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Sohn (15) hat seit Nov. eine Angststörung: Stationäre Aufnahme?

TWi'naLaunedshxut


Vielen Dank, das ist so lieb von euch. Ich habe mir alles notiert. Die Kinderärztin ruft mich nach der Sprechstunde an und ich werde nach diesem Atosil fragen, denn wenn es gegen akute Angstzustände hilft, ist es genau das richtige für meinen Sohn. Ich möchte aber mehr als nur eine Tablette haben. Damit er es im Notfall, wenn er raus muss, einnehmen kann und wir einigermaßen über die 4 Wochen kommen bis zum Termin. Ich habe schon mit ihm besprochen, dass es nur eine Notlösung ist und er in der Klinik lernt, anders damit umzugehen. Ohne Tabletten auszukommen.

GJro9ttixg


Einen Psychologen oder Psychiater hat er ja nicht.

Auch die Kinderärztin kann ja wohl anrufen in der Klinik und das beschleunigen. Mein Hausarzt hat mir bei dringenden Terminen immer einen ausgemacht beim entsprechenden Facharzt, man selbst wird da ja abgespeist.

G4rottxig


Vielen Dank, das ist so lieb von euch. Ich habe mir alles notiert. Die Kinderärztin ruft mich nach der Sprechstunde an und ich werde nach diesem Atosil fragen,

Es gibt Atosil Tropfen, da kann man gut dosieren.

TAinaLhand4shut


Tropfen wären super. Nicht nur, weil sie gut zu dosieren sind, sondern weil mein Sohn auch höchst ungern Tabletten schluckt.

Die Ärztin hat noch nicht angerufen, ich hoffe, das kommt noch. Dann werde ich ihr diese Atosil Tropfen vorschlagen.

Hoffentlich verschreibt sie ihm die auch wirklich, sonst sehe ich momentan schwarz bis zum Termin... :-(

T|inayLandswhut


Habe mir gerade mal die Atosiltropfen gegoogelt.

Mh, da steht was von Asthma. Mein Sohn hat jetzt kein schlimmes Asthma, sondern nur manchmal bei Anstrengung, sog. Anstrengungs-Asthma. Ob er diese Tropfen dann überhaupt nehmen darf? Bei Asthma muss man ja bei allen möglichen Medikamenten aufpassen...aber irgendwas muss er einnehmen. :-/

aAug2x33


In diesem Fall finde ich es als ein Hindernis, dass nicht klar ist, in welchem Ort Tina mit ihrem Sohn wohnt. Wenn Ort bekannt, könnte man gezielt nach Hilfe suchen – so ist dies hier ein Stochern im Heuhaufen. Wieso schickt eine Kinderärztin (warum ist ein 15jähriger noch Kind ??? ?) einen jungen Mann bei Angstzuständen von diesem Ausmaß nicht sofort zum Psychiater oder Psychotherapeuten? In Leipzig beispielsweise hätte er nach wenigen Tagen einen Termin an den dortigen Instituten der Uniklinik gehabt.

Und aus allen Beiträgen ist mir nicht deutlich:was will der Sohn!?

t\he sNhadoswgirxl


Und aus allen Beiträgen ist mir nicht deutlich:was will der Sohn!?

Also beim Überfliegen habe ich rausgelesen, dass der Sohn selbst auch in die Klinik möchte. Das hat Tina auch genau so, ganz klar, geschrieben ":/

W)arw ma1l ders Kaxter


Der Sohn will dass die Angst aufhört und ist doch mit einem Klinikbesuch einverstanden oder habe ich das fasch verstanden ?

Atosil ist ein niederpotentes Neuroleptikum und wird auch als Antihistaminikum bei Allergien z.B. eingesetzt. Es macht eben müde und wirkt angstlindernd ohne Abhängigkeitspotential.

Ich würde über die Kinderärztin (es ist oft so dass Jugendliche noch von ihren Kinderärzten behandelt werden) einen Kontakt zu einem Facharzt für Psychiatrie suchen, der würde eine Medikation deutlich kompetenter leisten können. Für eine Dauereinnahme sind Benzodiazepine wie Tavor nicht geeignet.

