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Macht eine Therapie eigentlich Sinn?

_<Ts+unaVmxi_


Einsamkeit ist Normalität.

Wirklich guter Gedanke und sehr treffend. :)^

Je mehr ich darüber nachdenke, desto stimmiger wird er. Wenn man das Leben so betrachtet, könnte man sagen, dass man hin und wieder aus der Gemeinschaft in die Einsamkeit geht. Genauso gut könnte man aber auch sagen, dass man hin und wieder aus der Einsamkeit in die Gemeinschaft geht. Zweiteres finde ich persönlich stimmiger.

s\ch\n&eck=e1985


Das wollte ich schon lange anmerken und trifft meiner Meinung nach auch das zentrale Problem:

Macht eine Therapie eigentlich Sinn?

A priori macht nichts Sinn im Leben. Aber man muss seinem Leben einen Sinn geben, es ist also eine aktive Entscheidung. Deswegen gibt es auch das Wort "sinnstiftend" ;-)

Bärentatze, mir fällt auf, dass du deine Probleme nicht auf dich beziehen kannst ("die Gesellschaft", "man" wird ausgegrenzt, "man" fühlt sich in Situation xy so und so). Dabei ist jede Wahrnehmung, jedes Urteil, jedes Gefühl ganz alleine DEIN Gefühl und dein Urteil. Vom Standpunkt der Logik her musst du das doch nachvollziehen können, sonst würde es hier doch bei allen Themen (vor allem in deinen Fäden) einen absoluten Konsens geben. Dieses Argument schmetterst du aber immer nieder, wenn du davon sprichst, dass alle keine Ahnung haben, wie beeinträchtigend deine Behinderung ist.

Du kannst nicht verlangen, dass andere sich in dich hineinversetzen, wenn du dich dem selbst verweigerst: Du versuchst ja auch nicht, die Erfahrung anderer "Behinderter" (doofes Wort) oder die Probleme von "Normalos" nachzufühlen.

Einsamkeit ist Normalität.

So ist es, denn mit dem eigenen Ich ist man im Grunde großteils einsam. Will heißen: Egal ob Partnerschaft oder nicht, egal ob sozial engagiert oder introvertiert, die Grundlage für jedes soziale Handeln liegt in der Fähigkeit, sich selbst erstmal anzunehmen, zu mögen. Du kannst nicht von anderen verlangen, dass sie dich als Person mögen, wenn du dich selbst nicht magst. DU bist dafür verantwortlich, dass es dir gut geht.

Eine Freundin hat mir vor vielen Jahren, in einer sehr depressiven Phase gesagt

Hilf dir selbst, so hilft dir Gott

Es hat Jahre gedauert, bis ich die Gültigkeit dieses Spruches erkannt habe. Wenn man auf die Rettung durch andere wartet, so verbringt man sein Leben in einer passiven Wartehaltung, die nur zu Enttäuschung führen kann.

BCäre7nta?tze


Das schlimme ist, mann wird hier auch nicht schlauer. Von daher brigt es wohl auch nichts hier noch was zu schreiben.

Man kann halt nur lernen, trotz Handicap normal offen auf Menschen zu zu gehen und sich nicht zu verstecken. Die Personen, die halt etwas gegen behinderte haben, damit muss man halt leben und sich auf die gesonnenen konzentrieren.

Mehr wird man wohl nicht tun können.

scchn@atGte=rguscxhe


Anfangen kannst Du zu jeder Zeit. Dazu müsstest Du nur bei Dir anfangen. Sieh mal, ob Dir durch meine Hervorhebung etwas auffällt:

Das schlimme ist, mann wird hier auch nicht schlauer. Von daher brigt es wohl auch nichts hier noch was zu schreiben.

Man kann halt nur lernen, trotz Handicap normal offen auf Menschen zu zu gehen und sich nicht zu verstecken. Die Personen, die halt etwas gegen behinderte haben, damit muss man halt leben und sich auf die gesonnenen konzentrieren.

Mehr wird man wohl nicht tun können.

Jetzt lies mal diese Variante und beobachte, wie Du Dich dabei fühlst:

Das schlimme ist, ich werde hier auch nicht schlauer. Von daher brigt es wohl auch nichts hier noch was zu schreiben.

Ich kann halt nur lernen, trotz Handicap normal offen auf Menschen zu zu gehen und mich nicht zu verstecken. Die Personen, die halt etwas gegen behinderte haben, damit muss ich halt leben und mich auf die gesonnenen konzentrieren.

Mehr werde ich wohl nicht tun können.

Jetzt bin ich gespannt, was Dir dabei aufgefallen ist. :)*

K(ongo/-Otto


Das schlimme ist, mann wird hier auch nicht schlauer. Von daher brigt es wohl auch nichts hier noch was zu schreiben.

Natürlich wird man in Internetforen schlauer – wenn man denn bereit ist, konstruktive Kritik zu akzeptieren, daraus zu lernen und Ratschläge anzunehmen. Bist Du dazu bereit? Was ist Deine Intention mit diesem Beitrag? Denn eine Therapie macht genau so viel Sinn, wie Du bereit bist, Dich auf sie einzulassen, Deine Widerstände aufzugeben und dazuzulernen, ggf. auch Deine ganze Weltsicht zu überdenken.

Du meinst, dass "man" als Behinderter ausgegrenzt wird. Nun, so wie vielen anderen hat das Leben auch mir einige genetische Nettigkeiten mit auf den Weg gegeben, die nicht "geheilt" werden können. Früher hatte ich große Probleme damit, "anders" zu sein und deshalb gemobbt und ausgegrenzt zu werden. Irgendwann habe ich mich entschieden, das für mich nicht mehr zuzulassen und mein eigenes Leben zu gehen. Dieser Prozess dauert jetzt schon zehn Jahre an, und mit ihm kamen Akzeptanz und Respekt meiner Mitmenschen sowie Erfolg bei Frauen. Warum solltest Du das nicht auch können? Als Behinderter ausgegrenzt wirst Du nur dann, wenn Du Dich selbst als "ausgrenzenswert" betrachtest.

Btär|entat\ze


schnattergusche

Mit "man" meinte ich mich mit inbegriffen.

Kongo-Otto

Du meinst also, ich müsste eine Ausgrenzung als positiv ansehen, obwohl es gar nicht so ist? Vielleicht schreibts du mal, wie du es geschafft hast. Es ist ja gerade wichtig zu wissen, wie Menschen mit Handicap trotzdem gut zurecht kommen.

Ich hatte heute ein gespräch mit meiner Therapeutin und da wurde auch wieder gesagt, das die nächste Therapie die dann auch da stattfindet, wo ich demnächst wohnen werde, wo man wirklich konkrete Probleme die beim integrieren stattfinden, auch angehen kann. Somit verspreche ich mir dann auch Erfolge.

sFchJn3attxergguschxe


Mit "man" meinte ich mich mit inbegriffen.

Das ist einer Deiner gravierenden Fehler. Solche Aussagen kannst Du ausschließlich über Dich selbst machen. Du gehörst also nicht einfach zu dieser Gruppe "man", sondern bist sie ganz allein. Deshalb hatte Deine Behauptung über das angeblich wertlose Leben von Behinderten solche Entrüstung hervorgerufen.

Ich kann verstehen, dass die Vorstellung, zu einer Gruppe zu gehören, Dir gut tut. Dass Du das aber so nicht wahrnimmst und Dir dadurch selbst wehtust, liegt nicht an den anderen Menschen, sondern an Dir. Die anderen nehmen Dich so wahr wie Du Dich ihnen zeigst. Jeden Tag steht für Dich der Gedanke im Vordergrund, dass Du behindert bist. Du scheinst Dich kaum mit etwas anderem zu beschäftigen. Wie kannst Du dann von anderen erwarten, Dich nicht so wahrzunehmen?

_QTsun5ami_


Mit "man" meinte ich mich mit inbegriffen.

Das ist ja gerade der Knackpunkt.

"Du" bist nicht "man". Und "man" ist nicht "du".

Du hast deine höchstpersönliche Sichtweise, denn niemand ist wie du und du bist wie kein anderer. Um also dich selbst und andere nicht zu verwirren bzw. alle – ob behindert oder nicht – in einen Topf zu schmeißen, obwohl andere deine persönliche Sicht nicht teilen, solltest du korrekter Weise deine persönlichen Aussagen mit einem "Ich" würdigen. Alles, was du persönlich zum Ausdruck bringst, ist in erster Linie deine höchstpersönliche Sichtweise. Nicht mehr und nicht weniger.

BFärejnta`t{ze


Sagen wir mal so, die Behinderung ist es, die mich nich am Leben teilnehmen lässt.

s;chnattNergusxche


Nö, Du bist es selbst. Die Behinderung macht es für Dich anders als für andere Menschen. Du kannst Dir nicht ihren Weg abkupfern und musst Deinen eigenen finden. Aber so lange Du nicht Deinen Weg suchst und immer die Anderen für alles verantwortlich machst, behinderst Du Dich selbst stärker als die Behinderung.

Bfäraentatxze


Naja, mal abwarten was die Zeit bringt. Ich kann zumindest mal einen Neustart machen und das ist mir auch sehr wichtig.

_9Tsunaxmi_


Viel Erfolg beim Neustart. Jeder Tag (=Zeit) bietet die Möglichkeit dazu. :)*

Das sage ich nicht einfach so. Sagte ja bereits, dass ich von Tag zu Tag lebe – Tag für Tag. Daher weiß ich sehr gut, wie viele Möglichkeiten in einem einzelnen Tag liegen, allerdings auch, wie viele davon ich nicht nutze.

Also, viel Erfolg – jeden Tag.

KzongoX-Ottxo


Naja, mal abwarten was die Zeit bringt. Ich kann zumindest mal einen Neustart machen und das ist mir auch sehr wichtig.

Sieh es nicht als Neustart, du wirst dadurch nämlich kein anderer Mensch. Versuche eher, es als Möglichkeit zu sehen, jetzt alles besser zu machen. Wie ist denn der Zwischenstand Deines Antrags?

Du meinst also, ich müsste eine Ausgrenzung als positiv ansehen, obwohl es gar nicht so ist?

Da habe ich mich blöd ausgedrückt. Sicherlich wird man von manchen Menschen komisch angeguckt, wenn man "anders" ist. Aber die Menschen, die für Dich wichtig sind, stört ein "Handicap" nicht – und die, die es stört, sind nicht wichtig. Ja, es wird immer Menschen geben, die dich in irgendeiner Form schlecht behandeln, weil Du "anders" bist. Aber Du entscheidest, ob Du Dein Glück von ihrer Meinung abhängig machst.

Im Übrigen habe ich einen Kollegen, bei dem ich nach Lesen deines Threads auch das Möbius-Syndrom oder etwas Ähnliches vermute. Er hat sehr starre Gesichtszüge und einen fehlenden Mundschluß. Dieser Kollege wird aber von allen geschätzt und hat eine sehr attraktiv Freundin.

Vielleicht schreibts du mal, wie du es geschafft hast. Es ist ja gerade wichtig zu wissen, wie Menschen mit Handicap trotzdem gut zurecht kommen.

Tja, kurz gesagt, war ich nach dem Ende meiner Schulzeit in einer depressiven Phase. Ich hatte keine echten Freunde, niemand wollte so recht etwas mit mir zu tun haben, ich hatte große Schwierigkeiten, mit Menschen vernünftig zu reden, bei Frauen hatte ich natürlich auch keinerlei Erfolg... kurzum: Alles war besch..., aber so richtig! Irgendwann wollte ich nicht mehr so weiterleben und fing an, mir im Internet alles von der Seele zu schreiben. Dort erhielt ich dann zum ersten mal positives Feedback, Trost und aufmunternde Worte. Und so fing ich an, an mir zu arbeiten und mein leben selbst in die Hand zu nehmen. Heute weiß ich, dass ich lange Zeit im völlig falschen Umfeld (Schule und Familie) gelebt habe... aber das hat mich nicht davon abgehalten, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Denn wenn Du es nicht tust, wer soll es dann für Dich tun?

Was das Zurechtkommen mit Handicaps betrifft: Nun, ich habe einige, aber daran kann ich nichts ändern, und es wird immer Menschen geben, die damit nicht zurecht kommen – daran kann ich auch nichts ändern. Also halte ich mich von solchen Menschen fern.

B0ärehntuatzxe


Und, wie hast du dein Leben in die Hand genommen?

Übrigens, die Geschichte mit deinen Kollegen, das will ich auch noch erreichen. Eine Freundin die auch das optische mitbringt. Komischer weise, eigentlich können wir ja die Menschen gut verstehen, die einen Partner haben wollen, der auch gut aussieht, denn wir wollen doch eigentlich das selbe.

s4chneKcke198x5


Komischer weise, eigentlich können wir ja die Menschen gut verstehen, die einen Partner haben wollen, der auch gut aussieht, denn wir wollen doch eigentlich das selbe.

Wer ist "wir"? Kannst du nicht mal von DIR sprechen, wenn DU DEINE Meinung vertrittst?

Außerdem liegt Schönheit ja im Auge des Betrachters und wenn man verliebt ist, dann findet man das Objekt der Begierde sowieso perfekt |-o x:)

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