» »

Schlimme Träume und Szenarien in jeder Nacht

Kuyli#nn


Ich habe seit ca. 1 1/2 Jahren oft üble Alpträume oder kann nicht schlafen, weil mir schreckliche Szenen, dass mir oder jemandem, der mir nahe steht, etwas passieren könnte. Wenn mein Freund da ist, ist es meist besser, aber auch nicht immer.

Dagegen machen kann ich nicht viel, ausser mich auf schöne Dinge zu konzentrieren, entspannen, Buch lesen, ablenken. Oft lasse ich ein Licht an, damit es direkt hell ist, wenn ich aufwache, oder lasse ein Video mit vertrauten Stimmen (Soaps, Kinderserien) laufen.

Ich habe auch eine Idee, woher das kommt, aber ich schätze mal, der Ansatz ist so individuell, dass er dich nicht weiter bringt.

LKichpt-KristaollxX


Ich habe auch eine Idee, woher das kommt, aber ich schätze mal, der Ansatz ist so individuell, dass er dich nicht weiter bringt.

Magst Du dennoch von Deiner Vermutung erzählen? @:)

K^y!linxn


Magst Du dennoch von Deiner Vermutung erzählen? @:)

Meine Vermutung ist, dass es mir früher egal war, ob ich lebe oder sterbe, ja, Suizid sogar immer als Ausweg ansah. Seitdem es mir nicht mehr egal ist und ich nicht sterben will, habe ich überstarke Ängste dahingehend entwickelt, denn Suizid ist keine Option mehr, wenn ich mit irgendwas (zB Tod eines nahen Menschen) nicht klar komme oder mir selbst etwas passiert. Ich müsste dann tatsächlich damit leben. Und das kann einem eine Heidenangst einjagen, wenn man vorher immer nur für die Sekunde gelebt hat, sich nicht um Morgen scherte und sich um "nichts" Gedanken machte. Meine Theorie ist nun, dass ich jetzt die Kehrseite der Medaille erlebe. Das Gegenteil von der Freiheit, mich immer noch umbringen zu können, wenn alles zu schlimm wird.

s=culClie


Lichti..

Gibt es zur Zeit etwas was dir Angst macht ?

M+andariol4a


:)_ Hallo, liebe Lichti, bitte gehe sofort zum Doc Unterfunktion der Schilddrüse und Vitamin B12 Mangel verursachen solche Sachen, glaub mir ich habe das Gleiche gehabt und mit meinem nächtlichen Gekreische meinen Mann fast in den Wahnsinn getrieben, auch die akustischen Geräusche deuten darauf hin. Seit ich LThxroxin und hochdosiertes Vit.B12 nehme ist der Spuk vorbei. Nach sage und schreibe 15 Jahren. Nimm kein Baldrian, löst bei disponierten Personen Sodbrennen aus. Wenn Du magst, kannst Du mir ja eine PN schreiben. Uns beide trennt zwar mit Sicherheit eine Generation, aber dafür hab ich eine riesige Lebenserfahrung und ein olles grosses Herz, daß Dir gerne helfen möchte. Ganz liebe Grüße x:) :)* :)* @:) *:) P.S. Hol Dir in der Apotheke Pantoprazol 20 mg, ein Wundermittel gegen Sodbrennen, Milch ist veraltet, verbindet sich gern mit der Magensäure verklumpt und hilft so gut wie gar nicht, im schlimmsten Fall kitzelst Du Dein Bett voll. %:| Muss man nicht haben.

M"andr"iolxa


|-o Menno, es sollte kötzeln heissen, hab ich bei meinen Zwerglein immer gesagt.

sgcul;lie


Heisse gekochte Milch mit Honig beruhigt auch..

L1ichhtKri_stallxxX


Das mit der Schilddrüse macht der Hausarzt auch oder muss ich dafür zu einem Facharzt?

L-ichtKdristallxxX


Letzte Nacht habe ich den Baldrian weg gelassen. Es war ein wenig ruhiger,dennoch blieben die konfusen,abstrakten Träume.

aY.fmish


LichtKristall, wenn bei Dir tagsüber gerade eine Menge los ist, was Dich beschäftigt oder vielleicht auch belastet, dann ist es leider normal, dass einem auch nachts keine Pause gegönnt wird. Meist eher im Gegenteil, ohne die Ablenkungen des Tages kann der Kopf richtig arbeiten.

Du sagst, die Träume sind sehr konfus – das kenne ich von mir aus stressigen Zeiten. Je entspannter mein Grundgefühl ist, desto linearer und klarer sind meine Träume, je mehr seelische Unruhe ich habe, desto unruhiger, chaotischer sind auch meine Träume. Während erstere richtige Handlungsstränge haben, geht es bei letzteren eher um Gefühle. Über dem ganzen Traum, so verwirrend und zusammenhangslos er erscheint, hängt irgendein Gefühl – Angst vor einer Entscheidung, das Gefühl unter Druck zu stehen oder keinen Ausweg zu haben.

Wenn ich da ein wenig hineinfühle, mir das vergegenwärtige, stelle ich meist fest, dass dieses Gefühl unterschwellig auch meine Gedanken tagsüber begleitet, also erscheint es mir ganz logisch, dass es mich nachts erst recht nicht loslässt. Wenn ich an der Situation arbeite und mich tagsüber gezielt entspanne, werden auch meine Träume wieder ruhiger. Wenn ich meinen Kopf daran "gewöhne", Auszeiten zu machen und Pausen zu nehmen, dann scheine ich das auch nachts besser zu können.