Es gibt in Deutschland leider nicht ausreichende Plätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, da gibt es dann diese unhaltbaren Wartezeiten. In Akutfällen wie Suizidalität z.B. muss aber eine Aufnahme erfolgen.

TrinaL5amndsShuxt


aug233

Wir sind hier aber nicht in Leipzig und da dauert es mit einem Termin bis zu mehreren Monaten. Wem hilft das? Niemandem, deshalb gibt es für ihn nur die Möglichkeit einer stationären Therapie mit anschließender ambulanter Therapiefortsetzung. Das ist auch sein eigener Wunsch. Er ist total fertig und will verständlicher Weise sein altes Leben zurück...

@ alle

Die Kinderärtzin hat angerufen und morgen Vormittag kann ich mir ein Rezept (wahrscheinlich über Atosil) abholen. Ich bin so erleichtert! :)z

Ich kann nur hoffen, dass es ihm auch wirklich hilft, um einige Wege oder Situationen zu meistern. Ich werde ihm versuchsweise am WE einige Tropfen geben und erst einmal schauen, ob er sie verträgt. Wenn nicht, müssen wir auf ein anderes Mittel umsteigen.

apug263G3


Diese Antwort: "Also beim Überfliegen habe ich rausgelesen, dass der Sohn selbst auch in die Klinik möchte. Das hat Tina auch genau so, ganz klar, geschrieben."

ist die eine Seite.

Die Angststörung hat doch eine Ursache! Und weiterhin: die Angststörung bringt auch einen sogenannten Krankheitsgewinn, nämlich nicht zur Schule zu müssen.

Was will Sohn bezüglich seiner schulischen oder beruflichen Zukunft?

Fangen denn die jungen Leute heute erst mit 20 oder 25 Jahren an darüber nachzudenken, wovon sie sich mal ernähren wollen?

Wenn alle um ihn herum Angst haben, wie soll er sich da anders verhalten können?

Denkt euch mal alle Sicherungssysteme einschließlich Familie weg, also als nicht vorhanden. Wäre da noch Platz für Angst im Alltag? Ich denke, da wäre nach kurzer Zeit ein knurrender Magen und der unbändige Wille, nicht unter die Räder zu kommen, zu gut Deutsch: nicht zu verhungern!

Sucht ihr wirklich Hilfe? Das kann auch anders aussehen!

Ich bin vor zig Jahren auch heulend in die Schule gegangen – nur hatte meine Mutter nie Angst um ihren Sohn, zumindest hat sie es nie gezeigt, obwohl sie manchmal gute Gründe dazu gehabt hätte.

T<i;naLa}ndsxhut


Der Sohn will dass die Angst aufhört und ist doch mit einem Klinikbesuch einverstanden oder habe ich das fasch verstanden?

nein, das hast du genau richtig verstanden. :)z

Thina~LandsHhut


aug223

was willst du uns mit deinem Beitrag sagen?

Bring es bitte auf den Punkt.

Zur Schule: Mein Sohn würde im Moment alles dafür geben, endlich wieder in die Schule gehen zu können und seine Freunde dort zu treffen. Er war nie ein Schulschwänzer oder ähnliches. Auch ein Berufsziel hat er schon seit längerem. Er möchte gern Erzieher werden, was ich persönlich toll finde. Denn männliche Erzieher sind rar gesät und werden gebraucht.

d8ermoTgwxai


Liebe Tina,

ich fühl mich grad so allein, hilflos und ratlos. Mein Sohn, der gerade 15 geworden ist, hat im November plötzlich eine Panikattacke bekommen, aus der nun eine ausgewachsene Angststörung geworden ist.

Was war denn die Ursache? Wovor hat er denn genau Angst, oder hat er einfach eine "Arago"phobie?

Er kann seit dem nicht mehr in die Schule gehen und kommt kaum noch aus dem Haus.

Kenn ich nur allzugut, ich leider selbst unter einer Angststörung, bei mir ist es eine "Herzphobie" sprich, ich habe Angst am Herzstillstand zu sterben und habe mich auch Monatelang nicht mehr aus dem Haus getraut. Bei mir kam es ganz von selbst daß ich irgendwann nicht mehr raus bin und nur noch voller Angst zu hause gesessen habe. WIchtig ist, daß es dazu erst gar nicht kommt. Dein Sohn sollte sich in psychologische, Einzelgesprächstherapie begeben und seine Sozialen Kontakte offen halten, denn so ist gewährleistet, daß es nicht schlimmer wird und er am Ende nicht auch noch an Depressionen erkrankt.

Wir waren schon bei der Ärztin, einem Psychologen in der Nähe und haben es auch mit der Schule versucht. Aber es wird nicht besser, sondern eher schlimmer. Er hat dann richtiggehende Heulkrämpfe und will nur noch schnell nach Hause. Alle Beteiligten sehen als einzigen Ausweg nur noch eine stationäre Aufnahme in unserem hiesigen Klinikum. Morgen kann ich mir die Einweisung bei der Ärztin abholen. Und ich hoffe von Herzen, dass die dort für solch einen akuten Fall einen Platz frei haben. Wenn es nämlich noch länger dauert mit dem Behandlungsbeginn sehe ich schwarz. Zumal ja auch eine Schulpflicht besteht.

Achso. Also hat sich der Obere beitrag mit Psychologischer Hilfe ja schon von selbst erledigt, tut mir leid, Das ist alles eine Heikle Situation. Ich würde ihn auf jedenfall in einer Psychatrischen Klinik unterbringen lassen, wenn es wirklich so exktrem klingt, wie du beschreibst.

Habt ihr irgendwelche Ratschläge oder Tipps für mich? Ich bin wirklich sehr verzweifelt. Für die Fahrt zum Klinikum brauche ich auch auf jeden Fall ein Medikament für meinen Sohn, da es zu weit weg ist. Das schafft er sonst nicht. Gibt es da Möglichkeiten? Etwas Sanftes, was die Symptome nicht auftreten lässt oder sonst etwas. Weil, irgendwie müssen wir die 10 km ja zurücklegen können. Das ist ein Teufelskreis...

Mein erster Psychologe, wollte mir nach einem Oberflächlichen Gespräch von 10 Minuten gleich Zoloft verschreiben. Ein Medikament, das den Patienten im schlimmsten Fall sogar in den Suizid treiben kann, wenn es schief geht. Sollte der Arzt ihm tatsächlich dieses Medikament verschreiben, sollte man aus sicherheitsmasnahmen es unter Ärztlicher Aufsicht in Stationärer Beobachtung durchühfren, da dieses Medikament in der Eingewöhnungsphase von ein paar Wochen sehr schnell die Depressionen aber auch Angstzustände verschlimmern kann.

ich kann mich aber mal bei meinem PSychologen erkunden, welche Präperate denn schonender wären, wenn du möchtest

mit freundlichen grüßen

der mogwai

WDar mta%l der ~Katxer


Aug

der Junge hat wohl eine starke Panikstörung mit Agoraphobie schätze ich, keine Schulphobie.

Angststörungen haben nicht die EINE Ursache, da spielen körperliche, psychische und lebensweltbezogene Faktoren rein.

Darüber hinaus ist die Mutter ja nun keine Verhaltenstherapeutin, die eine Konfrontationstherapie oder sonst was machen kann. Das Problem hier scheint einfach die lange Wartezeit auf den Klinikplatz zu sein, dort wird ja dann alles bearbeitet und zwar auf mehreren Ebenen. Dort gibt es auch natürlich Schule.

Aber wenn du vor Panik nicht mehr das Haus verlässt (weil du nämlich subjektive Todesangst verspürst) dann kannst du als Mutter oder Vater reden was du willst, das nützt nix. Da müssen Profis ran.

Bis dahin ist Atosil eine Option, wenigstens die schlimmen Panikspitzen zu lindern.

Und Tina, ja Erzieher ist ein schöner Beruf ;-) . Und dein Sohn wird da auch wieder rauskommen. Ich würde dir da gerne etwas Mut machen...

T4inaLRandsxhut


dermogvai

ich kann mich aber mal bei meinem PSychologen erkunden, welche Präperate denn schonender wären, wenn du möchtest

danke, aber das ist nicht nötig. Da ich selbst auch bei einer Therapeutin bin, habe ich schon mit ihr darüber gesprochen. Ich werde sie auf das Mittel Atosil ansprechen.

Ansonsten vielen Dank für deinen Beitrag. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute für deine eigene Erkrankung. :)*

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