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Das Null-Bock-Syndrom

vDago


Energie verschwende ich weniger, eher etwas von der kostbaren Zeit. Ich denke, dass ich ansonsten die richtigen Prioritäten setze und die Flinte werfe ich nicht so schnell ins Korn. Schwierigkeiten habe ich zeitlebens mit dem rechtzeitigen Beginn einer Sache, so dass ich manchmal in Terminschwierigkeiten komme. Ob es nun perfektionistisch ist, die Dinge ordentlich und gewissenhaft zu erledigen, dieses Urteil überlasse ich anderen.

I/nsJindixa


Energie verschwende ich weniger, eher etwas von der kostbaren Zeit. Ich denke, dass ich ansonsten die richtigen Prioritäten setze und die Flinte werfe ich nicht so schnell ins Korn. Schwierigkeiten habe ich zeitlebens mit dem rechtzeitigen Beginn einer Sache, so dass ich manchmal in Terminschwierigkeiten komme.

geht mir auch immer so.

deine beiträge könnten auch von mir sein, aber ich seh darin keine psychische störung.

versteh das nun bitte nicht falsch, aber mir kommt das so vor, dass du gern eine psychische störung hättest, vielleicht als ausrede, weil du nicht immer 100% zu jeder tageszeit leisten kannst?

v?ago


Ich denke, dass die Frage der Motivation und der allgemeinen Antriebskraft etwas zu tun, schon in gewisser Hinsicht ein psychologisches Problem ist. Natürlich stehen physische und psychische Konstellation im engen Zusammenhang. Mit zunehmenden Alter nimmt bei mir die Leistungsfähigkeit ab. Aber es gibt eben diese gewissen Strecken, auf denen man zu nichts Lust hat. Glücklicherweise sagt mir meine innere Stimme: "Du musst jetzt unbedingt!" Dann zwinge ich mich, bzw. bezwinge ich meine Trägheit und versuche meine Aufgaben zu erledigen, auch wenn das manchmal quälend von statten geht.

Es gab aber auch Momente, wo wirklich gar nichts mehr ging, aber das hatte organische Ursachen, Nierenunterfunktion infolge von Harnstau.

Inzwischen leide ich an Niereninsuffizienz, aber die Nierenwerte sind noch in einem erträglichen Bereich. Manchmal habe ich Angst, dass in dieser Beziehung etwas nicht in Ordnung ist.

Zum anderen bedrückt mich eine Hoffnungslosigkeit, dass in meinem Leben fast alle Messen gesungen sind und es nun entwicklungsmäßig fast nur noch bergab geht. Es fehlt natürlich auch eine Aufgabe, die mich fordert und ausfüllt.

I3nsi ndixa


wie wärs denn dann vielleicht mit neuen hobbies, oder mit freunden etwas unternehmen?

vmago


Mein neues Hobby ist dieses Forum und für demnächst ist Pelmenikochen mit meinem wolgadeutschen Freund angesagt. Ansonsten habe ich keinen großen Freundeskreis. Ich versuche nun meinen Freundinnen- und Freundeskreis für umfangreichere Onlinediskussionen auszubauen.

vVa3gxo


Ein anderes Null-Bock-Syndrom hat der Enkelsohn meiner Lebenskameradin. Er hat in seinem fünfundzwanzig jährigen Leben noch nie richtig gearbeitet. Die Schule hatte er geschmissen.

Kürzlich bekam er im 60 Km entfernten Dresden eine Maßnahme vom Jobcenter zugewiesen. Ich habe ihn jeden Morgen per Handy geweckt, aber er ist trotzdem nicht zur Arbeit gegangen. Heute habe ich ihn zur Rede gestellt, weshalb er nicht zur Arbeit geht und er antwortete: "Ich bin früh zu faul dazu."

Ich weiß mir keinen Rat mehr, was man mit dem Jungen noch anstellen soll?

v%agxo


Ich denke, dass dem Problemen der dissozialen Persönlichkeitsstörung in der Gesellschaft zu wenig Beachtung geschenkt wird.

vlago


... und die Betroffenen stehen mit den Problemen allein da.

