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Ordentlicher Mensch gefangen im Körper von unordentlichem Mensch

D[DxM


So böse es klingt, aber ich würde mal sagen, du bist unfähig dich selbst zu organisieren.

Du hast einfach keinen Überblick. Du kannst den Blick nur auf einen ganz kleinen Bereich legen und dort rumwursteln und das wars.

Ein Gewürzregal nach Namen oder so zu sortieren ist nicht schwer, kann aber auch viel Zeit unter Umständen in Anspruch nehmen. In der Zeit musst du dir aber nicht überlegen, wie du evtl. was anderes wirklich sinnvoll aufräumen könntest.

Du drückst dich quasi vor dem echten aufräumen und sagst dir selbst, ich hab ja was anderes "aufgeräumt".

Das gleiche mit den Bohraufsätzen. Die Dinger sind schon drin ... völlig egal wie. Wenn ich sie brauch, muss ich sowieso schaun welcher denn genau passt. Also muss ich meistens eh mehrere rausziehen, probieren und den Rest wieder reinräumen.

Das andere Werkzeug aber liegt rum, man kann nirgends hingehen ohne drüber zu fallen ... das wäre wirklich sinnvoll zum aufräumen. Und dafür genügt es, wenn ich das Werkzeug nehme und zusammenlege. Wenn ich es am nächsten Tag eh wieder brauche, muss ich sowieso schaun, was ich brauche. Und ob das jetzt nach Namen, Größen oder einfach nur zusammengelegt sortiert ist, ist egal.

Schaun muss ich so und so wo es genau liegt. Und obs nun 10cm weiter rechts oder links ist, ist völlig egal.

Und auch wenn ich es nur auf nen Haufen zusammenlege, der eigentlich unordentlich wirkt, hab ich zumindest mal im Raum wieder Ordnung, bzw. besser gesagt Platz geschafft um am nächsten Tag weiterzumachen und dabei Platz zu haben. Hätte ich das nicht gemacht, würde das ganze Werkzeug verstreut im Zimmer liegen und ich muss erstmal was zur Seite schieben wenn ich irgendwo hin will/Platz brauche/was auslegen will ...

Wenn ich jetzt aber das Werkzeug wirklich aufräumen will, weil ich es für ne Woche oder so nicht mehr brauche, dann wären deiner Überlegungen wieder berechtigt(er). Dann kann man sich nen System überlegen, wie man das Werkzeug z.B. im Keller aufhängt oder in bestimmten Fächern in ner Arbeitskiste aufteilt.

Effektiv bedeutet das, räum ich etwas auf, was ich sehr bald wieder brauche, dann kann ich es relativ unsortiert aufräumen. Brauch ich aber etwas lange Zeit nicht mehr, dann kann ich mir nen System überlegen, wie ich das ganze sinnvoll lager, so dass ich es beim nächsten Gebrauch schnell wieder finde und leicht an das gesuchte rankomm.

Bei Gewürzen z.B. würde ich es so machen. Einmal das Regal irgendwie einräumen. Egal wie. Man muss sowieso beim Kochen jedesmal wieder genau schaun, was man braucht und wo es steht. Das was man öfter braucht, hat man irgendwann automatisch drin und was man nicht so oft braucht, muss man genau anschaun. Folglich total egal, ob nach Namen, Größen, Farben, Füllzustand ...

Beim Werkzeug. Renoviere ich nen Zimmer, bau etwas ... räume ich es zur Seite, damit ich am nächsten Tag in Ruhe anfangen kann, ohne das ich über alles drüberfalle bzw. kein Platz habe um z.B. nen Brett auf den Boden zu legen um es zu vermessen. Dabei muss aber nicht alles sauberst eingereiht werden, da ich es ja sowieso wieder auseinander rupfe.

Brauch es aber länger nicht mehr, sortiere ich es in meine Arbeitskiste ein, schon allein, damit ich alles wieder beisammen habe ....

Zum Bett machen: Ich bin ehrlich gesagt auch immer zu Faul es zu machen. Eine Zeit lang hatte ich mir das gleiche gedacht wie du. Warum machen wenn ich abends wieder rein steige. Nun, es geht ja drum, dass das Bett aufgeschüttelt und damit durchgelüftet wird. Hat einfach hygienische Gründe. Leider hab ich mir das jetzt so angewohnt, dass ich nicht mehr drandenke es zu machen ...

jKusjtxMe


Geil dieser Faden ... da erkenne ich einiges wieder !!! Könnte sich auch ähnlich zwischen mir und meiner Frau abgespielt haben.

Bett – das mit dem "wird abends sowieso wieder unordentlich" – könnte von meiner Frau stammen. So exakt Kante auf Kante brauche ich da nicht – aber ausschütteln und Bettdecke wenigstens nach hinten klappen – macht abends viel mehr spaß als einfach mal so rauskriechen und abends in den gleichen Mief wieder rein.

Ehrlich gesagt denke ich einfach, dass es unterschiedliche Arten der Ordnung gibt. Meine Frau legt Netzteile und Kabel in eine Schublade, dass ist ihre Ordnung. Wenn man ein bestimmtes Kabel sucht muß man halt das Knäuel aus der Schublade nehmen und sich das passende suchen. Ich lege die Kabel mindestens ein wenig zusammen, damit sie nicht untereinander verknoten.

Passt nur auf, dass ihr Euch über die Ordnung nicht so streitet, dass "nichts mehr geht".

aH.f1ish


@ DDM

Böse klingt das nicht. Eher richtig und auch nachvollziehbar. Es ist ja nicht so, dass mir die rationale Einsicht fehlt - nur das Fleisch ist schwach und konfus. Konfrontiere mich mit einem unordentliche Raum und alle schönen Überlegungen zur Effienz sind dahin. Ich seh nur noch den Splitter, aber nicht den Balken. Daher meine Frage, wie ich an dieser Wahrnehmung drehen kann.

@ justMe

Wenn man ein bestimmtes Kabel sucht muß man halt das Knäuel aus der Schublade nehmen und sich das passende suchen.

Für Kabelknäule ist hier allerdings mein Mann zuständig. Ich sehe aber ein, dass die Kabel eindeutig eine Übermacht darstellen.

Passt nur auf, dass ihr Euch über die Ordnung nicht so streitet, dass "nichts mehr geht".

Danke, ich denke, das bekommen wir hin. :-)

j}ustxMe


... ach herlich sich hier wieder zu erkennen.

Allein über das Wegwerfen alter Dinge könnte ich Romane schreiben.

Betten machen, das Weglegen von Wäsche, Bücher ins Regal einordnen ...

Das erstaunliche ist eigentlich – meine Frau will Ordnung halten / machen und ich will das gleiche ... legen wir aber zusammen los, dann kommt nichts bei raus und wir streiten uns schon fast.

Ach und dann auch ein Klassiker bei uns. Man öffnet eine Schranktür und kann aber nichts einzeln herausnehmen, da die Fächer (aus meiner Sicht) total überfüllt sind.

*:)

n{ajXanLagxut


Hihi, a.fish, so auf Entfernung klingt das lustig, auch wenns das vermutlich nicht ist, wenn man drinsteckt.

Ich bin eher ein Typ wie dein Mann, ich hab gern so grob Ordnung. Die Ordnung im Kleinen gibts bei mir nur selten, Hauptsache, ich weiß, in welcher Schublade ich wühlen muss.

Kannst du sein System nachvollziehen, wenn du es ganz bewusst versuchst? Also z. B. dich ins Wohnzimmer stellst und versuchst zu sehen, wo Unordnung herrscht?

Oder könnt ihr, wenn ihr gemeinsam etwas aufräumen wollt, vorher klären, wer was nach welchem System angeht?

Falls nicht, halte ich es für zielführender, wenn ihr eure Verschiedenheit als Bereicherung seht. D. h., fürs Grobe ist er zuständig, und du machst die Feinstruktur.

Ich bin immer noch fasziniert von deiner Denkstruktur...

ak.fisjh


Hihi, a.fish, so auf Entfernung klingt das lustig, auch wenns das vermutlich nicht ist, wenn man drinsteckt.

Ach, doch, meistens kann ich meinem Verhalten eine lustige Seite abgewinnen. Wenigstens einer hier bei uns muss ja bei Laune bleiben. ;-)

Kannst du sein System nachvollziehen, wenn du es ganz bewusst versuchst? Also z. B. dich ins Wohnzimmer stellst und versuchst zu sehen, wo Unordnung herrscht?

Ich denke, das ist eine gute Übung. Es gibt Dinge, die fallen mir inzwischen auf, weil ich weiß, dass sie ihn stören. Die sind früher auch völlig unter meinem Radar geflogen, weil sie einfach keinerlei Relevanz für mich hatten. (nur so als kleine Frage zwischendurch: sind wir das einzige Paar, bei dem leere Toilettenrollen Gesprächsbedarf aulösen?)

