» »

Macht eine Therapie eigentlich Sinn?

S<cehul&dxig


Hi Leute :-D

Also auf einzelne Sachen kann ich jetzt gar nicht eingehen, werde als Punkt 2 mal was allgemeines schreiben.

Aber als ersten Punkt:

Ich werde sie auch nach und nach umsätzen. Was mich halt geärgert hat, das nicht verstanden wurde, das wenn ich mir nen Job suche und dann noch mein Leben erst mal aufbauen muss und dann noch nebenbei Abendschule machen muss, das ich meine das alles gar nicht unter einen Hut bringen zu können.

Dies zeigt doch, daß du erstens faul bist und es eben einfach und bequem haben möchtest. Zweitens hast du nicht verstanden, daß Arbeiten und Abendschule genau zu dem "Leben aufbauen" dazu gehört. Es läuft also nicht zusätzlich nebenher sonder sollte Bestandteil (oder auch Mittel dazu) deiner Veränderungen sein.

Jetzt zu Punkt zwei:

Eigentlich wollte ich meinen Freund dazu bringen, hier etwas zu schreiben. Warum? Weil er auch körperliche Einschränkungen hat. Allerdings ist er das ziemliche Gegenteil von dir. Er wollte aber nicht, weil er sich nicht von Leuten wie dir herunter ziehen lassen will. Und er hat sicher recht, wenn er sagt: "Wenn du wirklich etwas ändern wolltest, hättest du schon längst Erfahrungsberichte gebracht und über deine Erfahrungen diskutiert anstatt immer nur zu fragen, was du den tun sollst."

Ich möchte aber dennoch aus meiner Sicht über ihn schreiben, besonders weil du geschrieben hast, daß andere deine Situation nicht nachempfinden können. Er hatte Hirnschädigungen aufgrund von Sauerstoffmangel bei der Geburt. Er ist Gehbehindert (Merkzeichen G im Schwerbehindertenausweis), wurde an den Augen mehrmals Operiert und hat Probleme mit dem Hören. Bezüglich seines Aussehens, nunja, ist eben Geschmackssache, ich finde ihn niedlich und trotzdem markant männlich. Also schon gut aussehend. Andere finden ihn wohl nicht so toll. Jeder sieht das eben anders. Er hat eben ein paar Macken und leichte Narben (auch im Gesicht). Aber im Gegensatz zu einer Frau ist dies bei einem Mann doch weniger schlimm.

So, als Kind musste er größtenteils alleine mit seiner Situation zurecht kommen. Sein Vater ist abgehauen und seine Mutter musste sich darum kümmern die ganze Familie durch zu bringen.

Bei der Einschulung wurden seine "Defizite" entdeckt und er sollte "natürlich" auf eine Sonderschule. So wie er mir das erzählte, war das damals ein Wendepunkt in seinem Leben, trotz das er so jung war wurde ihm damals schon klar, daß er kämpfen muß. Er wollte, wie alle anderen auch, auf die Schule. So wie seine Geschwister, die Nachbarskinder usw. . Nach langem hin und her hat man ihm die Chance gegeben sich in der Vorschulklasse (oder wie das hieß) zu beweisen. Damals hat er gelernt, immer besser sein zu müßen wie die anderen um als wenigstens "durchschnittlich" wahrgenommen zu werden. Er musste dann zB auch nach der Schule, wenn andere Spielen, zu Ärzten und zur Krankengymnastik (mehrmals die Woche). Abends hat er dann Hausaufgaben gemacht. Trotzdem hat er es geschafft, daß man ihn auf eine normale Schule lässt. Diesen Kampf hat er eben immer weiter geführt, gegen Vorurteile und Co. . Kein Wunder, daß er schon mit 10/11 Jahren ein Magengeschwür hatte. Denn er hatte nie die große Unterstützung durch Eltern oder andere Leute. Wie er selbst sagt, hat er sich damals zum Einzelkämpfer entwickelt.

Nach der Schule wollte er Studieren, dies wurde aufgrund des Drucks durch das Elternhaus verworfen. Eine normale Ausbildung sollte er machen, weil da kommt dann auch gleich Geld rein, von dem er 50,- DM Taschengeld hatte. Nach der Ausbildung hatte er aber auch keine Arbeit in seinem Ausbildungsberuf gefunden. Wer nimmt schon einen Behinderten, wenn es 50 andere Bewerber gibt. Hat er Aufgegeben? Hat er von Arbeitslosengeld gelebt? NEIN. Er hat irgendwelche Hilfsjobs angenommen, Egal was, solange er es schaffen konnte. Saisonarbeit, hier ein Monat da ein Monat. Zeitverträge, mal 3 Monate, mal 6 Monate. Ob das nun Akkordarbeit am Fließband war oder 12 Stunden auf nem LKW. Wie er selbst sagt, selbst wenn es die blödeste Arbeit war, die andere nicht machen wollten, er war erstens Stolz darauf und zudem hätte jeder Job auch immer eine positive Seite gehabt. Gerade durch diesen ständigen Jobwechsel hätte er auch viel gelernt, viele Leute kennen gelernt und auch Kontakte in Firmen, die teilweise noch heute bestehen.

Er ist dann auch schnell zuhause ausgezogen.Aufgrund dieser ganzen Hilfsjobs hatte er dann auch eine Grundlage geschaffen, eine zweite Ausbildung zu machen. Aufgrund der Ausbildung hat er dann auch einen Beruf gefunden, in dem er schon über 10 Jahre arbeitet. (Ja, er ist keine 20 mehr :-) ) Im Moment denkt er darüber nach, ob er ein Fernstudium oder Lehrgänge oder sowas macht (ich glaube er hats auf den Job seines Chefs abgesehen ]:D ) Soviel zu dem Alter und noch Schule.

Und nein, dies ist keine erfunden Geschichte, um dich Bärentatze mal auf den Gedanken zu bringen, irgendeine Arbeit zu machen, weil es eben auch Vorteile für dich hätte. Dies ist eine wahre Geschichte, die deine Aussagen als blöde Ausrede dastehen lässt. Die Parallelen zwischen dir und ihm sind es ja, die mich diesen Faden hier mit Interesse verfolgen lassen.

Vom Wesen her ist mein Freund aber sicherlich keine "Mann von Welt" oder ein "Fels in der Brandung", im Grunde ist er nicht mal ein "Minimacho". Ich denke, er ist recht intelligent (beschäftigt sich zB mit Quantenrealitäten und Zeitreise), lässt sich auch nicht so leicht aus der Ruhe bringen (aber Vorsicht, stille Wasser sind tief; das ist dann garnicht lustig). Trotzdem ist er irgendwie Kindisch. Also überhaupt nicht Erwachsen.

Er ist einfach ein Original, wie man es nicht ein zweites mal findet. Dieses ständige "Normal sein" ist doch blöde. Völlig unnormal zu sein kann eben auch das Interesse bei anderen wecken. (Ich schwimme nicht mit dem Strom, ich bin der Strom :p> )

Also, warum habe ich dies alles geschrieben? Weil mir die Parallelen deiner Behinderung, Bärentatze, und die meines Freundes auf gefallen sind. Sicher seit ihr in dieser Hinsicht nicht identisch. Aber grob gesehen schon.

Aber du wendest soviel Energie auf um etwas nicht tun zu können, während mein Freund sich lieber darauf konzentrierte, etwas zu tun. Egal was, egal wie nieder oder blöd es auch erscheint. Er war, und ist es noch, stolz darauf, unabhängig und frei zu sein. Sein Leben selbst anzupacken und zu gestalten. Wie er selbst sagt, musste er auch erst lernen, nicht nur das zu tun, was andere sagen. Er musste seine eigenen Entscheidungen treffen und diese dann auch umsetzen.

Nicht überlegen, warum du etwas nicht kannst. Überlege wie du es kannst.

Motorradfahren würde dir Spaß machen. Warum nicht, kann man sicher mal auf einem Gelände üben und dann evtl. mal auf zB einer Cross-Rennbahn fahren (NEIN, KEIN "Das geht nicht", solange du es nicht probiert hast). Solange du es nicht ernsthaft versucht hast, kannst du auch nicht sagen, daß es nicht geht.

Genauso wie bei allem anderen. Anstatt dir zu überlegen, warum du es nicht kannst, überlege dir lieber wie du es kannst. Du musst durch Probieren (dies bedeutet aktiv werden und etwas tun) Erfahrungen sammeln. Je mehr Problemen du dich stellst und versuchst sie zu lösen, um so leichter wird es dir mit der Zeit fallen, mit Problemen um zu gehen und sie zu lösen.

Du möchtest eine Frau kennenlernen? Wie denn, wenn du dich nur hinstellst und wartest, daß eine ankommt? Du musst da schon den Kontakt herstellen, egal wie. Selbst wenn du dann von 20 Frauen einen Korb bekommst, die 21te gibt dir evtl. eine Chance euch kennen zu lernen.

Von deinem "Was soll ich den tun?" kommt nichts außer Frust.

Und wenn du in Stuttgart wieder nur alleine in der Bude sitzt, denke dran: Es ist deine Entscheidung dies zu tun, nicht die der anderen.

PS: Tschuldigt, ist ein bischen viel geworden. Dafür schreibe ich ja nicht so oft ;-)

kXyli#e_chriqstinCa


hast meiner Meinung nach einfach zu viel Zeit zum Jammern, wie gesagt, du magst das gerne, andere Talente hast du wohl nicht).

Das sehe ich auch so. Wuerdest du jeden Abend ausgepowert und muede von der Arbeit heimkommen, so wie erwachsene Menschen (mit Abi oder ohne) das nunmal tun, haettest du zum Jammern gar keine Zeit mehr.

Du bist doch ein junger Mann und hast Kraft, wie kommst du eigentlich auf die absurde Idee, dass andere dich ernaehren sollen? Wuerdest du koerperlich hart arbeiten, kaemst du auch mal in Form. Dann waerst du nicht mehr so dick und dadurch auch attraktiver fuer die Frauen.

a+bente;uer-mäusxchen


Du bist doch ein junger Mann und hast Kraft, wie kommst du eigentlich auf die absurde Idee, dass andere dich ernaehren sollen?

Das frage ich mich echt auch, vielleicht anwortest du mal konkret ohne deine dämlichen Ausweichmanöver auf diese Frage!

a<bente>ueXrmäusQcxhen


Aber ehrlich, ich habe mir mal andere Fäden von dir durchgelesen, du suchst eine Sportart für dich, es antworten dir bereitwillig Menschen und alles geht nicht, wegen den dümmsten Ausreden: Rad fahren geht nicht, weil es die Potenz mindert, so was idiotischen hab ich noch nie gehört, daran sieht man, dass du nicht willst.

Du machst ein Faden auf, in dem du schreibst, dass du abnehmen willst, auch da antworten dir einige bereitwillig und auch das geht wegen irgendwelchem Zeug nicht, das an den Haaren herbeigezogen ist.

Vergiss nicht die Frage von kylie_christina!!

B?äre9ntatxze


Diese Frage lässt sich so gar nicht beantworten, ich finde auch nicht, das ich so denke. Aber es ist auf jeden fall was wahres drann, würde man jeglich Sozialleistungen abschaffen, so würde man sehen, das auf einmal wieder viel mehr Menschen arbeiten gehen würden, weil sie müssen.

Und es kämen nicht so viele von außen, die das System ausnutzen.

B4äreSntvatzxe


Übrigens, was die Diät anbelangt, da komme ich irgendwie nicht weiter. Ich versuche das schon seit fast 10 Jahren und bekomme es einfach nicht hin. Das geht vielleicht mal ein paar Tage gut und auf einmal stopf ich dann wieder in mich hinein, ohne das ich wat dagegen tun kann.

ä%pfe}lchxen


Du hast eben kein Durchsetzungsvermögen... du gibst zu schnell auf.

DAS ist der Punkt..

axb;entWeuCerm*äusxchen


Und es kämen nicht so viele von außen, die das System ausnutzen.

So, wie du das zu tun pflegst? :|N

Bpä;rent=atYze


Ich nutze das Systhem ja nicht aus, da ich gerne arbeiten gehen würde. Außerdem ist es noch was ganz anderes, wenn man ein Handicap hat. Ich zum Beispiel kann mehr oder weniger nur sitzende Tätigkeiten machen und da bleibt eigentlich kaum etwas, was ich machen könnte, außer im Büro, wo ich leider keinen Job gefunden habe.

aTbenteuer_mäuschexn


Hmm, ich kenn Rollifahrer, die alle Jobs gefunden haben, die können bei der Arbeit logischerweise auch nur sitzen... Also ist das Blödsinn.

Achja, dass du keinen Job im Büro findest, wundert mich aber dennoch nicht. Gerade dort achten die Chefs besonders auf die Rechtschreibung, die bei dir wirklich ein wahre Katastrophe ist.

B=äretntaxtze


Tja und was soll ich nun machen? Welchen Job könnte ich in sitzender Tätigkeit ausüben?

Dann wären wir ja nun mal so weit, das ich keinen Job finden kann.

M4olli~enchexn


Warum kannst Du keine nicht-sitzende Tätigkeit machen?

aObe*nteueNrmäu5schen


Was du machen sollst? Schreiben lernen?

B!äre}ntaxtze


Warum kannst Du keine nicht-sitzende Tätigkeit machen?

Ganz einfach, ich kann nicht lange stehen durch eine Wirbelsäulenverdrehung und die daraus resultierende Fehlstellung des rechten Beines. Ich habe schon enorme Schmerzen, wenn ich normale Wege zufuß erledige.

Daher konnte ich in meinem Beruf als Bäcker auch nicht weiter arbeiten.

Was dier Rechtschreibung anbelangt, die kann ich wohl nicht mehr verbessern. Ich war früher eigentlich ganz gut, was aber irgendwann sehr nachgelassen und ja, ich tu mich schwer damit.

M(olflie2nchexn


Das heißt, Du kannst weder Tätigkeiten im Sitzen machen noch im Stehen und länger zu Fuß gehen geht auch nicht.

Geht Fahrrad fahren? (Fahrradkurier??)

Und wenn gar nichts geht – weil mit sehen und hören ja offenbar auch Probleme bestehen – kannst Du Dir das nicht ärztlich bescheinigen lassen, so dass sich die Jobsuche dann damit eben erledigt hat? (Falls es das ist, was Du willst.)

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH