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Antidepressiva, Johanniskraut oder?

Wwepirdxo


Bin heil angekommen und völlig erschöpft, aber an Schlaf ist nicht zu denken. Habe schon alle Gedanken runtergeschrieben und versucht die Gefühle in Worte zu fassen, doch es bringt nichts.

Ich hoffe sehr, dass ich in 3 Wochen oder so schreiben kann, dass das Johanniskraut einen positiven Effekt zeigt...

EMllagQaxnt


Ich wünsch dir viel Erfolg mit dem Johanniskraut :)*

Gib doch zwischendurch mal Bescheid, wies läuft :-)

WmeirAdo


Danke, ja werde ich machen :)

W,eir%do


So heute ist Tag 5. Wirkung merke ich, wie ja vorher bekannt, noch nicht. Am ersten Tag war ich extrem müde, aber das kann genauso gut mit der Erschöpfung durch die Arbeit zusammen hängen. Wobei ich an dem Tag endlich mal richtig gut, früh und schnell eingeschlafen bin ^^ Seitdem hat sich das aber wieder gelegt, also ein ganz simpler Zufall.

Heute ist leider passiert, was ich geahnt habe. Ich war so erschöpft von der Woche, dass ich von gestern Nacht um 2 bis heute nachmittag um halb 5 geschlafen habe. Demnach konnte ich die Tablette nicht wie sonst morgens um halb 8 nehmen und der 24h Rhythmus ist dahin. Morgen habe ich zum Glück auch noch mal frei, denn die heutige Nacht wird die Hölle ^^ Da ich um 13h Therapie habe, werde ich wenigstens schon um 11 aufstehen müssen. Hoffe, dass sich das nicht negativ auswirkt, dass ich an freien Tagen die erst später nehme. Aber nach den Erläuterungen macht abends irgendwie keinen Sinn.

W1epirdo


Zwischenstand nach 13 Tagen Laif 900:

Emotional merke ich keine wirkliche Verbesserung. Ich hatte zwar keinen Komplettabsturz, aber auch wenig triggernde Situationen, die das hätten auslösen können, da ich mich viel in Arbeit verkrochen habe.

In Sachen Schlafen stelle ich fest, dass ich in letzter Zeit besser einschlafe. Dieses WE hatte ich sogar soetwas wie einen Biorhythmus. Kurz nach 1 beide Tage eingeschlafen und um halb 11 aufgewacht. Das ist ungewöhnlich, da ich sonst an freien Tagen nie vormittags wach wurde. Mal schauen, ob das tatsächlich eine Wirkung ist oder einfach nur Zufall. Meinem Arbeitsrhythmus entspricht die Uhrzeit jedenfalls leider nicht ^^

Wäre nur schön, wenn sich von meiner emotionalen Verfassung und meinem Antrieb her mal etwas ändert. Es ist strahlender Sonnenschein draußen und was fange ich mit dem Tag an? Nichts...hänge vorm Laptop und das wohl den ganzen Tag. Es ärgert mich, aber ich kann es irgendwie nicht ändern.

Heute Abend geht es dann zurück zum Zweitwohnsitz und dann wieder ein paar Tage komplett durcharbeiten, wobei morgen Nachmittag habe ich zur Abwechslung mal frei, aber in einer fremden Wohnung bringt mir das gar nichts. Habe mir vorgenommen schwimmen zu gehen. Körperliche Bewegung soll ja grad bei Depressionen auch wichtig sein. Ich habe alles gepackt, aber ob ich am Schwimmbad ankomme, wird sich relativ kurzfristig entscheiden. Werde die Tasche jedenfalls mal mit zur Arbeit nehmen.

