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Habe ständig Angst um meine Familie und mich

w8armper ap'felku]chwen hat die Diskussion gestartet


ich muss unbedingt mal etwas los werden, in der hoffnung, dass der ein oder andere von euch vielleicht mein problem kennt.

ich weiß nicht, wie es anfing, aber ich mache mir ständig sorgen, dass meiner familie oder mir etwas schlimmes zustoßen könnte. genauer gesagt, schwere unfälle, krankheiten usw. :(. ich selbst denke bei mir auch immer, dass ich schwer krank werden könnte (krebs usw.).

ganz schlimm ist es auch, wenn mein mann zur arbeit fährt. er muss jeden tag 100 km insgesamt fahren (hin und zurück) brauch dafür gut 40 minuten fahrtweg und ich mache mir die schlimmsten sorgen, dass er auch heil ankommt. er ist immer so lieb und schickt mir eine sms, dass alles gut ging. schlimm ist es aber abends, wenn so in etwa die zeit ist, wenn er zurückfährt. ich sitze dann sehr angespannt hier und mir fällt ein starker stein vom herzen, wenn er da ist...

ich versuche, die angst zu verdrängen und wegzuschieben, aber ich kann mich mit nichts ablenken :(. vielleicht hat jemand einen rat für mich...liebe grüße

Antworten
M,oh


Hallo warmer Apfelkuchen!!

Ich fürchte, ich kann dir nicht wirklich einen Rat geben, leider...aber vielleicht ist es für dich interessant zu hören, dass es Menschen gibt, denen es ähnlich geht wie dir...mir zum Beispiel.Ich habe auch ständig solche Ängste, versuche immer, sie zu verdrängen, aber manchmal geht es einfach nicht.Es schnürt mir dann richtig die Kehle zu und ich könnte einfach nur heulen :°( Ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt, eine Therapie zu machen, aber dann denk ich mir, es ist doch so schwachsinnig, wer therapiert einen denn bei solchen "Kinkerlitzchen" (das ist ja das dumme, man weiß selber wie sinnlos und abstrus die Ängste sind, aber bei genauerer Betrachtung denkt man selbst dass es doch einfach Schwachsinn ist).Wenigstens kenne ich den Auslöser meiner Ängste und allein der wäre sicher ein Grund in Therapie zu gehen. Aber...was auch immer es ist, hindert mich.

Ich fühle mit dir und erwarte eventuell folgende Ratschläge (pass auf: ich weiß genau, was kommen wird: MACHT NE THERAPIE ;-D )

Liebe Grüße

Sic#hAnec<kenmfrxau


Hallo

Bin gerade neu hier eingetroffen, wobei ich hier immer lese ;-D ....mir geht es genau so ...zur zeit auch sehr schlecht da es viele Krankheiten gibt und bei all der Angst davor hat es mich auch noch erwischt ...schrecklicher Magen Darm Virus....ich kann derzeit nicht aus meiner Haut habe nur Angst und Schwindel. Bin auch noch viel alleine was das alles noch schlimmer macht...würde mich freuen über austuasch oder tips ...

lg

S!tep%h-B^ountxy


@ warmer apfelkuchen und moh

Ja - es kommt tatsächlich der Tipp mit einer Therapie... aber ich wage sogar noch einen Schritt weiter zu gehen: medikamentöse Behandlung. Und das ist keineswegs böse oder lächerlich gemeint. Ich selbst hatte kurzzeitig eine solche Angststörung und habe mich mit meiner Hausärztin darüber ausgetauscht. Genau das, was Du beschreibst

- ständige Angst, es könnte einem selbst oder einem nahem Angehörigen etwas schlimmes zustoßen

- Krebsangst

- Angst vor unheilbaren Krankheiten

sind erste Anzeichen einer depressiven Episode. Jetzt, wo es noch "klein" ist, kannst Du gezielt etwas dagegen tun, ohne Dich im Alltag einzuschränken. Lass es nicht so weit anwachsen, dass

- Antriebslosigkeit

- Müdigkeit

- keine Lust aufzustehen

- Angst vor Menschenansammlungen

etc. hinzukommen. Depressionen sind eine weit verbreitete Krankheit - ja, KRANKHEIT. Und wir leben 2011 - niemand muss eine solche Krankheit hinnehmen und täglich leiden. Du verlierst so viel an Lebensqualität - aber das merkst Du ja selbst schon.

Fass Dir ein Herz und sprich mit Deinem Hausarazt darüber. Er kennt Dich am besten und wird einen geeigneten Weg finden um Dir wieder Freude am Leben zu geben und Dir die Ängste zu nehmen :)*

und jetzt könnt ihr mich zerreissen

g3ranrtenb eiHncvhexn


Hallo *:)

Auch ich habe diese Ängste. Ich denke, dass es vielen so geht, die Dunkelziffer aber auch sehr groß ist, weil sich nicht jeder traut, darüber zu reden. Bei mir ist es weniger die Angst vor Krankheiten, aber ich bin auch jeden Tag um meinen Partner besorgt. Er muss zwar "nur" 25 Minuten fahren, dafür muss er aber Autobahn, etwa 7 Dörfer mit morgendlichem LKW-Hochbetrieb und ein Waldstück mit Wildwechsel und derbsten S-Kurven durchqueren. Auf der Strecke verunglücken oft jugendliche Raser und es stehen mindestens 3 Erinnerungskreuze alleine auf der Landstrecke. Vor allem als wir im Winter sehr heftigen Schneefall hatten, macht man sich natürlich seine Gedanken. Ich versuche im Moment, mit dieser Angst zu leben und mir zumindest zu sagen, dass schon jemand anrufen wird, wenn etwas geschehen wird. Einen Therapeuten nehme ich in Anspruch, aber nur maximal 3 Stunden im Monat. Er meint, dass eine gewisse Sorge immer bleiben wird, ist ja auch nicht schlimm. Aber einschränken sollten einen die Ängste nicht.

Ich denke, sowas setzt sich zusammen aus traumatischen Erfahrungen in der Vergangenheit, aber gleichzeitig auch aus den Negativberichten durch die Medien. Heutzutage wird ja nur noch über Unheil und Leid berichtet, so dass man natürlich den Eindruck bekommt, dass die Welt ein gefährlicher Ort ist und es kein echtes Glück mehr gibt. Man stellt sich vielleicht manchmal die Frage, ob man selbst sein Glück verdient und ob es nur eine Frage der Zeit ist, wann es einen auch hart erwischt. Aber das ist nicht die Realität. Ihr habt das Recht, glücklich zu sein!

Schämen müsst ihr euch vor einem Therapiebesuch auch nicht. Der Therapeut wird euch ggf. auf eine Angststörung untersuchen. @:)

kbayknCiecKhxen


Hi

die ANgst um meine Lieben habe ich langsam in den Griff gekriegt – solange alles so läuft wie immer. D.H. wenn die Kinder zur gewohnten Zeit nach Hause kommen, oder sich zu vereinbarten Terminen melden, oder wie verabredet erreichbar sind.

Ist das mal nicht der Fall (und das ist bei fast pubertierenden ja üblich), dann werde ich nervös und denke natürlich nur an das Schlimmste, ich kann mir zwar sagen, dass es bestimmt einen harmlosen Grund gibt, aber habe dann trotz allem, die schlimmsten Bilder vor Augen. Ich rufe aber mittlerweile nur noch einmal an und warte dann ab und meistens erledigt sich alles von selbst. Das klappt seit längerer Zeit richtig gut.

Wie ist es denn mit der Angst um euch?

Ich vermute immer schlimmste Krankheiten, bei jedem Wehwechen. Tut mir die Hand weh, dann denke ich erst an eine Sehenscheidenentzündung und denke weiter.....irgendwann ist es dann ein bösartiger Tumor. Dann gehe ich aber nicht zum Arzt, der könnte das ja bestätigen, das kann ich aber dann nicht meiner Familie sagen, denn die kämen damit gar nicht klar..., also lieber mal abwarten.Sch...Ich weiß, das ist ganz schön krank. Je älter ich werde, umso schlimmer. Wahrscheinlich wußte ich früher nur nicht, was es alles für Krankheiten geben kann.

Jetzt kann ich es mir aber eingestehen, ist ja schon der erste Schritt. Muss nur jetzt den zweiten gehen und einfach aufhören, ständig alles unangenehme zu verdrängen. Ich bin nicht depressiv, daher hoffe ich, mir allein zu helfen.

S:tepSh-XBoun&txy


Ja - Ängste sind normal. Und Ängste sind gut. Sie sind der Schutzreflex des Körpers.

Nur wie schon gesagt wurde: sie dürfen nicht das Leben bestimmen oder einschränken.

Vertraut doch auf die Fahrkünste Eurer Männer! Warum sollte ihnen denn etwas zustoßen?

Sie sind ausgeschlafen und kennen die Gefahren selbst - ihre ureigenen Instinkte und Reflexe

werden sie vor Unfällen beschützen. Und wenn (ich sage WENN) sich dennoch ein Unfall

ereignet - dann ist das Schicksal. Der wäre dann genauso passiert - ob mit oder ohne Eure Angst.

Carpe Diem! - Lebe den Tag!!

n@igh6tsi|stexr


Ich kenne das auch. Hätte jetzt auch eher gedacht, dass das nur ein "Tick" meinerseits ist.

Problematisch wirds, wenn ich mal einen Tag nichts von meinem Freund höre. Schiebe dann sofort Panik und sehe ihn schon irgendwo sterbend im Graben liegen :-/

Ich kriege auch schon einen leichten Rappel, wenn er zu einer Verabredung zu spät kommt. Komischerweise fahren ausgerechnet dann massenweise Krankenwagen durch unsere Gegend und dann denke ich schon sehr schwarz. Leider ist es so, dass er ausgerechnet in solchen Momenten sein Handy nicht anhat bzw. der Akku leer ist. Dazu kommt auch, dass mein Freund nicht der Meldefreudigste ist. Er findet es völlig normal, nicht bescheid zu sagen, wenn man sich verspätet oder Überstunden schiebt. Wenn ich ihn drauf anspreche guckt er mich nur an wie ein Auto und meint, dass ihm das nicht in den Sinn gekommen ist ;-)

Mein Freund hat anfangs darauf eher verständnislos reagiert, fühlte sich eingeschränkt. Was auch klar ist. Mittlerweile gibt er sich sehr Mühe, aber ich bin mir nie so ganz sicher, ob ihm bewusst ist, dass das von mir nicht nur Anstellerei ist.

Dabei sind so akute Panikphasen wirklich die Hölle, man stirbt 1000 Tode und ich finde solche Situationen einfach nur belastend. Zum Glück ist das nicht sehr oft so, aber wenn das so ist, zitter ich oft am ganzen Körper und bin ganz fertig für den Rest des Tages. Ich weiß momentan nicht so genau, wies da weitergehen soll. Ich kann mich aber noch erinnern, dass ich solche Ängste als Kind auch hatte, als meine Eltern kegeln waren und ewig nachts nicht nach Hause kamen.

s;chums<eti>er25


ich kann mich da nur ein einreihen. ich habe immerimmerimmer schon angst gehabt, früher um meinen dad, später um meine schwester, heute um meinen freund. mein freund ist auch ein experte im nichtmelden, wenn es darum geht, zu sagen, dass er später ist, das beflügelt dann meine ängste doppelt und zehnfach. -,- wir hatten hier sogar schonmal eine meldung im verkehrsfunk, dass es einen größeren unfall gab in der nähe unseres kaffs als er auf den weg zu mir war. ich habe versucht ihn zu erreichen, nichts. es ist dann ja auch keiner zu hause, der einen mal trösten könnte: mutter, freundin...keiner zu hause. da hab ich aber geheult vor glück, als er doch noch in meiner tür stand.

eine gesprächstherapie hatte ich deswegen schonmal und die erste zeit war es auch besser mit den verlustängsten. meine therapeutin meinte dazu, ich würde nicht in die sicherheit von glücklichen beziehungen vertrauen und mir das glücklichsein selbst verbieten. :-| es gab dann auch so tipps, dass man sich das schlimmste szenario vorstellen soll und so. naja, aber die angst kam zurück. momentan ist es bei mir auch wieder schlimm. vor allem, wenn es abends länger dunkel ist :-/

slchum/setierx25


Ach ja, hier ist auch noch was interessantes:

[[http://www.angst-panik-hilfe.de/angst-vor-verlusten.html]]

cShanxte


Also ich habe solche Ängste zwar nicht so ausgeprägt wie ihr, aber dass man sich die größten Sorgen macht und den Partner schon auf der Intesiv liegen sieht, kenn ich auch ^^. Nur ist es gerade in solchen Momenten ja nie so. Mein Mann sagt auch nie bescheid, war dann aber noch Autowaschen und Tanken und über Kaff X gefahren, um noch was einzukaufen, während ich schon überlegt habe, die Polizei zu verständigen.

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