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Ekel vor Gemüse

FnreudeRnukind1x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forumsgemeinde!

Der Titel sagt es ja schon: Ich esse kaum Gemüse, weil mich schon der Gedanke ekelt. Es gibt einige wenige Sorten, die ich gerne esse und auch einige wenige, die mir nicht schmecken, aber hauptsächlich kann ich es einfach nicht essen. Dabei weiß ich nicht mal, ob es mir schmeckt oder nicht, weil ich es noch nie probiert hab. Also, als Kind halt, aber da kann ich mich nicht mehr erinnern ^^. Ich weiß, das klingt total seltsam, aber das ist schon lange so, meine Mama meint, irgendwann hab ich von einem Tag auf den anderen gesagt, ich ess jetzt kein Gemüse mehr. Sie hat es für eine Phase gehalten, meine damals beste Freundin hatte das auch, aber ich kann es nicht mehr ändern.

Kennt das vielleicht jemand? Oder, noch besser, hat einen Rat, wie ich mich überwinden kann?

Antworten
SGamle-ma


Was ekelt dich denn daran? Der Geschmack, das Gefühl?

MWara3n33


Kennt das vielleicht jemand?

Also nicht so extrem wie bei dir, aber meine Mutter hat mich früher immer dazu "gezwungen" gekochte Karotten zu essen...ich fand das immer so ekelig {:( Aber ich musste da immer durch...ich verstehe nicht wie man freiwillig sowas essen kann. Roh schon, aber nicht gekocht. :|N

F{reuIdenk]indY10


Was ekelt dich denn daran? Der Geschmack, das Gefühl?

Ich weiß es gar nicht so genau. Irgendwie mehr die Vorstellung, in meinem Kopf ist das vollkommen klar, dass Gemüse eklig ist. Dabei gibt es ganz viele Sorten, von denen ich gar nicht wirklich weiß, wie sie schmecken. Ich ess gern Kartoffeln, Paprika (roh), Pilze, Mais, Avocado und Salat. Tomaten mag ich passiert, weil ich das Gefühl von ganzen Tomaten nicht mag und Gurken ess ich als Gewürzgurken. Das war's aber auch schon so ziemlich. Es ist wirklich einfach die Vorstellung, weil das in meinem Kopf so fest steht und ich, wenn ich versuch, es trotzdem zu essen, einen richtig körperlichen Widerwillen hab, ich könnt dann kotzen.

@ Mara

Naja, aber so wie du das beschreibst, das ist ja normal, würd ich sagen ;-)

Sbaml/emxa


Aber wenn du gar nicht weißt, wie sie schmecken, wieso probierst du sie nicht einfach? Ein klitzekleines Stück?

FEreude6nkindx10


Weil ich das eben nicht hinkrieg, das ist ja mein Problem. Ich kann mich einfach nicht überwinden, ich könnt dann wirklich kotzen, weil ich so blockiert bin. |-o

FJreude:nkinxd10


Ach so, ich hätte vielleicht noch dazu schreiben sollen, dass ich als Teenager m.M.n. eine Essstörung hatte oder zumindest kurz davor war. Ich hab einfach immer (viele) Süßigkeiten, v.a. Schokolade, gegessen, wenn es mir schlecht ging. Das hab ich in den Griff bekommen, aber das Gemüseproblem leider nicht.

SLamclema


Ich denke, du solltest dir professionelle Hilfe hören, nicht dass das ne Essstörung wird.

mYaLrikas stxern


ist "kein gemüse mögen" tatsächlich eine eßstörung :-o

sie isst doch so einiges von den gängigen sachen und eigentlich ist doch in den meisten gemüsesorten alles mögliche an vitaminen drin, so dass man nicht alle essen muß, um das ganze spektrum abzudecken. und obst gibt es ja auch noch.

alle paar jahre kommt dann mal was neues dazu, weil man es einfach auf den teller geklatscht kriegt und gut ist.

SnamFlemxa


Nein, nicht das "nicht mögen". Aber das "kotzen, wenn ich es probiere" schon eher.

MXaerxad


Isst du denn Obst? Ich meine nur wegen den Vitaminen, dass du da gut versorgt bist. Einige Sorten isst du ja, wie ich gelesen habe. Man muss ja nicht alles mögen oder auch versuchen wollen. Ein Bekannter von mir isst aus Trotz kein Gemüse UND kein Obst. :-o Er sagt immer, dass sei nicht männlich, das essen nur Frauen. :|N ":/ %-| Naja....er ist halt so.

Er scheint sich selber ansonsten nicht sehr männlich zu finden, wenn er so argumentiert. ;-D Er hat also keine generelle Abneigung, er trotzt halt rum wie ein kleiner Bengel. Resultat aus 37 Jahre obst- und gemüsefreiem Leben: Schwerste Vitaminmangelsyndrome und chronische Erkrankungen bis zum Abwinken. (bewegen tut er sich übrigens auch nicht, ist wohl auch nicht "männlich" genug ;-D )

Ich denke, wenn du darauf achtest, dass du genügend Obst zu dir nimmst und somit im Endeffekt gesund bist, dann würde ich mir nicht soviele Sorgen machen. :)_

sychnFateteSrgusxche


Freudenkind10

Es ist wirklich einfach die Vorstellung, weil das in meinem Kopf so fest steht und ich, wenn ich versuch, es trotzdem zu essen, einen richtig körperlichen Widerwillen hab, ich könnt dann kotzen.

Herzlichen Glückwunsch! Du funktionierst ganz normal.

Der Brechreiz ist eine Reaktion auf den Ekel. Und der entsteht im Kopf. Wenn Du versuchst, etwas zu essen, das diese Reaktion in Dir auslöst, wirst Du die Abwehr nur trainieren und verstärken. Überwinden wirst Du den Ekel auf diese Weise nicht.

Du kannst aber an der Quelle ansetzen, im Kopf. Das wird nicht einfach sein und wahrscheinlich professionelle Hilfe erfordern. Du bist mit diesem Problem nicht allein. Deshalb gibt es Menschen, die sich intensiv damit beschäftigen und das zu ihrem Beruf gemacht haben. Ein Therapeut wird Dir helfen, die Verknüpfung zwischen dem Gedanken an Gemüse und einem ekelerregenden Gedanken zu finden und neu zu setzen.

Dazu wird es eventuell notwendig sein, ein Erlebnis in Deiner Kindheit neu zu bewerten. Vielleicht hattest Du es gemeinsam mit der Freundin. Oder Du hast eine Aussage von ihr für Dich als Wahrheit übernommen. Durch eine korrigierte Zuordnung wird nicht mehr der Ekel erzeugt, und damit auch kein Brechreiz. Auf diese Weise musst Du nicht für jedes Gemüse einzeln ackern, sondern kannst mit der Beseitigung der Wurzel des Ekels alle genießen.

F<reudeTnkindx10


Erst mal danke für die ganzen Antworten @:)

Obst esse ich, ja, und auch ansonsten recht ausgewogen, bis auf diese Sache eben. Mich stört in erster Linie auch mehr, dass es mir peinlich ist, nicht dass ich Angst vor einer Unterversorgung hab. Die Gemüsesorten, die ich (mittlerweile) esse, müsste ich noch öfter in meinen Speiseplan einbauen, das ist noch etwas ungewohnt und ich denk oft einfach nicht dran, weil ich so dran gewöhnt bin, kein Gemüse zu essen |-o Aber ich finde es einfach peinlich, wenn ich auswärts oder allgemein mit mehreren Leuten esse, auch wenn es dann z.B. jemandem auffällt und derjenige nachfragt, warum ich denn nie Salat nehm bspw. (in unserer Mensa gibt es leider meistens nur schon fertigen Salat mit eben lauter Sachen, die ich nicht mag). Oder Blattsalate ess ich noch nicht so lange und dann kam von einer Verwandten gleich ein blöder Spruch, so nach dem Motto, ob ich mich denn mittlerweile eingekriegt hätte und wow, ich ess jetzt ja Salat....

Professionelle Hilfe, puh, ich weiß nicht ":/ ":/

Mwa^eraxd


Verwandte neigen eben zu dummen sprüchen, egal in welcher Lebenslage. Ich wette, wenn du Gemüse essen würdest, dann hätten sie ein anderes Thema auf dem sie rumhacken. Da wäre eher professionelle Hilfe für die Verwandten angebracht. Sie sollen sich um ihren eigenen Kram kümmern. Gib nicht soviel auf die Sprüche anderer, leb dein Leben so wie du es möchtest. Ich sehe an deiner Art und Weise nichts peinloiches.

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