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Schülerin hat sich umgebracht

szcu0ll8ie


ich glaube, sie hat sich dann in ihrer verzweiflung nach ihrer rache an der mutter und den mitschuelern,welche sie extrem moppten auch umgebracht..Wenn man die actionszenen ausser acht laesst ,hat mich der film sehr oft an meine arbeit mit suizidgefaehrdeten jugendlichen erinnert. ich finde,dass der film mehr tiefgang hat als man denkt..

z.b.die art und weise wie die mutter mit ihrer tochter umging...

ezlskGlinxg


Hallo an euch alle und vielen Dank für die Antworten, die Anteilnahme und das Verständnis... @:)

Ich weiß nur zu gut, dass nicht jeder Lehrer so ist, wie ich. Für mich war es ehrlich gesagt ein "Kulturschock" an die Schule zu kommen und zu sehen, wie egal die Kinder/Jugendlichen vielen Lehrern sind. Ich habe das nie verstanden...Ein Lehrer ist doch da zum helfen, oder nicht?

Ich weiß natürlich, dass ich keine Psychologin bin und dass sowas nicht meine Aufgaben sind. Aber ich verfüge eben über Mitgefühl und soziale Kompetenzen, die leider einigen Kollegen fehlen...

Also zu den Fragen:

Ich musste mit der Mutter reden, anders hätte ich das nicht verantworten können. Allerdings hat mir Isabell, so hieß sie, auch gesagt, dass sie sich ihrere Mutter schon etwas anvertraut hätte und die Probleme zu Hause hatten mehr mit dem Vater zu tun. Die Mutter war leider, was sie auch in dem Gespräch mir mir offenbarte, in letzter Zeit zu sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen bzw. mit ihrem neuen Freund.... :-/ ...aber sie hat eigentlich einen netten Eindruck auf mich gemacht und war auch besorgt um ihre Tochter. Ich schätzte sie schon so ein, dass sie sich gekümmert hat, vielleicht war es da schon zu spät, ich weiß es nicht.

Eine Schulpsychologin haben wir übrigens meiner Meinung nach nicht, hatte ich auch nie an den Schulen, an denen ich selber war.

Ja, die Verantwortung endet dort, aber ich hätte auch gerne mehr gemacht, als ich muss. Ich habe mich ja in dem Moment als Isabell sich mir öffnete auch irgendwie gefreut, dass sie mir vertraut-sie hat wohl gemerkt, dass sie mir nicht egal war. Trotzdem finde ich es mehr als schlimm, dass es so weit kommen musste.... :-(

@ helia&curran

Vor allem euch beide danke ich für eure mitfühlenden und verstänsnisvollen Zeilen @:) :)* @:) :)*

@ crowl

Nein, es lag, wie man sieht, eben nicht in meiner Macht sie zu retten. Ich war mit Sicherheit der kleinste Teil ihres alltäglichen Lebens. Ich hätte sie ja auch schlecht adoptieren können oder jeden Tag zu mir nach Hause einladen können. Das stimmt schon alles...Ich habe noch eher unschöne Gefühle der Mutter gegenüber, weil sie eben so mit sich selbst beschäftigt war, vor allem aber dem Vater gegenüber. Ich meine, wenn ein Mädchen sich so verändert, von Aussehen und Verhalten...das sieht jeder!Und wer das nicht sehen will, hat zumindest den Beruf "Vater oder Mutter sein" verfehlt. Ich weiß, dass sind jetzt harte Worte und vielleicht auch unfair. Aber so weit hätte es nicht kommen müssen. Das Mädchen hatte noch ihr ganzes Leben vor sich, das quält mich eben. Und dann diese traurigen, wunderschön dunklen Augen...am Ende unsere Gesprächs hat sie gelächelt,meine Hand gedrückt und gesagt "Danke, wirklich danke"...und ich dachte, es hat ihr vielleicht wenigstens ein wenig geholfen....

Ich weiß selber, dass ich mir Hilfe suchen muss, wenn das nicht aufhört. Wahrscheinlich muss ich erstmal mit dem Direx reden. Aber die sind alle so ignorant, für die ist das abgehakt-gut, mit denen hat sie auch nicht geredet. Aber ein Kollege hat die Woche zu mir gesagt was denn los sei ich würde so traurig wirken, etwa immer noch wegen des Mädchens!?Und ich denke, immer noch!??? Das ist grad mal knapp 4 Wochen her, ich werde sicher lange brauchen um das zu verarbeiten und zu begreifen...und ich habe ehrlich gesagt auch eine scheiß Angst vorm nächsten Mal, wenn sich mir vielleicht nochmal jemand anvertraut.... :-|

E:le~ena


Liebe Elsking!

Erst einmal mein herzliches Beileid, dass Dir das passiert ist :°_ :)*

Aber du darfst Dir wirklich keine Vorwürfe machen. Weisst Du, ich war einmal in einer ähnlichen Situation und kann Deine Belastung durchaus nachvollziehen.

Aber Du musst es so sehen: Dieses Mädchen hatte sich wahrscheinlich schon länger, und vor eurem Gespräch von der Welt verabschiedet. Es stimmt schon, wer wirklich gehen will tut es meist auch und oft ist man dann schon soweit dass auch die schönen Ereignisse, die noch passieren den Entscheid zu gehen nicht mehr behindern.

Du hast diesem Mädchen aber nochmals das Gefühl gegeben, dass sie jemandem vertrauen kann, dass sie jemand beachtet und sie liebvoll behandelt. Dafür war sie Dir auch sicher sehr sehr dankbar. Aber wahrscheinlich hat sie trotzdem schon da den Entschluss gefasst, dass sie ihr Leben nicht weiterführen möchte.

DU hast sie aber trotzdem noch begleitet und bist für sie da gewesen. Versuche Dir dessen bewusst zu sein. Du hättest es höchst wahrscheinlich nicht verhindern können, dass sie das irgendwann getan hätte. Aber Du hast sie am Schluss nicht allein gelassen, im Gegenteil!

Gib Dir diese Zeit der Verarbeitung aber scheu Dich nicht davor, wieder für jemanden da zu sein. Ich finde es toll, dass es noch so einfühlsame Lehrer gibt! :)^

Alles Gute!! :°_ :°_ :°_

CPu.rran


Aber ein Kollege hat die Woche zu mir gesagt was denn los sei ich würde so traurig wirken, etwa immer noch wegen des Mädchens!?

Ohne Worte... Da fällt mir ehrlich gar nichts mehr zu ein! Und sowas nennt sich Pädagoge und darf an unseren Schulen unterrichten... {:(

Weißt du, ich sag ja nichts, wenn ein Krankenhausarzt so einen Spruch von sich gibt, aber für die sind solche Vorfälle etwas beinah alltägliches. Wie kann man so kaltschnäuzig sein?? :°(

Schön auch, dass die Mutter mit ihrem neuen Lover so viel Spaß hatte und sie nicht einmal bemerkt, dass ihre Tochter Bulimie hat... *seuftz*

"Danke, wirklich danke"...und ich dachte, es hat ihr vielleicht wenigstens ein wenig geholfen....

Ich bin sicher, dass du das auch hast! Sie hat gemerkt, dass es wenigstens einen Menschen gibt, der ihr zuhört und sie ernst nimmt! Nur du kannst nicht alleine das rausreißen, was viele Menschen in ihrem Leben versaut haben, das gelingt teilweise nicht mal Psychologen und die haben genau das studiert.

KsartTofflel8kinxd


Der Schock sitzt bei dir jetzt ziemlich tief, das ist klar. Vielleicht solltest du vorübergehend zu eine Psychologen oder Pfarrer gehen damit du darüber sprechen kannst. Es tut mir echt leid für dieses Mädchen dass es so kommen musste und vor allem für die Menschen die sie geliebt haben. :°( :)-

Zcwack544


etwa immer noch wegen des Mädchens!?

Hallo elskling, diese zwei Worte, die Du so schlimm fandest, mögen in den Augen des Kollegen ganz unschuldig gewesen sein (die Betonung habe ich natürlich nicht gehört); Du hast ihnen eine Bedeutung beigemessen, die sie aus seiner Sicht sicher nicht hatten; mit anderen Worten: Sie sind möglicherweise erst durch Deine Interpretation so schlimm geworden.

Einen Aspekt möchte ich noch beitragen, der diesem Faden bislang fehlt: Du gehst bei Deinen Betrachtungen davon aus, dass Du das Unglück hättest verhindern können. Dazu hätte es eine Situation geben müssen, die Du mit Deinen Werkzeugen Logik, Pädagogik und gesunder Menschenverstand hättest lösen können. Voraussetzung wäre also ein logischer Zusammenhang zwischen dem Umfeld der Schülerin, ihrem Befinden und ihrer Tat gewesen. Den Zusammenhang zwischen Umfeld und dem Leiden der Schülerin konntest Du aufklären. Aber was danach kam, hat wahrscheinlich sehr wenig mit Logik zu tun und war für Dich - völlig nachvollziehbar - deshalb auch nicht vorhersehbar, nicht einmal erahnbar. Wir kennen nur das Resultat, dass sich nämlich 15% unserer depressiven Mitbürger das Leben nehmen. Ich hatte schwere Depressionen mit Suizidgedanken, habe abergerade noch die Kurve bekommen. Meine Erfahrung (weiß nicht, ob die repräsentativ ist) kleide ich gerne in folgendes Bild: Du stehst bei Flut in der Nordsee, das Wasser steigt bis zum Hals und immer weiter, die Strömung reißt den Sand unter Deinen Füßen weg und Du "weißt", was schicksalshaft auf Dich zukommt: In wenigen Minuten reißt es Dich weg, Du ertrinkst und kannst nichts dagegen tun. Mit diesem Bild versuche ich klarzumachen, dass dem keine bewußte Entscheidung vorangehen muß, sondern Du bist, geschwächt durch die vorangegangenen Erlebnisse, nicht der Handelnde, sondern Spielball der Gewalten. Du suchst also nicht den Freitod, sondern Du "wirst geselbstmordet". Eine Korrektur, wenn die Situation so weit fortgeschritten ist, ist nur denkbar, wenn die Umgebung entsprechende Signale aufnimmt - aber wenn keine solchen Signale empfangen werden (und ein guter Teil der Menschen, die sich das Leben nahmen, haben sicher keine solchen Signale ausgestrahlt), ist niemandem ein Vorwurf zu machen.

Ich wünsche Dir, dass Du mittelfristig Deine Ruhe wieder findest. :)*

s}cwulplie


:)z Guter Beitrag !

Meine Meinung :Ich denke,dass selbstmordgefaehrdete Jugendliche oft Bezugspersonen (Eltern ) haben,welche die Signale nicht sehen wollen oder koennen ,die Signale haeufig nicht ernst genug nehmen und nichts veraendern wollen.

Diese Bezugspersonen sind oft sehr mit ihren eigenen Problemen beschaeftigt.

Viele Eltern brauchen das Gefuehl:Ich war doch eine gute Mutter oder Vater und koennen Kritik an ihrer Person nicht zulassen..Oft geben sie dem Kind fuer vieles die Schuld (obwohl es meistens nix dafuer kann ).Leider fuehlen sich dann viele Jugendliche tatsaechlich schuldig und minderwertig.

Der Selbstmord passiert oft aufgrund eines inneren unbewussten Leidensdruckgefuehls und dem Gefuehl der Auswegslosigkeit fuer die eigenen Probleme.Ausser dem Tod koennen sie keine andere Loesung fuer ihre Probleme sehen..

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