Also mal weiter abwarten wie es sich so entwickelt...

b"ewi0lderxed


Weirdo, bin grad ziemlich synchron mit Dir. Nehme seit 13 Tagen Johanniskraut, Jarsin 450. Wurde auch vor die Wahl gestellt: Cipralex oder Johanniskraut – habe mich für Letzteres entschieden. Langsam merke ich etwas davon, seit zwei, drei Tagen gibt es ein wenig "Boden" und etwas mehr Freude. Die Verzweiflung und das Gefühl, dass alles den Bach runter geht, ist nicht mehr ständig präsent. Weniger Alpträume, etwas weniger Selbstverachtung. Mal kucken.

W/eirUdxo


Schön, dass du eine positive Wirkung spürst :) Würd mich freuen, wenn du weiter mitberichtest.

Mein Selbsthass ist leider genauso groß wie immer...glaube auch nicht, dass sich das dadurch verändert... Mit Alpträumen habe ich glücklicherweise in der Regel nicht zu kämpfen. Im Gegenteil ich träume fast nie was, bzw. kann mich nicht erinnern. Werde jetzt versuchen zu schlafen & hoffe es klappt auch diesmal einigermaßen, nicht dass ich jetzt durch meine positiven Worte hier den Teufel an die Wand gemalt habe ;-) Der Wecker klingelt jedenfalls viel zu früh um fit zu sein *seufz* Aber zumindest habe ich morgen einen nachmittags frei, bevor die 12 Stunden Arbeitstage anstehen. Hoffe ich schaffe es meine Sportintention morgen durchzuziehen. Habe sowohl Schwimmsachen als auch Inliner eingepackt, eins von beiden MUSS ich schaffen...

f4ragnuNrsxo


Und , wie geht es mit dem Johanniskraut? Stellst Du eine Wirkung fest?

W"eirjdo


Danke der Nachfrage! :)

Bezüglich Schlafen merke ich weiterhin eine deutliche Verbesserung. Ich schlafe viel schneller und früher ein und hatte seitdem ich das Lafi nehme keine Nacht mehr, in der ich erst gegen 3-6 Uhr morgens einschlief. Leider bin ich auch wenn ich jetzt mehr schlafe morgens nicht fitter, wobei ich an freien Tagen nicht mehr erst nachmittags, sondern die wenigen Tage, die ich mal frei hatte schon gegen halb 11 wach war – Weltwunder! ;-) Abends bin ich durch die gesteigerte Müdigkeit nicht mehr so leistungs- bzw. konzentrationsfähig, aber damit kann ich mich abfinden. Grundsätzlich bewerte ich die Änderung bezüglich meines Schlafverhaltens sehr positiv, da mich die Nächte einfach Kraft gekostet haben und ich dann auch emotional noch mehr eingebrochen bin, wenn ich merkte alles um mich herum schläft und bei mir geht es wieder nicht und dann ging das Gedankenkarrussel los usw.

Generell hat sich aber an meiner Stimmung nicht viel geändert. Ich bin weiterhin niedergeschlagen und erschöpft. Nur diese Totaleinbrüche mit Heulkrämpfen und absoluter Verzweiflung hatte ich nicht mehr. Aber es gab auch weniger äußere Anlasse habe ich das Gefühl, doch vielleicht kommt es mir auch grad nur so vor und manches, was ich jetzt erlebe hätte mich vor ein paar Wochen doch noch mehr heruntergezogen?

Heute ist so eine Sache bei der ich weiß, wenn ich tue, was ich tun müsste (jd. anrufen), ist der Tag für mich gelaufen, weil mich das Gespräch runter ziehen würde und Gedanken & Gefühle aufwühlen würde und das will ich eigentlich nicht, also versuche ich es zu lassen, doch dann wiederum ist die Person schlecht auf mich zu sprechen. Hmm...sehr kryptisch ich weiß...

Von meiner problematischen Wohnungslage her mit Erst- und Zweitwohnsitzkämmerchen und der ganzen Fahrerei wird sich ab 1.5 wohl endlich etwas ändern, da ich eine Wohnung gefunden habe. Leider wird der Umzug und die Renovierungen natürlich auch noch mal mit viel Stress (und Kosten -.-) verbunden sein, aber vielleicht geht es mir ja danach endlich besser... Wobei ich auch Angst habe, dass ich mich in der neuen Wohnung in einer neuen Stadt noch unwohler fühlen. Aber gerade habe ich etwas Hoffnung in bin froh, dass zumindest die Fahrerei dann endlich vorbei sein wird.

Abgesehen davon fällt es mir diese Woche schwer, dass ich keinen Termin bei meiner Therapeutin vereinbaren konnte, weil mein Schichtplan so doof ist...na ja muss ich irgendwie durch....

f4rag+nursqo


Heute ist so eine Sache bei der ich weiß, wenn ich tue, was ich tun müsste (jd. anrufen), ist der Tag für mich gelaufen, weil mich das Gespräch runter ziehen würde und Gedanken & Gefühle aufwühlen würde und das will ich eigentlich nicht, also versuche ich es zu lassen, doch dann wiederum ist die Person schlecht auf mich zu sprechen. Hmm...sehr kryptisch ich weiß...

Du stehst mit jemanden im Konflikt und versuchst dem aus dem Weg zu gehen. Du sollst nachgeben und vielleicht Schuld auf dich nehmen, was Du verständlicher Weise nicht willst und so weichst Du dem ganzen aus. Das wird auf der Gegenseite aber falsch interpretiert und als Desinteresse ausgelegt. Es ist schwierig Auseinandersetzungen zu führen wenn einem dazu die Kraft fehlt.

Es ist ja ein Fortschritt wenn Du wieder einigermassen schlafen kannst, ob sich das mit Deiner Gefühlslage noch verbessert musst Du abwarten.

Wnei;rdo


Die Situation mit dem "Konflikt" ist schwierig zu verstehen, wenn man die Hintergründe nicht kennt, aber diese hier zu erläutern würde den Rahmen sprengen ^^ In dem Fall wird simpel gesagt einfach viel zu viel frühkindliches aufgewühlt und dafür hat niemand Verständnis. Alles was ich versuche dieser Person und ihrem Säugling zu helfen scheitert (nicht nur aufgrund der räumlichen Distanz) und das belastet mich. Dass sie nun von mir mir kryptischen Nachrichten verlangt eine andere Person anzurufen, um sie zu kontaktieren, anstatt dass sie mir selbst schreibt, was wieder bei ihr los ist oder ich mit ihr selbst sprechen kann, finde ich einfach nicht richtig, da ich zu der anderen Person seit Monaten bewusst keinen Kontakt mehr hatte, um mich zu schützen.

Vielleicht hätte ich das mit dem Schlafen nicht so explizit schreiben sollen, gestern ging es plötzlich nicht ^^ Aber okay mir spukte wirklich extrem viel im Kopf herum. Einmal die Situation oben und die Gedanken daran haben widerum andere vergrabene Gedanken und Gefühle ausgelöst, dann die Wohnungssituation und der Wunsch nicht erst Dienstag bei meiner Thera sein zu können. Ein bisschen viel wahrscheinlich, um einfach einzuschlafen. Aber grundsätzlich bleibe ich dabei, dass es besser ist ;-) Wäre dennoch schön, wenn sich das gefühlsmäßig auch noch verbessert. Aber mehr als Warten kann ich ja wirklich nicht.

WReir dxo


Und jetzt breche ich komplett zusammen, aber zumindest gibt es einen äußeren Anlass =( Das Problem ist ich muss stark bleiben, denn ich habe Nachtschicht... -.-

fUragKnursxo


Hast Du Deine Nachtschicht hinter Dich gebracht? Wechselnde Arbeitszeiten belasten ganz schön wenn man nicht schlafen kann, aber morgen gehst Du ja wieder zur Thera.

W=eirdxo


Die Nachtschicht an sich war nicht das Problem, sondern die E-Mail, die ich bekommen habe. Nachdem ich zunächst eine Wohnungszusage für 2 Tage hatte, bekam ich an dem Abend eine Absage per Mail und mein Strohhalm endlich etwas zur Ruhe zu kommen, löste sich in Luft auf. Jetzt fängt alles wieder von vorne an und meine Kräfte werden immer geringer, insbesondere wenn man für die ganze Arbeit kaum Lohn hat, da alle sin doppelte Miete und Fahrtkosten fließt.

Ich darf bei der Nachtschicht auch schlafen, ist nur Nachbereitschaft d.h. ich muss nur auf, wenn die Kids wach werden. Diesmal waren sie es nicht, sonst ist es aber häufiger der Fall. War trotzdem anstrengend Freitag um 8 anzufangen und erst Samstag um 14h Schluss zu haben. Jetzt hatte ich drei Tage frei, aber musste zum Zweitjob, daher Erholung Fehlanzeige.

Mir geht es dennoch seitdem kaum besser. Das hat mich ziemlich erwischt. Heute dann noch Stress mit meiner Chefin am Zweitjob gehabt und irgendwie ist mir alles zu viel. Ich würde am liebsten alles hinschmeißen, aber das geht ja auch nicht und das ist auch nicht meine Art. Ich bin aber einfach so fertig. Vielleicht auch daher meine Müdigkeit und mein Schlafbedürfnis und nicht unbedingt durch das Laif.

Ich bin froh, dass ich morgen wieder Thera habe, hoffe dass wir Termine für die nächsten Wochen festlegen können und dass ich morgen nicht nur "neutral" erzähle wie es lief, sondern sie auch daran teilhaben lasse... Das fällt mir immer noch teilweise schwer.

Ich habe schon überlegt im Oktober weiterzustudieren, doch der Masterstudiengang, der mich interessiert wäre noch viel weiter weg und solange ich nicht ohne Thera klarkomme, kann ich das erst mal vergessen. Also weiter Wohnung suchen und schauen, dass ich bis dahin nicht komplett zusammenbreche -.-

Dazu plagen mich seit gestern Zahnschmerzen, so dass ich nun morgen früh noch beim Zahnarzt landen werde, denn wenn will ich schon zu meinem. Heute hatte ich mir den Wecker eher gestellt, aber als er dafür klingelte, ging es einigermaßen, also bis zum nächsten Wecker weitergeschlafen.

Ich bin völlig fertig, aber es ist anders fertig als vor dem Laif habe ich das Gefühl. Es ist nicht mehr so, dass ich (wenn ich alleine bin) heulend zusammenbreche, sondern mich einfach nur noch so schlecht fühle – ist das jetzt besser? ^^

WPeir!do


Therapie lief gut. Seitdem geht es mir auch etwas besser; das ist ja nicht immer so danach. Manchmal wühlt es einfach zu viel auf. War zwar auch "anstrengend" und zwischendurch zu emotional, aber alles in allem wichtige Punkte und nicht nur so oberflächlich, das ist mir wichtig.

Bei dem Bericht vom WE fielen die Worte "wollte alles hinschmeißen", eigentlich bezog ich das auf die Arbeit, doch bei ihr läuteten wohl die Alarmglocken und sie dachte direkt wieder an Suizidgedanken. Das konnte ich aber glaubhaft verneinen, denn es ist ja nicht so. Und darüber bin ich froh, dass ich es immerhin soweit geschafft habe. So ätzend das Leben auch ist, es ist das einzige, was ich habe und ich muss alles in meiner Kraft stehende tun, um es doch noch zum positiven zu wenden. Und alles ist ja auch (im Moment) nicht schlecht, das sehe ich ja auch, doch es fühlt sich einfach nicht so an und das ist das Problem. Genau wie mit meiner Vergangenheit *seufz*

@bewildered Wie läuft es bei dir denn mit dem Johanniskraut mittlerweile? :)

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