Also mit einzelnen Dingen funktioniert es offensichtlich. Wenn er mir deutlich sagen würde, wie ein aufgeräumtes Zimmer für ihn aussieht, könnte ich das üben.

Achso, falls ihr euch fragt, wie wir das bisher geregelt haben - das hatte bisher nicht so die Relevanz, weil wir nur drei Räume (+ Küche, Bad) hatten und quasi jeder für einen zuständig war und dem anderen auch nicht reingeredet hat. Da sind die Unterschiede auch schon aufgefallen, aber haben kaum Probleme gemacht. Die "gemeinsamen" Räume (obwohl wir natürlich alle zusammen genutzt haben) Schlafzimmer, Küche, Bad haben irgendwie nie Probleme gemacht. Im Schlafzimmer wird bis aufs Bett nichts unordentlich, in Küche und Bad scheinen wir gleich zu ticken (und da wirds ja auch eher schmuddelig als unordentlich. Beim Durchwischen oder Saugen mach ich nicht so ein Heckmeck. ;-) )

Jetzt haben wir viel mehr gemeinsame Wohnräume, wo sich noch keine Aufteilung der Zuständigkeitsgefühle gebildet hat.

lmonbalxao


Es widerstrebt mir aus tiefster Seele, das Bett ordentlich zu machen, da es ja sowieso wieder unordentlich gemacht wird. Ich empfinde das als ungemein frustrierend; wenn ich etwas ordne, tue ich das mit Bedacht und Mühe und dann soll es auch so bleiben. Das Ergebnis ist ein dauerhaft unordentliches Bett, aber doch nur, weil ich Ordnung einen sehr hohen Stellenwert einräume?

so ist das doch aber mit fast allen dingen, die man aufräumt- man wischt den badezimmerspiegel und bald danach sind schon wieder zahnpastatröpfchen dran. man saugt den staub vom boden weg und es staubt immer wieder ein, man räumt das geschirr in die schränke und bald darauf muss man wieder was rausnehmen, weil man hunger hat. sogesehen macht aufräumen überhaupt gar keinen sinn. ;-)

andererseits ist es ja mit körperpflege genauso: du kannst dich picobello maniküren, pediküren, duschen, haare machen, zahnseide benützen usw- und trotzdem wirst du das alles früher oder später wieder tun müssen. man würde ja auch nicht sagen: zähneputzen brauch ich nicht, weil ich ja ohnehin bald wieder was esse...

es ist wie ein arbeiten gegen das natürliche chaos, das immer von selbst entsteht.

was die blinden flecken betrifft- vielleicht nützt es ja, sich so dinge, die prädestiniert dafür sind, von dir übersehen zu werden, auf irgend eine liste zu schreiben und die dann immer extra durchzusehen?

so wie du das beschreibst ist dein blick auf dinge eher "fokussiert" und dir geht ein bissl dieses "schweifende" ab (also so drüberschauen, einschätzen, was wo getan werden muss und dann die dinge je nach dringlichkeit zu erledigen)...

K9aliAR$HxP


@ a.fish,

Hallo, du klingst echt nett :)z :)_

und ich kann total nachvollziehen, was in dir vorgeht!

Ich mach mein Bett auch nie- wozu auch, zerwühlt man doch eh wieder %-|

ich glaube, du hast total hohe Ansprüche an dich selbst, eine ideale Ordnung herzustellen, die dann auch so bleibt. Und da es meist nicht klappt, denkst du: wozu dann überhaupt noch aufräumen?

Da sag ich: damit man sofort draufloswerkeln kann, ohne immer so doof suchen zu müssen.

Suchen behindert meine Spontaneität.

Schon mein Kinder-Zimmer sah wie ein Handgranatenwurfstand aus, ich hatte deswegen immer viel Ärger, auch noch als Jugendliche.

Ich habe nch der Schule mal ein Praktikum in einem Kiga gemacht. Dort wurden die Spielangebote nach bestimmten Kriterien angeordnet und die Kinder auch zum pfleglichen Umgang mit den Sachen angehalten und angelernt.

die Kriterien:

Vollständig, heile, sauber, einladend und übersichtlich angeordnet, und sofort griffbereit, und in der Nähe des Spieltisches oder-platzes. Und die Kinder wurden dazu angehalten, die Sachen nach Kräften wieder so schön zurückzustellen wie sie aufgefunden wurden, denn andere sollten sich ja auch freuen, so schöne Sachen gleich nehmen zu können. Ordnung, die zum Benutzen einlädt, das hat mir eingeleuchtet!

Davon hab ich selber viel gelernt.

Darüber hab ich immer wieder gebrütet und überlegt, wie ich das auf meine Whg übertragen kann, und ich habs geschafft!

Dabei hab ich mit einzelnen Themenbereichen angefangen. Damals: meine Malsachen. Stifte, Farben, Pinsel, Gläser, Tupftücher, Blöcke, alles in der Nähe des Tisches ins Regal! ... schon mal super :)^ .

Als nächstes packte ich in einem Schuhkarton :=o alle meine Amtsschriebe zusammen. Akten hab ich wie die Pest gehasst, weiter kam ich nicht damit, aber: immerhin ;-) ein Schuhkarton... ;-D

Naja und so gings dann mit meinen damals ausladenden Kosmetiksachen weiter, auch mit den Klamotten.

Drum ist meine Whg angeordnet wie im Kindergarten- aber natürlich ohne Kinderspielzeug ;-) aber nach diesen Prinzipien, die mir total geholfen haben. Klingt verrückt?

Ist aber ein guter Kompromiss zwischen der eigenen inneren Ordnung und einer logischen Organisation, und es sieht meist auch ok aus. Meine Mutter war naklar hell entsetzt, als sie meine Whg irgendwann noch mal sah!

Ein durcheinander wirkender, für mich aber absolut durchorganisierter Mix aus Whg, Werkstatt, Atelier, Nähzimmer, Musik- und Sportzimmer! Und naklar so angeordnet, dass ich jederzeit überall sofort und ohne Suchen dran kann. Meine Bekannten finden das übrigens genial! Selbst mein extra chaotischer Freund x:) x:) x:) x:) hat sich viel abgeguckt!

Versuch, dich von den wunderbr und "für immer perfekt" eingerichteten Ikea Schauräumen zu verabschieden und mache dir eine eigene Ordnung. Da musst du dich halt mit dir selber drauf einigen ;-) doch das geht einfach, wenn du einfach nur guggst, was für Gewohnheiten du so hast.

Überleg, was genau du wo brauchst, sorg bewusst für Vollständigkeit, leg die Sachen nach Benutzung auch wieder dort ab! Denn dann siehts ja auch gleich wieder schön aus!

Das wars im Grunde schon. Ändern sich deine Gewohnheiten, fangen Sachen an zu "wandern", daran merkst du: Hm, das möcht ich irgendwie anders!

Oder du merkst, du hältst dich nicht an die Einigung mit dir selbst. Willst du es wirklich anders haben:

Frag dich, wie es soll und ob das für dich auch echt sinnvoll ist, und dann wird der gesamte "Block" vollständig danach verlagert. Fertig. So entsteht nach und nach eine nette und sogar logische Ordnung, mit der du ganz zufrieden sein kannst.

Sollte es Sachen geben, die trotzdem "wandern", sind bestimmte Plätze einfach mit nem Korb oder Behältnis zu versehen, wo dus reintun kannst, damits nicht rumfliegt.

Kann man von Zeit zu Zeit mal wieder ausleeren und wegsortieren.

Bei mir sinds u. a. Zettel, Kleinwerkzeuge und Post.

Ich versuch nicht, mir eine stramme Ordnung einzubimsen, die man so hält, weil "man" das eben so macht. Denn ich bin nicht für die Ordnung da, die Ordnung muss für mich da sein!

In dem Sinne wünsch ich wünsch dir viel Erfolg!

:)* :)* :)* :)* :)^ :)^

*:) *:) @:) @:)

G)inaGJir5elxli


Was isn das für ne Begründung:Ich mache das Bett nicht, weils eh wieder unordentlich wird.

Du wäscht doch das Geschirr auch ab, obwohls wieder benutzt wird, oder man putzt Staub weg, obwohl er wieder kommt. ":/ ":/

G>inkaGi8rellxi


Also mein Exfreund war genauso...er hat vieles stehen und liegen gelassen, weil mans ja eh wieder benutzt..bla bla bla...auch wenn er z.B. ein Zimmer aufräumt, bleiben immer Dinge liegen, wo sie nicht hingehören, sprich, er räumt nie ganz auf, immer nur FAST alles.Das hat mich irgendwann zur Weissglut gebracht, die Ordung war auch mit einer der Trennungsgründe, weil ich einfach keine Lust mehr hatte, immer"nachzuarbeiten" und immer wieder zu sagen, wie wo was hingehört.

Hoffentlich kommts bei euch nicht so weit @:)

aW.f@isxh


so ist das doch aber mit fast allen dingen, die man aufräumt

Was isn das für ne Begründung:Ich mache das Bett nicht, weils eh wieder unordentlich wird. Du wäscht doch das Geschirr auch ab, obwohls wieder benutzt wird...

Zu diesem Einwand: dreckiges Geschirr, Staub oder Körperhygiene kumuliert. Ein unordentliches Bett nicht. Heißt: Geschirr wird immer dreckiger, wenn man es nicht abwäscht, die Staubschicht wird dicker und ohne regelmäßige Wartung ist man irgendwann nicht mehr tageslichtauglich. Aber ein unordentliches Bett wird nicht "unordentlicher", das ist immer gleich zerwühlt.

Daher finde ich nicht, dass man das direkt vergleichen kann.

Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass ich einen Unterschied zwischen "Aufräumen" und "Putzen" mache, das hatte ich bisher nicht so ausdrücklich geschrieben, aber hier geht es ja nur ums Aufräumen. Beim Putzen dämmt man immer nur den natürlich nachwachsenden Schmutz ein, tut man das nicht, wird er mehr. Unordnung zieht zwar oft noch ein bisschen mehr Unordnung nach sich, aber ist im Grunde ein statischer Zustand.


@ KaliARHP

Ich glaub, wir hatten doch schon mal miteinander zu tun? Oder hab ich nur heimlich Deine Beiträge gelesen, jedenfalls kommt mir Dein Nick bekannt vor. ;-)

ich glaube, du hast total hohe Ansprüche an dich selbst, eine ideale Ordnung herzustellen, die dann auch so bleibt. Und da es meist nicht klappt, denkst du: wozu dann überhaupt noch aufräumen?

Danke, da fühle ich mich gut getroffen. Ja, oft bin ich richtig gehend frustriert – nach der Werkzeugaktion ja auch. Ich empfand das als völlig verschwendete Zeit.

Versuch, dich von den wunderbr und "für immer perfekt" eingerichteten Ikea Schauräumen zu verabschieden

Also wenn es bei uns aussähe wie bei Ikea .. dann hätt ich andere Porbleme. ;-D Nein, ich denke, da triffst Du den Nagel auf den Kopf. Danke auch für die Einsicht in Deine Ordnung – die finde ich total einleuchtend! Ich habe ja auch am liebsten alles "am Mann", auch wenn das dann im Überblick gesehen nicht mehr zusammenpasst. Als ich noch mein eigenes Arbeitszimmer in der alten Wohnung hatte, hatte dort alles einen Platz und lag auch tatsächlich immer dort, wenn es nicht gerade in Benutzung war. Dass der ideale Ort für noch zu bearbeitende Unterlagen auf dem Papierkorb war (der deshalb natürlich immer bis Oberkante mit Papier gefüllt sein musste, damit nichts wichtiges hineinrutscht) und dass mein Mann und andere Besucher da irgendwie komisch fanden, war ja nun nicht meine Schuld.

Ich denke, ich kann mit mir selbst einen Kompromis anstreben:

solange in unserer neuen Bleibe die Zimmer noch nicht aufgeteilt sind und ich noch kein klares, eigenes Reich habe, nutze ich die Zeit, um meinen Blick für die Ordnung meines Mannes zu schärfen und versuche mich in solchen Situationen wie gestern zu konzentrieren, um nicht in alte Muster zu verfallen. Das wird uns sicher auch bei der Pflege der gemeinsamen Räume helfen. Und wenn ich dann wieder meinen eigenen Bereich habe, kann ich mich dort ungehemmt mit meiner Ordnung ausleben – hat ja früher auch geklappt.

N{ajchthmahxr


Omg, ich find mich hier regelrecht wieder... und ich dachte ich haette einfach nur ne chaotische Organisationsweise oder so |-o

...weitläufige Unordnung erschlägt mich

Das kenn ich nur allzu gut... leider bin ich manchmal ein kleiner Schlunz und warte 2-3 Tage mit dem aufraeumen oder komme durch aeusserliche Umstaende nicht dazu und dann ist so gut wie alles verloren. Wenn alles irgendwo in meinem Wohnzimmer verteilt liegt, weiss ich nicht mal wo ich anfangen soll ":/ Entweder ich gebe von vorneherein auf und lass alles so wie es ist oder ich nehm mir eine Ecke vor. Allerdings mündet diese Aktion auch meisten in diesem Ende:

...bleiben immer Dinge liegen, wo sie nicht hingehören, sprich, er räumt nie ganz auf, immer nur FAST alles.

