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Sohn (15) hat seit Nov. eine Angststörung: Stationäre Aufnahme?

aZug2x33


Hallo Tina, lassen Sie sich nicht beirren! Zu dieser Internetseite heißt es, "Laien für Laien"; wenn auf einer Seite ausgewiesene und approbierte Psychotherapeuten die Antworten in der Rubrik Psychotherapie verfassen würden, dann wäre da manch anderer Text zu lesen.

Es gibt Psychotherapeuten (-Innen mit einbegriffen), die sich sehr schwer tun mit einer Diagnose, weil diese mal gestellte den Menschen unter Umständen ein Leben lang begleitet und ihm auch hinderlich sein kann. Wie aber schon zu lesen war, manchmal muss sehr schnell zum Zwecke der Abrechnung eine Diagnose gestellt werden und dann gibt es die Situation, dass diese sich später als nicht zutreffend herausstellt und korrigiert wird.

Was hier von Ihnen Tina zu ihrem Sohn beschrieben wurde, das entspricht vielleicht dem Inhalt eines halbstündigen Gesprächs, oder sogar weniger. Eine Anamneseerhebung dauert mind. 50Minuten, oft mehrfach – und viele wesentliche Dinge kommen erst nach 10 oder 20 Therapie-stunden zur Sprache. Da kann es vorkommen, dass ein ganz wesentlicher Punkt, an den niemand gedacht hat und der bei allen längst in Vergessenheit geraten ist, dann an der therapeutischen Oberfläche erscheint und der Schlüssel zu den Beschwerden der jüngsten Vergangenheit ist.

Therapeuten sehen den gesamten Menschen mit seinem Umfeld – Diagnosen dienen der Dokumentation und Abrechnung; der Zuordnung zu einem Krankheitsbild oder der Abgrenzung von anderen Krankheitsbildern.

T]inaLXandxshut


kleine Palme210

Das siehst du schon ganz richtig, dass ich keine Beratung wünsche. Ich habe mir Hilfe erhofft, wie wir mit der Situation einigermaßen umgehen können. Unterstützung in einer schlimmen Zeit. Antworten auf Fragen. Fachlichen Rat habe ich mir schon vor Ort geholt. Und jetzt stehen wir halt in dieser Warteschleife, so sieht es aus!

Ich sagte merhmals: Ich kann über dich und deine Situation denken was ICH WILL. In meinen Augen und aufgrund meiner Erkenntnisse denke ich das ich Recht habe. DAS IST ABER MEINE ANSICHT.

Dieses Recht räume ich dir auch gerne ein. Aber im Endeffekt ist es nicht wichtig, was du oder ich denken, sondern das, was die Fachleute zutage bringen werden. Und sollte es tatsächlich von mir auf ihn übertragen worden sein (was ich weiterhin bezweifle) dann ist das leider so und lässt sich dann auch nicht mehr ändern. Die Klinik kann sich meiner Mitarbeit sicher sein, auch wenn es mir schwer fallen sollte. Und wenn ich mein eigenes Verhalten überdenken (was ich eh schon ständig tue) muss, dann werde ich damit auch kein Problem haben. Familie ist wichtig, sehr wichtig, kann aber natürlich auch schaden. Wer weiß das nicht. Trotzdem denke ich, dass es meinem Sohn hier sehr gut geht und er einen guten Rückhalt durch mich hat. Glaube mal, irgendjemand hätte ich mich sicherlich schon längst darauf angesprochen, denn ich habe mit allen ständig Kontakt. Lehrer, Erzieher, Jugendamt etc. Vor allem können sie es im Gegensatz zu dir auch tatsächlich einschätzen. ;-)

TdinaLanxdshut


aug223

Danke für den Beitrag. Ich mache mich nicht verrückt, denn die Fachleute in der Klinik werden sicher herausfinden, was meinen Sohn plagt. Glücklicher Weise ist er eher extrovertiert, so wie ich auch. Ist also sehr redselig und mitteilungsbedüftig. Das wird den Leuten ihre Arbeit erheblich erleichtern. :-)

kOlein<e Pal'me210


@ Tina:

Wie gesagt ich zweifle nicht an deiner Fähigkeit als Mutter. Ne perfekte Erziehung wird es nicht geben oder gibt es nicht. Und natürlich zählt der ärztliche Rat und nicht ein internetforum.

Da hast du ganz recht.

Ich persönlich wüsste jetzt nur nicht wie man dich hier noch weiter unterstützen kann. Wir denken alle an dich (euch) (vielleicht reicht das schon und ist das was du jetzt brauchst). Nur wie man mit der Situation umgehen kann, müsste ja auch ein Psychologe klären.

Ich kann mir nur so erklären, dass es für dich ne Erleichterung ist, sich das von der Seele zu schreiben.

k"lei[ne Paxlme210


@ aug:

Ich bestreite nicht, dass eine Anamnese lange dauert. Mir ging es nur darum, dass die Frage "kann man ein Trauma durch einen Todesfall eines nahestehenden Menschen erleiden, nicht ins Falsche Licht gerückt wird." Dies ist nämlich durchaus der Fall und war bei mir keine vorschnelle Diagnose wie sunflower sagte, sondern eine handfeste Tatsache. Auch wenn es in diesem Beitrag nicht der Fall sein sollte.

s<culnlxie


In vielen Punkten gebe ich Kleine Palme recht,auch was fuer die Angstuebertragung und Tod des Vaters gilt.

Wenn ein Kind so viele Aengste hat wird es aber auch verschiedene Gruende dafuer geben...

T{inaZLDandshxut


Ich wäre dafür, dass hier jetzt Schluss mit den spekulativen Beiträgen ist und wir eine Diagnose abwarten.

Und ja, kleine Palme, du hast Recht. Ich konnte mir hier vieles von der Seele reden und das hat mir geholfen. Allerdings habe ich dafür auch meine Therapeutin "benutzt" und wir haben die letzten zwei Sitzungen fast ausschließlich über meinen Sohn geredet. Das hat mir einfach gut getan.

kUlein:e Palsmex210


@ Tina:

ich wünsche euch viel Glück.

Würde mich freuen wenn du uns auf dem laufenden hältst wie die Sache ausging @:) :)* @:)

TxinaLa'ndxshut


Ich werde bestimmt hier weiter schreiben, weil es mir auch wichtig geworden ist. @:)

YHangYxin


TinaLandshut

hast du mal die atemübung ausprobiert und hat es dir was gebracht ? Würde mich mal interessieren *:)

TTinaaLan}dshuxt


Mein Sohn hat es ausprobiert und es hat ihm durch eine Panikattacke geholfen. *:) @:)

Yhang"Yin


das freut mich...einfach und doch effektiv so soll es sein ;-) *:)

TCinaLbandxshut


Hallo zusammen @:)

Die Station ist sehr schön, auf der mein Sohn dann irgendwann mal für eine gewisse Zeit leben wird. Die Person, mit der wir geredet haben, die uns informiert hat, war sehr sehr nett und ich hoffe auf gute Zusammenarbeit. Morgen rufe ich die Ärztin an und erfahre, wie viele Jugendliche noch vor meinem Sohn auf der Warteliste stehen und wie lange es noch ungefähr dauert. Jetzt bin ich auch nicht mehr so deprimiert, weil Sohnemann ja wieder reinhaut! :-D Sogar Kakao hat er heute getrunken. Hat er sich nicht mehr getraut, weil der Allergietest besagt, dass er eine leichte Unverträglichkeit gegen Kakao hat. Er muss es nicht meiden, aber halt etwas einschränken. Er hat mit Sicherheit schon wieder zugenommen. :)^

TginvaLandxshut


Heute am Telefon der Schock. Wir sollen bis Ostern, eher bis Mai erst mit einem Platz für meinen Sohn rechnen. :-o

atu@g233


Hallo Tina, wenn Ihrem Sohn die Aufnahme wichtig ist, dann wird er diese Zeit überstehen. Ich habe junge Frauen erlebt, die gut 6 Monate auf einen der begehrten Therapieplätze bei einer bestimmten Ärztin in einer bestimmten Klinik gewartet haben. Und als sie dann endlich kamen, da ging es ihnen selten schlechter als zum Zeitpunkt der ersten Kontaktaufnahme. Die Wartezeit kann also auch einen positiven Aspekt haben – kann!!! Er wird die Zeit überstehen!

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