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Macht eine Therapie eigentlich Sinn?

RfebelEutioxn


Was dieses Jahrzehnt anbelangt, habe ich auf die Sexuallität bezogen und natürlich hat man da noch ein ausgeschweiftes Leben, all das ist an mir einfach vorbeigezogen, obwohl ich es gerne alles mitgenommen hätte.

Erstens hattest du es in deinem Beitrag NICHT auf die Sexualität bezogen. Woher sollen wir wissen, was du meinst, wenn du es nicht schreibst?

Zweitens stimmt das nicht. Du denkst dabei völlig verallgemeinert. Gerade das Ausleben der Sexualität ist eine sehr individuelle und von vielen Dingen abhängige Sache – der eine hat die Phase in seiner Jugend, der andere erst später, der eine hat diese Phase über lange Zeit, andere nur abschnittsweise, andere gar nicht. Es ist auch immer abhängig vom Partner – wer keinen Partner hat, hat auch keine gemeinsame Sexualität. Jeder hier weiß auch wie es ist, single zu sein, nur du hängst dich völlig unsinnig an diesem Thema auf. Nur weil du ein ausgeschweiftes Leben vermisst und der Gesellschaft unterstellst, dass es jeder außer dir hätte (wieder eine völlig sinnlose Selbstbemitleidung!) und es irgendwie normal wäre (was es nicht ist!), ist das doch nicht allgemeingültig.

Drittens: schau doch erstmal nach den wirklich wichtigen Dingen, krieg erstmal dein Leben in den Griff, bevor du an solche Dinge denkst.

Viertens: krieg ich noch ne Antwort auf meine letzten beiden Beiträge?

B'ärentsatze


Meinen Musikgeschmack kann man nur sehr schwer einortnen, man könnte sagen ich höre eigentlich alles was gefällt.

Ich höre deutschen Schlager(nur den vernümpftigen), so was Acktuelles, was gerade so im Radio kommt. Cat stevens, Laura Pausini, HRK, gerne auch die alten Sachen von Pur, Jupiter Jones Juli, teilweise auch Silbermond, Andrea Bocelli, Umberto Tozzi.

Techno teilweise auch, da aber mehr die Danceschiene. 80zigerjahre Musik und auch oldys.

Was die Sexuallität anbelangt, da weiß ich einfach, das sie mir fehlt. Was andre denken, ist mir da eigentlich egal.

s0c"hnatQtjerg<uscxhe


Was dieses Jahrzehnt anbelangt, habe ich auf die Sexuallität bezogen und natürlich hat man da noch ein ausgeschweiftes Leben, all das ist an mir einfach vorbeigezogen, obwohl ich es gerne alles mitgenommen hätte.

Du lügst Dir schon wieder die Hucke voll, dass es eine wahre Pracht ist. :(v

Das Leben ist nicht so einfach an Dir vorbeigezogen. Es hat jeden Tag an Deine Augenlider geklopft und sie geöffnet. Aber Du hast es weggeschickt. Tag für Tag einfach weggeschickt. So wie Du seit Monaten in diesem Forum alle Anregungen mit Deinen Ausreden wegschickst.

Mein Leben ist wunderbar. Ich habe auch nicht mit 30 geheiratet. Mit 35 war ich immer noch solo. Mit 40 wieder. Die große Liebe habe ich in einem Alter gefunden, in dem andere schon Großeltern werden. Na und? Die ganzen Jahre davor habe ich nicht weggeworfen, sondern aus fast jedem Tag, den das Leben mir geschenkt hat, das beste gemacht, was mir möglich war. Und so haben sich im Laufe der Jahre meine Möglichkeiten enorm vergrößert. Die vergeudeten Tage wurden immer seltener.

Urlaub, und keiner verreist mit mir? Macht nichts. Da habe ich eben allein die halbe Welt bereist. Menschen gibt es überall. Oft konnte ich mich kaum oder gar nicht unterhalten. Nicht wegen einer Behinderung, sondern weil ich zwar ein paar Sprachen verstehe, aber eben bei weitem nicht alle. Aber ich habe nicht auf die Leute in Indonesien oder Lesotho geschimpft, sondern mich auch mit ihnen irgendwie verständigt. Das hat mir keiner beigebracht. Weder in der Kindheit, noch später. Ich habe es probiert, und später hat es einigermaßen funktionert. Anfangs habe ich da Fehler gemacht und auch aus ihnen gelernt. Ich habe gelernt, mich mit Gehörlosen zu verständigen. Auch ohne Gebärdensprache. Blinden habe ich die Schönheiten der Natur gezeigt, und sie haben mir für andere Dinge die Augen geöffnet. Es war immer Kommunikation auf Augenhöhe.

Ich habe mit Gehörlosen im Internet kommuniziert. Da waren wir gleichwertig. Oft habe ich lange Zeit gar nicht gewußt, dass mir da ein "Schlappohr" schrieb. Denn für sie war – im völligen Gegensatz zu Dir – das Internet eine Möglichkeit, die Behinderung mal außer Acht zu lassen und sich gleichermaßen auszutauschen. Es kommt in erster Linie auf das Selbstbild an. Sie sehen sich als Menschen. Du siehst Dich als Behinderten.

BQäre:ntatzxe


Sorry, aber als Behinderten habe ich mich eigentlich nie gesehen und ich möchte persönlich auch, das man mich als Mensch betrachtet. Wenn ich anderen Leuten gegenübertrete, verhalte ich mich so, wie jeder andere auch und verliere auch kein Wort über meine Behinderung. Wie gesagt, das komische Aussehen stellt für mich keine Behinderung da, jedoch für andere, zum Beispiel bei der Partnersuche, da ist es tatsächlich eine Behinderung, sonst aber nicht.

K[arratel"ady


Sorry, aber als Behinderten habe ich mich eigentlich nie gesehen

Doch, seit 58 Seiten stellst Du genau das ununterbrochen in den Vordergrund und als Hauptbegründung für alles auf...Du stellst Dich nicht nur als behindert dar, sondern auch noch über alle anderen Behinderten, die trotz ihres Handycaps ihr Leben in den Griff bekommen haben...Keinem geht es so schlecht wie Dir....

B'äBrent2atze


Es ging um den Umgang mit anderen Menschen nicht, was hier im Thread geschrieben ist. Mal davon ab, für die integration spielt es doch eine wesentliche Rolle, was für eine Behinderung man hat.

Ich weiß auf jeden Fall von anderen auch, das sie sehr starke Probleme damit haben, obwohl die Mädels nen Partner gefunden haben.

_3T#suntamix_


Die ganzen Jahre davor habe ich nicht weggeworfen, sondern aus fast jedem Tag, den das Leben mir geschenkt hat, das beste gemacht, was mir möglich war.

Was schnattergusche schreibt, ist ein hoher und hehrer Selbstanspruch, der bestimmt nicht einfach zu bewältigen ist, aber einem so verdammt viele Möglichkeiten im Leben eröffnet.

Wäre das nicht was für dich, Bärentatze?

Mwollienqchen


@ Bärentatze

Ich glaube einfach das viele hier gar nicht wissen, wie es für Behinderte Menschen jeden Tag dadraußen ist. Das man die normalsten Dinge des Lebens nich erreichen kann.

Mein Vater sitzt im Rollstuhl und hat einen Buckel (starke Skoliose) und hat Haus, Frau, drei (übrigens gesunde) Kinder. "Man" kann erreichen, wenn "man" will.

Eine Frage hätte ich allerdings, kann mir einer sagen, wie man als Mensch mit Handicap trotzdem ein normales Leben führen kann?

Verhalte Dich einfach so, als wärest Du wie alle anderen bzw. alle anderen wie Du. Alle Behinderten, die ich kenne, die ein "normales" Leben führen, machen es genau so. Und das sind die, die für mich "Herr X" oder "Frau Y" sind und nicht "der mit der Behinderung". Wie man sich selbst sieht, wird man gesehen. Wenn Du Dich auf den bedauernswerten Typ mit der Behinderung reduzierst, bist Du auch genau das.

_9TLsu_naxmi_


Bärentatze, wer ist dein Herr und Meister?

Du oder die Gesellschaft?

B!äre^ntatzxe


Dann scheine ich das ja schon richtig zu machen, das ich damit umgehe, als hätte ich das Handicap gar nicht.

Klar, nur ich kann etwas verändern, mich halt.

aJsylxy


Wann ziehst du nach Stuttgart?

R4ebeluthion


Tatze, du hast überhaupt keine Lebenserfahrung. Absolut keine. Alles was du von dir gibst, sind vorformulierte Standardsätze, die das wiedergeben, was du für gesellschaftliche Standards hälst. z.B., dass man angeblich eine Freundin braucht, um glücklich zu sein, z.B., dass man sich ja angeblich vor 30 sexuell austobt ... du richtest dich so sehr nach dem aus, was dir in deinem beschränkten Blickfeld (nicht auf deine Behinderung, sondern auf dein selbstgewähltes, minimalistisches Sozialverhalten bezogen!) vorgelebt wird, beispielsweise im Fernsehen, dass du die Möglichkeit zur Individualität, zur Differenzierung, zum Anderssein völlig außer Acht lässt. Auch die Betrachtungsweise, dass du gerade du, so wie du bist, jemand ganz besonderes bist, mit Stärken und Schwächen, vergisst du. Du willst nicht du selbst sein, du willst einfach nur Teil einer aus deiner Sicht stromlinienförmigen Gesellschaft sein, ein Teil des Einheitsbreis. Aber gerade du, als Mensch mit auffälligen Abweichungen vom Einheitsbrei, könntest ein Farbklecks in der grauen Masse darstellen, wenn du dich endlich trauen würdest, du selbst zu sein.

Was machst du den ganzen Tag? Dumm rumsitzen. Lebenserfahrung kommt nicht vom Altwerden. Körperlich altert man so oder so, geistig altern und reifen tut man auch – wenn man alles andere macht, außer dumm rumsitzen.

Ohne anzufangen, diese Lebenserfahrung zu sammeln, egal, ob mit 3 oder 31, wirst du dir all deine Wünsche von Frau, Sex und Sozialleben nicht erfüllen können. Deswegen, hör bitte endlich auf uns die Ohren vollzujammern, was du alles verpasst hast, was du alles nicht hast (aber offensichtlich alle anderen *ironie*) und dass es eh zu spät wäre – wenn du nicht bereit bist, den ersten Schritt zu gehen und einfach mal zu machen, egal was, dann brauchst du von der Erfüllung deiner Wünsche nicht mal träumen.

BNäreanta$tze


Wann ziehst du nach Stuttgart?

Eigentlich hätte ich schon da unten sein können, wenn man mich mal aufgeklärt hätte, welche Kostenträger für was zuständig sind. Also so wie es aussieht wirds wohl mitte des Monats werden.

Rebelution

So ganz klar wurde mich nicht, was du sagen wolltest. Ich kann mich doch nicht so annehmen wie ich bin und erreiche nicht meine Ziele?

kBylie._c@hri:sHtinxa


Er will sagen nehm dich so an wie du bist, geh raus und sammel Lebenserfahrung. Denk nicht drueber nach wie "man" sein muss, sondern sei du selbst. Und dann klappt der Rest von selbst.

Ich denke auch nicht drueber nach, was eine 24 jaehrige Frau erlebt und erreicht haben muss. Ich lebe einfach und wenn ich was positives erlebe, freue ich mich. So wie jeder andere auch.

Warum nutzt du den Faden hier nicht mal, um ueber andere Dinge zu reden? Das waer doch ne gute Uebung fuer den Anfang. Und wenn dir nix einfaellt, frag die Leute etwas, was nix mit deinen Problemen zu tun hat, sondern mit den Leuten.

R3ebelHution


Ich kann mich doch nicht so annehmen wie ich bin und erreiche nicht meine Ziele?

Du musst dich erstmal so annehmen, wie du jetzt bist. Ein Status Quo sozusagen. Das heißt nicht, dass du mit dem, was du bist, zufrieden sein musst. Aber du musst dich zu allererst selbst erkennen, dich mit dir auseinandersetzen, mit dem, was du bist, nicht mit dem, was du sein willst. Du brauchst zuerst einen Standpunkt, um überhaupt zu wissen, wo du hinwillst und vor allem, wie du dort hinkommst.

Ein erklärendes Beispiel dazu: angenommen, du bist ohne Hilfsmittel alleine fernab der Zivilisation unterwegs und hast dich verlaufen. Du kennst zwar den Namen deines Ziels (z.B. Ort X), weißt aber nicht mehr, wohin du gehen musst, um dem Ort X näherzukommen. Das heißt, du musst erstmal herausfinden, wo du bist, um überhaupt zu wissen, welchen Weg du einschlagen musst, um dich deinem Ziel annähern zu können und um dich nicht noch mehr zu verlaufen.