Das sind dann die Dinge wo ich einfach keine Ahnung hab wo ich damit hin soll. Ich weiss genau, wenn ich sie in einen Schrank packe, find ich sie nie wieder, wenn ich sie suche, deshalb bleiben sie draussen. Kann in meiner Umgebung auch niemand verstehen ;-D

(nur so als kleine Frage zwischendurch: sind wir das einzige Paar, bei dem leere Toilettenrollen Gesprächsbedarf aulösen?)

Bin zwar momentan in keiner Beziehung, aber bei mir und meinem Ex war das relativ einfach geregelt ( er is in der Hinsicht naemlich genau so ein Schlunz wie ich ;-D ). War kein Toilettenpapier mehr da, wurde ausm Bad gerufen, der andere hats reingereicht und dann war gut. ^^ Hat auch keinen von uns beiden jemals aufgeregt, also haben wir nie drüber gesprochen.

Darf ich mal fragen, wer von euch das mit den Toilettenrollen eher vergisst? Du oder er? ^^

Jyeccaj_x3


Na Gott sei Dank, ich bin nicht die einzige, die es total überflüssig findet, das Bett zu machen! =)

Ich hatte übrigens bis vor ein paar Wochen noch ein ähnliches Problem. Ich hasse die Unordnung über alles, aber ich bin dermaßen pingelig, dass ich mich ewig an Kleinigkeiten aufhalten und dann für den Rest keinen Elan mehr habe... Wie zB einen Bitsatz vom Akkubohrer nach Größe, Farbe und Aussehen zu Sortieren. %-|

Aber meine Schränke waren immer Tip Top geordnet.... Vor ein paar Wochen hab ich mir dann angewöhnt, einfach alles in die Schränke reinzuknallen, klappe zu, Affe tot. ;-D Und jetzt sieht meine Wohnung ordentlich aus, aber meine Schränke nicht mehr so wirklich.... aber naja, macht nach außen so einfach nen besseren Eindruck. ;-D

a\.f]ish


Darf ich mal fragen, wer von euch das mit den Toilettenrollen eher vergisst? Du oder er? ^^

Nein, Nein – der Nachschub ist nicht das Problem. Sondern die Rollen. Die volle Toilettenrolle steht vorn auf der Fensterbank neben dem Klo (Abroller finden wir beide unpraktisch). Ist die Rolle leer, wandert sie bei meinem Mann in den Müll ... bei mir Richtung Fenster. Alte Rolle leer, neue nachschieben, so läuft das bei mir. Die Dinger wegzuwerfen, na gut, kann man machen. Aber die stehen doch von allein auch gut und können außerdem ineinandergeschoben und dann beim nächsten Putzen auf einmal weggeworfen werden.

Aus irgendeinem Grund – wahrscheinlich ein verdrängtes Kindheitstrauma – regen meinen Mann leere Toilettenrollen, die auf der Fensterbank in unserem Bad stehen, aber auf. Da er sich weigert, diese Gefühle aufzuarbeiten, habe ich mir erfolgreich angewöhnt, leere Rollen wahrzunehmen und wegzuwerfen. Und zwar wirklich "angewöhnt", es gab tatsächlich die Situation, dass ich ins Bad schaute, keine Rolle sah, alles gut fand – und er zwei Minuten später mit drei leeren Rollen in der Hand raus kam. Wobei mir jetzt gerade der Gedanke kommt, dass er die ja auch boshafter Weise abgewickelt haben könnte, um mir dann die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ja, er hätte schnell wickeln müssen, aber möglich wärs?!

l@onal+ao


dreckiges Geschirr, Staub oder Körperhygiene kumuliert

das ist ja schon fast eine wissenschaftliche erklärung :-D

vielleicht machst du dir auch einfach zu viele gedanken über diese ordnungs- sachen. in der zeit, wo man sich überlegt, ob ein ungemachtes bett kumuliert oder nicht, oder ob man die geräte alphabetisch oder nach größe oder farben ordnet, könnte man die dinge auch schon längst erledigt haben, ohne groß drüber nachzudenken. ;-)

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