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Homosexuelle Neigungen als Kind?

S:ci:pioxno hat die Diskussion gestartet


Ich bin 17 männlich und als Kind habe ich mich das erste Mal in der Grundschule zu einem Jungen hingezogen gefühlt. Auch danach habe ich mich des Öfteren zu anderen Jungen hingezogen gefühlt, wenn nicht mich sogar verliebt, bis ich 14 war. Ich verspürte bei diesen Gefühlen eine große Angst und Verunsicherung. Ich habe mich geschämt für diese Gefühle und wegen meines Glaubens (katholisch natürlich), wo man ja lesen kann, dass Homosexualität eine Sünde ist in der Bibel usw. hat mich das weiter sehr belastet. Außerdem hat mein Vater abfällig über Homosexualität gesprochen und hatte einen richtigen Hass auf sie. Ich folgerte somit als Kind, wenn es auch nur im Unterbewusstsein war, dass wenn ich homosexuell bin mein Vater mich hasst und dies zeigte sich auch, da ich ihm immer etwas beweisen wollte und mich nie gut genug gefühlt habe. Dann auf dem Gymnasium war da ein Junge, der mich immer anmachte und ich machte teilweise mit. Meist lehnte ich es aber ab und ich verspürte große Angst dabei. Er hatte dann später (7.Klasse) eine Freundin und als ich das erfuhr, war ich sehr traurig.

Doch dann änderte sich mit dem Beginn der Pubertät plötzlich alles. Ich begann mit der Selbstbefriedigung, bei der ich anfangs auch sehr an Schuldgefühlen litt, die natürlich unberechtigt waren. Ich kam ins Grübeln wegen meiner sexuellen Orientierung und schaute nur "heterosexuelle" Pornos und Bilder an. Auch dabei hatte ich natürlich Schuldgefühle -.-

Die letzten 2-3 Jahre hatte ich kaum noch Gefühle zu Jungen und ich begann mich immer mehr für Mädchen zu intressieren, die ich früher eigentlich kaum beachtete, obwohl manche in mich verliebt waren. Obwohl ich als Kind auch schon einmal in ein Mädchen verliebt war.

Die Angst, doch schwul zu sein ohne es zu wissen bzw. das es sich wieder so leicht ändern kann quält mich sehr. Ich habe persönlich nichts gegen Homosexuelle, aber ich könnte es nicht ertragen, homosexuell zu sein. Ich kann es einfach nicht akzeptieren von heute auf morgen, wenn ich es jahrelang abgelehnt habe, ich glaube dann wäre eine Therapie von Nöten. Aber das Komische (im guten Sinne) ist ja, dass es sich geändert hat.

Nun habe ich folgende Fragen:

1. Kann man schon als Kind homosexuell sein?

2. Kann sich die sexuelle Orientierung von Kind – >Pubertät – >Erwachsener ändern?

Wenn nein: Kann ich die homosexuelle Neigung verdrängt haben?

Ich bin dankbar für jeden Rat :)^

Antworten
mXarik`a sxtern


ich glaube nicht, dass sexuelle neigungen etwas sind, was festzementiert ist und das ganze leben lang von geburt bis zum tod immer gleich ist. des weiteren glaube ich nicht, dass man liebe unter kindern mit der unter erwachsenen vergleichen kann. da spielen ja ganz andere faktoren eine rolle. viele junge mädchen sind zum beispiel das erstemal in frauen verliebt, weil das eine person ist, die sie bewundern und die weniger "gefährlich" ist als männer.

bBiVrdhoxuse


ich will mich hier jetzt nicht als allwissend auftun aber ich glaube schon sehr stark das du es nur zu verdrengen versucht...

Ich bin selbst erst 16 jedoch schwul und ich kenne das mit der streng katholischen erziehung und den eltern...

Wenn du schon als kleiner junge dich zu anderen jungen hingezogen gefühlt hast und jetzt nicht mehr ist aber auch kein zeichen das du nicht bzw nichtmehr schwul sein könntest.

da währe wohl eine Therapie nötig

kein mensch kann homosexuallität therapieren du wirst höchstens depresiv oder du schaffst es mit einer frau eine beziehung einzugehen und dein restliches leben traurig zu sein.

soo das war dann mal meine meinung nimm es nicht zu ernst und lebe so wie es dir gefällt und nicht wie es dir vorgelebt wird ;-D

M!auri7c:eBLxN


Man kann sicher nicht sagen, ob man als Kind bereits homosexuell ist. Oft ist es aber so, dass diese Richtung schon früh vorgegeben ist und sich auchnicht ändert. Das ist aber nicht bei allen so. Andere erleben ihr inneres coming out sogar erst mit z.B. 30, wenn sie schon Familie und Kinder haben. Dann ist es oft viel schwerer damit klar zu kommen, als wenn man noch jünger ist.

Ob du schwul bist oder nicht, dass kannst nur du allein beantworten. Lebe doch einfach das aus, was dir gefällt. Egal ob Männer oder Frauen. Du brauchst doch nicht jetzt schon "Angst" zu haben, dass du mal schwul sein könntest.

Wobei ich sagen muss, dass man das mit 17 meist schon weiß oder wenigstens ahnt, auf welches Geschlecht man steht.

S{cikpi.onxo


@ Marika Stern:

Das denke ich auch und habe ich schon öfter mal im Internet gelesen.

@ birdhouse:

Aus dem Verdrängen ist eine Abneigung dagegen entstanden; das ist mir durchaus bewusst. Ich müsste eine Therapie machen, um die ganzen Erlebnisse aufzuarbeiten und dass das nicht schlecht war, was ich gemacht/gefühlt habe. Auch muss mir klar gemacht werden, dass Homosexualität nichts Krankes usw. ist. Vielleicht stellt sich dann sogar raus, dass ich homosexuelle Neigungen habe, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich komplett schwul bin, wenn ich eine Frau einfach viel attraktiver finde als einen Mann und mir nur eine Beziehung mit einer Frau vorstellen könnte.

@ MauriceBLN:

Die Blockade mit dem gleichen Geschlecht etwas auszuprobieren ist bei mir viel zu stark und ich denke, wenn es dazu kommen sollte, würde es mir noch schlechter gehen. Ich bin mir eigentlich sicher, dass ich jetzt auf Frauen stehe, aber mich belastet es, dass das früher (als Kind) nicht so war...

m@arik2a xstern


als kind mochte ich auch gummibärchen, kinderkarusells und barbiepuppen. dennoch belastet es mich nicht wirklich, dass ich das jetzt mit dreißig alles doof finde ;-D.

vielleicht interpretierst du da einfach nur zu viel rein?

S[cipyiono


Schon klar, dass dich das nicht belastet. Du hast ja nichts Falsches dabei gefühlt, wie du es gemocht hast.

Ich fand als Kind auch viele Dinge toll, die ich jetzt nicht mehr toll finde...

Ksleio


Scipiono

Ich verspürte bei diesen Gefühlen eine große Angst und Verunsicherung

Warum?

Ich habe mich geschämt für diese Gefühle und wegen meines Glaubens (katholisch natürlich), wo man ja lesen kann, dass Homosexualität eine Sünde ist in der Bibel usw. hat mich das weiter sehr belastet.

Wo soll das stehen? Hast Du das irgendwo in der Bibel nachlesen können?

Außerdem hat mein Vater abfällig über Homosexualität gesprochen und hatte einen richtigen Hass auf sie.

Das ist natürlich kein Vorbild für ein Kind. Sieht das Deine Mutter auch so?

Ich folgerte somit als Kind, wenn es auch nur im Unterbewusstsein war, dass wenn ich homosexuell bin mein Vater mich hasst und dies zeigte sich auch, da ich ihm immer etwas beweisen wollte und mich nie gut genug gefühlt habe.

In der Regel ändert sich das und je älter man wird, umso selbstbewusster wird man und nabelt sich von den Eltern ab.

1. Kann man schon als Kind homosexuell sein?

Man ist, was man ist und das ist man somit auch schon als Kind. Bei Dir hört es sich allerdings eher nach Bisexualität an. Es kann nur sein, das manche nicht wahrhaben wollen, was sie sind.

Wenn nein: Kann ich die homosexuelle Neigung verdrängt haben?

Das kann natürlich auch sein.

moari7ka Bste=rn


kleio, du weißt, dass ich dich und deine ansichten sehr schätze aber bei der "man ist, was man ist"-sache stimme ich dir nicht wirklich zu, gerade bei sexuellen neigungen nicht. da kann sich im laufe des lebens soviel ändern und dabei rede ich nicht von irgendwelchen unterdrückten sachen oder so, sondern einfach nur so.

weil man das eine ausprobieren wollte und dann genug ausprobiert hat zum beispiel. da von einer schon in der kindheit festzementierten sache zu sprechen finde ich ähnlich absurd, wie davon auszugehen, dass die vorliebe für französischen käse oder punkmusik schon immer in einem drin wäre.

KVleixo


marika stern

weil man das eine ausprobieren wollte und dann genug ausprobiert hat zum beispiel.

Ich sehe keinen Widerspruch, was auch okay wäre. Dass es Ausprobierphasen gibt, durch Erziehung gewisse Neigungen ignoriert werden, etc. etc. heißt für mich nicht, dass sich die sexuelle Neigung ändert. Die ist von Geburt an so gegeben, wie sie ist. Damit ist nicht gesagt, dass jemand sie auch sofort auslebt, sie so anerkennt, etc. Ganz im Gegenteil. Daraus entstehen ja solche Konflikte. Das heißt ja nicht, dass sie einem sofort bewusst ist - manchen ist vieles nie bewusst.

da von einer schon in der kindheit festzementierten sache zu sprechen finde ich ähnlich absurd, wie davon auszugehen, dass die vorliebe für französischen käse oder punkmusik schon immer in einem drin wäre.

Es steht Dir frei, es absurd zu finden. Ich sehe es tatsäch auch hier so, natürlich nicht nur die sexuelle Neigung, sondern auch die Vorliebe für französischen Käse. ;-) Wo soll sie denn herkommen, wenn die Neigung nicht da ist? Ich z. B. habe eine Abneigung gege Käse. Ich kann es noch so oft probieren, so schmeckt es mir ganz einfach nicht. Das ist nicht "erlernbar". Ich kann mich überwinden, ich kann es probier, ich kann mich auch dazu täglich zwingen. Deswegen wird aus meiner Abneigung keine Neigung.

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