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Blockade lösen – wie??

L_ise?lo8txtee hat die Diskussion gestartet


Ich habe eine Blockade, also eine Art Zwangsverhalten. Was gibt es denn so für Möglichkeiten an so was ran zu gehen. Psychotherapie hatte ich schon und Hypnose kommt nicht in Fage. Pfanne auf den Kopf haun will ich nicht.

Bitte ernste Antworten ;-)

Antworten
LWis`elottxee


Keiner da mit Blockaden oder besser noch gelösten?

wlan?tmaixl


Mit Blockaden ist es wie mit Höhenangst. Gewöhne Dich langsam – zu dem beispiel – an eine höher gelegter trottoir, dann an eine bahnsteigkante, dann trink eine Tasse Kaffe auf der 2er Klappleiter sitzend, dann auf der Haushalsleiter,.... Am schluss gehst Du über eine hohe Brücke und guckst runter, wie wenn nichts wär.

Kommt natürlich auf die Art der Blockade an, da hast Du ja nichts geschrieben.

s6chnatqteArguschxe


Warum kommt Hypnose nicht in Frage? Was hat die Psychotherapie gebracht?

LWiUseloOttexe


Also Hypnose habe ich mal versucht und da ging es mir miserabel und ein Therapeut meinte auch es sei Gift für mich. Die Begründung weiß ich leider nicht mehr. Die Analyse hat vieles und vielleicht sogar fast alles aufgedeckt was schief lief in der Kindheit und ich verstehe auch, dass ich diese Muster heute noch aufrecht erhalte. ABER: Ich merke nun, dass ich diese Muster nur sehr schwer oder vielleicht gar nicht alleine durchbrechen kann. Ich habe vor ein paar Tagen in einem Gespräch mit einer Gruppe herausgefunden, dass ich einfach immer denke helfen zu müssen (dieses Thema war ja schon in einem anderen Thread). Da es aber wie ein Zwang ist und mir früher wohl das Überleben sicherte , komme ich aus dem Muster alleine nicht raus. Kaum bin ich mit einem Menschen alleine, kümmere ich mich und lasse mich als Therapeutin missbrauchen und wenn der andere geht fühle ich mich elend. ICH selbst führe es aber vermutlich immer ein. Und somit habe ich mich ja auch ganz von der Aussenwelt zurückgezogen und dafür bin ich noch etwas jung, aber ich schaffe es alleine glaub ich einfach nicht. Ich fühle da eine Blockade , die man da vielleicht lösen kann. Oder ist mit der Erkenntnis im Rahmen der Analyse die Blockade eigentlich schon gelöst? Bin überfordert. So ist mein Leben NICHT lebenswert und ganz allein kann kein Mensch leben. Die Analyse ist übrigens auch schon 10 Jahre her und deshalb werde ich langsam ungeduldig, denn ich habe auch nur dieses eine Leben und es ist der reinste Horror.

s+chnatAtergusxche


Solche Muster lassen sich nur schwer auflösen. Denn wir haben keinen direkten Zugriff darauf. Irgendwann mußten diese Handlungen mal sein. Anfangs war es eine Arbeit. Dann kam die Übung. Und später ist es einfach so passiert.

Dabei wird ein Ablauf, eben dieses Muster, im Bewußtsein trainiert, und dann ans Unterbewußtsein abgegeben. Das entzieht sich dem bewußten Zugriff. Um solche Blockaden aufzulösen, kann man sie aber durch andere, korrigierte Muster ersetzen. Also das Gelernte umlernen. Das ist schwieriger als neu zu lernen. Aber schwierig heißt nicht unmöglich.

Hast Du es schon einmal erlebt, dass Du einen Film angesehen und anschließend davon geträumt hast? Die Frage klingt vielleicht zusammenhanglos. Ich suche damit einen Weg, Dir eine mögliche Lösung zeigen und erklären zu können.

jTohawnn~a-mxarie


Liebe Lieselottee, eines hast Du ja schon erkannt - überfordert, so ist Dein Leben nicht lebenswert, ganz allein kann kein Mensch leben. Das ist das erste, woran Du arbeiten musst. Ergreife die Initiative, such Dir eine Gemeinschaft (Sportgruppe, Wandergruppe, Singegruppe o.ä.) und tu dort etwas für DICH. Lass Dich niemals von anderen missbrauchen, helfe anderen, wenn sie Dir helfen. Du bist schon auf einem guten Weg, aber Du musst den "inneren Schweinehund" besiegen und selbst etwas tun, nicht darauf warten, dass irgend jemand etwas für Dich tut. Lass andere gaaanz langsam auf Dich zukommen und wenn Du meinst, dass sie gut für Dich sind, dann halte den Kontakt. Alles Gute für Dich. :)_

