte ich auch schon, daher kann ich das teilweise gut nachvollziehen. Den Teil mit den Tabletten finde ich allerdings schon extrem.

Aus meiner Erfahrung kann ich dir leider keine Hoffnung machen. Wenn man erstmal in dem Stadium aus dauernden Vorwürfen und Streit ist, kommt man kaum zurück. Du willst es mit jeder Kontaktaufnahme besser machen und bist jedes Mal wieder enttäuscht, wenn nicht das zurückkommt, was du erwartest. Er ist jedes Mal mehr genervt. Du hast immer noch das idealisierte Bild der guten Zeiten vor Augen und glaubst alles andere ist nur ein vorübergehender Fehler, er sieht das aber als den neuen Zustand. Das ist sehr schwer zu akzeptieren, aber eigentlich hast du keine Wahl. Die Erwartungen extrem zurückschrauben, Abstand lassen und gleichzeitig versuchen, den Kontakt nicht ganz zu verlieren ist denke ich die einzige Chance auf Normalisierung. So wie früher wird es vermutlich nicht wieder werden, aber vielleicht zumindest wieder besser.

Du musst deine Fokussierung auf ihn beenden und offen für neue Menschen werden. Ich habe später neue Freundschaften gefunden, die einen ähnlichen Stellenwert erreicht haben.

LTeon}200x8


Und noch eine Ergänzug: andere Leute kennenlernen und Spaß mit anderen zu haben ist im übrigen auch deine beste Chance, den Kontakt zu ihm zu verbessern. Wenn er sieht, dass es dir gut geht und du nicht mehr auf ihn fixiert bist, wirst du wieder interessanter und wirkst nicht mehr wie ein Mensch, den man meiden muss, um nicht erdrückt zu werden.

Außerdem: das Thema nicht mehr diskutieren. In Jungsfreundschaften kann man sowas vielleicht ein oder zweimal anschneiden. Aber dann alles darüber hinaus nervt fast jeden und schadet mehr als es nützt. Lass also das diskutieren.

Ich weiss, das ist alles sehr schwer, gerade mit der Wut und Enttäuschung im Bauch. Da musst du aber durch.

T:a&gdiexb


Ich kann Dich verstehen Kai. Aber Du musst Deine Fixiertheit auf diesen einen Kumpel auflockern – die "Last" Deiner Freundschaft auf mehr Schultern verteilen.

Versuche möglichst erstmal auf Abstand zu Deinem "Besten Freund"zu gehen, damit Du emotional die Möglichkeit hast Dich für andere Freundschaften zu öffnen.

Du solltest ausserdem davon ausgehen, dass in Zukunft Treffen mit Freunden ganz allgemein viel seltener werden als wärent Schulzeit und Studium. Wenn man sich am WE 2x sehen kann, dann ist das schon viel. Unter der Woche bzw. sonst gibts immernoch die Möglichkeit per SMS oder Anrufen bzw. Emails.

Im Prinzip kann ich all dem was Leon geschrieben hat voll und ganz zustimmen.

Wünsch Dir Viel Glück auf der Suche nach einem größeren sozialen Umfeld! :-)

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