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Sohn (15) hat seit Nov. eine Angststörung: Stationäre Aufnahme?

T?inBaL`andshxut


Hallo Canbril *:)

mein Sohn sagt, dass er schwitzige Hände bekommt, sein Herz zu rasen anfängt und er keine Luft mehr bekommt. Schmerzen im Brustkorb auch manchmal. Das kenne ich auch von mir selbst.

C7anbYril


Vielleicht kannst du ihm die Angst etwas nehmen indem du ihm immer wieder sagst das ihm nichts passieren wird.

Auch wenn er meint keine Luft mehr zu bekommen, er ruhig weiter atmen soll evt. aus dem Raum geht nach draußen und versucht ruhig zu bleiben.

Ich weiß wie schwer das ist in der Situation.

Wenn er aber selbst merkt das er nicht ersticken wird und nichts weiter passiert das ihm das ein wenig Sicherheit gibt.

So kann er zumindest bis zur Therapie versuchen sich "über Wasser zu halten" wenn er von einer Panikattacke überrascht wird.

TqinaLNandxshut


Lieber Canbril,

danke für den Tipp, aber das mache ich ohnehin schon die ganze Zeit.

Ich habe ja selbst Probleme damit und kann ihm währenddessen ganz gut helfen.

DBanxjael


Hallo,

hm, das was ich hier in allen Beiträgen und Antworten, Tipps etc. etwas vermisse, ist die Frage nach dem WARUM... der Ursache!? Nichts (!) kommt angeflogen ohne Grund. Einer Angst geht immer etwas voraus! Was ist deinem Sohn im November wiederfahren? Was war anders als sonst? Was hat er gemacht? Wo war er als es ausgelöst wurde?

Bisher lese ich lediglich das "wie geht es weg und wie bekommt man es in den Griff". Nur die Frage bleibt: "Wieso ist es da?"

Das ist kein Vorwurf – bitte nicht falsch verstehen. Jedes Symptom hat eine Ursache und ohne diese zu erkennen, ist nichts zu "heilen" bzw. "aufzulösen. Und darum geht es doch schliesslich. Täglich erlebe ich Menschen die seit Jahren umherlaufen und nach Lösungen suchen. Oft verzweifelt, unzählige Tortouren hinter sich und doch oftmals lediglich "Linderung" mit Medikamenten und/oder langfristigen Therapien. Wenn man hinterfragt "was ist geschehen, was war der auslöser, wovor besteht die Angst, wann wird sie ausgelöst etc.... schauen mich viele an, so als stelle man diese Fragen das erste Mal.

Könnt ihr nachverfolgen wann und was geschehen ist? Es ist manchmal mühsam Schritt für Schritt "zurück zu gehen", aber oft liegt dort die Antwort. Hat man die Ursache löst sich der Knoten fast immer wie von selbst.

Vielleicht für deinen Sohn (und auch für dich): verfolgt einmal den Weg zurück.

LG und alles Gute und Liebe

T0inaL6andsxhut


Man kann den Auslöser nur vermuten. So ist zum Beispiel im Mai 2010 der Vater gestorben und im Oktober ein weiterer lieb gewonnener Mensch. Und im November, als es dann "ausgebrochen" ist, habe ich gerade angefangen zu arbeiten...das alles zusammen würde schon ausreichen, um so etwas zu entwickeln. Ich weiß noch genau, als meine Mutter gestorben ist, da hat sich meine Angst gefühlt um das tausendfache verstärkt... :°(

Y,an~gYin


Ich verfolge deinen "faden" schon einige zeit....ich kenne mich mit angst und panik gut aus und möchte dir über eine für mich wirkungsvolle notfalltechnik schreiben.

Diese technik funktioniert über die atmung ....

Du atmest tief in den bauch ein und in einem stoss wieder aus ohne pause....dann hältst du den atmen an und zählst dabei von 1001-1006/1010....dann atmest du wieder tief in den bauch und in einem wieder aus ohne pause...das ganze machst du ca 3 min. bist du dich oder bis sich dein sohn beruhigter fühlt....

Ich kann es wirklich nur empfehlen da man diese technik überall anwenden kann wenn man angst bekommt ohn bei anderen aufzufallen....also wenn man panik bekommt und andere sollen das nicht gerade mitbekommen....

