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Depressionen: Gefühllosigkeit ist ein Segen

DGiscooura6gedONne hat die Diskussion gestartet


Momentan läuft bei mir alles schlecht.

Ich wohne alleine, habe keine Freunde, habe keinen guten Draht zu meiner Familie, habe mein Studium abgebrochen, habe gestern meine erste Beziehung beendet, bin langjährig depressiv und soziophobisch... quasi permanent alleine.

Aber das alles macht mir gar nichts aus.

Ich empfinde momentan weder positive, noch negative Gefühle. Ich bin quasi innerlich leer.

Vermutlich ist das eine Art Schutzfunktion meiner Psyche. Ich empfinde sie jedenfalls als Segen.

Sollte ich das? Ich würde ganz gerne mal wieder weinen... Es gibt auch nichts, was mich wirklich antreibt, das alles zu ändern. Alles beruht momentan bei mir auf rationalen Überlegungen, die aufgrund meiner Antriebslosigkeit nur mit Mühe ausgeführt werden können. Was kann ich überhaupt tun, um wieder mehr Gefühle zu empfinden? Sollte ich das überhaupt, so wie momentan alles mies bei mir ist? Und – kennt das jemand?

Ich befinde mich in psychotherapeutischer Behandlung, allerdings wegen der Sozialphobie und nicht wegen meinen Depressionen... Beim Arzt war ich auch neulich und habe mich untersuchen lassen, ob organische Ursachen für die Depressionen vorliegen.

Antworten
Z$waJckx44


Hast Du mal daran gedacht, gegen Deine Depressionen medikamentös vorzugehen? Wenn Du Deine "Gefühllosigkeit" preist, machst Du Dir wahrscheinlich etwas vor. Depression kann man nicht scheibchenweise haben oder loswerden, sondern Du mußt das Ganze schon als Komplex sehen, und dazu gehören beispielsweise die Antriebs- und Entscheidungsschwäche auch, die das Leben so beschwerlich machen. Ich sage einfach mal etwas provokativ: Wenn Du Deine Depressionen los bekämst, könntest Du wahrscheinlich Dein Studium wieder aufnehmen.

D/isc1our aged{Oxne


Ja, ich war beim Arzt und muss nun noch auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung warten. Bisher hat er aber keine organischen Ursachen für die Depressionen gefunden, bis auf den Verdacht auf EBV, was aber nicht sein kann, da ich nie Pfeiffersches Drüsenfieber hatte. Er meinte, dass er es voraussichtlich mit homöopathischen Mitteln versuchen möchte. Da bin ich ein wenig skeptisch, aber einen Versuch ist es wert...

Meine Gefühllosigkeit finde ich nur bedingt gut, wie beschrieben. Ich habe das Gefühl, so meine Erlebnisse nicht richtig verarbeiten zu können (etwa durch Weinen) und ich tue damit auch Menschen weh. Zum Beispiel hab ich gestern recht gefühllos Schluss gemacht. Aber andererseits geht es mir dadurch eben nicht beschissen, sondern neutral.

Aber du hast natürlich Recht damit, dass Depressionen auch noch andere, eindeutig negative Aspekte mit sich bringen... ist natürlich auch eine Krankheit und ich will sie loswerden. Allerdings habe ich auch ein wenig Angst davor, dass es mir zu viel würde, wenn ich plötzlich wieder normal empfinden könnte.

Das mit dem Studium kann sein.

Ssiraxt


Also soweit ich das weiß istd as bei Depressionen ein ziemlich klassisches symptom sich Leer zu fühlen bzw. gar nichts zu fühlen, einfahc gefühllos zu sein. Wie du selber sagst ist das ne Art Schutzfunktion bzw. alle psychischen Krankheiten genauso wie Angst etc sind eigentlich Schutzfunktionen nur das sie sichd ann gerne mal verselbstständigen.

Und dieses nichts fühlen mag teilweise vielleicht positiv sein, aber im Endeffekt leiden die Meisten darunter sehr stark, weil eben gar nichts mehr geht, also es werdne nicht nur die negativen gefühle abgestellt und ohne Gefühle zu sein mag nur am ANfang wie ein Segene rscheinen, denn was bleibt dann noch? Der rationale Antriebr eicht eben nicht, wir sind keine Maschinen und wenn man nichts mehr empfinden kann ist alles einfach nurnoch anstrengend und unnütz. Auch wenn mans nicht glauben mag, aber negative Gefühle sind imemrnoch ebsser als Keine, weil nicht Fühlen echt grusellig ist.

Vielleicht wünschen sich das Viele, aber man sollte immer aufpassen was man sich wünscht, denn wie gesagt gar nichts fühlen macht alles irgendwie überflüssig, da ehrgeiz und antrieb etc sich auch emotional speisen.

Und zu deiner Soziopathie, ne Depression ist ja bei sehr vielen psychischen Krankheiten ein Symptom und nicht eigenständig und wenn du alleine bist etc wundert es mich nicht das du dannd eswegen in ne Depression zusätzlich verfällst. Wie meinte mal ein Prof : Zumindest bei den Persönlichkeitsstörungen gibt es ne Depression eigentlich immer frei haus dazu

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