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Sohn (15) hat seit Nov. eine Angststörung: Stationäre Aufnahme?

N[icol&aiNic*olai


Eine Fahrt von ca. 10 km braucht hier je nach Verkehrsaufkommen ca. 20 Minuten. Und mein Sohn ist momentan nicht mal in der Lage, mit zum Tanken zu fahren. Und die Tankstelle kann man von hier aus sehen!!!

Naja, sowas ähnliches kenne ich von mir selbst auch. Wurde bei ner Verkehrskontrolle schonmal von brutalen Bullen bis zu nem Bruch verdroschen. Seitdem vermeide ich Autofahrten auch peinlichst. Mim Rad durchs Feld gehts da schon besser. Therapien zwecklos da Verkehrskontrollen immer wieder und an jeder Ecke stattfinden können.

TpinPaLaWnd>shuxt


kleine Palme2010

Ein Benzo habe ich nicht mehr in Erwägung gezogen. Nicht zuletzt, weil mein Sohn so viel Gewicht verloren hat. Das steht längst nicht mehr zur Debatte.

Wieso liest du aus meinem Gesagten:

"Ich habe mir tierische Vorwürfe gemacht, weil ich dachte, es sei meine Schuld, dass mein Sohn jetzt nun auch damit zu kämpfen hat. Gott sei Dank konnte meine Therapeutin und alle Menschen, mit denen ich zusammen arbeite, mich davon wieder befreien."

heraus, dass ich meinen Sohn zu sehr bemuttere? In diesem Abschnitt steht doch nur, dass ich dachte, meine Angststörung hätte sich einfach auf meinen Sohn übertragen. Es ist nicht so, aber es wäre total schlimm, wenn es so wäre...

Und was sagt das über mich aus?

"Aber es ist schade, dass niemand mehr von den anderen schreibt.

Wo seid ihr? Bitte lest doch meine letzten Beiträge noch auf der vorherigen Seite."

Nur, dass ich mir große Sorgen gemacht und mich damit allein gefühlt habe. Deshalb schreibe ich doch hier. Meine engsten Bekannten will und kann ich damit auch nicht immer belästigen. Und hier bin ich wenigstens anonym.

Natürlich hat sich seine Angststörung nicht einfach so entwickelt. Im letzten Jahr ist einiges passiert. Der Vater ist auf tragische Weise viel schneller verstorben als von ihm und den Ärzten gesagt wurde. Ein paar Monate noch ein lieber Mensch und dann habe ich angefangen zu arbeiten und war plötzlich nicht mehr rund um die Uhr greifbar. All diese Verluste und Verlustängste reichen völlig aus, um so eine Problematik zu entwickeln.

Und zu den Medikamenten kann ich nur sagen, dass ich ihm sicher nicht gerne die Tropfen gegeben habe. Aber ich hatte leider keine andere Wahl. Ich selbst habe noch nie etwas eingenommen und werde das vermutlich auch nie tun. Aber diese Tropfen helfen ihm wenigstens, die Zeit bis zur Klinik zu überbrücken. Und da er sie nur sporadisch und nicht täglich nimmt, ist das auch völlig in Ordnung.

THinaLaNndAshu=t


NicolaiNicolai

was war das denn für eine merkwürdige Verkehrskontrolle?

Klingt wie nach einem schlechten Film, grausam!

kllei@ne PYalme21x0


Weil das meine Interpretation des ganzen war. Ist aber meine Ansicht, der nächste kanns wieder anders sehen.

Ehrlich gesagt, wenn ich mir das folgende durchlese, erübrigt sich mir die Frage, warum da eine Angststörung vorliegt.

Bist du dir sicher, dass es nicht vielleicht sogar in die Trauma Richtung geht (posttraumatische Belastungsstörung)? Wurde das mal abgecheckt? Vermutlich kommt da beides zusammen.

Ich habe als ich jünger war (ungefähr 11) einen der liebsten Menschen in meinem Leben verloren.

Bei mir zeigte sich das ähnlich wenn auch nicht so krass. Im nachinein hätte ich mir da schon Hilfe holen sollen.

Ich hab da sehr an meiner Mutter geklammert und hatte panische Angst, dass ihr auch noch was passiert.

Ich hatte damals krasse Luftnot und dachte ich ersticke (die Person starb an einer Lungenembolie) und mir versagte ständig der Kreislauf. Jeder äußert Trauer ja auf eine andere Art. Der eine frisst alles in sich hinein, der nächste schneidet sich in die Arme und der übernächste bekommt eben Überlebensangst wie dein Sohn.

Äußert sich bei jedem anders.

Was sind das denn für Tropfen? Ehrlich gesagt hab ich wenn ich das höre auch etwas Bauchschmerzen. Weil die Gewöhnung vollzieht sich sehr schnell, besonders weil man als Betroffener dankbar für alles ist, was runter tourt. Ich glaube wenn mir zu der Zeit jemand ne Flasche Whiskey hin gehalten hätte mir der Ansage das beruhigt, hätte ich mit einem Mal die ganze Flasche weg gedreht. Nur damit es besser wird.

Die Frage ob er rausgeht oder nicht hattest du nicht beantwortet wie ist das denn?

Hast dus mal mit Homöopathie probiert? Oder einem Östheopathen? Johaniskraut? Baldrian?

Ich hatte mir zusätzlich jemanden gesucht und war begeistert wie gut das funktionierte.

SFunffl2ower_x73


@ Tina:

Habe es leider nicht mehr geschafft, weiter den Thread zu verfolgen – bin gerade wieder zufällig darüber gestolpert.

Ich hoffe, Dein Sohn hält sich weiterhin einigermaßen! Habt Ihr die Station schon besichtigt, oder steht das noch an (habe die letzten Seiten gerade nur überflogen!).

Ich sehe Medikamente ja auch kritisch – aber Du machst ja schon alles, was man machen soll: Stationäre Therapie steht an, Notwendigkeit der ambulanten Weiterbehandlung ist jetzt auch schon klar. Ganz kritisch sind Medikamente, wenn man sich nur drauf verlässt. Aber momentan ist akute Krise, momentan ist Überbrückung der Wartezeit – und da ist es zu vertreten. Solange man deutlich macht, dass es keine Dauerlösung sein wird. Irgendwie MÜSST Ihr die Wartezeit ja überstehen!

Und ansonsten:

Lass' Dich nicht zu sehr beeinflussen! Angststörungen machen hilflos; bei Kindern finde ich es umso schlimmer als bei Erwachsenen, die vielleicht besser verstehen, was los ist. Und selbst wenn Du ein bisschen überfprsorglich sein solltest: Davon kriegt kein Kind eine Angststörung. Und dass man BEI einer Angststörung alles macht und tut, ist doch nur logisch.

Und man sagt ja:

Panik entsteht, wenn der allg. Stresspegel hoch ist und dann noch was Gravierendes passiert. Plus Persönlichkeit, Veranlagung – und weiteren Faktoren.

Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute!

@ kleine Palme:

Vom Tod eines geliebten Menschen bekommt man keine posttraumatische Belastungsstörung. Da ist – formell – ja nicht mal das Trauma-Kriterium an sich erfüllt. Und PTSD äußert sich anders (da spielen Panikattacken zwar auch eine Rolle, aber noch andere Dinge, die – diagnostisch betrachtet – wichtiger sind).

k3leine PaAlme210


@ sunflower:

Na, da biste aber grottenschlecht informiert. Das steht ja sogar bei Wikipedia, dass posttraumatrische Belastungssötrungen auftreten können. Übrigens bin ich der lebende Beweis das es geht: Als ich 11 war, starb ein sehr naher Familienangehöriger. Was diagnostizierte der Psychologe? Eine posttraumatische Belastungsstörung. Ich habe eine Traumatherapie gemacht. Ich werds wissen. Also bitte erst vorinformieren, bevor du Falschinformationen von dir gibst. Das geht sehr wohl mit einem Trauma %-| .**

k$leineK Palm]e21x0


Sorry, der Tet sollte dick geschrieben sein.

@ sunflower:Na,

da biste aber grottenschlecht informiert. Das steht ja sogar bei Wikipedia und vielen vielen anderen Seiten, dass posttraumatrische Belastungssötrungen auftreten können. Übrigens bin ich der lebende Beweis das es geht: Als ich 11 war, starb ein sehr naher Familienangehöriger. Was diagnostizierte der Psychologe? Eine posttraumatische Belastungsstörung. Ich habe eine Traumatherapie gemacht, weil ich u.a aufgrund des Todesfalls Panikattacken und Ängste hatte. Ich werds wissen. Also bitte erst vorinformieren, bevor du Falschinformationen von dir gibst. Das geht sehr wohl mit einem Trauma**

%-|

Google mal trauma todesfall da bekommste tausende von Einträgen. :=o

kWle9ine =Palme2x10


@ sunflower:

Ich bin da übrigens nicht die Einzige.**

In der Praktikumsstelle, bei der ich arbeitete traf ich während der gesamten Zeit auf einen Jungen von 7 Jahren und ein Mädchen von 14.

Der Junge hatte seinen Vater verloren. Bei ihm war es sogar so schlimm, dass er nicht mehr sprechen wollte, nur noch weinte.

Man stellte bei ihm eine Posttraumatische Belastungsstörung fest.

Er war in unserem Haus zur Ergotherapie. Genau wie bei der TE war der Junge total abgemagert und hat kaum noch gegessen.

Das Mädchen lebte mit der Mutter allein, welche an einem Aneurisma verstarb. Sie war absolut in sich gekehrt und wirkte total abwesend. Diagnosemäßig das gleiche Spiel: Verlust und Trauma.

Also bitte informier dich erstmal bevor Unwahrheiten verlautet werden.

SBunfl-owe^rx_73


@ kleine Palme:

Das sind dann Belastungsreaktionen etc. – aber keine hochoffizielle PTSD. Vielfach gibt man die Diagnose recht unkritisch. Und im stationären Bereich gerne, weil die anderen "richtigen" Diagnosen nicht genug Behandlungstage durch die Krankenkassen einbringen.

Ansonsten:

Ich bin Psychologin und therapeutisch im Erwachsenenbereich tätig, nachdem ich einige Jahre in Forschung & Lehre gearbeitet habe (Schwerpunkte Sucht & Angst). Aber egal.

kEleinTe' Pa5lme2x10


@ sunflower:

Niemand bestreitet dein Fachwissen. Mir wurde die Diagnose PTSD in extremen Ausmaß aber defintiv so gestellt. Das ist nun mal so und da brauche ich mit niemandem zu diskutieren. Und die Kompetenz von meinem damaligen Psychologen UND einem Neurologen UND Therapeut, den meine Mutter mit mir unabhängig voneinander besuchte, stelle ich da nicht in Frage. Ich habe es von 3 Ärzten/Therapeuten unabhängig voneinander schwarz auf weiß. Und laut den Quellen und Erfahrungen, die ich kenne (das Internet ist voll davon und mein Erfahrungsschatz definiert es auch so) ist es nicht unmöglich, dass ein Junge, der den Todesfall nicht verkraftet und wohlmöglich live miterlebt hat eine posttraumatische Belastungsstörung davon trägt. Einige Threads zum Thema müsstest du hier also auch finden.

Wenn du denkst, dass es so ist bleibt das deine Ansicht.

Ich bin da einer anderen Meinung und meine damaligen Ärzte haben es ja bestätigt. An der Uni haben wir das übrigens auch so gelernt. Todesfälle, Vergewaltigungen, Unfälle oder andere einschneidende Ereignisse können unumstritten eine posttraumatische Belastungsstörung hervor rufen.

Ich rate der TE falls sie jetzt verwirrt ist einfach selbst bei Trauma und Verlust im Zusammenhang mit Todesfällen zu googeln.

Dann hat sich die Frage sofort erübrigt ;-)

WUar m'al Xde;r Katexr


Ich rate einfach dazu, niemanden mit Ferndiagnosen zu verwirren ;-D .

Und Wikipedia ist ein schlechter Ratgeber, Grundlage ist das ICD 10 und das diagnostische Fachwissen von FACHleuten.

Aber zur Info:

"Typische Merkmale (einer PTBS) sind das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks), Träumen oder Alpträumen, die vor dem Hintergrund eines andauernden Gefühls von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit auftreten." Quelle: [[http://www.icd-code.de/icd/code/F43.1.html]]

Letztendlich erfolgen Diagnose und Behandlung in der Klinik und das hoffentlich bald.

TCinaLLandzshuxt


Hallo zusammen *:)

Ich glaube nicht, dass mein Sohn eine PTBS hat. Aber ich bin kein Fachmann, deshalb halte ich mich damit lieber zurück. Da ich nun mal leider selbst in dieser Angstschleife stecke, erkenne ich die Symptome meines Sohnes sehr gut. Meine Therapeutin sagte nach meiner Schilderung, dass sie auch auf eine Angststörung tippe, aber niemals eine Ferndiagnose stellen würde, da sie meinen Sohn nicht kenne. Aber wir haben sehr viel über ihn geredet und ich mich oft ihn ihm wieder erkenne, was die Symptome und das Ausmaß angeht, zumindest teilweise.

Und das abgemagert sein hat ja jetzt Gott sei Dank ein Ende. Auch heute Morgen hat er gut gefrühstückt. Seit Wochen endlich mal wieder Cornflakes mit Milch gegessen. Er hat sich nicht mehr getraut, etwas zu essen, weil er Angst hatte, einen allergischen Schock zu bekommen. KiÄ hat einen Allergietest gemacht, der ihn nach und nach dann beruhigt hat und nun isst er wieder. Ich freu mich so! :-D

kleine Palme2010

im Übrigen habe ich nicht Angst, meinen Sohn selbst in die Klinik zu bringen, sondern ich habe einfach organisiert! Der Opa ist gefahren, mein Sohn saß hinten mit der Begleitung und ich bin mit meinem anderen Sohn hinterher gefahren. Keiner wusste, wie die Fahrt werden würde. Ich habe mit dem schlimmsten gerechnet, doch dann hat er es doch fast ohne Panikattacke geschafft. Am Dienstag werden wir es wieder genauso machen. Was ist daran so schlimm? Muss man da immer etwas hinein interpretieren? :|N

Sogar meine Therapeutin war begeistert davon, wie ich mich einsetze und alles organisiere. Für manche macht man aber offensichtlich dennoch alles falsch.

Sorry, aber das kann ich nicht verstehen. :-/

ktleine\ Pawlmex210


@ Tina Landshut:

Ich glaube, das hast du missverstanden. Nichts an deinem Verhalten ist falsch. Du bist einfach eine besorgte Mutter. Wobei du in der oberen Zeile mit "Da ich nun mal leider selbst in dieser Angstschleife stecke, erkenne ich die Symptome meines Sohnes sehr gut" das bestätigt hast, was ich denke (möchte mich aber nicht fest legen)

Sowas überträgt sich und eure Situation mit dem Todesfall sieht ja auch nicht besonders leicht aus.

Eine Diagnose kann letztendlich nur der Fachmann stellen, da hat war mal der Kater Recht.

Ich wünsche euch jedenfalls, dass es deinem Sohn bald wieder besser geht @:)

T|inaLan;dshxut


Sei mir nicht böse, aber ich schenke das lieber meiner Therapeutin Glauben, wenn sie mir sagt, dass sich meine Angststörung nicht einfach so auf meinen Sohn übertragen kann.

Sie muss es doch wissen, oder?

Und nur, weil ich selbst diese Angsterkrankung habe, heißt das noch lange nicht, dass du Recht hast mit dem, was du über mich denkst. Ich finde es immer sehr gefährlich, sich über das Internet ein Bild von der Person zu machen, die hinter den Zeilen sitzt. Das ist nicht gut und ich finde, du solltest das beherzigen. @:)

k<leinOe Palm%e210


@ Tina:

Wenn du meinst. Natürlich kannst du glauben was du möchtest.

Meine hat mir nur das ganze Gegenteil erzählt. Meine Mutter hat die Sache von damals zweifellos zusätzlich auf mich übertragen. Aber vielleicht hat da jede Therapeutin eine andere Ansicht ;-)

Meine sagt zumindest, dass sie ausschlaggebend dafür war und sie die Angststörung auf mich übertragen hat.

So stehts zusätzlich auch in meinem Buch über Angst und Panikattacken.

Ich sagte merhmals: Ich kann über dich und deine Situation denken was ICH WILL. In meinen Augen und aufgrund meiner Erkenntnisse denke ich das ich Recht habe. DAS IST ABER MEINE ANSICHT. Nur das kannst du eben auch anders sehen. Oder der nächste, der hier schreibt.

Letzteres finde ich sehr richtig, deshalb bin ich bei diversen Threads auch bei [[http://www.med1.de/]] ab und an skeptisch was ich glauben soll und was nicht ;-)

Dennoch frage ICH MICH warum du dann den Thread eröffnet hast, wenn du es als gefährlich befindest, sich über das Internet ein Bild über eine Person zu machen die man nicht kennt ??? ? Das kann ich nícht ganz nachvollziehen. Hieße ja dann meiner Meinung nach das du eine Beratung so nicht wünscht.

Oder wie soll ich das verstehen?

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