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Hilfe – die, die Depressionen hatten und besiegt haben

KZein AName mVeh.r dxa hat die Diskussion gestartet


Hey ich nochmal :)

Ich wollte mal fragen wie sieht euer leben aus nach den Depressionen und wie habt ihr euch gefühlt als ihr sie bekommen habt ?

Habt ihr auch das Gefühl gehabt ihr kommt da nicht mehr raus ?

Und konntet ihr auch nur schwer schlafen und überhaut gar nichts ging mehr ihr konntet euch auf nichts mehr richtig konzentrieren ?

Und die letzte Frage als ihr sie besiegt habt ihr immer noch Nachwirkungen oder spürt ihr davon nichts mehr ?

mfg Kein Name mehr da :)

Antworten
Z#wactk4x4


1. innere Leere, verminderte Belastbarkeit, Entscheidungsschwäche, abrupte Stimmungswechsel, Unfähigkeit, Glück zu empfinden, "das Leben ist so beschwerlich", Schlafstörungen, Libidoverlust, Suizidgedanken. Meine erste schwere Depression kulminierte in einem völligen Zusammenbruch.

2. Wenn man nicht weiß, wie man an die Krankheit gekommen ist, halte ich es für normal, dass man auch nicht weiß, wie man sie wieder loswerden soll, zumal einem von Ärzten zwar durchaus Versprechungen, aber ausdrücklich ohne Zeitrahmen, gemacht werden.

3. Die Folge meiner Depression war zunächst ein stark beschädigtes Selbstwertgefühl, verbunden mit der Unsicherheit, ob ich wieder voll arbeitsfähig bin/werde; dieses Gefühl hat etwa 1.5 Jahre nach Wiederaufnahme meiner Arbeit angehalten.

4. Ich habe eine gewisse Stressanfälligkeit behalten. Wenn man das weiß, muß man manche Situationen nicht unbedingt suchen.

5. 18 Jahre später kam die zweite schwere Depression. Da konnte ich mir zwar die stationäre Psychiatrie ersparen, weil ich rechtzeitig einen Psycho-Doc aufsuchte, aber ich bin bis heute (10 Jahre später) auf ADs angewiesen, weil meine Depression sonst zurückkommt.

KGein Na@me@ meh;r dxa


Danke für deine Antwort :)

AvsiYga


@ Zwack44

Woher weisst du denn dass deine Depression wieder zurückkommt wenn du das AD weglässt ? Erfahrung ? Voraussage deines Psychiaters ? Magst du dazu was schreiben oder lieber nicht ?

LG Asiga

- die nu auch in der Situation ist -

AZbat_enanxgo


1.) Die letzten zehn Jahre hatte ich Ruhe, bis zum 18. August 2010. Ich dachte mich tritt ein Pferd. Der Höhepunkt war der 18. Oktober 2010. Da hatte ich noch zusätzlich ne richtige fette nächtliche Panikattacke. Seit dem habe ich ein Tinitus. Vier Tage vor Weihnachten war sie weg. War ein schönes Weihnachtsgeschenk. Ich fühlte mich wie neu geboren.

2.) Ja.

3.) Während einer Depression kriege ich nichts mehr gebacken.

4.) Keine Nachwehen. Alles bestens.

Z%waack4x4


Woher weisst du denn dass deine Depression wieder zurückkommt wenn du das AD weglässt ?

3x ausprobiert.

T!hoRmascaxt


Ich dachte, Depressionen wären, wenn man schlaff und lustlos in der Ecke rumhängt. Weit gefehlt bei mir. Ich bin Ende Mai 2010 reingetrudelt und konnte überhaupt nicht zur Ruhe kommen. Als ich dann 14 Nächte nur jeweils 3 Stunden geschlafen habe, war ich reif für AD. Zudem kamen ein Reizdarm und Phobien und all das hält mich seitdem auf Trab. Ein Klinikaufenthalt hat nicht viel gebracht.

T$homAaTscat


Ich wollte aber keine negative Stimmung verbreiten. In der Klinik ist depressiven Leuten durchaus geholfen worden.

Jjori


Die erste schwere Depression hatte ich vor ca. 12 Jahren. Es hat eine Weile gedauert, bis diese erkannt wurde. Im Nachhinein weiß ich, dass ich bereits fast zwei Jahre, bevor die Diagnose endlich gestellt und die Behandlung begann schon in der Depression war. Bei mir hat es sich in unendlicher Traurigkeit, zerstörtem Selbstwertgefühl, unzähligen körperlichen Beschwerden (für die es keine organische Ursache gab), massiver Müdigkeit geäußert.

Als endlich einer der vielen Ärzte, die ich inzwischen besucht hatte (und die immer nach organischen Störungen gesucht haben) das Wort Depression aussprach, war ich zwar erschreckt, aber irgendwie auch froh, dass die Suche nun endlich ein Ende hatte. Trotzdem hat die Episode mit entsprechenden Medikamenten, einer langwierigen und schmerzhaften Therapie und ca. 1,5 Jahren Arbeitsunfähigkeit noch sehr lange gedauert, bis ich eine Besserung spürte.

Dann kam eine Ruhephase von ca. 5 Jahren, bevor alles wieder von vorn los ging. Glücklicherweise hatte ich aber gelernt, mehr auf meinen Körper und meine Psyche zu achten, so dass ich diesmal sehr frühzeitig mit Medikamenten behandelt wurde. So wurde diese Episode nicht ganz so schlimm und dauerte nicht so lange.

Nach wiederum ca. 5 Jahren rutschte ich durch den Tod meiner Eltern wieder ab, was leider bis heute anhält. Das heißt, dass ich heute noch auf Medikamente angewiesen bin. Die bisherigen Versuche, das AD abzusetzen, sind fehlgeschlagen.

Letztendlich muss ich mich wohl damit abfinden, dass ich hier meine Schwachstelle habe und somit die Depression immer wieder kommen kann. Gut ist, dass ich einen verständnisvollen Arzt habe, der meine Geschichte kennt und mir immer zur Seite steht, wenn ich merke, es geht wieder los.

Es kann also sein, dass man sein Leben lang damit zu kämpfen hat. Aber das muss nicht bei jedem so sein. Es hängt sicher von der Art der Depression und dem Auslöser ab. Wenn es denn aber immer wieder passiert, dann muss man trotzdem immer weiter kämpfen und vor allen Dingen, nicht vor den Medikamenten zurückschrecken. Depression ist zwar eine psychische Erkrankung, hat aber auch etwas mit einem chemischen Ungleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn zu tun und dagegen kann man mit Medikamenten etwas tun.

Liebe Grüße

TRhomaescat


Ich nehme Mirtazapin abends, was immerhin dazu führt, dass ich gut schlafe, das angenehmste am Tag, die Bettschwere

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