Schreib doch mal ob es dir und deinem sohn etwas gebracht hat....alles gute für euch :)_ :)*

ToinVaLan%dshuxt


danke für den Tipp, YangYin. Das werden wir auf jeden Fall ausprobieren, vielleicht hilft es uns auch während der Fahrt am Mittwoch...

mein Sohn ist so dünn geworden...er isst kaum noch etwas... :°(

TuinaLa*ndsxhut


...noch zwei Tage...

r*espek=tl1osxer


Ich will mich hier mal wie die Axt im Walde einbringen.

Ich habe den Thread nicht Wort für Wort gelesen, aber doch soviel, dass ich bis jetzt nicht klar erkennen konnte, ob der 15-jährige aus heiterem Himmel diese Angststörung bekommen hat. Finde ich etwas merkwürdig.

Hat man sich mal auf die Suche nach einem Auslöser gemacht?

Was ich hier sehe, ist eine Mutter die sich verständlicherweise Sorgen macht, hier im Viertelstundentakt (ich übertreibe jetzt etwas) den aktuellen Zustand beschreibt.

Gibt es einen vater, und wenn ja, was meint der dazu?

Gibt es Geschwister, und wenn ja, was meinen die dazu?

Hat sich hier eine Angstneurose der Mutter auf das Kind übertragen?

Gab es irgendwelche Zukunftsängste?

Vielleicht sind meine Fragen etwas provokant. Das sollte dazu dienen mal verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.

Therapeuten machen oft nur etwas nach Schema F und dann der Nächste bitte.

WGar |ma5l oder Kxater


In diesen Thread wurde bereits geschrieben, dass Angststörungen nicht monokausal entstehen, es gibt nicht DIE Ursache, da kann man nur rückwirkend spekulieren. Auch wenn es erkennbare Stressoren oder Risisofaktoren gab..ja selbst wenn eine klare Ursache auszumachen wäre, hilft das nichts – davon verschwindet die Angst nicht.

Der Vater ist gestorben, da liegt natürlich eine Verbindung nahe, trotzdem ist das nicht zwangsläufig. Genau um solche laienpsychologischen Rückschlüsse zu umgehen, ist eine professionelle Therapie in einer Klinik die beste Wahl. Und die ist längst getroffen, also warum herumraten oder der Mutter ein schlechtes Gewissen machen ?

T+in=aL[andshxut


respektloser

Was ich hier sehe, ist eine Mutter die sich verständlicherweise Sorgen macht, hier im Viertelstundentakt (ich übertreibe jetzt etwas) den aktuellen Zustand beschreibt.

gut, dass du dabei geschrieben hast, dass du übertreibst.

denn wenn ich so oft hier schreiben würde, wie ich das Bedürfnis dazu habe, würde es vielleicht in der Tat viertelstündlich geschehen. denn mir geht es momentan nun mal sehr schlecht, weil mich das total mitnimmt.

Hat sich hier eine Angstneurose der Mutter auf das Kind übertragen?

so einfach ist das nicht. Aber es wird wohl schon irgendwo in unseren Genen liegen, da meine Mutter das leider auch hatte. Und ich werde mir deswegen keine Vorwürfe mehr machen, denn das habe ich schon getan. Und es tut weder mir noch meinem Sohn gut. Eher versuche ich, diese Tatsache zu seinen Gunsten zu nutzen. Denn da ich weiß, was er fühlt und wie es ihm geht, kann ich ihm auch gezielt helfen. Zumindest so lange, bis die Fachleute in der Klinik es tun werden...

War mal der Kater

Heute habe ich meinen Sohn einfach mit zum Tanken genommen. Er wollte nicht, hat geweint und sich gewehrt. Aber als er spürte, dass ihm ja tatsächlich nichts passieren kann, war er erleichtert. Und prompt wollte er nach langer Zeit auch endlich mal wieder selbst tanken. Wir haben richtig Spaß zusammen gehabt. Danach hat er noch einige Dinge mit mir zusammen erledigt, wie einkaufen usw. Und es hat richtig gut geklappt. Zu guter Letzt sind wir uns wiegen gegangen und das war schon sehr erschreckend. Auch für ihn, denn jetzt bringt er nur noch knapp 36 kg auf die Waage. Das war auch für ihn ein Schock und hat ihn dazu bewegt, heute mal richtig gut zu essen. :)^ Langsam bin ich guter Hoffnung, dass wir das am Mittwoch einigermaßen gut hinbekommen. Vielleicht behalten sie ihn ja tatsächlich direkt da, weil sein Zustand ja schon ziemlich schlimm und auch das Gewicht sehr kritisch ist. Er wünscht sich das und ich hoffe, seine Erwartungen werden erfüllt.