Zusätzlich könnte ein Einschlafritual Dir helfen, vor dem Schlafen runterzufahren. Geh nicht direkt aus dem Tag ins Bett und in den Schlaf – klappt ja eh nicht, wie ich Deinem Eingangspost entnehme. Ich denke, der Baldrian hat sozusagen Deinen Kopf überlistet: der wusste ganz genau, dass Du noch viel zu aufgewühlt zum Schlafen warst und hat sich deshalb geweigert. Der Baldrian hat den Körper müde genug gemacht, den Kopf kann man leider nicht so leicht ausknipsen und daher die heftigen Träume.

Ich denke, wenn man nicht einschlafen kann, dann hat das seine Gründe. Man kann sich ab und zu ruhig dazu zwingen, manchmal muss das ja auch sein, aber grundsätzlich rattert dann halt noch irgendetwas in einem und das sollte man entweder abstellen (wenn möglich) oder zumindest "ordentlich wegräumen".

Fang mit dem Schlafen gehen vielleicht einfach mal früher an – nicht früher ins Bett legen, sondern früher den Tag abschließen und Dir selber sagen: So, jetzt fängt ins Bett gehen an. Indem Du Dir etwas Bequemes anziehst, Dich zurückziehst und symbolisch die Tür zum Tag hinter Dir zumachst. Lies etwas schönes (! nichts spannendes, aufregendes), wenn Du das magst oder hör ein Hörbuch, wenn Dir das eher liegt. Dazu ein warmer Kakao, gerade bei dem Wetter ja hervorragend geeignet. Fernsehen besser nicht, da heißt es immer, das ist zu hektisch, und stellt das Gehirn eher wieder auf Action ein. Oder vielleicht bist Du nicht so der ruhige Typ, vielleicht hilft es Dir eher vor dem Schlafen nochmal einen Spaziergang um den Block zu machen und Dir den Kopf durchpusten zu lassen, das musst Du herausfinden.

Ich weiß ja nicht, was gut in Deinen Tag passt, aber eben einfach ein Ritual was Dir und Deinem Kopf sagt: das war der Tag, der war aufregend oder vielleicht auch schwierig, aber jetzt kommt etwas anderes.

Noch ein Tipp: wenn das mit dem Einschlafen nicht klappt oder Du nachts wach wirst, nicht im Bett liegen bleiben. Das Bett sollte nicht mit negativen Empfinden "behaftet" werden – also nicht rumwälzen und dabei die unangenehmen Traumbilder durchdenken. Auch wenn es schwer fällt: aufstehen, warm einpacken, nochmal in den Sessel oder aufs Sofa setzen und das Ritual wiederholen. Und dann noch einmal "neu" ins Bett gehen.

Ist schwierig, wenn man einen Partner mit leichtem Schlaf hat, aber vielleicht verzeiht der das ja ein paar Nächte lang.

Ich kenne die Problematik sehr gut. Erst kann man nicht einschlafen, dann jagen einem die Träume den Puls auf 180 und am Morgen fühlt man sich, als hätte man die Nacht über Gewichte gestemmt. Auch das Gefühl, im Traum gefangen zu sein, bzw. die starke Vermischung von Traum und Realität kenne ich. Ich hab schon Termine verpasst, weil ich in der Nacht vorher geträumt hab, es wäre alles abgeblasen worden. ;-D oder war mir nicht mehr sicher, ob Gespräche wirklich stattgefunden haben. Das passiert halt leider ab und zu, wenn man viel zu verarbeiten hat. Die o.g. Tipps haben mir immer ganz gut geholfen.

L}ichtKriPstailxlxX


@ a.fish

Vielen Dank für Deine ausführlichen Tipps @:)

Dann bin ich ja mit dieser Problematik gar nicht so alleine,wie ich dachte :-)

Ich werde versuchen,Einiges davon auszuprobieren!

Über dem ganzen Traum, so verwirrend und zusammenhangslos er erscheint, hängt irgendein Gefühl – Angst vor einer Entscheidung, das Gefühl unter Druck zu stehen oder keinen Ausweg zu haben.

Ja genau! Und dieses Gefühl,welches ich quasi im Traum hatte,habe ich dann irgendwie auch den ganzen Tag über.

Ich denke, wenn man nicht einschlafen kann, dann hat das seine Gründe. Man kann sich ab und zu ruhig dazu zwingen, manchmal muss das ja auch sein, aber grundsätzlich rattert dann halt noch irgendetwas in einem und das sollte man entweder abstellen (wenn möglich) oder zumindest "ordentlich wegräumen".

Ja,das versuche ich. Alleine schaffe ich es leider nicht,deswegen habe ich auch am Dienstag die erste Stunde meiner angestrebten Psychotherapie und erhoffe mir langfristig gesehen Besserung. Aber auch das kann natürlich keine Wunder vollbringen.

aD.fiUsh


Alleine schaffe ich es leider nicht,deswegen habe ich auch am Dienstag die erste Stunde meiner angestrebten Psychotherapie und erhoffe mir langfristig gesehen Besserung. Aber auch das kann natürlich keine Wunder vollbringen.

Wunder nicht, aber es ist bestimmt eine große Unterstützung. Ich wünsch Dir viel Erfolg!

LZichtK*ristallxxX


Dankeschön @:)

Ich werde hier ein wenig berichten,wie es am Dienstag verlaufen ist :-)

sgcu:llie


Wenn du den Therapeuten magst kann die Psychotherapie eine grosse Hilfe sein..

LaichtK{r|istadl+lxxX


Ja,sollte die Therapeutin mir unsympathisch sein,werde ich mir auch eine oder einen Andere(n) suchen. Aber am Telefon war sie auf jeden Fall schon sehr nett und ich bin guter Dinge.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH