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Schlaftablettenabhängig

F'a(rin3arUa hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin schlafmittelabhängig. Mein Psychologe riet mir heute in einem Gespräch, dass ich stationär in ein Spital sollte. Was hält ihr davon, wie sind die Erfahrungen. Wie kann man die Sucht therapieren? Ich bin skeptisch da ich schon negative Erfahrungen mit Ärzten, vor allen Psychiatoren gemacht habe. Danke im voraus

Antworten
FoarinPara


jetzt habe ich schon wieder was genommen. 1,5 stück! bin wie in einem traum, es ist sehr schön. habe schuldgefühle, meinem threapeuten habe ich versrürochen es nicht zu tun. shit

Gjro\ttxig


Welche Medikamente?

jetzt habe ich schon wieder was genommen. 1,5 stück! bin wie in einem traum, es ist sehr schön. habe schuldgefühle, meinem threapeuten habe ich versrürochen es nicht zu tun. shit

Wenn eine Abhängigkeit besteht, ist ein abgenommenes Versprechen des Therapeuten, die Tabletten nicht mehr zu nehmen, fahrlässig, zumindest wenn dieser nicht auch Arzt ist.

dass ich stationär in ein Spital sollte

Wäre wohl besser.

FsariGn=arra


hi Grottig, ich nehme Lorazepam. Habe gestern eine 2,5 mg Tablette genommen und dann noch ne halbe von der anderen 2,5. Werde morgen mal im Krankenhaus anrufen, hab heute mit meinem Therapeuten telefoniert und er meinte das ich schleunigst stationör aufgenommen werden sollte. Er ist aber kein Arzt.

GEr/ottxig


Er ist aber kein Arzt.

Deswegen ist es ja unverantwortlich, dir ein solches Versprechen abzuverlangen. Sorry, ein Arzt weiss nämlich, dass ein Benzo-Entzug nicht ohne ist und einfach mal so gemacht werden kann. Auf jeden Fall stationär entziehen.

Flarinaxra


Ups, heut ist ja Samstag. Kann ja gar nicht im Krankenhaus anrufen. Aber am Montag dann. Ich will das auf jeden Fall machen! Heute bin ich allein zu Hause und habe natürlich wieder Benzo genommen. Wieder 1,5 von der 2,5! Fühle mich gerade angenehm schwach und schwindlich ist mir auch, aber angenehm. Trotzdem, das kann einfach nicht mehr so weitergehen. Ich habe am nächsten Tag oft Krämpfe, seltsame Hustenanfälle und Atemnot. Auch meine psych. Probleme werden stärker. Hab total Angst dass ich da nicht wegkomme!! :-X :-o :°(

GOrott[ig


Hm, du hast mehrere Baustellen, sieht man an deinen Fäden. Ich finde es wirklich schwierig einen adäquaten Rat zu geben, wenn deine Problemetatik auf verschiedene Fäden aufgeteilt ist, da fehlt einfach der Zusammenhang.

Kkylinxn


Lorazepam als Schlafmittel? Lorazepam ist eigentlich ein Angstlöser. Dass du davon nicht schlafen kannst, bzw sehr viel davon nehmen musst zum Schlafen, ist kein wunder. Als Schlafmittel sind andere Benzos (und auch Nicht-Benzos) eigentlich besser geeignet. Wie ich - grade eben erst - aus deinen anderen Beiträgen ersehen kann, nimmst du ja auch noch Stilnox, also Zolpidem. Das ist zum Schlafen zwar besser geeignet, macht aber genau so abhängig.

Allerdings solltest du das mit einem Arzt besprechen, welches Medikament da genau geeignet wäre. Benzos sind prinzipiell nur zur Kurzzeitbehandlung empfohlen, da sie – wie du ja schon sagst – abhängig machen. Zolpidem und Zopiclon ebenfalls.

Das mit den Krämpfen, Husten und Atemnot hört sich gar nicht gut an, denn Benzos bergen die Gefahr der Atemdepression. Grade wenn man schon Atembeschwerden hat, sollte man tunlichst die Finger von Benzos lassen, ebenso von Zolpidem (Stilnox) und Zopiclon.

Klar kannst du jetzt sagen "was weiss die schon...." und ich würde dir sagen: Eine ganze Menge.

Auch ich bin Borderliner und auch mir haben die Ärzte jahrelang - weil sie mich loswerden wollten und nicht wussten, wie sie mich sonst behandeln sollten - Benzos verschrieben. Auch als ich Therapie machte, bekam ich immer schön weiter die Benzos verschrieben.

Ich habe selbst über 3 Jahre so ziemlich jedes Benzo genommen, von Lorazepam über Diazepam und Flunitrazepam, einem halben Dutzend weiterer Benzos bis Nitrazepam. Die meisten davon weit über Höchstdosis. Ausserdem noch Zolpidem (bis zu 40mg, also weit über Höchstdosis) und viele weitere Medikamente, zB Antidepressiva, Neuroleptika, ..

Ich lief von Arzt zu Arzt, nur um meine Tabletten zu bekommen, damit ich schlafen konnte, keine Angst mehr hatte, mich entspannen konnte, nicht traurig war, .. mein ganzes Leben war nur noch auf Tablettenkonsum ausgerichtet und ich sah die Welt nur noch durch einen Nebel. Ein angenehmer Nebel zwar, aber ein Nebel.

Und eines Tages, vor einigen Jahren, hatte ich plötzlich die Schnauze so voll, ich ekelte mich vor mir selbst, dass ich ohne die Tabletten nicht mehr konnte, dass ich meine Zeit damit verschwendete, stundenlang bei Ärzten zu sitzen, nur um an die Pillen zu kommen, dass ich mein ganzes Geld darauf verschwendete, die Pillen zu bezahlen - denn Kassenrezepte gab es schon lang nicht mehr, wäre ja aufgefallen - und nur noch als happy-grinsender Zombie durch die Gegend zu laufen.

Und so habe ich entzogen. Es war lang (ca. 6 Wochen), hart (Schlaf oft nur 1-2h pro Nacht und das auch nur aus Erschöpfung, dazwischen oft Panikattacken, Zittern, ..) und kurz vor meinem Abitur. Aber ich habe mir gesagt: Dafür ist nie der richtige Zeitpunkt. Jetzt oder nie.

Und was soll ich sagen... ich hab's geschafft und bin froh und stolz darauf. Ich nehme von Zeit zu Zeit immer noch Benzos, allerdings extrem reduziert (ca. 20mg Lorazepam in 3 Jahren!) und nur, wenn es gar nicht anders geht.

Ich habe mittlerweile meine letzte Therapie vor 2 Jahren abgeschlossen und bin so weit, dass die Diagnose "Borderline-PS" kaum noch gestellt werden kann. Auch darauf bin ich sehr stolz.


Es wäre vielleicht sinnvoll, wenn du hier mal aufschreiben könntest, welche Medikamente du derzeit nimmst, wann, in welcher Dosis und welche Medikamente du vorher schon ausprobiert hast.

Ausserdem ist ein Entzug in einer Klinik sicher sinnvoll, denn grade mit Atembeschwerden und Krämpfen ist das Zuhause zu gefährlich. Kalt entziehen sollte man Benzos sowieso nicht, auch wenn ich das damals - in enger Absprache und mit Betreuung - so gemacht habe. Aber die Gefahr ist einfach zu gross, dass etwas passiert.

Ausserdem solltest du mal über eine Psychotherapie nachdenken, um die grundlegenden Probleme zu bearbeiten, und nicht nur die Symptome durch Medis zu unterdrücken. Ich persönlich habe damit, wie gesagt, sehr gute Erfahrungen gemacht.

Eine Möglichkeit ist die bei Borderline Persönlichkeitsstörung viel gespriesene DBT (Dialektisch Behaviorale Therapie). Mein Ding war's gar nicht, aber es hilft sehr vielen Borderlinern. Ich habe dagegen eine "normale" Verhaltenstherapie gemacht, sowohl mehrmals in der Klinik wie auch ambulant über 2 Jahre und bin damit sehr gut gefahren, mir geht's deutlich besser und auch meine Umwelt kommt deutlich besser mit mir klar.

Gehst du zur Schule bzw arbeitest du? Dürfte ja dann nicht so einfach sein, wenn du ständig Zeug in dich reinschaufelst, was dich total "wegklatscht".

Sorry, wenn das etwas lang und wirr ist, bin eben erst aufgestanden ;-D

SschilDdkröt*e007


Es wäre vielleicht sinnvoll, wenn du hier mal aufschreiben könntest, welche Medikamente du derzeit nimmst, wann, in welcher Dosis und welche Medikamente du vorher schon ausprobiert hast.

Hallo,

wollte das hier nur noch mal herausstellen, damit es bei dem langen Text nicht verloren geht.

Ansonsten ist alles was die Kylinn geschrieben hat sehr richtig und informativ, so dass ich erst einmal nichts hinzufügen möchte @:)

Fqarinxara


Danke euch. Heut schon wieder, statt auf ne Party zu gehen sitze ich da und nehme Tavor, 2,5 mg! Mein Psychologe macht Druck ich solle in die KLinik. Er hat sogar schon meinen Psychiater kontaktiert und um Hilfe gebeten. Jetzt hab ich Angst das der Psychologe mich beim Psychiater verpetzt hat und er (der psychiater) mir kein Temesta mehr verschreibt, bzw Tavor!!! :°( :°( :°( :°( ich habe da so ambivalente Gefühle

FJarinaJra


Es kommt zu einem völligen Kontrollverlust. Ich schwebe in Woken, alles so weich,,, ích habe Heisshunger, kann nicht aufhören zu essen. Alles im Zimmer bewegt sich, mache gerade Fotos von mir wie ich das Temesta durch die Nase ziehe. Ich weiss echt nicht mehr was ich tu... bin wie in einer paralellwelt. Der Metallische Löffel fühlt sich an wie holz. :-@

SXchildkrMöte00x7


Du erinnerst mich an eine andere Nutzerin hier aus dem Forum.

Was ich nicht verstehe, warum bekommst du ein Beruhigungsmittel als Schlafmittel? Sowas finde ich total unverantwortlich von dem Arzt. Denn darum kommt es soweit, dass du es nimmst und dann noch mitten in der Nacht high in der Wohnung rum läufst.

Das fördert nur das Suchtpotential und bringt überhaupt nichts. Du bist trotzdem die ganze Nacht wach und verlangst dann immer mehr. Die sollen dir zur Tavor-Entwöhnung ein richtiges Schlafmittel verschreiben und keine Beruhigungsmittel.

F6arDinarxa


Ich habe extra beim Arzt gefragt ob Lorazepam als Schlafmittel geeignet wäre und er meinte "ja"! Finde es komisch daß ich hier lese daß als wohl doch nicht stimmt. Finde es toll daß du es geschafft hast, Kylinn! Ich habe jedenfalls am Montag wieder mal einen Termin bei meinem Psychiater. In die Klinik trau ich mich irgendwie nicht. Ich war jetzt aber brav, habe seit dem letzten Mal kein Tavor mehr genommen. Habe als Alternative auch Antihistaminika die auch müde und nicht süchtig machen. Zopiclon hilft mir nicht wirklich und es ist doch auch ein Benzo, oder?

S(chilzdkrötex007


Das macht schon müde, aber relativ schwach. Eigentlich ist das eher ein Angstlöser :[]

Statt Zopiclon kannst du dir mal Zolpidem oder Zaleplon verschreiben lassen. Die Z-Benzos sind fast wie Benzos, haben aber keine anstlösende Komponente und machen deshalb nicht so schnell süchtig wie die Benzos. Dafür sind sie aber etwas schwächer.

Frag mal den Arzt, was er dir empfiehlt *:)

F6arinLarxa


Hallo, also ich war heute beim Psychiater und er meinte daß ich es auch ohne stationären Entzug schaffen könnte. Wir haben auch über die Z-Benzos gesprochen und er hat mir davon abgeraten. Habe dafür ein Neuroleptikum bekommen, Truxal heisst es, kennt das wer? Das soll mich seelisch stabilisieren und gleichzeitig müde machen. Habe hier eine Tablette liegen, trau mich aber nicht sie zu nehmen. Wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus? Hat das Mittel wirklich kein Suchtpotenzial wie mein Arzt behauptet? Sonst kann ich ja gleichdas Tavor weiternehmen. {:(

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