IDnsind1ia


naja was du mit dem enkel deiner lebensgefährtin machen kannst ist eigentlich gar nichts. mit 25 ist er ja schon lange erwachsen und reden bringt da nichts. selbst seine eltern haben da noch nichtmal ein einfluss drauf und, soweit ich weiss, müssen sie ihn auch nicht mehr unterstützen, wenn er 25 ist.

aber nochmal zu dir:

wie wärs denn mit irgendein verein für dich? hab gerad gelesen, dass du 1950 geboren bist, da gibts dann auch z.b. sportvereine für ältere oder wenn du singen kannst, vllt ein chor oder so was in der richtung? vielleicht wolltest du früher mal ein instrument lernen und hast es aber nie gelernt? mit ordentlichen unterricht (wenn man dafür bezahlt, dann geht man auch dahin ;-D ) wirst du dich vllt dazu aufraffen können.

andere sache wäre auch nochmal, dass du dich bei einem psychologen meldest?

vLago


Liebe Insindia,

also ich habe mich wieder gefangen und beteilige mich rege an diesem Forum. Ich muss allerdings darauf achten, dass ich hier nicht zu viel Zeit verbringe, denn man hat ja noch andere Aufgaben wie beispielsweise den Haushalt, den man nicht vernachlässigen sollte.

Das Forum hilft mir, das Alleinsein zu vergessen.

Mit herzlichen Grüßen

W$auteCrlxi


Ich kenne das auch... ich weiger mich aber, mich als depressiv zu bezeichnen... ich war schon bei ner Psychologin und die hat mir keine Depression attestiert. Es läuft bei mir schon einiges drunter und drüber, aber das ist auch phasenweise... manchmal mach ich viel und manchmal bin ich faul. ;-)

Vielleicht sollte man an den Tagen, wo man viel macht, nicht zuviel machen. Ich arbeite z.B. meistens 11 oder 12 Stunden am Tag (also unterbrochen vom Mittagessen, aber sonst keine Freizeit). Und da habe ich Sonntags einfach auch VERDIENT, da faul zu sein, auch wenn ich noch zu tun hätte. Sonst hält das keiner aus. Vielleicht machst du ja auch zu viel auf einmal, wenn du was machst, so dass sich dein Körper/deine Seele einfach die verdiente Freizeit erzwingt. ;-)

I[nsin~dixa


das Alleinsein zu vergessen.

wie wärs denn mit ner katze oder n hund? oder irgendwas, was sonst noch flauschig ist? ^^

vua(go


Katzen mag ich zwar sehr und ich bin auch Hunden nicht abgeneigt, aber für ein Tier muss man ständig da sein. Alleinstehende mit Haustieren bekommen schnell ein Problem, wenn sie plötzlich verhindert sind, den Betreuungspflichten nachzukommen (z.B. Krankenhausaufenthalt). Problematisch wird jeder kleinere Kurzurlaub, man ist absolut ortsgebunden und eine Trennung ist für die Tiere auch nicht gut, sie können ihren Betreuer sehr vermissen.

Da ist dieses Forum schon ein besseres Mittel gegen Einsamkeit.

MHadamte Mgimi


Ich denke eine virtuelle Welt kann nie als ein Ersatz gesehen werden, seiner Einsamkeit zu entrinnen. Ganz im Gegenteil. Sie fördert dass Alleinsein nur noch, weil man zuhause mit dem "Freund" Computer sitzt und gar nicht daran denkt neue Menschen kennenzulernen.

Tiere, gerade auch Hunde, wenn man natürlich genügend Zeit hat und weiß wo man sie hingeben kann wenn mal etwas ist, halte ich für eine gute Möglichkeit. Man kommt an die frische Luft und kann durchaus auch Kontakt zu anderen Hundehaltern schließen.

I9nMsind~ia


es gibt auch viele urlaubsorte, wo auch hunde willkommen sind

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