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Wenn jeder neue Tag eine Qual ist...

F=roIehli|cheBxlume hat die Diskussion gestartet


Hey Leute,

heute ist mal wieder Samstag. Ein für mich furchtbarer Tag, der mir immer wieder bewusst vor Augen führt, wie einsam ich bin. Ein so schreckliches Gefühl.

Bin selber sehr beschäftigt in meinem Leben. Krankenschwester auf einer Intensivstation (4 Tage die Woche), Kellnern ca. 3-5 mal im Monat ...und Abi per Fernstudium seit ca. einem Jahr. Das Abi brauch ich, damit ich noch Medizin studieren kann, was mein absoluter Traum ist. Beim Kellnern kann ich vom stressigen Alltag der Klinik abschalten und mich mit jeder Menge Leute unterhalten. Mein Job in der Klinik macht mir zwar großen Spass, aber die Arbeitskollegen sind recht schwierig. Privat würde ich mit niemanden von denen was unternehmen. Aber das ist ne andere Geschichte.

Das ich so viel Stress hab, ist okay. Ich brauch das irgendwie, auch, weil ich mich dann ein wenig mehr gebraucht fühle.

Leider hab ich mittlerweile so gut wie keine Freunde mehr. Ich vereinsame mehr und mehr, weil ich meine Arbeit in der Stadt, wo ich vor gut 2 Jahren hingezogen bin, vor kurzem auf diese Intensiv gewechselt hab. Dadurch ist der Kontakt mit den Leuten, meiner alten Arbeit, wo ich relativ gute Freunde hatte, irgendwie komplett abgebrochen....

Meine Beziehung hab ich vor kurzem beendet, weil es mir so unangenehm war, dass ich niemanden hatte, während mein Ex-Freund soooo viele Freunde hatte. Mich hat das kaputt gemacht.

Nur irgendwie merk ich, dass es immer schlimmer wird; ich einfach immer mehr und öfter tagelang alleine bin. Keine beste Freundin, keine Clique, niemand, den ich anrufen könnte.

Ich bin nicht wirklich hässlich. Werde relativ oft angesprochen, wenn ich denn mal rauskomm. Bin auch grad mal 23. Also eigentlich im besten Alter um jedes WE feiern gehen zu können ;-)

Ich weiß nicht, ob ich hier Hilfe finden kann, aber vielleicht liest das hier ja der ein- oder andere, dem es irgendwie ähnlich geht?!?

Antworten
N(alxy


Hi Blümchen :)

Mir geht es derzeit genauso. Mein Freund hat mich vor einer Woche verlassen. Eigentlich wollte ich dieses Wochenende ein paar Freunde aufgabeln, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe, es wurde aber letztendlich abgesagt :-( Da ich sehr weit außerhalb wohne, bin ich immer auf jemanden angewiesen, gerade wenn es um's Übernachten geht. Nun bin ich gezwungen, heute hier zu versauern. Viele Freunde hatte ich auch noch nie und durch die Beziehung zu meinem Ex habe ich sehr viele Kontakte vernachlässigt. Das bekomme ich nun zu spüren.

Da hilft wohl nur sich dahinter zu klemmen und so oft es geht Kontakte zu hegen und zu pflegen. Wenig Zeit hin oder her: Anrufen, wen man kennt und schätzt und einfach den ersten Schritt machen! Und wenn es sich ergibt: Weggehen und neue Leute kennenlernen. Das versuche ich derzeit auch :)z Es lenkt ab und wer weiß, ob nicht neue Freundschaften entstehen.

Wo kommst du denn her? Vielleicht kann man sich ja zusammenschließen :-@

FSroehYliche6Blumxe


komm aus der karnevalistischen Stadt Köln ;-)

WLeis~s_nnichxt


Ich hab auch Vollzeit gearbeitet und nebenbei ein Fernstudium abgeschlossen.

Fakt ist, ich hatte auch keine Zeit für Freunde... wie denn auch? Entweder leidet das Studium oder die Arbeit darunter.

Und bissle Zeit braucht man auch für sich alleine zum Entspannen.

Muss aber dazu sagen, dass es mich persönlich nicht gestört hat, in den paar Jahren wenig soziale Kontakte zu haben.

Das Studium ist nun vorbei und ich hab wieder genug soziale Kontakte, auch wenn ich vieleFreunde verloren hab, da sie nicht verstanden haben, dass ich wenig Zeit für sie aufbringen kann.

Vielleicht würde es dir schon helfen, dass du das Kellnern aufgibst und die 3-5 Tage/Monat deine alten Freunde/Arbeitskollegen anrufst und mit ihnen was machst?

S?unflo=wer_73


*sichdazugesell*

Mir geht's ähnlich... Habe bis vor 5 Jahren studiert und hatte da relativ gute Kontakte, auch wenn ich immer wieder von vorne anfangen musste (war schon älter, hatte v.a. Kontakt zu älteren Kommilitonen – und die haben halt öfter das Studium abgebrochen). Habe allerdings immer 2 Jobs parallel gehabt, was zu Lasten meiner Freizeit & Kontakte ging.

Direkt nach dem Studium dann anstrengende Weiterbildung... viele Abende, viele Wochenenden. Es gab Phasen, da habe ich 21 Tage nonstop gearbeitet oder Weiterbildung gehabt. Das Ganze völlig unterbezahlt mit hohen Weiterbildungskosten. Da war oft auch kein Geld für Freizeitaktivitäten da.

Vor 2 Jahren Trennung vom Partner nach 5 Jahren, da er sich auf eine "richtige" Beziehung nicht einlassen konnte. Da war das erste Tief. Dann gesundheitliche Probleme, die einige Kontakte arg belastet haben und woran zwei Freundschaften komplett zerbrochen sind.

Seit Ende letzten Jahres arbeite ich nun 5 Tage die Woche in einem kleinen Ort, 150 km von meinem Studien-/Weiterbildungsort (wo ich seit 11 Jahren wohne) weg. Fahre Montag ganz früh los, komme Freitag Nachmittag wieder. Dazwischen Klinikalltag, den ich als anstrengend empfinde. Kollegen sind okay, aber halt neu – und weil der Ort so klein ist, wohnt KEINER dort. Die pendeln alle 60-80 km pro Tag. D.h. abends mal weggehen ist nicht. Ich komme voller Eindrücke aus der Arbeit ineine leere, karg eingerichtete Wohnung. Freue mich auf die Wochenenden in meiner "alten" Heimat, aber da bin ich oft einfach nur k.o. Meine Freunde hier haben alle einen Partner, dem oft das Wochenende gehört. Also freue ich mich auf die Heimfahrt, aber bin dann oft auch allein.

Und merke leider, dass einige Kontakte nur gut waren, solange man dieselbe Basis hatte (selber Job, viel Kontakt aufgr. der Weiterbildung). Nun sind die anderen fertig mit der Weiterbildung, ich bin noch dabei, da ich mir alles allein finanzieren muss und es halt viel länger dauert.

Kontakte pflegen tue ich (da, wo es eine gemeinsame Basis gibt). Aber wenn die Wochenenden immer den Partnern gehören und sich Kontakte auf Telefonate in der Woche beschränken, ist das wenig hilfreich. ":/

F roemhliche?Bluxme


Irgendwie beruhigt mich das, dass es auch anderen noch so geht.

@ weiß_nicht,

hast wohl recht mit der wenigen Zeit. Ändern kann ich da nichts wirklich dran. Das kellnern brauch ich wie gesagt. Es macht mir wahnsinnig Spaß und naja ein wenig des Geldes vielleicht auch .Teure Wohnung, nur 3/4 Stelle in der Klinik....

@ sunflower:

Ich glaub, du bist wohl auch eher wie ich eine "Karrierefrau".

Ich find, dafür muss man sich auch nicht schämen, nur leider bleiben andere Dinge wirklich auf der Strecke!

LYuxuspRroblBem


Hey Ihr,

also mir geht es eigentlich nicht so, jedoch kenne ich diese Situation, in der man zur Kontaktpflege nur so wenig Zeit hat.

Meine Woche ist mit Arbeit, Hobby, Ehrenamtlichem Engagement usw. bei ca. 60-80 Stunden. Somit brauche ich dann die paar Abende zu Hause auf der Couch auch für mich.

Meine Freunde ( Heißt wirkliche Freunde) kennen mich so, respektieren es und wissen, dass es schwerer ist mich zu erreichen, als eine Audienz beim Papst zu bekommen.

Aber auch wenn man Menschen hat, die dies tragen, so darf man dies nicht überreizen und muß sich die Zeit nehmen...Genau für diese Menschen.

Ein Freund hat zu mir gesagt: Wenn man will, findet man die Zeit für seine Freunde...

Und ich glaube, so ist das auch mit dem Aufbau eines neuen Freundeskreises. Kontakten, etc.

Du mußt wirklich schauen, dass ein Leben in den eigenen vier Wänden oder auf der Arbeit nicht das Leben darstellt und Dich dann darauf einlassen einfach selbst mal die Innitiative zu ergreifen.*lächel*

Wenn das andere können, dann kann man das selbst auch irgendwie...

Aber es liegt auch an einem selbst, denn die anderen kann man nicht verändern.

Wenn die Woche und der Tag so mit allem anderen vollgepackt ist, dann kann man nicht erwarten, auch noch Menschen zu treffen und zu finden.

Andererseits sehe ich das auch so, dass man eine solche ´einsame´Zeit auch für sich selbst und die ´Selbstfindung / Strukturierung'nutzen kann.

Dann, wenn man da ein Stück weiter gekommen ist, wird es einen Moment geben, in dem Du es zulassen kannst und tolle Menschen in Dein Leben treten.

Glaub fest dran!

Lieben Gruß an Euch!!!

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