» »

Asexuell leben?

MbaSyflxowxer


Was soll der Sinn darin sein, ein natürliches Bedürfnis nach Sex zu unterdrücken?

Ich verstehe es so, dass ihm das Nicht-Ausleben-Können seiner Bedürfnisse grosse Qualen bereitet. Er schreibt auch, dass er aufgrund einer Persönlichkeitsstörung ein Distanz-Problem hat, das er nicht überwinden kann.

Ich stelle mir das so vor, dass jemand mit grossem Hunger vor einem Teller Spaghetti sitzt, aber aus unerfindlichen Gründen nicht an die Spaghettis rankommt. Er hat so Hunger und kann ihn doch nicht stillen. Das ist grausam.

Also sucht er eine Methode, um den Hunger abzustellen.

Der naheliegendste Lösungsweg sehe ich in einer Off-Label-Verschreibung eines Antidepressivums. Es gibt eine grössere Anzahl von solchen Medikamenten, die stark libidovermindernd (bis hin zum kompletten Verlustes aller sexuellen Funktionen) sind. Was normalerweise als schwerwiegende Nebenwirkung gilt, wäre beim TE der erwünschte Effekt.

So ein Medikament kriegt man allerdings nur von einem Arzt verschrieben. Und dieser wird sich – zurecht – fragen, ob man die Problematik nicht zuerst noch anderweitig in Angriff nehmen müsste.

_9T#sunxami_


:)^ :)=

sNch)niUeki


Ich finde die Angriffe auf mich und das Hinterfragen meiner Motive etwas müßig. Der eine behauptet ich muss ja wirklich hässlich sein oder schüchtern oder fett etc. Der andere behauptet ich hätte zu kranke Fantasien um mit Frauen normal zu verkehren. Sorry, aber nichts davon ist wahr. Bei mir ist es mehr eine Persönlichkeitsstörung, die mich zu Menschen auf Distanz hält. Prostituierte sind natürlich für Verzweifelte. Daher suche ich den Weg diesen Drang nach Nähe zu einer Frau nicht mehr zu spüren. Ansonsten bin ich nämlich gerne allein.

@ wistar

ich finde es falsch von dir, deinen drang nach nähe zu unterdrücken! du gewinnst dadurch nichts!

wenn du eine persönlichkeitsstörung hast, solltest du vielleicht hilfe in einer therapie und/oder selbsthilfegruppe suchen.

ich denke, es gibt schon möglichkeiten, auch mit einer persönlichkeitsstörung einen partner fürs leben zu finden, aber man muss halt ehrlich sein und auch den willen dazu haben.

P_aquld576


Ich will an dieser Stelle mal einhaken.

Das geht zuerst einmal eventuell etwas zu tief in eine Grundsatzdiskussion, doch meiner Meinung nach kann man sich sehr wohl bewußt zu einer Sexualität entscheiden. Eigentlich ist das sogar meine grundhaltung zu der Thematik: Ich bin doch in meiner Sexualität nur durch das definiert, was ich wirklich tue. Natürlich kann man einen Menschen als homosexuell bezeichnen, der von Menschen gleichen Geschlechtes träumt: Wenn (hier der Einfachheit halber als Mann bezeichnet, gilt aber auch umgekehrt) jener Mann, der von anderen Männern träumt, aber nur mit Frauen wirklich verkehrt (aus welchem Grund auch immer er das tut, Beispiele wären Unterwerfung unter gesellschaftliche Normierung wie bei Thomas Mann und co.), kann ich ihn doch nicht als homosexuell bezeichnen. Sexuell verkehrt er ja nicht mit dem gleichen (homo-), sondern mit dem anderen (hetreo-) Geschlecht. Er handelt heterosexuell. Er ist es auch.

So verhält es sich dann auch mit der Asexualität (hier kann ich von mir sprechen, denn ich definiere mich selbst als ein solcher): Als sexuell gelte ich nur, wenn ich auch sexuell verkehre. Ich bin asexuell, wenn ich nicht sexuell verkehre, mit wem oder wie auch immer. Das gilt auch für die, die eigentlich sexuell verkehren wollen, es aber – warum auch immer – nicht tun. Insofern kann ich mich schon bewußt zu Asexualität entscheiden. Der Geburtsfaktor erleichtert es einigen Personen einfach nur, weil sie mit sehr geringer oder non-existenter Libido geboren wurden; oder er erschwert ihnen diese Entscheidung, da sie eine starke Libido besitzen.

Nun zum TE: Ich schätze ihn – aus dem, was ich hier gelesen habe – sehr wohl als Menschen mit existenter Libido ein. Er will sexuell interagieren. Er könnte sich zur Asexualität entscheiden – aber warum sollte er das tun? Es fehlt mir momentan der triftige Grund. Man kann das nun aus der freudianischen (oder zumindest der verwandten) Perspektive beurteilen, die ihn mit Angst vor der Vagina und verkappter Homosexualität bezeichnet, oder für ihn einfach einen Grund suchen, warum er auf sexuelle Interaktion verzichten wolle. Persönlichkeitsstörung ist gegeben, wäre für mich ein Grund – er will zwar eventuell Sex, aber keine Beziehung. Es wäre demnach aber trotzdem einfacher, One-Night-Stands zu suchen, so zumindest meine Meinung (ich habe zumindest den Eindruck dieser promiskuitiven Tendenz in der Gesellschaft).

Letztlich bleibt aber bestehen: der TE hat doch einen freien Willen, er ist frei, ob mit oder ohne Sex. Wenn er das unbedingt will, soll er doch asexuell leben, das kann man, klar, einfach aufhören (so primitiv das klingt). Ich bin aber auch der Ansicht, daß er es nicht lange aushalte; gesetz dem Fall, er besitzt eine ausgeprägte Libido. Für letzteres spräche der Kontakt zu Prostituierten. Ein Mensch mit geringer Libido hätte keine Grund für diese Handlung.

(Ich empfinde im Übrigen weder Sexualität noch Asexualität als krank. Öffentliches Ausleben der Sexualität gab's schon im antiken Griechenland, und da war wohl oft mehr los als heutzutage... Genauso gab's aber schon immer Menschen, die auf Sex verzichteten, Beispiele waren gegeben. )

Pwaul5x76


@ wistar

Eines vergaß ich noch. Du schreibst, du würdest aufgrund deiner Persönlichkeitsstörung eher auf Distanz zu anderen Menschen gehalten; Menschen war hier wohl allgemein gemeint, also sowohl Frauen als auch Männer. Auf der anderen Seite suchst du einen Weg, dem "Drang nach Nähe zu einer Frau" zu entkommen.

Warum hast du den letzteres Problem, wenn du doch sowieso schon auf Distanz zu anderen Menschen "gehalten wirst" ?

D(isc%ourjagexd88


Ich würds gerne

L&ofxlow


@ wistar

Deine Zeilen könnten glatt von mir sein. Mir geht es ähnlich, hatte bisher noch keine Beziehung und meine bisherigen sexuellen Erfahrungen habe ich ausschließlich im Bordell gesammelt wozu ich mich irgendwann durchgerungen hatte und das auch in keinster Weise bereue (wäre heute mit 29 noch Jungfrau). Der Grund für meine Beziehungslosigkeit liegt in einer psychischen Störung die aus meinen Lebensumständen in Kindheit und Jugend resultiert weswegen ich des Öfteren in entsprechender Behandlung war. Der Erfolg war eher mäßig, zumindest was Frauen und Beziehung angeht. Und dass es absolut frustet wenn man in diesem Bereich nichts auf die Reihe bekommt muss ich zumindest allen Leidensgenossen nicht erklären. Hier trotzdem ein paar Punkte für alle Ahnungslosen Ratschlaggeber: Ständige Konfrontation mit Thema in dieser sexualisierten Gesellschaft; man kann nicht mitreden; man fühlt sich ausgeschlossen; Minderwertigkeitskomplexe; muss sich blöde Kommentare Sticheleien anhören; gewisse soziale Ächtung (subjektives Empfinden); Gefühl die theoretisch sexuell aktivsten Jahre zu verpassen; Zukunftsängste, einsam sterben; nicht ausleben können des natürlichen Sexualtriebes usw.. Das kann einfach nur grausam sein! Es ist auch nicht so dass ich es noch nie versucht hätte. Klar war ich schon mit einigen Frauen was trinken oder im Kino. Eine Beziehung oder wenigstens ein Ons wurde nie daraus. Für mich sind soziale Kontakte einfach nur Stress und eine Beziehung wäre dann Dauerstress. Jedenfalls haben mir die Themen Sex und Beziehung bisher nur Leid und Frust eingebracht. Ich habe mich in den letzten Jahren mehr und mehr damit abgefunden das es realistisch betrachtet wohl nichts mehr wird mit den Frauen, auch wenn insgeheim noch ein Restfunken Hoffnung besteht den ich leider nicht Totgeschlagen bekomme. Nach diverser Literaturrecherche entschied ich mich dafür sexuell abstinent zu leben (Keine Medien, kein Bordell, kein selbst Handanlegen usw.). Dies ging immer eine Weile gut worauf ich irgendwann wieder Rückfällig wurde da es nicht mehr auszuhalten war. Dieses Spielchen durchlebte ich einige male, war danach gefrustet und unternahm einen neuen Anlauf bei dem ich die jeweils begangenen Fehler welche zum Rückfall führten Stück für Stück ausmerzte und bin heute seit genau 732 Tagen clean. Nebenwirkungen sind bei mir u.a. Aggressivität; Unruhe (Baldrian hilft z.B.); Chronisch schlechte Laune. Hoffe dass sich das noch legt. Positiv ist bei mir die deutlich erhöhte geistige Leistungsfähigkeit die zumindest partiell entschädigt. Wichtig ist auch, dass Du immer eine möglichst sinnvolle Beschäftigung hast welche Dich weiterbringt und Du nicht auf "Dumme Gedanken" kommst. Arbeite, mache eine Fortbildung oder beginne noch ein Studium. Langeweile ist absolutes GIFT!

Zum Schluss vielleicht noch ein paar Worte an die Leute welche eine Beziehung und ein erfülltes Sexleben führen und solche Probleme nicht nachvollziehen können. Es ist keine besondere Leistung eine Beziehung zu führen, sich den niederen sexuellen Trieben hinzugeben wenn man psychisch einigermaßen gesund ist und keine Probleme in diesem Bereich hat. Der Mensch hat nur zu ca. 20 % die Kontrolle über seine Gedanken und Gefühle. Die Restlichen 80 % sind verborgen und mit zunehmendem Alter nimmt auch die Therapiefähigkeit ab (Quelle unbekannt). Es würde auch kein normaler Mensch auf die Idee kommen, einem querschnittsgelähmten Rollstuhlfahrer der genau weiß das er nicht mehr laufen kann und nach hilfreichen Tipps anfragt wie er denn den Alltag besser meistern könne, zu sagen, dass er es vielleicht doch noch mal mit laufen versuchen sollte. Einfach ein Bein vor das andere – ganz einfach. Das ist aber das Problem der psychischen Erkrankungen/ Störungen das sie nur teilweise sichtbar und damit für die meisten Leute auch nicht vorhanden sind. Dies könnte auch der Grund dafür sein weshalb die Problemlösung erst dann einsetzt wenn das Problem sichtbar geworden ist, also wenn das Kind bereits im Brunnen liegt.

P`aFul57`6


Es würde auch kein normaler Mensch auf die Idee kommen, einem querschnittsgelähmten Rollstuhlfahrer der genau weiß das er nicht mehr laufen kann und nach hilfreichen Tipps anfragt wie er denn den Alltag besser meistern könne, zu sagen, dass er es vielleicht doch noch mal mit laufen versuchen sollte. Einfach ein Bein vor das andere – ganz einfach. Das ist aber das Problem der psychischen Erkrankungen/ Störungen das sie nur teilweise sichtbar und damit für die meisten Leute auch nicht vorhanden sind.

Ich bin da anderer Ansicht. Der Querschnittsgelähmte ist physisch unfähig, wieder zu laufen, einfach ausgedrückt aus dem Grund, daß sein Rückenmark an irgendeiner Stelle durchtrennt oder beschädigt ist. (Ob und wie für ihn die Möglichkeit bestünde, wieder laufen zu können, ist natürlich anzuzweifeln, aber nicht auszuschließen. Darum geht es aber nicht direkt.)

Der Unterschied der Querschnittslähmung zur psychischen Erkrankung ist, daß die psychische Krankheit keinen absoluten Determinismus darstellt. Das bedeutet hier, ich kann mich natürlich der psychischen Erkrankung hingeben bzw. ergeben und sie "als Teil von mir akzeptieren". Dann nehme ich aber gleichzeitig an, daß ich durch sie in meiner Freiheit eingeschränkt werde. Und das genau bezweifle ich nun wiederum: Die psychische Krankheit ist nicht wirklich determinierend, wie es die Anatomie des Menschen ist, die uns verwehrt zu fliegen, oder wie es der Querschnittsgelähmte ist, bei dem nun einmal die Nerven durchtrennt sind. Die psychische Krankheit ist aber nicht absolut einschränkend. Sie ist nicht sichtbar, das stimmt. Sie stammt also aus meiner Psyche. Ich kann aber etwas gegen sie tun, nicht wie der Querschnittsgelähmte: Letzterer kann nicht einfach sein Rückenmark wieder zusammenflicken [lassen]. Der psychisch Erkrankte kann das aber; Stichworte wären Therapie (auf die man sich natürlich einlassen muß. Das ist kein Vorwurf, sondern etwas aus meinem eigenen Erfahrungsschatz.) oder "Umstellen der Denkart". Wenn ich denke, ich bin unfrei, kann ich auch nicht frei handeln; mir fehlt die Möglichkeit dazu – zwar nicht absolut, aber durch mein eigenes Denken. Wird ein Mensch sein Leben lang in einen Raum gesteckt und ihm immer wieder suggeriert, er könne die Tür nicht öffnen, so denkt er auch in dieser Dimension. Aber eigentlich kann er die Tür öffnen, er steht sich sozusagen nur selbst im Wege.

Hier liegt kein Kind im Brunnen, hier ist nichts verloren, vor allem nicht mit Mitte / Ende 20.

Jedenfalls haben mir die Themen Sex und Beziehung bisher nur Leid und Frust eingebracht.

Das ist für mich ein Gedankengang, der sich nicht generalisieren läßt. Bisher mag das so gewesen sein, aber was verrät dir, daß es immer so sein wird? Das absolut zu wissen ist unmöglich; es wird wohl eher ein Glaube sein. Glauben ist natürlich einfacher als wissen.

RlegenmaWnn>4N9


@ wistar ... ich weiß ja nicht,

"wie" Du Rückfälle "abarbeitest" - es gab ja Deine Zeit, in der Du zu Protistuierten gegangen bist (warum eigentlich) - also muß es ja etwas gegeben haben, was Dich "gedrängt" hat, Deinen Trieben nach zu gehen und diese schienen doch mit Nähe zu Frauen (auf welche Art auch immer, hast Du ja nicht erwähnt) zu tun gehabt zu haben (ging es Dir dabei um den normalen Geschlechtsverkehr oder abnorme Praktiken - asexuell beginnt ja auch mit dem gleichen Anfangsbuchstaben). Das heißt doch, dass Du ein von Sexualtrieben "gepeinigter" Mann warst - da nach allen physikalischen Gesetzen, denen auch Du unterliegst auf dieser (materiellen) Ebene, Energien aber niemals "verdrängt" werden können, wird diese Energie auch immer in Dir erhalten bleiben, die einzige Möglichkeit besteht ja nur darin, diese Energie "umzuwandeln" - dabei bleibt sie erhalten und verändert nur ihre Ausdrucksform - soetwas ist aber in fast allen bislang bekannten Fällen gescheitert, weil es nur mit sehr viel Selbstdisziplin bis hin zu einer ständig durchgeführten Selbsthypnose klappen kann, dabei fütterst Du quasi Dein Gehirn mit selbstgewählten Befehlen, wie Deine Nervenstränge in Zukunft auf Deine Triebe, wenn sie sich melden "reagieren" sollen. Das Ganze funktioniert meist nur in Sekten oder Relgionen, weil dort der Druck sehr groß ist und sozusagen auch ein Verhaltensregular vorgeschrieben ist, welches Grundlage für das Umprogrammieren darstellt (das ist ja auch der Grund, dass es Selbstmordattentäter gibt oder Menschen, die auf Grund von religiösen Wahnvorstellen Dinge tun, zu denen sie im Nomalfall neimals in der Lage wären).

Ich würde es doch angenehm finden, wenn Du Deinen Beitrag ein wenig mehr Realität verleihen würdest und einfach ehrlich sagst, was diese Haltung in Dir "verursacht" hat und vor allem auch, was Du Dir davon erwartest.

Marcel

LAofloxw


Der Unterschied der Querschnittslähmung zur psychischen Erkrankung ist, daß die psychische Krankheit keinen absoluten Determinismus darstellt.

Weil die Funktionen und Vorgänge im Gehirn noch nicht vollständig erforscht sind, lässt der der heutige Wissensstand eine solche Aussage nicht wirklich zu.

Sie stammt also aus meiner Psyche. Ich kann aber etwas gegen sie tun, nicht wie der Querschnittsgelähmte: Letzterer kann nicht einfach sein Rückenmark wieder zusammenflicken [lassen].

Das man etwas dagegen tun kann würde ich nicht pauschalisieren und setzt Leute unter unter Druck die vielleicht wirklich nichts tun können es jedoch vielleicht erst in einigen Jahren auch wissenschaftlich bestätigt wird und eine solche Erkrankung dann vielleicht ähnliche Heilungsaussichten wie z.B. eine Querschnittslähmung hat.

Stichworte wären Therapie (auf die man sich natürlich einlassen muß. Das ist kein Vorwurf, sondern etwas aus meinem eigenen Erfahrungsschatz.) oder "Umstellen der Denkart".

Therapie kann durchaus Verbesserungen bringen, die Frage ist eben nur ganz konkret in welchen Fällen und wann bringt es nichts. Wäre es dann nicht besser sich mit der Situation abzufinden und seine Energie darauf zu verwenden wie man auch so ein lebenswertes Leben haben kann. Nein, es muss immerweiter therapiert und die Hoffnung auf Verbesserung aufrechterhalten werden bis vielleicht irgendwann mal festgestellt wird das man austherapiert ist. Und selbst dann können die meisten Leute, Menschen wie André Rieder nicht verstehen.

Das ist für mich ein Gedankengang, der sich nicht generalisieren läßt. Bisher mag das so gewesen sein, aber was verrät dir, daß es immer so sein wird? Das absolut zu wissen ist unmöglich; es wird wohl eher ein Glaube sein. Glauben ist natürlich einfacher als wissen.

Richtig, ich weis es nicht aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch und deswegen nehme ich es an.

PUa0ul5x76


Weil die Funktionen und Vorgänge im Gehirn noch nicht vollständig erforscht sind, lässt der der heutige Wissensstand eine solche Aussage nicht wirklich zu.

Zugegeben, läßt er nicht. Dann aber ist wirklich nichts im menschlichen Körper so weit erforscht, als daß der Mensch alles darüber wisse (die Position vertrete ich sogar). Ergo auch nicht das Rückenmark. Der Querschnittsgelähmte könnte also auch geheilt werden, denn wir wissen ja nicht alles darüber. Deine Behauptung stützt sogar meine Annahme eines grundsätzlichen Ausschlusses von Determination; aber dazu später.

Das man etwas dagegen tun kann würde ich nicht pauschalisieren und setzt Leute unter unter Druck die vielleicht wirklich nichts tun können es jedoch vielleicht erst in einigen Jahren auch wissenschaftlich bestätigt wird und eine solche Erkrankung dann vielleicht ähnliche Heilungsaussichten wie z.B. eine Querschnittslähmung hat.

Gut, bis es wissenschaftlich bestätigt ist, können diese Menschen, "die vielleicht wirklich nichts tun können" (ohne Sarkasmus), es ja doch noch versuchen, oder? Und selbst wenn die Wissenschaft diesen Determinismus bestätigen wird (die Möglichkeit räume ich ein): Jeder Wissenschaftler, den du fragst, würde zustimmen, daß Wissenschaft etwas Veränderliches ist. Mehr noch, nur von dieser Veränderlichkeit lebt sie. Es gibt keine absoluten Erkenntnisse.

Nein, es muss immerweiter therapiert und die Hoffnung auf Verbesserung aufrechterhalten werden bis vielleicht irgendwann mal festgestellt wird das man austherapiert ist. Und selbst dann können die meisten Leute, Menschen wie André Rieder nicht verstehen.

Gut, das klang mir schon die ganze Zeit nach dem Rieder-Fall – kenne ich, habe ich gesehen. Ich verstehe ihn nicht, das gebe ich zu. Natürlich muß Hoffnung aufrecht erhalten werden, solange eine minimale Möglichkeit auf Verbesserung besteht. Hier schließt sich der Kreis: Du sprachst von unvollständiger wissenschaftlicher Erkenntnis (Funktion des Gehirns), ich stimme zu und schließe auf grundsätzlich relative, nicht-absolute Erkenntnisse. Also besteht grundsätzlich immer eine Heilungschance. Es besteht grundsätzlich immer Hoffnung. Und so ein Wort wie "austherapiert" ... da kommen wir schon dem Sprachgebrauch von "Endlösung" und "Euthanasie" nahe. Es geht mir aber hier nicht um die behandelnden Ärzte, sondern um den Menschen Rieder. Es übersteigt dann wohl doch meinen Horizont ...

Richtig, ich weis es nicht aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch und deswegen nehme ich es an.

Hier würden wir uns in den "Wissen contra Glauben" – Konflikt verkrampfen. Angelehnt an Wittgenstein: Was sich wissen läßt, das läßt sich klar wissen; und was man nicht klar wissen kann, darüber muß man schweigen.

HgomoAn-imalExst


Im Grunde ist diese Frage, wie fast jede andere, etwas für die Forensuche. In periodischen zeitlichen Abständen tauchen immer wieder dieselben philosophischen, religiösen und amateurwissenschaftlichen Fragen zur Körper-Seele-Diskrepanz in diesem Forum auf. Da ich dies

Sorry, aber nichts davon ist wahr. Bei mir ist es mehr eine Persönlichkeitsstörung, die mich zu Menschen auf Distanz hält. Prostituierte sind natürlich für Verzweifelte. Daher suche ich den Weg diesen Drang nach Nähe zu einer Frau nicht mehr zu spüren. Ansonsten bin ich nämlich gerne allein.

für ein durchaus häufiges aber gesellschaftlich eher tabuisiertes demographisches Phänomen halte, welches auch auf mich zutrifft, möchte ich mich dazu äußern, oder besser geschrieben, ich möchte auf einen existierenden Kommentar meinerseits verlinken:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/520083/14203198/]]

Meine Frage ist einfach wie man das am besten schaffen kann und wie man damit klarkommt.

Beide Punkte lassen sich überraschend einfach beantworten. Der Weg dorthin ist einigermaßen steinern, aber das ist das gesamte Leben für den Normalbürger ohnehin, und führt wohl an kompletter (sic!) Enthaltsamkeit nicht vorbei. Mit dem Erreichen des Zustandes stellen sich sämtliche sexuelle Probleme ein. Sexualität ist kein Teil der Identifikation, etwas Anderes, Vergangenes, Unbekanntes (evtl. Widerwärtiges (Übernahme durch die xenophobische Ader)). Die eigene Beziehung zu ihr höchstwahrscheinlich rational gleichgültig, die der anderen jedoch nicht, und das gilt es stets zu berücksichtigen (kein wirtshaustaugliches Thema). Wenngleich glaubensbegründete Asketen sich in ihrer Intention unterscheiden, zähle ich sie diesbezüglich zu guten Ratgebern.

Kurze Fußnote zu der pseudowissenschaftlichen Diskussion über (Pseudo-)Wissenschaft: Wissen ist wird für unsere menschliche Existenz wahrscheinlich stets etwas Begrenztes, Unvollkommenes bleiben. Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Hkom*oAnfimallEdst


Ein kleiner Ausdrucksfehler:

sich einstellen ≠ eingestellt werden

Mit dem Erreichen des Zustandes stellen sich sämtliche sexuelle Probleme ein.

Soll heißen: Mit dem Erreichen des Zustandes werden sämtliche sexuelle Probleme eingestellt.

Deutsche Sprache, schwere Sprache

H`omoAn;imalExst


Ein kleiner Ausdrucksfehler:

Klein war der mitnichten.

Natürlich stolpere ich über jenes Verb, das je nach Verwendung (reflexiv oder passiv) komplett konträre Bedeutungen hat. (Es gibt doch diese Mär, dass Ausdrucks- oder Übersetzungsfehler Kriege auslösen können...)

Pwaul5m76


Es ging wohl eher weniger um Wissenschaft – oder Pseudowissenschaft, die ich in der Diskussion bis auf die Worte "Vaginalangst" und "austherapiert" leider nicht entdecken konnte ( Nebenbei, was ist denn so schlimm daran, sich auch als Nicht-Universitätsprofessor eine wissenschaftliche Frage zu stellen? Darf "man" das nicht? ) – wobei ich mir verbitte, daß Philosophie als "Pseudo-" oder "Amateurwissenschaft" bezeichnet wird.

Und in dem Zusammenhang eben darum, daß man sich frei entscheiden kann. Man kann asexuell leben, wenn man das will – ich habe mich ja hier selbst als asexuell bezeichnet – aber man muß nicht, "um der Qual zu entkommen". Es wird hier so dargestellt, als müsse man sich entweder dem schweren joch der Sexualität ergeben oder den märtyrerischen Leidensweg der Enthaltsamkeit gehen. Beides klingt für mich recht pathetisch.

Und für mich ist es immer noch ein Widerspruch, einerseits

A)Distanz zu anderen Menschen zu wollen und

B) dennoch einen Weg zu suchen, dem "Drang nach Nähe zu einer Frau" zu entkommen.

Wenn A, dann würde ich einfach Distanz wahren und Nähe meiden, denn was ich tue, will ich auch. Er hält Distanz (aufgrund wessen auch immer), also will er es auch.

Wenn B, dann will er ja Distanz, hält sie aber nicht oder kann sie nicht halten, da er ja dem DRang nach Nähe entkommen will, ergo spürt er den Drang nach Nähe, er will folglich Nähe.

A und B zusammen sind für mich widersprüchlich.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH