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Vorurteile gegenüber Psychologen/ Psychologie-Studium

Bhroktxherhoxod


ch musste gerade lachen, denn ich habe Psychologie an der benannten Uni studiert Die Besten haben einen Schnitt bis 1,2, die Schlechtesten einen Schnitt bis max 2,7. Allerdings werden auch nur Abiturienten genommen, die ein Abi von höchstens 1,5 haben – wobei ich nicht weiß, wie es derzeit aussieht, so war es aber damals bei mir. Von daher existieren tatsächlich kaum schlechte Noten in dem Sinne, wobei man aber beachten muss, dass wir einige Fächer haben, bei denen der Schnitt um 2,7 – 3,0 liegt (Diagnostik beispielsweise).

Hu was für ein Zufall :D

Naja derzeit ist es so, dass der NC bei 1,3 liegt und ich auch noch niemanden gesehen habe, der schlechter war als 1,1 im Abitur^^ und ich habe ja einige Psychologievorlesungen besucht. Aber wenn ich dann wirklich die Durchfallquoten von den Fächern anschaue, die man so belegen muss, da kann ich wirklich nur den Kopf schütteln. Bei meinem Studienfach, wo Durchfallquoten unter 50% eigentlich nicht vorhanden sind und es auch mal üblich ist, dass in der ersten Prüfung eines Faches die Durchfallquote bei über 75% liegt und in der Nachklausur sogar noch höher.

In diesem Sinne bin ich da wohl einfach andere Maßstäbe gewöhnt. Und auch angeblich schwierige Fächer, die für die meisten Psychologen dann immer "Probleme" darstellen wie Statistik ist auch eine Spaßveranstaltung.

Aber an sich ist das Fach dann schon cool^^ nur hat man da derzeit eher schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, gerade im klinischen Bereich.

KWyl$ingn


- verhält sich Kylinn wirklich wie ein Patient / eine Patientin?

Wie muss ich micht denn Verhalten, um als "echte" oder "wirkliche" Patientin zu gelten?

Dass ich nicht der Norm entspreche und jede Statistik versaue ist für mich nichts Neues, aber dass ich mich zu Abnormal für ne Gestörte verhalte, ist neu ;-D

SuunfzloweYr_7x3


Ich habe Psychologie studiert und mich auch ganz klassisch für den therapeutischen Bereich entschieden.

Und hier fängt schon das erste Problem an:

Psychologiestudium ist nicht gleich Therapeutendasein! Von meinem Bekanntenkreis an der Uni macht gut die Hälfte etwas nicht-therapeutisches. V.a. Personalauswahl, Personalentwicklung, eLearning. Da haben etliche Kommilitonen eine Banklehre absolviert und mind. ein Vordiplom in VWL oder BWL. Die sind so weit vom Therapeutendasein entfernt, wie man nur sein kann.

Und:

Leute, die über das Studium lächeln, haben wenig Ahnung von der Materie! Das Studium ist sehr forschungs- & statistiklastig. Bis zum Vordiplom kamen bei mir die Themen "Therapie" oder "psychische Krankheiten" überhaupt nicht dran. Ich habe dafür mit Medizinern Physiologie (vegativ & neuo) gelernt.

90% der Literatur sind auf Englisch. Eine weitere Herausforderung.

Mein Studium war sehr forschungslastig, also kam noch Programmierung mit entsprechender Experimentalsoftware hinzu.

Ich habe parallel zur Weiterbildung zum Psychotherapeuten an der Uni geforscht & unterrichtet – wie viele andere auch. Klar arbeitet man therapeutisch – aber ich habe nebenbei u.a. HTML-Programmierung erlernt, 2 experimentalpsychologische Programme (ERTS, Presentation). Diverse Statistik-Programme (SPSS, Statistica, Mathematica, MatLab, MPlus, SAS). Zunehmend spielt Bildgebung (fMRT) und damit verbundene Software eine Rolle.

Wenn man wirklich auf neuestem Stand der Forschung arbeitet und während des Studiums auch Profs hat, die einen direk teinbeziehen (Bachelor-Arbeit, Seminararbeiten,...): Man denkt eher, man studiert Mathematik & Informatik. Da wird v.a. indirekt sehr viel an Einarbeitung und selbstständiger Aneignung gefordert.

Was – in Kombination mit klassichen Dingen die Gesprächsführungstechniken etc. – definitiv den Reiz des Studiums ausmacht: Es ist extrem vielfältig und man kann extrem viel damit anfangen. Auch jenseits des klassisch therapeutischen Bereichs (wo je nach Uni eh nur ca. 50% in den Bereich wollen).


Was das Thema "Selbsttherapie" angeht:

Indirekt wird es spätestens in der Psychotherapie-Weiterbildung relevant aufgr. von Selbsterfahrung etc. Ist auch nötig – man muss eigene Problembereiche im Griff haben, um pbjektiv mit Patienten zu arbeiten. Sicherlich gibt es Leute mit eigener Vorbelastung/Vorerkrankung, aber: Die PSychotherapieweiterbildung (ohne die man kaum therapeutishcn arbeiten kann), ist einfach nur krass. Sowohl finanziell als auch zeitlich extrem belastend, Wer da selber nicht stabil ist, packt spätestens die Hürde nicht. Da gehen selbst absolut gesunde, ausgeglichene, nicht vorbelastete Personen in die Knie. Das wissen bloß die wenigsten, wie hart der Weg ist. Ich habe seit Jahren i.d.R. 1-2 feste Jobs plus 1-2 Honorarjobs plus Weiterbildungsveranstaltungen plus Patienten im Rahmen der Weiterbildung. Und komme z.T. nicht mal auf Harz IV-Niveau.

Allein vor DEM Hintergrund: Ich würde nicht nochmal Psychologie studieren, wenn ich Therapeut werden will. Medizinstudium und dann Facharzt für Psychiatrie ist der angenehmere und gesellschaftlich und finanziell anerkanntere Weg. Zumindest wird man nach dem Studium fpr seine Arbeit bezahlt. ]:D

c`hnopxf


Sunflower, vielen Dank für deinen Beitrag! :)^ :)=

Ist sehr interessant auch mal einen Bericht von jemandem zu lesen, der schon fertig ist mit dem Studium.

Am liebsten würd ich mir den ausdrucken und jedem zeigen, der behauptet es wäre ein easy Studium mit dem man nachher als Therapeut das grosse Geld macht...

a~ug=2/3R3


wo fängt das große Geld an?

c!hnopxf


wo fängt das große Geld an?

Keine Ahnung ;-D Auf jedenfall sind Psychologie-Absolventen mitunter die am schlechtesten Verdienenden von allen Uni-Abgängern (zumindest bei uns), ganz abgesehen davon, dass viele auch keinen Job finden. Und wenn doch, dann ists oft einer der nichts oder nur am Rande mit dem Studium zu tun hat. Da verdient jemand, der das KV gemacht hat und mit Ende 20 schon ein wenig aufgestiegen ist mehr.

Naja, ich sollte heute noch lernen also lass ich dieses pessimistische in die Zukunft sehen mal wieder ;-D

a~ug2x33


Sind 90.000,- bis 120.000,- Praxisumsatz für eine Einzelperson zu gering?

apug=233


Euro natürlich!

cmhnxopf


Sind 90.000,- bis 120.000,- Praxisumsatz für eine Einzelperson zu gering?

Einzelperson heisst psychologischer Psychotherapeut oder wie? Der hat noch ne mehrjährige (und teure) Zusatzausbildung nach dem Studium gemacht. Verdient aber trotz ähnlicher Leistung viel weniger als ein Psychiater (der wiederum verdient weniger als der durchschnittliche Arzt, daran sieht man WIE wenig Psychologen im Vergleich verdienen...)

Wenn du bedenkst, dass der psychologische Psychotherapeut so um die 10 Jahre (eher mehr) mit Studium und Ausbildung (teuer) verbracht hat ists nicht wirklich viel, finde ich. Konkrete Zahlen kann ich schlecht beurteilen...

Sunflower kennt das Ganze sicher noch besser! Vorallem wie's in D ist kann ich überhaupt nich beurteilen.

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