Und das ist auch der Grund, warum wir dir hier bisher nicht helfen konnten. Angenommen, wir anderen Teilnehmer hier im Faden sind Menschen, die du anrufen kannst, um nachzufragen, ob sie dir helfen können, den Weg zu Ort X zu finden. Du rufst zuerst Tsunami an und fragst ihn: "Wo liegt denn Ort X?", und Tsunami antwortet dir: "Ort X liegt 5km hinter Ort Y." Du hast zwar schon mal von Ort Y gehört, aber den Weg dahin weißt du auch nicht, du hast auch vergessen, zu fragen. Deswegen rufst du dann coltis lisa an: "Kannst du mir sagen, wie ich zu Ort X komme?", und coltis lisa antwortet dir: "Verdammt, Tatze, ich bin gerade beim Kakao-Trinken mit schnecke, ich hab keine Zeit, aber jedermann weiß doch, dass Ort X bei den Koordinaten 25°N 13°W liegt." Wieder kein hilfreiche Information. Deswegen rufst du wispy an, jammerst ein "Ich arme Sau, ich hab mich verlaufen" und fragst sie: "Weißt du den Weg zu Ort X?", worauf sie antwortet: "Natürlich. Ich muss nur die erste Straße rechts laufen, die dritte Kreuzung links und dann 300m die Straße hinunter, schon bin ich da." Dumm nur, dass du nicht weißt, wo wispy wohnt, es interessiert dich auch nicht, da du nur auf dich und dein Unglück fokussiert bist. Dann rufst du mich an und fragst mich: "Kannst du mich nicht zum Ort X führen?", und ich antworte dir: "Wenn du mir sagst, wo du bist, kann ich versuchen dir zu helfen. Aber hingehen musst du schon alleine." Du legst enttäuscht auf und bemitleidest dich selbst, denn du kannst meine Frage nicht beantworten, du weißt ja nicht, wo du bist.

Keiner kann dir helfen. Wirklich keiner? Du hättest jedem der Angerufenen beschreiben können, was du um dich herum siehst oder woher du kamst, vielleicht kennt einer von uns den Ort, an dem du dich gerade befindest. Im Klartext heißt das: erzähl uns von dir, damit wir uns ein Bild von dir machen können. Du hast dich bisher nur sehr spärlich zu deiner Person geäußert. Jeder hier kann dir erzählen, wie er selbst an den Ort X gekommen ist oder wie man ihn finden kann. Aber solange keiner weiß, wo du bist, kann dir auch keiner sagen, wie du von da aus zum Ort X kommst. Im Klartext: solange wir nicht wissen, wer du bist, kann dir auch keiner dabei helfen, dich zu dem zu verändern, der du werden willst. Und offensichtlich kennst du dich selbst nicht richtig – 59 Seiten bieten viel Platz für Informationen über dich. Trotzdem wissen wir über dich nur, dass du 31 bist, eine Behinderung hast, dich selbst jahrelang sozial ausgegrenzt hast und dass du keine Interessen hast. Das liegt beispielsweise auch daran, dass du dich generell sehr kurz fasst mit deinen Antworten und nahezu gar nicht auf andere Beiträge eingehst, kein Interesse zeigst. So entsteht einfach keine Konversation, die vielleicht weitere hilfreiche Informationen für dich bergen könnte. Es ist wie in meinem Beispiel mit den Telefonaten: du erhälst nicht die Information, die du erwartet hast und brichst das Gespräch daher sofort ab.

Was kann man nun tun, wenn man sich verlaufen hat? Sich umschauen beispielsweise. Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Mal drauf los gehen und schauen, ob man irgendwo hinkommt, wo man sich vertraut fühlt. Man kann auch mal ein paar Schritte zurückgehen und schauen, ob man den Pfad, auf dem man gekommen ist, wiederfindet. Im Klartext: probier einfach mal was! Such selbst nach einer Lösung, nach neuen Wegen und warte nicht darauf, dass irgendwann jemand des Weges kommt und dir genau sagen kann, wie du zum Ort X kommst. Du hast dich verirrt – ja und? Entdecke doch eine Umwelt erstmal! Wenn du in eine Richtung nicht vorankommst, dann weißt du, dass es dort nicht sein kann, also probier es woanders. Erfahrungen sammeln bedeutet nicht, alles richtig zu machen, sondern aus den Fehlern, die man dabei macht, zu lernen, wie es richtig geht. Wenn du aus Angst vor Fehlern lieber gar nichts machst, wirst du nie erfahren, wie es richtig geht. Du hast nichts zu verlieren!

Bevor du nicht weißt, wo du stehst (wer du bist), brauchst du vom Ort X gar nicht zu träumen. Weißt du, was der Ort X ist? Das ist der Ort, an dem wir alle sein wollen, dort, wo wir glücklich sind. Und da hat jeder seinen eigenen Ort X. Dein Ort X ist z.B. Freunde, Frau, Sex, da willst du hin. Aber jeder hier hat seinen eigenen Ort X, seine eigenen Vorstellungen und Wünsche. Jeder hier kann dir beschreiben, wie er selbst seinen Ort X erreicht hat. Aber keiner kann dir sagen, wie du deinen eigenen Ort X erreichen kannst, denn den kannst nur du selbst finden. Du musst herausfinden, wo du bist und wo du hinwillst, erst dann kannst du deinen Weg gehen.

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