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Sohn (15) hat seit Nov. eine Angststörung: Stationäre Aufnahme?

TMingaLvanpdshxut


Hallo Viator

Ich muss die Zeit bis dahin noch überstehen...

das müssen wir auch, da wir ja noch gar keinen Aufnahmetermin haben. Lediglich die Zusage, dass sie meinen Sohn gern aufnehmen will, hat die Ärztin getätigt. Und zwar heute Morgen am Telefon, sie hat mich extra angerufen. Das fand ich total klasse. Am Dienstag haben wir einen Besichtigungstermin der Station. Jetzt hilft nur noch Daumen drücken, dass es schnell geht.

Deine Geschichte geht unter die Haut. Es tut mir sehr leid, dass du auch mit Panikattacken zu kämpfen hast. :)* Und die Sache mit dem Darm ist echt fies, ich kenne das auch. Seit Sonntag hatte ich auch zwischendurch Durchfall, Schmerzen und Übelkeit. Ob es nun ein Virus, etwas anderes oder die Psyche ist, weiß ich noch nicht. Aber auf jeden Fall ist es fies! Wie sie dich im Zug behandelt haben, ist eine Frechheit. Von wegen, die Toilette bleibt jetzt frei. Wo gibt es denn sowas? Ein Verbot zur Benutzung des Klo's. Ich hätte mich bei der Bahn beschwert, ganz ehrlich. So sollte man mit Menschen, egal ob krank oder gesund, nicht umgehen. :|N

Auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute für deine Zukunft. :)*

Tyin-aL1amnds@hut


Sehr schade, dass hier niemand von den anfangs so engagierten Schreibern mehr schreibt.

Abgesehen von War mal der Kater, was mich sehr sehr freut. Danke! @:)

avug&23x3


Hallo Tina, ich greife mal Ihren letzten Eintrag auf. Warum schreibt jetzt keiner mehr? Ich war selbst eine Woche unterwegs und daher ohne Internet. Fand aber auch einen Rüffel von einem "hase" vor, der sich auf einen anderen Beitrag bezog.

Ich habe leider den Eindruck, dass in diesem Forum man Probleme ansprechen darf, aber wenn es um Problemlösungen geht, dann muss man ganz vorsichtig sein, weil manche Problemlösung auch heißt, mal sog. "Klartext" zu reden. Das trifft aber nicht auf Sie zu.

Die genannte Zeit bis zur Klinikaufnahme ist schon recht lang. Nun möchte ich Ihnen aber aus eigener Erfahrung als ehem. Klinikmitarbeiter sagen, dass es manche Menschen über mehrere Monate ausgehalten habe bis zu einem Aufnahmetermin, weil sie unbedingt zu dieser Ärztin in dieser speziellen Klinik wollten. Es ist also eine Frage von Motivation und Möglichkeiten, in Ihrem Fall: die Möglichkeiten der Klinik zu der Motivation Ihres Sohnes, dort sich Hilfe zu holen.

In diesem Sinne kann ich ihm nur eine gute Zeit bis zur Aufnahme wünschen und dass ihm die Motivation nicht verloren geht.

TEignatLandshuxt


Heute mal gute Nachrichten!

Mein Sohn isst wieder!

Er hatte sich für heute Spaghetti Bolognese und Gurkensalat gewünscht.

Habe ich gemacht und siehe da, er hat eine ganze Portion und eine halbe Schlangengurke dazu verputzt. Ich bin so happy, dass es mir selbst sofort spürbar besser ging. Wir beide hatten richtig gute Laune heute und waren sogar unterwegs. :)^ :)z :-D

Jetzt warten wir erst mal den Termin am Dienstag ab und dann sehen wir weiter.

aug223, danke, dass du auch noch mal zu Wort gemeldet hast. @:)

W>ar malf der dKatxer


Super mit dem Essen :)^ . Abgesehen davon bekomme ich auch grad Appetit...

Und schön dass auch mal gute Laune da ist :-D .

TEinasLandxshut


Finde ich auch. :-D

Danke Kater. @:)

k6leinQe Paldme2x10


Mein Weg aus der Angst:

Liebe Tina,

Ich kann sehr gut verstehen wie es dir (euch) geht.

Ich bin betroffen.

Bei mir ging es ebenfalls mit einer Panikattacke los, die so schlimm war, dass ich mich freiwillig stationär ins Krankenhaus einweisen lief, weil ich dachte es wäre das Herz.

Es war aber NICHTS.

Seitdem hatte ich immer Angst und im Rahmen des Abis wurde es noch schlimmer.

Ich stand nur noch unter Strom immer angespannt ob keine Panikattacke auftauchte oder ob ich sterben würde usw.

Ich hab mir eine Therapeutin gesucht und der Neurologe verschrieb mir Antidepressiva.

Dank denen schaffte ich mein Abi.

Nachdem ich die Tabletten wieder absetzte wurde es kurzfristig schlimmer.

Meine Ärztin riet mir zu einem stationären Aufenthalt, doch ich hatte von leuten gehört, denen es nicht besser sondern schlimmer ging und das schreckte mich ab.

Ich versuchte das zu umgehen und blieb wie dein Sohn eine ganze Weile zu Beginn des Studiums zu Hause.

Dann riefen Freunde ein: Willst du nicht mit ins Kino? Meine Mutter wollte dass ich mit zu einer Geburtstagsfeier komme.

Daraufhin meine Antwort: Nein, mir gehts nicht so gut, ich habe noch das und das vor (im Ausreden erfinden bin ich Meister)

Ich sagte immer mehr ab und mein soziales Netz brach total ein.

Irgendwann als ich dann allein zu Hause saß und über Facebook mitbekam, wie meine ehemaligen Klassenkameraden nach dem Abi weiter machten, alle studierten in fernen Städten und ich für eine Uni eingeschrieben war aber nicht hing ging sagte ich mir: Stopp!!!!!!!! So geht´s nicht weiter. Ich mache mir nicht das ganze Leben kaputt von der Angst.

Und ich tat etwas sehr entscheidendes. Ich ging erstmals seit Wochen wieder in eine Situation und zwang mich auszuhalten.

Es war extrem schlimm. Aber ich habs überlebt. Und das war der Schlüssel. Angstsituationen sind heftig! Sie bringen mich aber nicht um. Aber man kann das nur schaffen wenn man sich konfrontiert.

Jedenfalls hatte ich einen Willen. Ich kämpfte weiter.

Es ist wirklich etrem schlimm. Gesunde können das vielleicht nicht nachempfinden, aber der einzige Weg ist die Konfrontation.

Und mit jedem Schritt allein, mit jeder Minute die man durchhält ist man etwas weiter.

Klar gab es Momente wo ich dachte ich kippe um, halte den Schwindel nicht aus, sterbe vor Herzrasen, oder niemand kann mir helfen.

Aber irgendwas in mir was stärker und hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt wieder bin. Ein Mensch, der sich trotz Angst in die Situationen stürzt.

Ich selbst habe es ohne den ganzen Meditationsschnully geschafft. Nur mit Konfrintation. Und mehr Ruhe und Entspannung im Alltag. Ich gehe zur Uni, aber setze mich nicht massiv unter Druck. Damit am Wochenender nicht total rum sitze und auf träbe Gedanken komme habe ich mir einen 5 Stunden Nebenjob in einem Restaurant besorgt. Schafft Bewegung, praktische Arbeit ist super.

Nur das mit nem einigermaßen entspannten Alltag hat mich auch so stark gemacht, dass ich sagen konnte: Ich bleibe in der Situation. Ich verlasse nicht das Kino, nicht den Hörsaal, nicht die Situation. Mit zusätzlichem, massiven Stress hätte ich das vielleicht nicht geschafft.

Antidepressiva hab ich mit der Zeit komplett abgesetzt. Beruhigungsmittel habe ich immer mit, aber bisher noch nie genommen. Stichwort: Placebo Effekt.

Ich glaube dein Sohn hat derzeit nicht die Kraft. Daran wird es wohl liegen das er das nicht durchhält.

Kann er denn gar nicht mehr raus, oder geht das in deinem Beisein?

Und gab es in der Vergangenheit vielleicht Dinge die ihn belastet haben? Oder eine zu vorsichtige Erziehung? So eine Angststörung kommt nicht von ungefähr. Besonders nicht in so jungem Alter. Meine Familie hat mich zu ängstlich erzogen. Deshalb war ich auch so.

Was auch gut ist, ist Sport. Richtig auspowern, am besten Ausdauersport, joggen und so. Und dann eben das aneignen von Wissen. Was so eine Panikattacke ist usw.

Vorübergehend sind Medikamente sicher ganz gut, aber es sollte nicht zur Dauer werden. Ich wog durch Antidepressiva 54 kg. Zur Zeit wiege ich ohne 46. Hat eben alles auch Nebenwirkungen.

Also bitte nicht verzweifeln, auch wenn es leicht klingt.

Es gibt einen Schlüssel aus der Angst und der nennt sich Konfrontation. Viel Glück! Ihr schafft das!

k"leineS PLalmxe210


@ Tina:

Ich hab den ganzen Thread nochmal rückwirkend gelesen.

Ich glaub der Punkt, weshalb sich das so entwickelt hat, wie bei mir damals vor einigen Monaten, sind die engeren Bezugspersonen.

In dir erkenne ich meine Mutter vom Verhalten wieder.

Sehr gerührt, bemutternd, aber Angst los zu lassen, ohne Partner und das Kind immer sehr an sich bindend, weil man selbst Angst hat und irgendwo auch gebraucht werden will. Man klammert sich an das Kind.

Ich glaube der einzige Weg, durch den es für euch beide besser werden kann, der nennt sich Loslösungsprozess.

Nur wenn er es schafft auf eigenen Beinen zu stehen, sich irgendwie los zu lösen wird es euch beiden besser gehen.

Meine Mutter ging es in einer mich prägenden Phase im Bereich 12./13./14. Lebensjahr ebenfalls sehr schlecht. Sie hatte auch Panikattacken, Angst, war leicht depressiv. Sie hat geschafft sich aus eigener Kraft los zu reißen, aber bei mir blieb dadurch eine Art Knacks weg, was sich Jahre später wider gespiegelt hat.

Ich selbst ziehe in einigen Monaten 200 km weit von meiner Mutter weg. Ich denke der Abstand wird uns beiden gut tun, damit jeder von uns sein eigenes Leben lebt, ohne zu klammern und ich bin ja nicht aus der Welt.

Das soll kein Vorwurf sein. Eine perfekte Mutter gibt es nicht. Nur gute Eltern wollen für das Kind das beste, sonst wären sie keine guten Eltern.

Nur kann gutes auch manchmal zu viel sein. Und dann erreicht man wohlmöglich das Gegenteil. Das hab ich an mir und meiner Familie gesehen.

kfleine ePalme21x0


" Lieben heißt los lassen können."

Sprich er ist mit 15 schon fast erwachsen und wird trotz Angststörung mit hguter Unterstützung in der Lage sein, sein Leben zu meistern. Glaub mir. ;-)

Wrar 'mal xder KaZtexr


Ja Palme...der Junge ist aber knapp 15 und nicht erwachsen wie du. Da ist es mit der Abgrenzung etwas schwieriger.

Und ganz ehrlich, überbesorgt erlebe ich Tina hier garnicht, eher ganz normal besorgt und das finde ich auch berechtigt, wenn der Sohn nicht mehr richtig isst, nicht mehr zur Schule kann, vor Panik weint, usw.

Konfrontation ist natürlich der richtige Weg, leider kann das nicht jeder selber leisten. Nichts anderes wird in so einer Klinik gemacht, unter Anleitung. Dazu wird noch das soziale Umfeld einbezogen, Selbstsicherheitstraining angeboten, Sport und verschiedene andere Therapieformen sind auch im Paket.

d_eel/ighxt


Ich würde es vlt. erstmal mit einer normalen Verhaltenstherapie versuchen. Aber letztlich ist egal was Ihr macht, hauptsache Ihr macht was! Und Medis bitte nur, wenn Dein Sohn sein Alltag ansonnsten überhaupt nicht durchsteht.

Ich hatte meine erste PA auch mit 15 Jahren und hab damals Medikamente vom meinem Arzt verschrieben bekommen. Klar haben sie geholfen und ich war danach auch 3 Jahre vollkommen symptomfrei, aber dann kamen sie wieder und zwar mit voller wucht :°(

Ich hab lange versucht alleine damit klar zu kommen, habe niemandem davon erzählt bis dann i-wann der totale psychische Zusammenbruch erfolgte...

Jetzt bin ich seit ca. 2 Jahren in Therapie und merke auch schon sehr deutliche Erfolge. Natürlich hat man auch immer wieder Rückschläge aber die hat man immer.

Was ich damit sagen will, hätte ich damals gleich eine Verhaltentherapie gemacht, hätte ich mich nicht unnötig 15 Jahre damit rumgequält und nicht so viele Jahre meines Lebens der Krankheit geschenkt :°(

Unterstützt Ihn und habt Verständnis, das er mit seinen PA´s nicht wie jeder "normale" Mensch leben kann, auch wenn es für Euch nicht immer leicht sein wird. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und Deinem Sohn alles, alles liebe und gute!!!

TgiQnaLa\nd>shxut


kleine Palme, ich hoffe du verzeihst mir ein kleines Schmunzeln.

Denn ich persönlich mag diese "Ich lass dich nicht los Mütter" überhaupt nicht.

Und deshalb distanziere ich mich automatisch davon. Es tut mir sehr leid, wenn deine Mutter sich so verhalten hat, aber bitte bitte projiziere das jetzt nicht auf mich.

Ich bin eher das Gegenteil davon, glaub mir. Bin immer sehr bedacht darauf, auch Zeit für mich zu haben. Und die habe ich momentan überhaupt nicht, weil jetzt eine Zeit gekommen ist, in der ich eben rund um die Uhr für meinen Sohn da sein muss. Wer sonst? Ich bin seine Mutter und versuche, alles dafür zu tun, dass ihm schnellstens geholfen wird.

Davon mal abgesehen, dass ich noch andere Kinder habe. Die brauchen mich auch. Darunter auch einen älteren Sohn, der längst eine eigene Wohnung hat. Und es war mehr oder weniger meine Idee, dass er auszieht damals. ;-)

Ich mag vieles sein, aber sicher keine Übermutter. @:)

T_inaLa2ndshxut


deelight

unsere erste Wahl ist auf jeden Fall die stationäre Therapie und im Anschluss geht es dann mit einer ambulanten weiter. Denn nach dem Aufenthalt, da bin ich mir ganz sicher, wird er auch wieder in der Lage sein, den Weg zu einem Therapeuten zu schaffen.

T-inahLanedshut


War mal der Kater

danke. @:)

k leine qPalNme2x10


@ war mal der kater:

Meist entsteht ne Panikstörung aber nicht ohne Ursache. Und für mich kommt es so rüber, dass die TE weiß wie sich das anfühlt Zitat " Ich packe es nicht ihn in die Klinik zu bringen, das soll lieber der Opa machen". (Natürlich kann ich mich irren) Aber selbst mit 15 sollte sich ein Loslösungsprozess langsam einstellen. Schließlich gibts ja auch 15-jährige, die für ne Lehre die Stadt verlassen. Er ist ja mit 15 kein Kleinkind mehr.

@ TinaLandshut:

Es mag falsch rüber gekommen sein, aber auf mich hast du einfach den Eindruck erweckt.

Zitate deinerseits:

"Ich habe mir tierische Vorwürfe gemacht, weil ich dachte, es sei meine Schuld, dass mein Sohn jetzt nun auch damit zu kämpfen hat. Gott sei Dank konnte meine Therapeutin und alle Menschen, mit denen ich zusammen arbeite, mich davon wieder befreien. "

"Aber es ist schade, dass niemand mehr von den anderen schreibt.

Wo seid ihr? Bitte lest doch meine letzten Beiträge noch auf der vorherigen Seite."

Sorry, wenn ich da zu viel hinein interpretiert habe. Klar, ist man da als Mutter besorgt.

Umso besser natürlich wenn es nicht so ist. Nur laut meiner Therapeutin damals bedingen 60 % das nahestehende Umfeld für ne Angststörung oder besser gesagt gab es in der Kindheit/Jugend irgendwelche Ereignisse.. Einfach so entwickelt ja niemand eine Angststörung, deshalb liegt es eben nahe, dass in seinem Umfeld etwas nicht stimmt. Ohne Nährboden bekommt ja auch keiner ne Herzmuskelentzündung. Denn meist hat das tieferliegende Probleme.

Mit den Tropfen schließe ich mich übrigens an: Sei mit sowas um Gottes willen vorsichtig!!! Gerade bei Angststörungen ist das Risiko für Abhängikeit super hoch. Auch mit Benzos (bei denen ich übrigens der Meinung bin, dass die viel zu leichtfertig verschrieben werden)

Mein Arzt hat mir damals in Abständen von sechs Monaten bereitwillig Alprazolam verschrieben. Ich konnte kaum so schnell gucken, hatte ich drei rezepte in der Hand, von denen ich letztendlich nur eins eingelöst habe und wie gesagt nur eine zur Beruhigung meiner selbst in der Handtasche verwahre (obwohl ich weiß, dass ich die niemals nehmen werde) Klar, machen die ruhig. Nur die machen so gut ruhig, dass es schnell zwei werden und dann drei und dann jeden Tag vier und dann kommt man von einem ins nächste. Und sowas ist ja absolut das Letzte, was man erreichen will.

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