L}isGelotxtee


Um solche Blockaden aufzulösen, kann man sie aber durch andere, korrigierte Muster ersetzen. Also das Gelernte umlernen

Ja zum Glück glaube ich da eben auch fest daran, sonst hätte ich schon längst aufgegeben. Ich dachte, wenn ich es nun weiß kann ich handeln und war noch bis vor dem Treffen mit der Gruppe sehr positiv. Nur was da wieder passiert ist: Ich bin voller Energie hin und wäre am liebsten auf allen Vieren heim gefahren. Und was ich eben noch gemerkt habe, dass die Menschen nur einen Teil dazu tun und mich missbrauchen (ich hasse sie dafür schon lange). ABER ich lade sie immer dazu ein und DAS kann ich nicht beenden. Es ist wie ein Zwang und ich glaube nun nicht mehr daran, dass ich es alleine auflösen kann mit purem Wissen und Willen bzw. ich habe es ja gerade erst wieder gemerkt und würde nun deshalb 2011 gleich ganz daheim bleiben.

Hast Du es schon einmal erlebt, dass Du einen Film angesehen und anschließend davon geträumt hast?

Ja so was kenne ich gut. Ich bekomme auch in Träume oft gute und hilfreiche Botschaften, aber es hilft mir alles nicht um das Trauma zu kurieren. Denkst Du Traumarbeit oder so was kann helfen? Ich habe da eine Therapeutin gefunden. Sie ist allerdings nur Heilpraktikerin und ich finde es immer gefährlich nicht ausreichend ausgebildete Menschen an einen ran zu lassen. Also ich denke es kann da auch was ganz schief daneben gehen, wenn man zu sehr rumwühlt im Unterbewussten. Da ich aber nun so fast alles ausprobiert habe bin ich mit meinem Latein am Ende.

sVchnatEtergcusche


Nur was da wieder passiert ist: Ich bin voller Energie hin und wäre am liebsten auf allen Vieren heim gefahren. Und was ich eben noch gemerkt habe, dass die Menschen nur einen Teil dazu tun und mich missbrauchen (ich hasse sie dafür schon lange). ABER ich lade sie immer dazu ein und DAS kann ich nicht beenden.

Drei Gedanken: Hingehen, was sie tun, warum sie es tun. Jetzt denk die mal in umgekehrter Reihenfolge. Wenn Du aufhörst, Dich als Energiefass ohne Boden anzubieten, werden sie Dich auch nicht missbrauchen. Und Du kannst gefahrlos hingehen.

Sie missbrauchen Dich gar nicht. Sie nehmen nur, was Du ihnen zu geben bereit bist. Es fällt Dir aber zum Glück schwer, Dich selbst zu hassen. Deshalb projizierst Du den Hass auf andere Leute. Und da liegt der Hase im Pfeffer! Ganz tief drin in Dir ist etwas, das weiß, dass Du diesen Leuten damit Unrecht tust. Der Hass auf andere Menschen verletzt Deine eigene Seele. Jede neue Verletzung, die durch andere Menschen und die durch Dich selbst, ruft neue Blockaden hervor. Manchmal in den Menschen, die Du hasst. Aber immer in Dir selbst. Hass ist selbstzerstörerisch!

Es ist wie ein Zwang und ich glaube nun nicht mehr daran, dass ich es alleine auflösen kann mit purem Wissen und Willen bzw. ich habe es ja gerade erst wieder gemerkt und würde nun deshalb 2011 gleich ganz daheim bleiben.

Tu Dir das bitte nicht an! Wenn Du Dich verkriechst, kannst Du Deine Verletzungen auf niemanden mehr projizieren außer Dich selbst. Denn was bleibt sind doch diese Muster in Deinem Unterbewußtsein. Wenn Du die aber auflösen kannst, dann kannst Du gefahrlos mit Dir allein oder mit vielen Leuten zusammen sein. Ganz nach Lust und Laune, aber immer als schönes Erlebnis.

Ich bekomme auch in Träume oft gute und hilfreiche Botschaften, aber es hilft mir alles nicht um das Trauma zu kurieren. Denkst Du Traumarbeit oder so was kann helfen?

Von Traumarbeit weiß ich zu wenig, um mir ein Urteil erlauben zu können. Ich wollte mit meiner Frage etwas anderes erfahren, und das hast Du mir ausgezeichnet beantwortet. :)_ Du hast solche Erfahrungen, und ich muss da nicht so weit ausholen.

Wenn Dich ein Film so sehr beschäftigt, dass Du auch im Einschlafen nicht loslassen kannst, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du irgendetwas träumst, das damit im Zusammenhang steht. Denn in der Einschlafphase wechselt der Bewußtseinszustand. Das wird nach Frequenzbereichen eingeteilt, die sich im EEG messen lassen. Man kann sich das einfach als Grundrhythmus der Gehirnaktivitäten vorstellen.

Im normalen Wachzustand befindet sich das Bewußtsein im Beta-Zustand. Die Hirnfrequenz liegt zwischen 13 und 21 Hz. Beim Einschlafen sinkt die Frequenz auf 8 bis 12 Hz. Das ist der sogenannte Alpha-Zustand. Dabei ist die Wahrnehmung etwas verlangsamt, und man entspannt sich. Im unteren Frequenzbereich vermischen sich dann auch mal Realität und Traum. Wenn die Frequenz weiter sinkt, erreicht man den Theta-Zustand mit 3 bis 8 Hz. Da ist das Bewußtsein fast völlig ausgeschaltet, und das Unterbewußtsein übernimmt die Kontrolle. Das ist der Bereich, auf den ich gleich zurückkomme. Nur zur Vollständigkeit: Es gibt noch den Delta-Zustand unter 3 Hz. Den erreicht man phasenweise im Tiefschlaf. Und oberhalb von 13 Hz liegt der Alarm-Bereich. Den empfinden wir als Stress.

Beim Übergang von Beta über Alpha zu Theta kann man solche blockierenden Muster im Unterbewußtsein überlagern. Und das kramt auch aus seinem reichen Fundus die Lösung für Aufgaben hervor und übergibt sie ins Bewußtsein. Du empfindest das als Botschaften. Das kann man sicher so sehen. Botschaften aus dem Unterbewußtsein, aus dem Ich. Es ist alles schon in uns drin. Wir müssen nur noch den Zugang finden. Dafür gibt es viele Wege.

Eine alte Volksweisheit besagt, dass man etwas besonders gut lernt, wenn man das Buch unter das Kopfkissen legt. Heute lächeln viele darüber. Denn sie nehmen es wörtlich. Wenn man sich aber beim Einschlafen mit etwas beschäftigt, merkt man es sich tatsächlich schneller. Man nimmt also den Gedanken mit in den Schlaf bzw. kommt nicht mehr dazu, das Buch ins Regal zu stellen. Es landet unter dem Kopfkissen.

Das Nachtgebet hatte ursprünglich eine ähnliche Bedeutung. Man konnte den Tag Revue passieren lassen und sich daran freuen, was man geschafft hatte. Und man hat vielleicht Wege gefunden, etwas noch besser zu machen.

Manche Menschen verwenden Affirmationen, um etwas in sich zu verändern.

Alle diese Methoden haben eine Gemeinsamkeit. Sie verbinden bewußte Gedanken mit der Einschlafphase. Es geht dabei um eine Art gezielter Programmierung des Unterbewußtseins. Dabei werden Denkmuster neu angelegt oder alten, blockierenden überlagert.

Eine Methode, die mir ausgezeichnet geholfen hat, ist die Meditation. Dabei hilft mir entsprechende Musik, mich in den Alpha- oder noch besser in den Theta-Zustand zu begeben. Allerdings musste ich erst einen falschen Glauben ablegen. Unter Meditation hatte ich mir früher vorgestellt, dass ich an nichts denken dürfte. Aber das ist Quatsch. Man kann nicht an nichts denken. Spätestens wenn man sich daran erinnert, denkt man an etwas. Meditation heißt gerade im Gegensatz dazu, in der möglichst tiefen Entspannung nachzudenken. Nachdenken in dem Sinne, dass man die Gedanken nicht einfach stehenläßt, sondern sie prüft und weiterdenkt.

Meditation sollte man nach meiner Überzeugung unter Anleitung beginnen. Das kann ein Buch darüber sein, oder ein Mensch, der darin erfahren ist. Aber dann kann man sie auch allein weiterführen. Für mich ist sie inzwischen alltäglich geworden. Die entsprechende Entspannung kann ich heute in wenigen Sekunden erreichen. Das macht mich weitgehend stressresistent. Und auf Angriffe reagiere ich gelassen. Mich kann niemand mehr "aussaugen". Ich bestimme selbst, wieviel ich geben kann.

Hast Du noch Kontakt zu dem Hypnotherapeuten? Mir ist heute immer wieder durch den Kopf gegangen, dass er sagte, Hypnose sei Gift für Dich. Im ersten Moment dachte ich, er sei ein Spinner. Aber seit dem Nach-Denken ;-) halte ich ihn für einen sehr verantwortungsvollen Menschen. Er hat wohl erkannt, dass die Hynose Dinge aus Deinem Unterbewußtsein ins Bewußtsein holen würde, um dort verarbeitet werden zu können. Aber er hat auch die Gefahr einer Retraumatisierung beachtet. Das macht ihn in meinen Augen vertrauenswürdig. Vielleicht kann er Dir auch bei der Meditation helfen.

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