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Kein Schlaf/Tiefschlafphase – Psychiatrie, Baldiran,...?

zOiO-b?ube hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie im anderen Thread schon geschrieben habe ich wieder mit Antidepressiva angefangen, da ich einen starken Rückfall (Angst, Panikattacken...) erlitten habe...

Nun habe ich die Einstiegsdosis des Antidepressivums vermutlich zu hoch gewählt, sodass mein Hirnstoffwechsel so durcheinander ist, dass ich einfach nicht mehr schlafen kann...

Ich bin am Tag als so Todmüde und wenn ich mich abends hinlege und versuche einzuschlafen klappt das schlicht weg nicht, ich nicke wohl ein bisschen weg aber ich komme nicht in die Schlafphase und wenn mal kurz, dann hab ich extrem absurte Träume, liegt meines erachtens nach 99% am Antidepressiva... Liege dann Stundenlang im Bett mit Augen zu nur dass ich einfach nicht Schlafe...

Keine Ahnung wo mein Körper sich den Schlaf hernimmt vielleicht am Tag, dann wenn ich extrem Müde bin wird er sich das nehmen was er braucht...

Frage: Ich bin eigentlich kein Medikamenten Freund aber in dem Fall brauch ich irgendwas, da mich der Schlafmangen/entzug psysisch noch kaputter macht und ich nicht leistungsfähig bin...

Habe jetzt mal "Baldrian stark für die Nacht" gekauft, ist pflanzlich, hat das schonmal jemand versucht ? Wollte das heute Abend mal ausprobieren, hat jemand ansonsten n besserer Tipp für mich ? Das Schlafmittel muss gut verträglich sein und keine Wechselwirkungen mit den Antidepressiva haben...

Ne dumme Frage: Kann man von dem vielen Schlafentzug nicht sterben ? Ich bin so am Ende und steh so neben mir hab mir sogar überlegt mich in die Psychiatrie einweisen zu lassen, jedoch war ich da als Jugendlicher schon paar mal, der reinste Horror, aber vielleicht wär es besser unter Beobachtung zu sein muss ja auch realistisch denken, nicht das ich daheim umkippe und keiner kann mir helfen – Mutter hat jetzt auch neuen Job :( Alles so schlimm grad *heul*

Bin für jede Antwort sehr sehr dankbar... Gruß zi-bube

Antworten
S?unfl)owe%r_x73


Bist Du 100% sicher, dass Du nachts GAR NICHT schläfst? Oft ist es so, dass es doch kurze Schlafphasen gibt, die man nicht wahrnimmt, die dem Körper aber vorübergehend ausreichen. Du schreibst ja selber von kurzen Phasen mit wilden Träumen – die so kurz vielleicht gar nicht sind.

Welches AD nimmst Du denn? Es gibt ja auch AD's, die eher antriebssteigernd wirken sollen; das führt dann häufiger zu Einschlafproblemen. Angesichts der von Dir als massiv empfundenen Probleme würde ich aber unbedingt zum Arzt gehen und klären, ob nicht ein anderes AD besser wäre.

Psychiatrie wg. der Schlafprobleme würde ich eher nicht empfehlen – aber ggf. grundsätzlich wg. der Angst- & Panikproblematik. Denn DIE erfordert eine Behandlung und sollte nicht einfach nur mit Medis angegangen werden. Bzw. sollte man unter stationärem Schutz eine funktionierende Medikation finden.

Wenn DAS Dein Ziel ist (wirkliche Behandlung des eigentlichen Problems, vernünftige medikamentöse Einstellung): Ja, dann ist Psychiatrie vielleicht nicht verkehrt.

Wenn Du nur in die Klinik willst mit dem Wunsch "ich kann nicht schlafen, macht mal": Das funktioniert bestimmt auch, hilft Dir aber langfristig weniger.

Jetzt eigenmächtig mit Baldrian rumexperimentieren: Würde ich nicht machen. Lieber Änderung der Medikation mit dem Arz absprechen!

S}unf8loweerx_73


Was heißt außerdem "habe ICH die Einstiegsdosis zu hoch gewählt"???

z[i-buXbxe


Hallo Sunflower,

ich nehme Fluctin (Fluoxetin) und habe das auch Jahre lang genommen nie irgendwelche Probleme gehabt, ich kann sogar sagen dass die Tabletten mir damals das Leben gerettet haben...

Die Sache ist so: Ich kann mit keinem Therapeut/Psychologen was anfangen, da ich eigentlich weis dass nur ICH selbst mir helfen kann...

Ich glaube meine Gedanken zu erkennen. Ich denke innerlich wahrscheinlich immer flüchten zu müssen und der Angst nachzugeben um so Sicherheit zu bekommen, was natürlich völliger "Schwachsinn" ist, da die Angst in der Psychiatire/ bei Oma oder Freunden genauso da ist... Mein Gehirn spinnt sich da was zusammen um wenigstens bisschen Hoffnung zu haben,.. Ich denke aber die einzigste Möglichkeit ist es allein auf die Reihe zu bekommen und ein Arzt für das Medikament zu haben... Ansonsten brauch ich keine Gespräche, nicht weil ichs nicht versuchen will, sondern weil ich weis dass es mir im Prinzip nichts hilft, ich kenne ja schon alle Tricks usw usw...

Das Problem ist aber wie oben erwähnt die Einstiegsdosis... Ich nehme 1 Tablette, hätte diese aber wahrscheinlich teilen müssen usw und ganz langsam steigern, jetzt ist mein Gehirn anscheinend so durcheinander bzw Nebenwirkungen tauchen auf, sodass ich garnicht mehr schlafen kann oder nur teilweise und wenn dann nur ganz schwach....

Im Moment ist meine Größte Angst so extrem abzubauen und abzunehmen, dass ich daran sterbe... Ich kann von Glück reden dass ich 10kg Übergwicht habe, somit hab ich ich schonmal paar Wochen ne kleine Sicherheit... Die Angst kommt daher, da ich schonmal extrem Untergewichtig war wegen der Angst damals... Jetzt hat dich die Angst darauf projeziert -> Angst vor der Angst

Durch den ganzen Angstkram/Stress kann ich einfach kaum mehr was essen, ich zwinge mich aber bekomme da extremes Sodbrennen was ich wiederrum mit "Riopan" bahandle...

Ich versuche heute bisschen Sport zu machen und mich mit ner Freundin abzulenken...

Was meint ihr zu der ganzen Situation ?

In der Psychiatire könnte man mich entmündigen und das könnte ganz schlimm Enden...

z+i-ybube


Ps.: Meine Gedanken sind immer die gleichen..

So in dem Schema...

- Fahre mal zur Oma vielleicht kannst du da besser einschlafen und alles wird gut

- Wenn das nichts hilft fahre mit dem Wohnmobil nach Holland, das lenkt dich ab und du bekommst das dann allein in den Griff

- Fange mit einer Freundin eine Beziehung an, eigentlich willst du garnichts von Ihr, aber Sie könnte dich ablenken und für dich da sein bzw. neue Fluchtmöglichkeit wenns dir daheim beschissen geht...

SxunflXowexr_73


Warum sollst Du entmündigt werden? Du rennst nicht knallschizophren und unfähig, auch nur banale Alltagsdinge zu regeln, durch die Weltgeschichte.

Klar kannst NUR DU Dir helfen – aber oft ist man so gefangen in seinem Gedankenschrott etc., dass mal eine andere Perspektive fehlt. An der Du dann selber arbeiten musst im Alltag, bei allen kleinen und großen Dingen. Aber auf die einen andere erstmal stoßen können.

Die Angst vor dem "Abbauen und Sterben" klingt bie 10 kg Übergewicht erstmal ziemlich irrational. Wie gehst Du bspw. mit DER Befürchtung um, wo Du es doch angebl. selber kannst & weißt? Ist jetzt nicht böse gemeint!

Ansonsten klingt es so, als ob Du selber mit dem AD experimentierst. Nur weil Du es MAL in Dosis XYZ genommen hast heißt es nicht, dass es JETZT das richtige ist.

s<chne^cke198x5


Wenn die Gesprächstherapie Millionen anderer Menschen hilft, dann kann sie auch dir helfen. Du stehst dir sozusagen selbst im Weg.

Schon mal drüber nachgedacht, dass die Denke "Mir kann sowieso keiner helfen, ich muss das alleine schaffen" Manifestation deiner psychischen Erkrankung ist?

Weiters: Was genau sollen sie in der Psychiatrie mit dir machen? Da wirst du halt mit Medis abgefüllt, aber die Ursachen werden wieder nicht behoben. Kurzfristig kann das eine Lösung sein, aber langfristig bleibt dann wieder alles beim Alten. Außerdem: Man stirbt nicht an Schlafmangel (irgendwann holt sich der Körper schon, was er braucht) und bis du verhungerst dauert auch eeewig ;-)

Du könntest versuchen, kalorienhaltige Getränke zu dir zu nehmen, wenn du festes Essen momentan nicht runterkriegst.

z.i-kbu_be


danke euch für die antworten, dass problem ist, dass ich jetzt in der akuten phase nicht wirklich einen fähigen therapeuten habe, dem ich vertraue ist einfach bisschen kompliziert...

Mit den Antidepressiva habe ich nur die Woche "rumexperimentiert" weil meine Psychiaterin in Urlaub ist, ist ja immer so wenn mal was ist ^^

@ Sunflower75,

du hast recht ich hab gesagt ich kann nur selbst mir helfen, und die gedanken kann ich auch nicht wirklich abschalten... vielleicht könnte ein guter Psychologe tatsächlich helfen.. schwierig zu sagen... Bin halt jetzt in ner krassen akutphase

Ich weis nur eins die Psychaitire ist nur wieder ne Flucht vor den Problemen selbst damals in der Psychiatrie war ich stunden lang im Zimmer eingesperrt uns musste auch alles selbst hinbekommen bzw die Angst aushalten..

S9u^nflopwerx_73


Klar muss man die Angst irgendwann aushalten – aber das kann man lernen. Und Angst kommt zwar gefühlt auch heiterem Himmel, aber es gibt Gedanken, die sie fördern.

In Psychiatrien läuft übrigens durchaus Therapie!!!

Stellt sich nur die Frage, WAS das Problem ist. Nur wegen Angst wird man in der Klinik nicht eingesperrt. Eine Flucht ist Klinik auch nicht – wenn man sich vonimmt, da auch an sich zu arbeiten, die Therapie nicht ablehnt – und organisiert, wie es danach weitergeht.

Wenn Du in so einer akuten Phase bist, ist Fluoxetin auch nicht unbedingt das Beste. Da wäre ein beruhigendes AD erstmal sinnvoller. Können auch Hausärzte verschreiben.

s^tolpzersteincxhen


hi meine lieben , ich muss da mal meinen senf dazu geben.....ich bin auch eine angst und panikpatientin und was ich schon alles hinter mir habe ist auch nicht ohne....ich hatte 7 jahre lang gesprächstherapie die mir zwar geholfen hat , dahinter zu kommen woher meine angst kommt,aber losgeworden bin ich sie dennoch nicht wirklich......es ist ein ganz schönes stück arbeit an einem selber um so einigermassen ohne angst zu leben.

ich habe immer versucht mich meiner angst zu stellen ...ja sie sogar herauszufordern...BIN DABEI SICHER TAUSENDE TODE GESTORBEN......mal bin ich eine zeitlang angstfrei, das längste waren 3 jahre und jetzt gehts mir gearde auch nicht so gut.....ABER,durch die ständige , von mir ausgehaltene angst und konfrontation , hab ich sicher schon über 3 jahre keine richtige attacke mehr gehabt.

es kommt zwar oft leichtes angstgefühl hoch,aber nicht wirklich eine panikattacke wie ich sie so gut von früher kenne......das mit der schlafstörung kenne ich auch sehr gut , genauso wie ** zi-bube es beschreibt.

ich habe mir eine einschlaf cd zugelegt und mit der hat es wirklich geklappt......wenns wieder mal nicht so gut geht mit einschlafen , nehme ich sie echt gerne raus.

was auch gut hilft sind passedan tropfen..auch rein pflanzlich.

auch ich habe wieder mit AD angefangen. ioch nehme cipralex (DIE ICH AUCH KENNE) und habe aber mit nur einer halben angefangen....steigern kann man das immer noch........lg :)_

sotolpeOrstein=chexn


was ich noch sagen wollte....bei mir ist es eher die ANGST VOR DER ANGST , die sich schon ganz schön manifestiert hat......trau mich nicht weiter weg oder gar in urlaub fahren......wie geht ihr damit um ??? ? :)_ :)_ :)_

z4iW-bu be


toll, dass man nicht alleine ist...

Ich würde am liebsten immer weg.. jetzt ins Flugzeug nach New York und alles hinter mir lassen...

In New York würd ich dann wahrscheinlich durchdrehen und schreien ich will hier weg, mein gewohntes Umfeld usw...

Bei mir ist das Problem im Prinzip nur das Schlafen ich sag jeden Tag zu meiner Mutter:

Würd ich 1x ne Nacht wirklich gut durchschlafen können würde die Welt ganz anders aussehen...

Die Fluctin tabletten habe ich immer sehr gut vertragen... Ich denke der große fehler war die 1 tablette ich hätte mit ner viertelsten anfangen sollen... Dann könnte ich auch wieder schlafen..

Werds heute Abend wahrscheinlich trozdem mal mit Baldrian versuchen.

LG und: Versucht eurer Altag soweit es geht weiter zu führen und ordnet euch nicht der Angst unter...Ich geh morgen auch wieder arbeiten, wenn auch nur 4 stunden (ist n minijob aber immerhin) und ziehs durch selbst wenn ich einpennen ^^...

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