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Macht eine Therapie eigentlich Sinn?

WJar malS der dKatexr


man, man, man... :=o

Früher, also in meiner Jugend, gab es so runde, schwarze Dinger mit Rillen drin. Die hat MAN auf ein anderes Ding gelegt, die hießen Plattenspieler glaube ich. Und manchmal, wenn die runden schwarzen Dinger einen Kratzer hatten, dann hat MAN immer wieder dasselbe gehört.

Wir haben das Sprung in der Platte genannt und ne NEUE PLATTE aufgelegt ]:D .

Vielleicht muss MAN bei Adam und Eva anfangen und erstmal erklären, was ein Dialog ist? Die ganze Kommunikation hier empfinde ICH jedenfalls als sehr einseitig.

MXol-lienchWen


@ Bärentatze

Das zeigt es auch, weil ich jetzt die höchste Pflegestufe erhalten habe, die man nur bekommen kann. Das zeigt halt, das erheblich Defiziete vorhanden sind.

Ich werde den Eindruck nicht so recht los, dass das ein bisschen nach prahlen klingt. Seht her, ich bin der schlimmste Fall von allen.

Du, ich hätte in meiner Therapie auch die 80 Stunden ausreizen können (habe selbst nach der 60. beendet, meine Therapeutin hatte den Verlängerungsantrag schon dabei), bin ich jetzt auch ein Schwerstfall? Ich fühle mich eigentlich nicht so. Und hab mit meiner Stundenzahl eigentlich auch nie angegeben…

An dem neuen Ort kann ich versuchen anders auf zu treten und hoffen, das ich durch eine andere Art doch mal anklang finde.

Solche Träume hatte ich als Teenager auch. Ich habe davon geträumt, einfach die Schule zu wechseln und dann als vollkommen neuer Mensch selbstbewusst und forsch an der neuen Schule aufzutreten. Niemand dort würde meine Vergangenheit kennen, niemand wüsste, was für ein armes Hascherl ich mal war. Allerdings hab ich irgendwie auf ein Wunder gehofft, welches mir das "toll und beliebt sein", das Selbstbewusstsein etc. einfach einhaucht, und ich selbst müsste gar nichts dafür tun.

Oft genug hat sich dann aber gezeigt, dass ich mich an neuen Orten, an denen mich niemand kannte und also auch niemand Vorurteile haben konnte, wieder ganz genauso verhalten habe wie vorher. Weil es IN MIR war und nicht an der Außenwelt lag!

So ist es bei Dir auch. Du kannst egal wo hingehen und irgendwas erwarten, wenn Du nicht anfängst, etwas zu ändern – und zwar egal, wo und in Gesellschaft welcher Menschen! – ändert sich nichts. Nie. Gib die Verantwortung nicht an andere ab – übernimm sie selbst. Denn Du bist der einzige, der für Dich selbst Verantwortung trägt. Andere können vielleicht versuchen, Dir zu helfen (siehe nicht zuletzt dieser Thread...), aber die Verantwortung liegt allein bei Dir.

M&oll~ie'nchexn


Ach übrigens, das war auch eines der ersten Dinge, die meine Therapeutin mir beigebracht hat: Über mich nicht als "man" zu reden. ;-) Ich war meisterlich darin... :=o

Reebe0lutxion


Oft genug hat sich dann aber gezeigt, dass ich mich an neuen Orten, an denen mich niemand kannte und also auch niemand Vorurteile haben konnte, wieder ganz genauso verhalten habe wie vorher. Weil es IN MIR war und nicht an der Außenwelt lag!

Sehr guter Beitrag, Mollienchen, kann ich nur unterschreiben.

BCä)rentxatze


So komplett anders werden die Menschen am neuen Ort auch nicht sein, jedoch fühle ich mich dort wohl und habe die Möglichkeiten, am sozialen Leben teil zu nehmen, dies ging hier nicht.

So lange Du nur Deine Behinderungen siehst und damit Dich selbst nur als Behinderten,

bärentatze, wer/was bist du (ausser "behindert", worüber du dich ausschlisslich zu definieren scheinst) ??

coltis lisa

Ich definiere mich nicht über meine Behinderung. Wenn ich in Vereinen war oder sonstigen, habe ich mich immer verhalten, als ob ich sie nicht hätte, eben ganz normal.

Was ich bin, einfach ne null, da ich ein langweiliger Mensch bin und nicht zu bieten habe. Genau das ist aber das Problem, ich würde das gerne ändern wollen, jedoch weiß ich einfach nicht, wie aus mir ein interessanter Mensch werden soll.

Mollienchen

Sorry, aber mit den Betreuungsstunden prahl ich ganz bestimmt nicht.

Myol$lieYn9chexn


Was ich bin, einfach ne null, da ich ein langweiliger Mensch bin und nicht zu bieten habe. Genau das ist aber das Problem, ich würde das gerne ändern wollen, jedoch weiß ich einfach nicht, wie aus mir ein interessanter Mensch werden soll.

Die Frage ist, ob ein Wechsel der Umgebung allein daran was zu ändern vermag. Ein interessanter Mensch wirst Du ja nicht durch andere Menschen, sondern durch Dich selbst.

Es ist ja an sich nichts Falsches, mal aus dem Gewohnten rauszukommen und in eine neue Umgebung mit neuen Leuten. Es muss nur klar sein, dass nicht die anderen Leute die Veränderung bringen und Dir auf dem Silbertablett servieren, sondern am Ende Du selbst. Wenn die neue Umgebung Dir da Mut machen kann – gut! Möge es gelingen. Ich wünsch Dir dafür das Allerbeste. Und gib dem, der mit Dir da die Betreuungsstunden machen wird, eine Chance! Geh mit dem nicht genauso um wie mit den Ratgebenden hier. Sonst wird Dir auch die allerhöchste Stundenzahl nichts nützen.

Sorry, aber mit den Betreuungsstunden prahl ich ganz bestimmt nicht.

Aber Du führst sie als Beweis dafür an, dass es um Dich ganz besonders schlimm steht. Das brauchst Du gar nicht. Wer nicht blind ist, weiß, dass Du große Probleme hast. Und wer es nicht glaubt oder sieht, tut das auch nicht, wenn Du ihm Deine Betreuungsstundenanzahl unter die Nase hältst.

Dass hier ein paar Leute schon etwas gereizt reagieren (was Dich vielleicht wieder darin bestätigt, dass alle Dich doof finden, ausschließen, Du keinen Anschluss findest) liegt meiner Meinung nach daran, dass Du sämtliche Ratschläge hier überliest und vom Tisch wischst und Dich um Dich selbst im Kreis drehst. Und dass hier Leute genervt sind, kannst Du hier mal nicht auf Dein (angeblich "ekliges") Aussehen schieben. Hier weiß nämlich niemand, wie Du aussiehst, und ich glaub es ist auch allen ziemlich egal.

BBärePntaxtze


Das ganze Problem ist eigentlich nur, das ich nicht ins Gespräch finde und somit so wirke, als würde ich mich selbst ausgrenzen.

Ich kann durchaus auf Menschen zugehen, wenn ich nur wüsste, über was ich mich zwanglos unterhalten könnte.

Was den neuen Ort angeht, so habe ich jeglich Möglichkeiten an mir zu arbeiten. Ich kann im Beruf Fußfassen und habe durch die Freizeitangebote auch die Chance, mich zu entwickeln. Wahrscheinlich wenn man immer unter Menschen ist könnte sich das mit ins Gespräch finden, auch verbessern.

M\ol!lienBc+hxen


Das ganze Problem ist eigentlich nur, das ich nicht ins Gespräch finde und somit so wirke, als würde ich mich selbst ausgrenzen.

Weil Du Dir zu viele Gedanken machst, was jemand denken könnte, wenn Du einfach mal daher redest. Du stehst da und denkst: "Ich MUSS doch jetzt was sagen!" Und je mehr Du das denkst, desto weniger funktioniert es. Denk lieber: "Ich könnte jetzt was sagen. Ich muss aber nicht. Wenn ja, ist gut, wenn nicht, macht auch nichts."

Sich unter Druck zu setzen, sich doch mal "zwanglos" zu unterhalten, muss schiefgehen... Dann ist es ja nicht mehr zwanglos! ;-)

Ich selbst bin ja auch nicht gerade das Ass darin, Gespräche anzufangen, aber ich hab mich damit abgefunden, dass das eben nicht mit allen Menschen funktioniert. Mit einigen geht's wie von allein (also wirklich zwanglos eben), mit anderen geht es eben nicht, dann zwing ich mich auch nicht dazu.

Das Geheimnis ist wohl, sich selbst gegenüber entspannter und gelassener zu werden, dann klappt das mit den anderen Menschen ganz von selbst. Ich drücke Dir die Daumen, dass Dir das an Deinem neuen Ort gelingen wird.

BAärenOtatzxe


Das würde ja heißen, das ich das auf mich zukommen lassen soll. Ich muss halt versuchen, dass ich gesprächiger werde, sprich es muss von mir was ausgehen.

MQollieOnchexn


Aber ohne Zwang!

Wenn Du denkst "Ich MUSS jetzt was sagen", dann klappt es weniger als wenn es Dir völlig schnuppe ist, ob Du jetzt was sagst. Klingt paradox, ist aber so. :)z Gelassenheit ist das Zauberwort. Der Gedanke "ich bin nur was wert, wenn ich rede" muss als erstes weg.

s4ch~natDterguRsche


Ich muss halt versuchen, dass ich gesprächiger werde, sprich es muss von mir was ausgehen.

Das werden wir üben. Aber ganz zwanglos. Mollienchen hat das wunderbar beschrieben, und ich kann jedes Wort von ihr unterschreiben. Heute habe ich wieder viel zu tun. Aber wir schaffen das noch mit dem Telefonieren. Eins kann ich Dir schonmal vorab bescheinigen. Du hast eine sehr angenehme Stimme. Für mich wird es sicher ein positives Erlebnis. :)^

B?äreEntatxze


Das wird es auch langfristig, da wir uns ja des öffteren Treffen werden.

sLc`hnattehrguxsche


Das denke ich auch. Ich freue mich schon darauf, mich kringelig zu lachen, wenn Du es gelernt hast, eine Schwäche zu Deiner ganz persönlichen Stärke auszubauen. Du könntest Witze erzählen, ohne eine Miene zu verziehen. Da weiß man nicht, woran man ist und muss ganz einfach nachdenken.

B3är3entat\ze


Was ich mich natürlich immer frage, was habe ich all die Jahre fasch gemacht? Diese Sache mit dem Umzug, soll diese Sache so falsch gewesen sein? Ich mein dadurch habe ich ja fast nen jahr zehnt verstreichen lassen.

Was hätte man machen sollen?

sBch!nsattAerguischxe


Man-Fred hätte gar nichts machen sollen. :-p Du hättest vielleicht so manches anders machen können. Aber Du konntest es nicht wirklich, weil Du noch nicht so weit warst. Da fehlten noch einige Erfahrungen und Überlegungen.

Das Jahrzehnt ist nicht einfach verstrichen. Es waren Lehrjahre. Jetzt kommt es darauf an, das Gelernte umzusetzen. Vielleicht stellst Du fest, dass Du sogar relativ früh dran bist. Bei den meisten Menschen kommt eine tiefe Krise irgendwann zwischen Mitte 30 und Mitte 40. Erst danach geht das eigentliche freie Leben los.

Ob Du umziehst oder nicht, spielt nur eine geringe Rolle. Die Änderungen, de Befreiung von alten Zwängen, kann nur in Dir selbst passieren. Vor allem kann sie nur durch Dich selbst passieren. Andere Menschen, ob Therapeuten, Freunde, Nachbarn oder Familie, können Dir dabei helfen. Aber wirklich machen kannst nur Du es. Dabei geht es um Dich (nicht um "man") und Dein Leben. Die Verantwortung dafür kannst Du niemandem aufhalsen. Denn jeder andere Mensch ist ja schon für sein eigenes Leben verantwortlich.

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