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Mein Vater - der verbohrte, depressive, heimliche Alkoholiker

E0hemaligFer Nutze}rt (#43x9261) hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich muss mich jetzt leider mal an dieses Forum hier wenden... es is echt zum ko**** bei meiner Familie.

Das kann man nicht mehr Familie nennen - das ist mein Vater, der nicht einsieht dass er krank ist und so dermaßen austickt dass es nicht mehr heilig ist.

Da wäre noch meine Mutter, die vor 4 Jahren aufgrund eines Autounfalls in eine tiefe Depression gefallen ist und seitdem nicht mehr richtig raus kommt und da wäre noch mein jüngerer Bruder (er ist jetzt 20), der leider nicht ausziehen will und somit den ganzen Mist am eigenen Leib miterlebt und irgendwie von Familie ein falsches Bild hat.

Ich bin 26, bekommein ca. 2 Wochen mein Baby und wohne jetzt dann schon 5 Jahre nicht mehr zuhause - bekomme allerdings so ziemlich das ganze Geschehen mit. Hab einen sehr guten Draht zu meiner Mutter, wir telefonieren fast täglich und unternehmen auch viel gemeinsam.

Mein Vater war eigentlich immer mein Vorbild, ich war/bin das typische Papa-Mädchen, ich bin früher immer besser mit ihm ausgekommen als wie mit meiner Mutter, vor ihm hatte ich Respekt. Mittlerweile is der allerdings so gut wie weg.

Die ganze Situation ist so besch*,... meine Familie wohnt in dem Haus meiner Großeltern, mein Opa is 2007 gestorben, meine Oma 2001. Ich denke, dass mein Vater nie über den Tod von der Oma (seiner Mutter) hinweggekommen ist. Seit Opa auch noch tot ist, gehts bergab. Rapide.

Heimlich Wodka trinken tut er allerdings schon länger, locker schon 6 Jahre. Das streitet er allerdings ab bzw. wenn er darauf von meiner Mutter angesprochen wird, dann gehts wieder 1 Woche gut und dann is alles wieder beim alten.

Dazu kommt, dass er einfach fertig ist. Er will nicht mehr arbeiten, er will rein gar nichts mehr machen. Am Wochenende schläft er fast nur, isst, trinkt, schläft. Das geht schon locker jetzt 1 Jahr so.

Mal ist er besser drauf, mal schlechter. Es ist ein ewiges Bergauf-Bergab. Meine Mutter erhofft sich immer noch ein Wunder, sie hofft jeden Tag, dass er sich ändert. Tut er aber nicht.

Das Haus verfällt zusehends - er meint, er repariert auch nix mehr, er will wenn er in Rente ist, nach Mallorca auswandern. Er ist jetzt 56... es dauert also noch mit Rente. Wenn man ihm sagt, dass wenn er so weiter macht, er seine Rente nicht mehr erlebt ist er totbeleidigt.

Dann zieht er sich in seinen Hobbykeller zurück, sitzt sich vorn PC und die ganze Welt ist gegen ihn. Alkohol sein einziger Freund.

Ich finde es so furchtbar, dass er sich nicht helfen lassen will.

Gerade haben mein Freund und ich meine Familie besucht, da war noch alles OK. Dann kam mein Bruder mit nem Brief von seiner Krankenkasse in der Hand (Privat-Sonntagszustellung...) in dem ging es um sein Diabetes Typ 2 (ja, das hat er auch, will es sich aber nicht eingestehen...das nächste große Problem).

Dann war es aus. Total. Er ist lauter geworden, was denn diese sch** Kasse wieder von ihm will, hat meine Mutter angefahren, was sie wieder gemacht hätte, dass diese **Kasse ihn jetzt wieder damit nervt, die können ihn alle mal und er füllt da gar nix aus.

Puh.

Ich bin dann rausgegangen weil wir wieder fahren wollten.

Meine Mam kam 1 Minute später nach, den Tränen nahe, dass er ihr grad wieder "gedroht" hat, dass er gleich wieder nen Ausraster bekommt (er tickt dann richtig aus und droht "abzuhauen" usw).

Jetzt ist sie natürlich auch wieder total am Boden... mir tut sie so leid. Sie will es einfach nur immer recht machen und meint es gut und er behandelt sie so wie Müll.

Sie hat leider auch keinen Job bzw. arbeitet nur als Zimmermädchen. Ich sag ihr schon lange, sie soll ausziehen. Das will sie aber auch nicht, sie meint dann "wohin soll ich denn?"

Es ist zum verrückt werden, so belastend.

Ich weis wirklich nicht mehr weiter.

Musste mir das jetzt mal alles wegschreiben, vielleicht will ja jemand was dazu posten, wäre schön

Antworten
KPleixo


vienna84

Ich finde es so furchtbar, dass er sich nicht helfen lassen will.

Das ist natürlich legitim und Dein Recht, es furchtbar zu finden, aber es ist sein Recht zu entscheiden, ob er Hilfe will oder nicht. Es bleibt Dir nichts anderes übrig, als es zu respektieren.

Ich finde so etwas natürlich auch furchtbar, aber sogar wenn sie sich helfen lassen wollten, so wären die richtigen Anlaufstellen Fachleute und nicht Du.

Gerade haben mein Freund und ich meine Familie besucht, da war noch alles OK. Dann kam mein Bruder mit nem Brief von seiner Krankenkasse in der Hand (Privat-Sonntagszustellung...) in dem ging es um sein Diabetes Typ 2 (ja, das hat er auch, will es sich aber nicht eingestehen...das nächste große Problem).

Ja, das nächste neue Problem, das nicht Dein Problem ist. Willst Du denn etwas daran ändern, Dich nicht mehr um die Probleme anderer zu kümmern, vor allem, wenn sie Dich gar nicht darum bitten? Willst Du denn nicht lernen, Dich abzugrenezen?

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