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Angststörung und Hypochondrer – Angst vor Rentengutachter!!

A=ngst2paStient00x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe in den letzten Wochen sehr viel mitgemacht was meine Ängste angeht. Tag für Tag hatte ich panische Angst vor Krebs, war durch diese Angst nichtmal in der Lage meinen Alltag zu gestalten, Mitmenschen litten auch schon unter mir. Ursache der ganzen Attacken war ein unklarer Befund auf der Haut, den ich operativ entfernen ließ. An sich nichts Schlimmes, aber ich fing an auch an anderen Körperstellen Beschwerden zu bekommen, bin sogar ziemlich sicher das ich woanders auch noch was Ernstes habe. Ich habe aber seit wenigen Tagen nun angefangen es zu ,,verdrängen", habe mich abgelenkt und nach und nach verschwanden die Ängste endlich wieder. Zuvor hatte ich durch die OP ständig irgendwelche Ärzte um mich herum die mich betatschten, ich hab die Nase sowas von voll jetzt!

Nun soll Ende diesen Monats zum 2. Mal ein Rentengutachten gemacht werden wegen meiner Psyche, da nach 2 Jahren der alte Bescheid auslief. Ich erfuhr dabei auch das ich mich einem EEG unterziehen muss usw.

Da ich mit 18 (vor 7 Jahren) schonmal ein EEG hatte, weiß ich wie das abläuft und ich weiß das ich damals fast einen Nervenzusammenbruch bekommen hatte wärend des EEG's und in jeden Moment mir die Kabel vom Kopf gerissen hätte.

Außerdem hab ich nun Angst das da ein unklarer Befund herauskommen könnte und ich da wieder ausraste vor Panik und wochenlang denke ich könnte Krebs haben und dadurch wieder alles stehen und liegen lasse und Mitmenschen unter mir leiden. Mit dem Verstand lassen sich meine Ängste nicht erklären, ich bekomme schlichtweg Panikattacken über mehrere Tage bis Wochen durchweg, ohne Pause! Ich denke dabei an Tod und Sterben, gebe mich auf.

Solange ich vor unklaren Befunden verschont werde, habe ich einen völlig normalen Tagesablauf und mache mir keine weiteren Sorgen.

Ich möchte demzufolge das EEG ablehnen bzw. möchte ich den Befund nicht wissen!! Hat man als Mensch ein Recht auf Nicht-wissen eines Befundes? Auch bei einem medizinischen Gutachten? Sonst werde ich mir dort die Ohren zuhalten oder aus dem Zimmer rennen, ich wills aber wirklich nicht wissen, zum Schutz vor mir selbst! Ich möchte mich des weiteren auch nicht nackt ausziehen weil ich starkes Übergewicht habe und überall Streifen und Orangenhaut...ich ziehe mich noch nichtmal vor meinem Freund aus, mich darf einfach keiner mehr nackt sehen! Ich war früher so schlank, ich verkrafte das mit meinem Übergewicht deswegen absolut nicht. Und ich rede hier von 40 Kilo Übergewicht! Allerdings hatte ich auch schon vor dem Übergewicht so meine Probleme, aber ich fühlte mich gesünder und hatte somit weniger Beschwerden die in mir hypochondrische Ängste auslösen konnten.

Von meinem 1. Renten-Gutachten bin ich heute noch schwer traumatisiert, obwohl dort nur Fragen gestellt wurden und die Reflexe geprüft wurden, aber da ich mich dort auch ausziehen sollte empfand ich das soo schrecklich das ich 1 Woche danach immernoch weinen musste.

Achja: In Therapie bin ich bereits, das muss mir keiner empfehlen weil ich das schon selber weiß. :)z

Ich will nur wissen ob es Möglichkeiten gibt das ich mich einer körperlichen Untersuchung entziehen kann bei dem Renten-Träger oder wenn nicht möglich, ob ich da zumindest verlangen kann das man mir den Befund nicht sagt?

Klar, ohne Befund-Bekanntgabe wäre auch die gesammte Untersuchung witzlos, da ich ja wissen müsste was ich habe um es behandeln zu können, aber ich will es eben ganz einfach nicht wissen weil diese Ärztin dort mit Sicherheit nicht wissen kann wie schlimm ich bei sowas austicken kann wenn ich erfahre ,,da ist was nicht in Ordnung". Soll die mir ihre ganzen Fragen stellen meinetwegen, aber ich werde mich nicht ausziehen! Ich habe daheim eine gewisse Verantwortung und kann einfach nicht zulassen das meine Hypochondrie durch einen Befund wieder die Oberhand erhält und alles um mich herum erneut zum Einsturz bringt. Im Grunde ist ja dieses Problem ein Fall für Psychiater und nicht für den Neurologen. Das Gutachten findet nur leider in einer neurologischen Praxis statt.

Antworten
ANngstspatienHt0x07


am Montag ist es nun soweit und ich hab solchen Horror davor das ich bereits Herzschmerzen habe und auch sonst kurz vorm durchdrehen bin. Ich hab das Gefühl das nach diesem Tag meine nächsten Wochen oder Monate voll versaut sein werden. :°(

E5q<uilizxer


Hey, hey, hey! Wer wird denn da gleich weinen! :°_ Ich habe natürlich kein Patentrezept für dein Problem. Aber versuche dich mal mit Sport abzulenken. Glaub mir, daß hilft. :)*

Aongst>pat:ien/t007


tja, heute fühle ich mich zusätzlich auch noch schwach und mein Hals kratzt auch noch. ich weiß nicht ob durch meine Psyche schon das Immunsystem so im Eimer ist, seit ich weiß das ich zum Gutachter muss gehts mir immer mieser was meine körperlichen Sachen angeht. Obs Zufall ist weiß ich nicht, Herzschmerzen und Beklemmungen im der Brust hab ich ja auch noch bekommen, musste vor 2 Tagen sogar einen Arzt rufen mitten in der Nacht weil ich dachte ich hab einen Herzinfarkt.

Mich macht das so fertig und ich bin auch gleichzeitig so sauer warum die ausgerechnet 4 Stunden lang ihr Programm da durchziehen wollen mit mir und mich auspressen wollen wie eine Apfelsine. Ich hab einfach solche Angst und es gibt eben Dinge die ich aus meinen oben genannten Gründen nicht zulassen kann, zum Schutze vor mir selbst und anderen.

Ich weiß nicht ob da noch Sport hilft, heute zumindest auch nicht wenn ich mir nun noch nen grippalen Infekt geholt habe. {:(

Morgen 7 Uhr werde ich hinfahren, und 4 Stunden soll der Müll gehen. Ich weiß ja das es notwendig ist wegen meiner EU-Rente, sonst hätte ich das wohl abgesagt. Aber ich kann meine Ängste nicht steuern und kontrollieren wenn ich mit etwas konfrontiert werde mit das ich nicht konfrontiert werden will.

Ich hab das ungute Gefühl das morgen was ganz schlimmes rauskommt und das die mir viell. noch sagen das was nicht in Ordnung ist und ich dann tagelang Angst haben muss viell. wieder Krebs zu haben, und sowas macht mich so verrückt das ich eben nicht fähig bin meinen Tagesablauf nachzugehen. Im Grunde ja auch ein Grund warum ich EU-Rente beziehe. Aber beim ersten Mal war der Gutachter auch alles andere als feinfühlig und hat in mir was ausgelöst das mich fast in den Selbstmord getrieben hätte wenn es nicht Leute gegeben hätte die mich da getröstet haben und aufgefangen haben. Keine Ahnung was passiert wäre, Gedanken hatte ich jedenfalls viele.

p3eIbby


Hallo Angstpatient,

Du bist wahrscheinlich gerade bei der Untersuchung. Ich denke an dich und bin mir sicher, dass du das schaffst. @:)

Ich hoffe, du hast einen einfühlsameren Gutachter erwischt als beim letzten Mal. :)*

AWngst=pat(ient007


ja ich habs nun hinter mir. es war grauenhaft. -.- %:| {:( :°(

pgebbxy


magst du erzählen, was passiert ist? :)*

A2ngstpxat|ientx007


mit heißerner Stimme erstmal 1 Stunde lang auskotzen müssen, Fragen über Fragen von der Ärztin..das hatte mich schon glei mal total müde gemacht. Dann kamen IQ-Test und Konzentrationstest. Ich natürlich da voll durchgerasselt weil ich wie gesagt ,,MÜDE" war. Hatte diese Assistentin da aber nicht gecheckt und meinte dann noch das ich mit Realschulabschluss aber mehr aufn Kasten haben müsste. ]:D

Zur Info: Realschulabschluss war 2002, heute haben wir 2011, nicht ganz unwahrscheinlich das man da bissel was wieder vergisst, oder sehe ich das falsch? ZUmal einige Fragen da waren die viell. im heutigen Schulstoff dran sind, vor einigen Jahren aber noch nicht. Zwischen 5 lateinisch aussehenden Wörtern sollte ich das DEUTSCHE Wort durchstreichen...was zum Kuckuck sollte da deutsch sein? Null Plan und ich war gottverdammt einfach saumüde. Angeblich sollte ich das wissen und die Assistentin wollte sogar schummeln indem sie den Test hinterher mit mir korrigieren wollte um das Gutachten besser aussehen zu lassen. :-|

Eine Uhr sollte ich auch noch aufzeichnen und ,,10 Minuten nach 11" einzeichnen! ??? Und dann ein Schnelligkeitstest! Auch da schaffte ich nichtmal die Hälfte pro Zeile.

Also selbst wenn ich jetzt keine psychischen Probleme hätte, ich würde denoch als ,,unfähig" eingestuft werden weil ich beim IQ-Test versagt habe. Wenn das so ist, dann dürfte ich ja nie wieder arbeitsfähig werden.

ZUm Glück haben die wenigstens noch von Untersuchungen am Körper abgesehen weil ich gleich zu Anfang drauf hinwies das ich da nen Durchdreher kriegen würde vor Angst.

Anstrengend und nervenaufreibend war es denoch!

p}ebxby


erstmal: Die Schulbildung hat eigentlich gar nichts mit dem IQ zu tun :)* – dachte ich bislang zumindest immer. Die IQ-Tests (online oder die, die im Fernsehen hin und wieder kommen), die ich mitgemacht habe, haben gar kein Schulwissen abgefragt. Zumindest keines, an dem man "erkennen" müsste, wer auf ner höheren Schule war und wer nicht. Plus, Minus, Mal und geteilt kommt ja z.B. in allen Schulformen vor. Deswegen finde ich den Kommentar der Assistenz .. sagen wir mal... komisch.

Der Versuch zu schummeln von der Assistentin.. ehrlich... ich würde mich wohl informieren, ob man so ein Verhalten irgendwo melden kann. Das geht einfach gar nicht. Ich will gar nicht daran denken, was Leute machen, die sich für das Ergebnis schämen und heilfroh sind, so ein Angebot zu bekommen – ohne zu wissen, was sie damit im Grunde (mit sich selbst!) anrichten, wenn sie das Ergebnis fälschen.

Aber du hast es nun hinter dir. Durchatmen :)*

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