» »

Wie lange wart/ seid ihr in Therapie? "Fertig therapiert"?

G}aensegbluPemchen22


Sie hat übrigens mir auch einzureden versucht das Diagnosen nicht wichtig sind, sondern nur der Mensch.

Hmmm und wie ist hast du sie dann vom Gegenteil überzeugt? Diese Geschichte mit dem indikatorischen Vorgehen verstehe ich nicht. Ist das nur bei Gruppenanalytik so oder bei allen Therapieformen?

Ich mache eine tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie und weiß bis heute nicht so genau was eigentlich meine Diagnose ist.

RZusssexll4


Ist das nur bei Gruppenanalytik so oder bei allen Therapieformen?

Es muß immer festgestellt werden, was für ein Problem der Patient hat, sonst kann man es ja nicht zielgerichtet behandeln. Und der Name des Problems ist die Diagnose, nichts anderes.

Hmmm und wie ist hast du sie dann vom Gegenteil überzeugt?

Das sehe ich am Montag, da habe ich wieder Sitzung.

Ich mache eine tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie und weiß bis heute nicht so genau was eigentlich meine Diagnose ist.

Da hilft nur dem Therapeuten Löcher in den Bauch zu fragen.

JGulexy


Sie hat übrigens mir auch einzureden versucht das Diagnosen nicht wichtig sind, sondern nur der Mensch.

Sehe ich genauso. Du lässt dich also gern in eine Schublade namens "XY" (irgendeine Diagnose) stecken? Ist doch egal, wie die Krankheit heißt, wichtiger ist, dass man die passende Therapie findet und lernt, damit umzugehen, ganz gleich welchen Namen das Ding nun hat. Und du bist und bleibst du und nicht die Krankheit. (genau das hasse ich nämlich, wenn man nur noch auf die Krankheit reduziert wird und nicht mehr als menschliches Individuum gesehen wird)

Das habe ich wiederlegen können, indem ich ihr das indikatorische Vorgehen beim Gruppenanlytischen Verfahren vorgelegt habe. (ich bin ja nicht doof, therapiere schließlich selber und weis um den Bedeutung der Diagnostik)

Ah ja. Du erzählst also deiner Thera, wie sie ihre Arbeit zu machen hat? %-|

Und ich finde, du kannst psych. Diagnosen nicht eins zu eins mit körperl. Diagnosen (in deinem Job wohl meist orthopädische/neurologische) vergleichen...

Und der Name des Problems ist die Diagnose, nichts anderes.

Trotzdem gibt es noch Unterschiede zwischen den verschiedenen Menschen mit gleichen Diagnosen.

nWajaRn&aguxt


Ich hatte den Namen für meine Krankheit, war eine Erschöpfungsdepression. Waraber auch nicht schwer herauszufinden ;-D

Ob einem die Diagnose hilft oder nicht, ist meiner Meinung nach Typsache. Es gibt sicher Leute, die dadurch noch weiter geschwächt werden, anderen (so wie mir) hilfts, einen Namen für den "Feind" zu haben.

Sie hat übrigens mir auch einzureden versucht das Diagnosen nicht wichtig sind, sondern nur der Mensch. Das habe ich wiederlegen können, indem ich ihr das indikatorische Vorgehen beim Gruppenanlytischen Verfahren vorgelegt habe. (ich bin ja nicht doof, therapiere schließlich selber und weis um den Bedeutung der Diagnostik)

D. h., du bist beruflich auch in Richtung Psychiatrie/Psychotherapie unterwegs?

Ich hatte zu meiner Therapeutin genug Vertrauen, um sie machen zu lassen, was sie für richtig hält, auch wenn ich nicht gleich wusste, wozu es gut war. Die Frau macht das häufiger, die hat ne Menge Erfahrung, da konnte ich mal die Kontrolle abgeben und mich nach dem richten, was sie mir sagt. Eigentlich war ich sogar ganz froh drüber ;-)

Jdulexy


Ob einem die Diagnose hilft oder nicht, ist meiner Meinung nach Typsache. Es gibt sicher Leute, die dadurch noch weiter geschwächt werden, anderen (so wie mir) hilfts, einen Namen für den "Feind" zu haben.

Für manche ist es auch total kontraproduktiv, da sie sich dann (zu) intensiv damit beschäftigen und Symptome annehmen (ob nun bewusst oder unterbewusst) die sie bis dato noch nicht hatten... andererseits soll man ja angeblich so viel wie möglich über seine Krankheit wissen, denn warum sonst gibt es bei vielen psych. Erkrankungen (z.B. BPS, Depression, Schizophrenie) bei stationären Aufenthalten Psychoedukationsgruppen, wo man bis ins kleinste Detail anhand von Vorträgen und Infofilmen über seine Krankheit aufgeklärt wird? ":/ Trotzdem bleibe ich bei der Meinung, dass es für einige Menschen ziemlich kontraproduktiv sein kann.

D. h., du bist beruflich auch in Richtung Psychiatrie/Psychotherapie unterwegs?

Nein, Russell4 ist/wird Physiotherapeutin.

Rousse]llM4


Liebe Juley

Du lässt dich also gern in eine Schublade namens "XY" (irgendeine Diagnose) stecken? Ist doch egal, wie die Krankheit heißt, wichtiger ist, dass man die passende Therapie findet und lernt, damit umzugehen, ganz gleich welchen Namen das Ding nun hat.

Bei der Diagnostik geht es ausschließlich darum festzustellen woran der Patient leidet. Nur das ist Sinn und Zweck von Diagnostik, die Diagnose ist nur der Name dessen was dabei raus kommt.

Eine auf den Patienten und seine Probleme genau abgestimmte Therapie ist nur möglich, wenn genau festgestellt wird was für ein Problem der Pateint hat.

Das heißt, ohne Diagnostik gibt es keine passende Therapie.

Das Gefühl in eine Schublade gestecken zu werden, haben nur Menschen die sich mit dem Thema Diagnostik bisher nicht auseinander gesetzt haben.

Russell4 ist/wird Physiotherapeutin.

Korrekt

Und ich finde, du kannst psych. Diagnosen nicht eins zu eins mit körperl. Diagnosen (in deinem Job wohl meist orthopädische/neurologische) vergleichen...

Da bin ich anderer Meinung.

Diagnosen (in deinem Job wohl meist orthopädische/neurologische)

Orthopädische, neurologische, chirurgische, innere Medizin, gynäkologische, urologische, pädiatrische und psychiatrische.

Für manche ist es auch total kontraproduktiv, da sie sich dann (zu) intensiv damit beschäftigen und Symptome annehmen (ob nun bewusst oder unterbewusst) die sie bis dato noch nicht hatten... andererseits soll man ja angeblich so viel wie möglich über seine Krankheit wissen, denn warum sonst gibt es bei vielen psych. Erkrankungen (z.B. BPS, Depression, Schizophrenie) bei stationären Aufenthalten Psychoedukationsgruppen, wo man bis ins kleinste Detail anhand von Vorträgen und Infofilmen über seine Krankheit aufgeklärt wird? Trotzdem bleibe ich bei der Meinung, dass es für einige Menschen ziemlich kontraproduktiv sein kann.

Das gilt aber genauso für schwere körperliche Krankheiten. Es gibt eben Menschen die die Wahrheit nicht vertragen, die mit der Realität nicht klar kommen.

Jnulexy


Eine auf den Patienten und seine Probleme genau abgestimmte Therapie ist nur möglich, wenn genau festgestellt wird was für ein Problem der Pateint hat.

Das heißt, ohne Diagnostik gibt es keine passende Therapie.

Das ist mir klar, nur kann es z.B. durchaus sein, dass man bei zwei Leuten mit der gleichen Diagnose verschiedene Therapien anwendet. Warum? Weil sich, wie ich schon sagte, nicht bei allen Leuten mit der gleichen Diagnose die Krankheit auch 1:1 gleich äußert.

Das Gefühl in eine Schublade gestecken zu werden, haben nur Menschen die sich mit dem Thema Diagnostik bisher nicht auseinander gesetzt haben.

Soll das jetzt ne Anspielung sein? ;-D (da muss ich dich enttäuschen und mich auch mal auf meinen Beruf berufen (hach, was für ein Wortspiel ;-) ), denn da hatte ich überwiegend mit Diagnostik zu tun, nur selten mal mit Intervention)

Rgussexll4


Liebe najanagut

Ob einem die Diagnose hilft oder nicht, ist meiner Meinung nach Typsache. Es gibt sicher Leute, die dadurch noch weiter geschwächt werden, anderen (so wie mir) hilfts, einen Namen für den "Feind" zu haben.

Ich sehe meine Krankeit/Störung nicht als meinen Feind an, sondern als einen Teil meines Körpers, der auf bestimmte Situationen/anhaltende Belastungen in bestimmter Weise reagiert. Und nur wenn ich das verstanden habe, kann ich mich darauf einstellen und vorbeugen. Ich sehe mich als den verantwortlichen für meine Gesundheit und Wohlergehen und diese Verantwortung kann ich nur warnehmen, wenn ich über die Zusammenhänge meiner Krankheiten/Störungen bescheid weis. So bin ich in der Lage mir selber Hilfe zu suchen.

Wenn ich nicht weis was ich habe, bin ich hilflos meinen Krankheiten ausgeliefert. Deshalb lege ich Wert darauf alle meine Diagnose zu kennen, sei es physische oder psychische.

Ich hatte zu meiner Therapeutin genug Vertrauen, um sie machen zu lassen, was sie für richtig hält,

Das habe ich übrigens auch. Nur lass ich mich im Bezug auf meine Diagnosen nicht gerne verschaukeln.

Die Frau macht das häufiger, die hat ne Menge Erfahrung, da konnte ich mal die Kontrolle abgeben und mich nach dem richten, was sie mir sagt.

Ja, bei einem guten Therapeuten geht das, dann fühle ich mich auch wohl und sicher in seiner Hand.

du bist beruflich auch in Richtung Psychiatrie/Psychotherapie unterwegs?

Das ist eine Option, welche ich warnehmen kann. Physiotherapeuten arbeiten auch in der Psychiatrie und mit entsprechender Weiterblidung auch z.B. konzentrative Bewegungstherapeuten, einer psychoanalytischen Körpertherapie (= Psychotherapie).

J!uleOy


Ja, bei einem guten Therapeuten geht das, dann fühle ich mich auch wohl und sicher in seiner Hand.

Dann verstehe ich nicht, warum du bei deiner Therapeutin bleibst, wenn du ihr scheinbar nicht vertraust/dich verschaukelt fühlst ???

psychoanalytischen Körpertherapie (= Psychotherapie).

Seit wann ist Psychotherapie gleich Psychoanalyse? Oder verstehe ich den Satz falsch? ":/

Riussoel@l4


Liebe Juley

Das ist mir klar, nur kann es z.B. durchaus sein, dass man bei zwei Leuten mit der gleichen Diagnose verschiedene Therapien anwendet. Warum? Weil sich, wie ich schon sagte, nicht bei allen Leuten mit der gleichen Diagnose die Krankheit auch 1:1 gleich äußert.

Das kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Einmal die von Dir genannte. Und es führen viele Wege zum Ziel, Therapeuten haben bestimmte Methoden erlernt oder selber erweitert, andere Therapeuten haben andere Methden mit gleicher Wirksamkeit. Das ist nichts negatives. Ich finde sowas spannend. Zudem ist eine Krankheit/Störung immer eine Entwicklung und auch die Genesung ist eine Entwicklung und je nach dem wo ein Patient gerade steht, welche Schwierigkeiten er gerade hat, braucht er andere Unterstützung.

Das ist ja gerade das spannende an therpeutischen Prozessen.

Soll das jetzt ne Anspielung sein? ;-D (da muss ich dich enttäuschen und mich auch mal auf meinen Beruf berufen (hach, was für ein Wortspiel ;-) ), denn da hatte ich überwiegend mit Diagnostik zu tun, nur selten mal mit Intervention)

Nah, dann weist Du ja Bescheid. @:)

R|usIsemll4


Liebe Juley

Seit wann ist Psychotherapie gleich Psychoanalyse? Oder verstehe ich den Satz falsch?

Die Bezeichnung Psychotherapie (altgr. psycho ,Seele‘ und therapía ,heilen‘) steht als Oberbegriff für alle Formen psychologischer Verfahren, die ohne Einsatz medikamentöser Mittel auf die Behandlung psychischer und psychosomatischer Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen zielen.

[[de.wikipedia.org/wiki/Psychotherapie]]

Somit ist die Psychoanalyse als Krankenbehandlung eine Psychotherapie.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH