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Kopfschmerzen + Schlafstörungen brachten uns aus dem Lot

G*ooni~eSuppoxrt hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich brauchte dringend Eure Hilfe. E geht um meinen Freund. Er leidet seit Juli an Schlafstörungen. Im Laufe der Zeit haben sich aufgrund der Schlafstörungen Kopfschmerzen dazugesellt. Nach zwei Monaten hat sich diese Situation verselbständigt. Inzwischen nimmt er Zolpiclon und Mitrazapin (für den Schlaf), und Lorazepam (Panik) und Risperdal.

Schlaf ist nun manchmal sogar für ein paar Stunden ohne Schlaftablette möglich. Von dem Lorazepam muss er loskommen (muss er vermutlich stationär machen), aber das eigentliche Problem ist, dass dieses Risperdal ihn vollkommen verändert. Es nimmt ihm sämtliche Höhen und bringt wenn überhaupt, dann Tiefen. Allerdings ist dieses Medikament das einzige, dass die Kopfschmerzen ein bisschen eindämmt. Kein anderes Schmerzmittel hilft. Er zittert wie Espenlaub, nach der Einnahme und ist im Wesen neutral bis depremiert (und zur NUR DANN!)

Keiner weiß bisher, ob es sich bei seinen Schlafstörungen und den starken (punktuellen) Kopfschmerzen um eine Depression handelt oder was das eigentliche Problem ist. Der Kopf wurde vollständig untersucht. Kein Befund. Bevor er die Medikation mit Antidepressivum und Neuroleptika begann hatte er (objektiv betrachtet) keine emotinalen Störungen, er war einzig und allein körperlich erschöpft aufgrund der Schlafstörungen. Jetzt ist er vollkommen verunsichert, gehemmt und verängstigt, weil er so viele Medikamente nehmen muss und es ihm schlechter geht als zuvor.

Was sollen wir tun? Hat irgendwie jemand dort draussen eine Idee was falsch gelaufen sein könnte oder wo wir anknüpfen könnten?

Ich danke Euch!!! Ich wünsche Euch einen schönen ersten Advent! :)- B.

Antworten
RRuss{ell4


Er sollte seine Situation mit seinem Psychiater besprechen und mit diesem zusammen entscheiden, was zu ändern ist.

Jetzt ist er vollkommen verunsichert, gehemmt und verängstigt, weil er so viele Medikamente nehmen muss und es ihm schlechter geht als zuvor.

Ich habe allerdings den Eindruck, das Ursache und Wirlkung vertauschst. Unter sehr starken Ängste wird er schon vor seiner Lorazepameinnahme gelitten haben.

Kennt dein Freund seine Diagnose/n?

G!oonAieS<upport


Danke für Deinen Beitrag russell4:

1) Die Ängste kamen nachdem die Schlaflosigkeit schon fortgeschritten war... deshalb hat der Hautarzt im Lorazepam verschrieben... dieses wurde dann auch in einen Klinik noch auf 2 mg verdoppelt (es sollte ihn müde machen!?). Inzwischen ist er wieder bei 0,25-0,5 mg tgl. Allerdings nur weil er sich selbst aus der Klinik entlassen hat und es selbst reduziert hat...

2) Nein, er weiß leider keine Diagnose. Er war tatsächlich nicht am Grübeln, traurig etc... Er war fest davon überzeugt, dass die Schlafstörungen von einer Verspannung im Genick kommen (die Kopfschmerzen auslösen und die ihn nicht schlafen lassen). Der psychische Einbruch kam erst, als er die psycho-Medis ne zeitlang eingenommen hat...

3) Sein Psychiater schreibt ihm Rezepte... das ist eigentlich alles. Ich hab ihm auch schon geraten das Risperdal-Problem mit ihm zu besprechen. Vielleicht gibt es auch andere Medikamente die gegen die Kopschmerzen helfen. Neuroleptika zu nehmen nur deswegen ist doch etwas heftig oder? Wenn keine Psychose/Schizophrenie vorliegt, weshalb sollte man dann Neuroleptika nehmen müssen?

R[usselxl4


Hi GoonieSuppert,

Dein Freund hat stärkste Ängst, Schlafstörungen, Nackenverspannungen, Kopfschmerz.

Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Es geht ihm psychisch schlecht.

Was ich persönlich erlebt habe ist, das die Einnahme von einem Antidepressivum mir erst möglich machte meine Depressoin warzunehmen. Vorher war ich einfach nur gefühllos, dann erst merkte ich wie schlecht es mir geht.

Neuroleptika zu nehmen nur deswegen ist doch etwas heftig oder?

Dein Freund sollte mit seinem Psychiater entscheiden, welche Medikamente er einnimmt. Es ist sein Kopf, nicht deiner.

Wenn keine Psychose/Schizophrenie vorliegt, weshalb sollte man dann Neuroleptika nehmen müssen?

Du weist nicht welche Diagnose dein Freund hat, schreibst du.

Dein Freund entscheidet. Es tut das was ihm richtig erscheint.

GjooniPeSu(ppoxrt


Danke Russell.

Ich schreibe natürlich im Sinne meines Freundes :)

Vielen Dank für Dein Input.

Gjrotutig


Ich habe ein ähnliches Problem. Wache nachts oft mit starken Kopfschmerzen auf (organische Ursache ausgeschlossen). Habe X Medikamente durch, auch in X Kombinationen, geholfen hat nichts. Nun nehme ich zur Nacht garnichts mehr, hilft ja auch nicht. Eine Lösung habe ich leider auch nicht.

SjchilRdkröHte007


Also Schlafstörungen sind ja oft eine eigenständige Krankheit, da braucht man nicht unbedingt nach weiteren Diagnosen zu suchen. Ich hab z.B. bei mir auf dem Krankenzettel nur Insomnie eingetragen und bin deswegen von Studiengebühren befreit.

Die Insomnie ist auch der Auslöser für meine Depression gewesen, sonst nichts anderes. Also denke ich schon, dass der Arzt mit Mirtazapin erstmal richtig gehandelt hat, da es von den Antidepressiva eines der mit den wenigsten Nebenwirkungen ist. Viel mehr kann ein Arzt ja auch nicht machen, außer die richtigen Medikamente zu verschreiben.

Nach einiger Zeit müsst ihr halt mal wieder schauen, ob es ohne medikamente mit dem Schlafen klappt, man kann Mirtazapin aber durchaus über Jahre nehmen. Das ist dafür ausgelegt. Mit den Kopfschmerzen müsstest du mal genau aufschreiben, was da schon alles probiert wurde und was es für Kopfschmerzen genau sind.

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