T?inaL<anpdUshut


Oh man, das ist echt krass. Jetzt ist mein Sohn auch noch krank geworden. Er hatte vorhin 40,1 Grad Fieber und hat dann Paracetamol genommen. Danach ging es runter auf 39,7 Grad. Dann ist auch klar, warum er die ganze Zeit gezittert (Schüttelfrost) hat und ihm schwindelig war. Hunger hat er auch keinen, aber dafür trinkt er recht viel und gut. Wir wollen das aber trotzdem morgen durchziehen. Jetzt sind hier fast alle krank. Ich selbst hatte am We ja auch Durchfall und heute ist mir noch ein bisschen schlecht. Das kann natürlich auch wegen morgen sein. Bitte denkt an uns und drückt die Daumen, dass er entweder morgen direkt da bleiben kann oder recht zeitnah einen Aufnahmetermin bekommt.

W@ar mal gdeIr Katxer


Ich drücke auf jeden Fall die Daumen :)^ . Mehr kann ich ja leider nicht machen....

T7ina&Landvshut


Hallo zusammen,

ich bin total stolz auf meinen Sohn. Wir haben den Weg geschafft und auch den Termin hat er brav (allerdings mit 146 Puls) hinter sich gebracht. :)^

Und auf mich bin ich auch ein klein wenig stolz, denn ich bin ein Stück Autobahn mit Tunnel gefahren. Zurück bin ich allerdings meinen gewohnten Weg gefahren.

Enttäuscht bin ich aber dennoch von der Klinik. Die haben uns einen Termin für den 25. März gegeben! Das sind fast 2 Monate! Ich habe der Ärztin dann gesagt, dass mein Sohn bis dahin noch mehr abnehmen wird und ich kein Profi bin, der ihm helfen kann. Und dass ich dafür die Verantwortung nicht übernehmen kann. Sie hat mir versprochen, etwas zu versuchen und nun soll ich sie Anfang nächster Woche noch mal telefonisch kontaktieren. Ich bin echt enttäuscht und mein Sohn auch. :|N

Dieses Telefonat ist nun meine letzte Hoffnung, ansonsten muss ich mir was anderes einfallen lassen. Auf jeden Fall werde ich auch noch mal unsere Kinderärztin auf die Klinik ansetzen.

v)iat8oxr


Hallo Tina!

Ich kann dir und deinem Sohn gut nachempfinden.

Man fühlt sich auch von so vielen Leuten bedrängt (zahllose unnütze Ratschläge, Unverständnis, nicht Ernst genommen werden, ewige Ursachenforschung ahnungsloser Dritter die stets nur die Schuld bei dir selber suchen) und ich muss ganz klar sagen – wer noch nie eine Panikstörung hatte und keine Pannikattacken durchmachen musste – der kann auch nicht wirklich mitreden. Man hat weder sich noch die Situation unter Kontrolle, alles scheint automatisch zu laufen aber man selbst ist wie gelähmt und hat keinen Einfluss mehr auf sich und seinen Körper.

Ich leide seit Oktober 2010 daran, es entwickelte sich aus einer chronischen Darmentzündung die ständig und überall nicht kontrollierbaren Durchfall und massive Krämpfe mit sich brachte. Da der histologische Befund aber nur "leichte chronische Entzündung" lautete und mein Hausarzt mich für zu jung hielt (22) hab ich keine Medikamente gegen die Entzündung bekommen. Trotz Literweise Kamillentee täglich wurde es nicht besser sondern schlimmer, sodass ich vor ner Woche drauf bestand endlich was zu bekommen. Jedenfalls stellte sich dadurch auch eine Angststörung ein – anfangs, nun Panikstörung. Bis dann seit Oktober immer wieder Panikattacken kamen, ganz plötzlich, und ich schon 3 mal zusammengeklappt bin. Einmal fast im Wartezimmer beim Hausarzt, ich wurde jedoch sofort versorgt zwecks Kreislaufstabilisierung etc. Ausweichverhalten macht alles schlimmer habe ich mir sagen lassen, und darum habe ich wochen- und monatelang mich den Situationen gestellt und sie durchgemacht, bin zur Arbeit und abends oft spazieren gewesen. Und immer wenn es mal wieder eine eskalierte Situation gab wurde es schlimmer und schwerer für mich. Da ich wegen der Darmproblematik auch oft aufs WC muss, war ich froh mit dem Zug zur Arbeit zu können – WAR. Im ganzen Zug gibt es nur eine Toilette. Gegen den Durchfall und die Krämfe halfen schon keine Medikamente mehr – kein Buscupan, kein Paracetamol, kein Metamizol, kein Ibu, keine Durchfallmedikamente. Also musste ich unweigerlich im Zug aufs Klo, auch mehrmals. Vor 2 Wochen holte mich der Schaffner vom Klo, es hätten sich vermehrt Fahrgäste beschwert, dass ich häufig auf Toilette gehe wodurch die sich belästigt fühlen und Angst hätten, ich wäre Schwarzfahrer. Ich drücke ihm dann meine Jahreskarte ins Gesicht und sagte, dass ich am Darm chronisch Krank bin. Darauf kam nur "Dann gehen Sie zum Arzt. Die Toilette bleibt den Rest der Fahrt frei." Ich bekam noch ein schnippisches "Gute Besserung" und er ging zu einigen Fahrgästen und beruhigte sie, dass ich eine Fahrkarte hätte aber behielt mich im Auge. Ich musste so nötig und durfte nicht. Am Zielbahnhof suchte ich dann die Toilette auf, der Stuhlgang und die Schmerzen waren unerträglich, und wieder kam eine Panikattacke. Die schlimmste, die ich bisher durchgemacht habe. Sie hielt knapp 2 Stunden an und ich blieb auch noch bei Bewusstsein, wenn auch nur knapp. Obwohl man viel und tief atmet, scheint man keine Luft zu bekommen, Schwindel, Herzrasen das die Brust zum Zucken bringt, Kribbeln in den Zähnen dass sich im ganzen Körper ausbreitet, dann werden die Gliedmaßen taub, Gehör setzt ab und an aus, alles dreht sich, man kommt nicht zur Ruhe und es wollte einfach nicht aufhören... Setiher habe ich auch ein mulmiges Gefühl, wenn icht sogar etwas Angst, diesen Zug zu benutzen – aber ich musste ja...

Ich habe vor ner Woche auch ein Medikament für akute Panikschübe erhalten, doch mittlerweise ist es so schlimm, dass ich nicht mal mehr den 7min Weg zum Bahnhof ohne schaffe. Und da das Medikament abhängig macht und wirklich nur für Notfälle ist, kann ichs nicht immerzu nehmen. Um zur Arbeit zu kommen habe ich es fast täglich genommen, heute wollte ich es auch ohne zur Arbeit schaffen – Katastrophe. Zum Arzt gebracht worden und Einweisungsschein mit Notfallkennzeichnung für eine psychiatrische Kinik bekommen (bis zum Termin beim Psychiater am 28.03. würde ich es nicht mehr aushalten, aber mein Hausarzt lässt lieber die Finger von Psychopharmaka – da war ihm die stationäre Betreuung des Beste). Das Beruhigungsmittel genommen, Tasche gepackt und die ortsansässige Klinik angefahren – zurückgewiesen worden. Ich bin nicht vom Hausarzt für eine Station angemeldet worden, zudem habe ich keinen Aufnahmetermin und alle Betten seien belegt – ich solle es doch bei einer anderen Klinik versuchen. Wir dann zur nächsten Klinik die 80 km weg ist (Dank sei Alprazolam) in deren Nähe auch Verwandte wohnen und zum Teil in der Klinik arbeiten – das gleiche. Keine Anmeldung, kein Aufnahmetermin, keine Betten frei und zudem sei neben der Einweisung eine Überweisung von Nöten. Die Ärtzin, die mir die Aufnahme verweigerte rief meinen Hausarzt an und stauchte den zusammen, wie er sowas machen könnte. Ich habe keine Beratung und nix erhalten, nicht mal ne Verschreibung oder einen Aufnahmetermin. Ich soll morgen wieder zum Hausarzt und der soll sich dann was überlegen. Großartig! Der wird bestimmt nicht erfreut sein, dass die von der Klinik ihn so angemacht hat.

Ich bin gespannt, was da morgen nun draus wird. Aber ich freue mich, dass dein Sohn es endlich in eine Klinik geschafft hat und ihm geholfen wird. Ich muss die Zeit bis dahin noch überstehen...

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