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Mutter ist nur noch aggressiv, keine Besserung in Sicht

aDug23x3


Schnuggi, Sie haben wenig von sich geschrieben (oder ich habe es übersehen, weil nicht alles gelesen), wie alt Sie sind und was Sie so machen: Schule, Beruf? Warum noch zu Hause lebend?

Krebserkrankung: war es wirklich Krebs? Mich wundert, dass nach so kurzer Zeit von "geheilt" gesprochen wird. Ohne genaue Diagnose würde jeder Mediziner an dieser Stelle äußerst vorsichtig sein.

Allgemein: Kinder können nur ganz selten ihre Eltern dazu bringen, dass sich diese Hilfe suchen! Was Kinder tun können ist, egal wie alt sie sind, sich selbst Hilfe zu organisieren, damit sie mit diesen verflixten Gefühlen umgehen können.

Wenn Sie konkrete Hilfe für sich suchen, dann vermerken Sie wenigstens, wie alt Sie sind, in welchem Bundesland lebend und in welcher Krankenkasse. Ich schreibe Ihnen dann, wie Sie an Hilfe kommen.

-bsclhnugAgix-


Hallo,

ich bin 25 und studiere in HH, da mein Studienort sehr nah an der Elternwohnung ist, wohne ich noch dort (auch wegen des Geldes).

Das letzte halbe Jahr habe ich in einer anderen Stadt gelebt und seit ich wieder hier bin (aber nur noch 2 Wochen, dann bin ich wieder weg), ist es so schlimm geworden.

Natürlich war es wirklich Krebs! Geheilt im Sinne von derzeit krebsfrei! Wieso ohne genaue Diagnose? Er ist stetig in ärztlicher Behandlung, der Krebs war ja nicht einfach so weg, dem ist natürlich eine intensive und scmerzhafte Behandlung vorangegangen....

Entschuldige, wenn ich dass so schreibe, aber das anzuzweifeln wirkt auf mich etwas unangebracht!

Wieso soll ich mir Hilfe suchen? Meine Mutter ist diejenige, die Hilfe braucht. Ich bin gefestigt und stabil!

Ich sehe nur noch die Möglichkeit, dass meine Mutter sich in professionelle Hände begibt, oder die Familie existiert dann nicht mehr so, wie noch vor 2 Jahren....

a?uCg23x3


schnuggi, eigentlich sprechen Ärzte von einer geheilten Krebserkrankung erst dann, wenn einige Jahre vergangen sind; aber man kann ja auch das Nicht-vorhanden-Sein von Metastasen oder anderen Krebszellen als "geheilt" darstellen.

Aus Ihrer Schilderung kam für mich herüber, dass es ihnen schwer fällt, sich von dem Rummel, den ihre Mutter veranstaltet, deutlich abzugrenzen.

Aus Erfahrung heraus gesagt: meist haben Angehörige den geringeren Einfluss wenn es darum geht, dass jemand therapeutische Hilfe in Anspruch nimmt. Da können Anstöße von außerhalb des Familienkreises effektiver sein.

-Tsch~n;uggix-


Hallo,

im Eingangspost hatte ich auch extra das geheilt in "" gesetzt, mir ist bewusst, dass bei jeder Kontrolle der Krebs wieder da sein kann, aber die letzten 1,5 Jahre ist er ohne Metastasen oder Tumore – > ich beschreibe das als – derzeit – krebsfrei!

Nunja, es ist nicht einfach sich auf das Studium zu konzentrieren, wenn hier so ein Rummel veranstaltet wird, allerdings ist es die letzten Wochen so, dass ich mich deutlich distanziere, damit ich nicht in den Sog gerate! Ich bin ja sowieso in 2 Wochen wieder in einer anderen Stadt, aber mein Vater ist eben weiterhin in dieser Situation...

Leider hat sie nur eine wirklich wirklich gute Freundin, zu der ich Kontakt aufnehmen könnte und wo ich weiß, dass sie nen guten Einfluss auf sie hat, aber leider hat diese Freundin derzeit selber so viel Schicksalsschläge zu verarbeiten, dass ich sie damit nicht belasten möchte!

Dann kann ich wohl nur abwarten....

a[ug2x33


-schnuggi-, die Krankenkassen und Gesundheitsverbände tönen immer so großartig, dass im Rahmen einer Krebstherapie auch psychotherapeutische Hilfe angeboten wird, dies nicht nur für den Erkrankten. Mir ist jetzt nicht ganz klar, in welchem Großraum Ihre Eltern wohnen, aber eigentlich könnte dies ein Hebel sein, um Ihrer Mutter eine Entlastung zu bieten. Denn es kann sein, dass sie in einer wesentlich größeren Anspannung lebt als der Betroffene selbst. Es hängt aber wirklich von ihr ab, ob sie sich Hilfe sucht.

-qsch;nuggxi-


Hallo,

ich danke dir für deine Antworten.

Angeboten wurde NIE eine therapeutische Hilfe! Weder von der Krankenkasse, noch von der Zusatzversicherung (mein Vater ist selbstständig), noch von den behandelnden Ärzten wurde soetwas angeboten oder empfohlen! (Allerdings war ich natürlich auch nicht bei jeder Bestrahlung dabei und meine Vater war zu der Zeit auch recht stabil nach aussen hin).

Also kann ich wohl nichts tun...

Irgendwie ist das echt deprimierend, wenn man nutzlos zuschauen muss...

aQug.23l3


Hallo,

ich will jetzt nicht darüber spekulieren, warum etwas nicht angeboten wurde.

Manchmal ist es auch nur das Missverständnis: die Leute sind so klug und wissen alles, da müssen wir als Mediziner nicht noch auf solche Hilfen hinweisen. Und schon ist es passiert – eine mögliche Hilfe bleibt einfach aus.

Wer als ehemaliger Krebspatient in die Praxis eines Psychotherapeuten kommt, dem steht Hilfe zu – allein auf der Grundlage der vorangegangenen Erkrankung. Und wenn Ihre Mutter nur das schildert, was Sie hier geschrieben haben, dann dürfte auch für sie ein Therapeut eine Therapie begründen können. Es kommt also auf den Willen der Betroffenen an, also Ihrer Eltern.

-~schnuHggi-


Hallo,

vielleicht hat es die Strahlenklinik auch mal erwähnt, die haben einen sehr sehr guten Ruf!

Vor einem Jahr ist meine Mutter mit der Bitte einer Therapie an ihren Hausarzt herangetreten. Ich habe es geschafft ihr klarzumachen, dass sie Anspruch darauf hat und diesen auch nutzen sollte, da sie anscheinend nicht mit der Krankheit klar kam. Der Arzt allerdings hat auch nach einigen Monaten keinen Platz gefunden, vielleicht gab es da auch nicht dir Dringlichkeit meiner Mutter.

Diese besteht nun aber, ich weiß nicht, wie der aktuelle Stand beim Arzt ist, ich bin mir sicher, dass sie die Problematik nicht so schildert und so sieht, denn sie ist ja derzeit in ihrer Welt, in der sie das Opfer und die "Unschuldige" ist und deswegen braucht sie keine Therapie.. So ihre Worte!

Ich bin immer wieder geschockt, wenn ich an die Situation denke, in der sie aus dem Nichts meinem Vater drohte und sie war so hasserfüllt und überzeugt von dem, was sie sagte...

Durch die Erkrankung haben meine Eltern die letzten Monate auch einige finanzielle Probleme gehabt. Sie bürdet sich alles auf, es war schon immer so, dass sie sich furchtbar viel Stress mit ALLEM macht, oft ist es übertrieben, ein regelrechtes reinsteigern.....

Ich bin wenigstens froh, dass mein Vater sich wieder eingekriegt hat, dass er wieder zurück ins Leben gefunden hat, dass er sich nicht mehr betrinken muss, um den Krebs zu vergessen...

a^ugx233


Schnuggi, wenn sich alles in der BRD abspielt, dann ist der Weg zu einem Psychotherapeuten (auch weiblichen!!!) ganz einfach: um weitere Praxisgebühr zu ersparen stellt Hausarzt eine Überweisung an Psychotherapeuten aus (Begründung: Belastungssyndrom wegen CA beim Ehemann); das dürfte auf jeden Fall zutreffen, ist aber auch nicht so wichtig. Mit dieser Überweisung sucht man selbst den Therapeuten/die Therapeutin. Adressen erhält man über die Kassenärztliche Vereinigung des Bundeslandes, in dem man lebt. Internetzugang über [[www.kbv.de]] . Damit ist sicher, dass man nur solche Therapeuten genannt erhält, bei denen die Krankenkassenkarte auch akzeptiert wird. Nicht jeder Psychotherapeut ist bei den Kassen zugelassen. Und dann fragt man nach einem Termin für ein Erstgespräch mit der Begründung: mein Ehemann hat eine Krebserkrankung und ich als Ehefrau habe damit meine Probleme. Ich denke mal, das ist ein relativ einfacher Weg. Es gibt überall Wartezeiten. Wie man die abkürzen kann, das verrate ich gern, wenn es gewünscht wird.

a2ug2x33


Schnuggi, wenn sich alles in der BRD abspielt, dann ist der Weg zu einem Psychotherapeuten (auch weiblichen!!!) ganz einfach: um weitere Praxisgebühr zu ersparen stellt Hausarzt eine Überweisung an Psychotherapeuten aus (Begründung: Belastungssyndrom wegen CA beim Ehemann); das dürfte auf jeden Fall zutreffen, ist aber auch nicht so wichtig. Mit dieser Überweisung sucht man selbst den Therapeuten/die Therapeutin. Adressen erhält man über die Kassenärztliche Vereinigung des Bundeslandes, in dem man lebt. Internetzugang über [[www.kbv.de]] . Damit ist sicher, dass man nur solche Therapeuten genannt erhält, bei denen die Krankenkassenkarte auch akzeptiert wird. Nicht jeder Psychotherapeut ist bei den Kassen zugelassen. Und dann fragt man nach einem Termin für ein Erstgespräch mit der Begründung: mein Ehemann hat eine Krebserkrankung und ich als Ehefrau habe damit meine Probleme. Ich denke mal, das ist ein relativ einfacher Weg. Es gibt überall Wartezeiten. Wie man die abkürzen kann, das verrate ich gern, wenn es gewünscht wird.

-esc5hnukg1gid-


Hallo,

danke für diesen Hinweis! Mir war nicht bewusst, dass meine Mutter sich auch selbst jemanden suchen kann, obwohl der Arzt sagte, dass er es tun wird.

Ich denke, dass ich den Faden hier einfach mal ausdrucken werde und meiner Mutter hinterlassen werde, wenn ich in anderthalb Wochen die Stadt verlasse.

Was sie dann daraus macht, ist ihre Sache....

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