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Tiefer Selbstwert, Verletzungen in Kindheit - Blockaden

Rgany%axh hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

Ich bin neu hier. Gerne würde ich ein paar Inputs von Euch erhalten.

Ich bin gerade in einer Phase, in der ich mehr über ich und meine Probleme herausfinden möchte, damit ich mich weiterentwickeln kann. Auslöser war eine gescheiterte Beziehung, eine Beziehung, die eigentlich nur eine Affäre war, in der ich mich extrem unter Wert "verkauft" habe. Vor einem Monat habe ich dies nun endlich beendet und es ist der Startschuss für Aufarbeitung und Weiterkommen.

Ich habe herausgefunden, dass ich in der Kindheit von meiner Mutter im Stich gelassen wurde. Nicht im direkten Sinne, denn sie liebt mich sehr und ich bin ein Wunschkind. Sie hat mich aber allein gelassen, als ich in eine Phase kam, die sehr schwierig war. Ich konnte nicht einschlafen, hatte über Jahre riesige Probleme damit. Ich bin zig-mal aufgestanden und habe meine Mutter aus dem Bett geholt. Ich war jeweils sehr nervös und meist es dann eskaliert. Ich wurde laut und sie konnte mich nur noch mit einer Ohrfeige zum Schweigen bringen, die Hysterie stoppen, in die ich mich hineingesteigert hatte.

Ich wurde als Problemkind angesehen. War auch eins. Doch niemand hat gesehen, dass ich auf etwas aufmerksam machen wollte. Ich wollte in den Arm genommen werden. Das tat sie aber in diesen Situationen nicht. Eigentlich fast nie.

Dies alles ist mir klar. Aber wie verabeitet man nun sowas?

Ich gehe in Kinesiologie-Sitzungen, wo dies auch bearbeitet wurde. Möchte aber noch mehr zu Aufarbeitung aktiv tun. Was gibt es?

Antworten
K.ongSo-Ot(to


Möchte aber noch mehr zu Aufarbeitung aktiv tun. Was gibt es?

Hast Du mal über eine Psychotherapie nachgedacht, in der Du dieses Thema aufarbeiten kannst?

K\ongo-xOtto


Möchte aber noch mehr zu Aufarbeitung aktiv tun. Was gibt es?

Hast Du mal über eine Psychotherapie nachgedacht, in der Du dieses Thema aufarbeiten kannst?

RLany/ah


Ich gehe in eine Therapie. Es ist Kinesiologie. Ich möchte keine Psychotherapie machen. Ich möchte es selber aufarbeiten.

Koon]go^-Ottxo


Ich möchte keine Psychotherapie machen. Ich möchte es selber aufarbeiten.

Mich würde interessieren, wo Du die Unterschiede zwischen dem selbstständigen Aufarbeiten (was du ja der kinesiologischen Therapie zuschreibst) und einer Psychotherapie siehst. Eine gute Psychotherapie dient meiner Meinung nach vor allem dazu, über seine Probleme zu reflektieren und neue Sicht- und Lösungsweisen auf sie zu entwickeln. Der Therapeut hilft Dir dabei, so hinterfragt er z. B. Deine Gedankengänge.

RHa nyaxh


Dann mach ich das ja bereits in der Kinesiologie.

Meine Frage ist, wie löst man Blockaden schliesslich auf, nachdem man sie gefunden hat. Wie geht man mit diesen vergangenen Situationen um, wenn man sich bewusst geworden ist, wann wo was falsch gelaufen ist?

Was muss ich dann tun? Einfach verstehen, was damals falsch gelaufen ist und es akzeptieren?

WCascFhmauschBinenwuxnder


Nee. Blockaden auflösen und lernen, anders zu handeln: Das lernt man in der Psychotherapie.

Und da werden Erinnerungen angeschaut, aber eben auch in der Interaktion mit dem Therapeuten soziale Kompetenzen gestärkt und nach Lösungen für Probleme gesucht. Über das Intellektuelle, das Interagieren ergibt sich dann auch die Änderung im Emotionalen. DAS ist Psychotherapie, wenn sie gescheit läuft.

sLensuaWlitxy


Meine Frage ist, wie löst man Blockaden schliesslich auf, nachdem man sie gefunden hat. Wie geht man mit diesen vergangenen Situationen um, wenn man sich bewusst geworden ist, wann wo was falsch gelaufen ist?

Tja, diesen Knopf gibt es leider nicht.

In einer Therapie spricht man immer wieder über die Dinge. Man sieht sie oft plötzlich aus ganz anderen Blickwinkeln oder erkennt Bezüge zwischen Problembereichen (Job, Familie, Freundschaften oder was auch immer gerade aktuell belastend erlebt wird).

Was muss ich dann tun? Einfach verstehen, was damals falsch gelaufen ist und es akzeptieren?

Das Bewusstsein darüber was wann falsch gelaufen ist, das ist nur die halbe Miete. Was danach kommt geht weiter: Du erkennst Verhaltensmuster (Blockaden wie du es nennst) und du lernst deine Gefühle besser kennen und mit umzugehen etc. etc.

Natürlich schaffen das Unzälige auch ohne Therapeut – aber leichter ist es mit einem Gegenüber anstatt zuhause alleine rumzugrübeln und sich vielleicht jahrelang im Kreis zu drehen und die Gegenward oder Zukunft aus den Augen zu verlieren.

RKadnyaxh


Eurer Meinung geht es also ohne Therapie nicht?

Ich meine, ich wurde ja nie missbraucht oder derartiges. Es gibt aber eben schon Punkte, wo ich als Kind in der Seele verletzt wurde und nicht den Schutz und die Hilfe bekam, die ich gebraucht hätte. Weil meine Eltern nicht wussten, wie mit der Situation umgehen.

Ich habe lange Zeit diese Punkte gar nicht gesehen und gab mir die Schuld. Jetzt weiss ich, dass meine Eltern Fehler gemacht haben, denn ich war ja noch ein Kind.

Diese Erkenntnis habe ich via Kinesiologie und Gesprächen erlangt.

K/ongo#-Otxto


Das Bewusstsein darüber was wann falsch gelaufen ist, das ist nur die halbe Miete. Was danach kommt geht weiter: Du erkennst Verhaltensmuster (Blockaden wie du es nennst) und du lernst deine Gefühle besser kennen und mit umzugehen etc. etc.

Gut ausgedrückt. Es geht in einer gut laufenden Psychotherapie nicht nur darum, Probleme zu erkennen und die Hintergründe verstehen zu lernen, sondern auch darum, wie man diese Probleme überwindet bzw. sie so verstehen lernt, das man mit ihnen ohne Belastung weiterleben kann.

R4anyxah


Man sieht sie oft plötzlich aus ganz anderen Blickwinkeln oder erkennt Bezüge zwischen Problembereichen (Job, Familie, Freundschaften oder was auch immer gerade aktuell belastend erlebt wird).

Diese Bezüge seh ich bereits. So weit bin ich schon. Das habe ich nun endlich geschafft.

Aber wie weiter?

Wie könnte ich ohne Therapie vorgehen?

Mein Arzt verschreibt mir deswegen keine Theapie und ich kann es mir nicht leisten, sie selbst zu bezahlen.

m1alg1ucknx31


Festzustellen, dass nicht die Gefühle einen beherrschen können sondern man selbst nur der Raum ist, in dem diese Gefühle (alte Energien) sich ausbreiten.

Gerade bei Traumata ist dies oft ein alter "Energiestau", der immer wieder aufgrund von bestimmten Auslösern aus dem Inneren hervorkommt. Wichtig ist es einfach mal die Rolle des Beobachters einzunehmen, wenn diese alten Muster/Energien in deinem Körper ausströmen. Dadurch kannst du frei reagieren, wenn du dich von diesen alten Dingen löst, die mit dir und deinem jetzigen Leben ansich nichts mehr zu tun haben.

KNongo-~Otto


Eurer Meinung geht es also ohne Therapie nicht?

So würde ich das nicht sagen. Du hast Deine Probleme erkannt? Das ist gut. Aber wie willst Du jetzt weiter machen? Was sagt denn die Kinesiologie dazu? Natürlich kannst Du versuchen, das Problem alleine zu lösen. Aber mit einer Gesprächstherapie geht es evtl. schneller.

Ich meine, ich wurde ja nie missbraucht oder derartiges. Es gibt aber eben schon Punkte, wo ich als Kind in der Seele verletzt wurde und nicht den Schutz und die Hilfe bekam, die ich gebraucht hätte. Weil meine Eltern nicht wussten, wie mit der Situation umgehen.

Psychotherapie ist aber nicht nur Missbrauchsopfern u. Ä. vorbehalten. Du bist in der Kindheit sehr verletzt worden, und das schränkt heute Dein Leben ein. Beim richtigen Therapeuten reicht das als "Arbeitsgrundlage".

Ich habe lange Zeit diese Punkte gar nicht gesehen und gab mir die Schuld. Jetzt weiss ich, dass meine Eltern Fehler gemacht haben, denn ich war ja noch ein Kind.

Das ist schon mal ein sehr wichtiger Schritt. Aber kannst Du Deinen Eltern auch verzeihen? Wie siehst Du Deine Situation jetzt? Wo sind Deine "Baustellen"?

K-ongo&-Otxto


Mein Arzt verschreibt mir deswegen keine Theapie und ich kann es mir nicht leisten, sie selbst zu bezahlen.

Warum verschreibt er sie Dir nicht? Wie finanzierst Du Dur die kinesiologische Behandlung?

s0en6sua?lity


Mein Arzt verschreibt mir deswegen keine Theapie und ich kann es mir nicht leisten, sie selbst zu bezahlen.

Der Arzt muss dir die Therapie doch auch nicht verschreiben! Du gehst zu einem Therapeuten, hast ein paar Probesitzungen, dann stellt der Therapeut einen Antrag an die Krankenkasse.

Eurer Meinung geht es also ohne Therapie nicht?

doch, es kann auch ohne gehen:

Natürlich schaffen das Unzälige auch ohne Therapeut – aber leichter ist es mit einem Gegenüber anstatt zuhause alleine rumzugrübeln und sich vielleicht jahrelang im Kreis zu drehen und die Gegenward oder Zukunft aus den Augen zu verlieren.

Diese Bezüge seh ich bereits. So weit bin ich schon. Das habe ich nun endlich geschafft.

Aber wie weiter?

Wie könnte ich ohne Therapie vorgehen?

Du kannst stolz darauf sein, schon vieles erkannt zu haben. Nun musst du es schaffen Bezüge zwischen deinen Erlebnissen in der Kindheit und deinen aktuellen Problemen zu herzustellen.

Was ich hier schreibe beruht auf meinen eigenen Erfahrungen, natürlich ist das aber bei jedem Menschen anders. Ich wollte es auch jahrelang alleine versuchen. Genau das gehört aber zu meinem Krankheitsbild ;-)

Blos keinem zur Last fallen. Ich wurde auch nicht missbraucht – nicht einmal geschlagen. Trotzdem ging es mir irgendwann so schlecht, das sich mich für so unfähig hielt, meine Probleme in den Griff zu bekommen OBWOHL, bzw. WEIL auch ich dachte die Gründe aus der Kindheit bereits zu kennen. Ich fühlte mich also schlecht, weil ich trotz vieler Erkenntnisse nicht aus meinen Problemen rausfand. Das hat bei mir erst duch die intensive Arbeit an mir und meinen Gefühlen mit Hilfe eines Therapeuten funktioniert.

Aber wie gesagt, das sind nur MEINE Erfahrungen.

:)*

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