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Denkstörung oder nur Einbildung?

S4üOße82 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen. Weiß überhaupt nicht was mit mir wirklich los ist!

Alles hat in der Pubertät mit 14 Jahren angefangen. Hatte mich im Spiegel beobachtet und mich komisch aussehend gefunden und gemerkt, dass mit mir irgendetwas nicht stimmt. War deswegen bei Psychiatern, diese stellten eine Depression fest. Hatte Medikamente bekommen, doch diese halfen nicht wirklich. War bei Therapien, doch diese hatten leider auch nichts gebracht. Ich dachte immer mir kann niemand helfen, niemand versteht was ich eigentlich wirklich habe.

Dieses Problem begleitet mich jetzt schon über 14 Jahre. Bin gerade beim Neurologen in Behandlung. Habe Zyprexa bekommen, doch dieses hilft auch nicht. Was mir aber fast 3 Jahre geholfen hat, ist Amisulprid. Da dachte ich nur noch positiv und diese Gedanken waren weg. Da ich aber schon dieses Jahr Schwangerschaft plane, möchte ich von den Medikamenten meinem Baby zu Liebe wegkommen. Zwar gibt es welche die man in Schwangerschaft nehmen kann, doch ein Risiko besteht halt immer! Außerdem bin ich gerade bei einer Psychologin deswegen die keine Schulmedizin hat! Doch irgendwie geht das was sie mir erzählt (Positives Denken) nicht wirklich in meinen Kopf.

Mein Mann hat schon sehr viel mit mir darüber geredet und gemeint, man würde doch nichts an mir merken, ich sehe gut aus, und würde mir alles nur einbilden! Aber ich selber empfinde das so, wie ich denke und merke das das mich irgendwie verändert und ich keine Lebensfreude habe, eher Angst vor den Dingen die auf mich zu kommen! Ich achte auf mich die ganze Zeit wie ich gucke, stelle mich irdendwie an, obwohl ich das nicht möchte! Denke schlecht über mich, wenn mich in diesem Moment jemand anschaut, und zwar negativ, bestätigt es sich immer, das etwas mit mir nicht stimmt! Ich kann nachts nicht einmal schlafen, weil ich schon an morgen denke, wie soll ich sein!? Mein Mann meint es spielt sich alles nur in meinem Kopf ab, aber es fällt mir so schwer daran zu glauben, das er vielleicht recht haben könnte! Ich weiß gar nicht was ich machen soll? Ich möchte es ja nicht mehr haben. Komischer weise gab es mal eine Zeit, wo mein Mann mit mir darüber geredet hatte und ich es für 1 Jahr weghatte! Fehlt mir trotzdem ein Botenstoff im Gehirn? Ich möchte doch so sehr ein gesundes Kind!

Bitte helft mir weiter!!

Ich bin am verzweifeln!

Gruß

Süße82

Antworten
K?yliXnn


Ein Psychiater stellte mit 14 Jahren eine Depression fest und gibt dir in dem Alter Psychopharmaka? Welche Therapien hast du wann gemacht? Welche Diagnosen bekamst du?

Wenn du Amisulprid genommen hast und keine Therapie begleitend gemacht hast, ist es nicht verwunderlich, dass es nun wieder kommt. Du solltest dir einen guten Therapeuten suchen und das Thema auf diesem Wege angehen. Ausserdem ist es ratsam, mit einer Schwangerschaft zu warten, bis du deine Probleme halbwegs im Griff hast und es sicher ist, dass du nicht doch noch Medikamente nehmen musst. Denn in der Schwangerschaft können sich deine Probleme durch Hormone etc sogar noch verschlimmern. Ebenso möchtest du dann ja auch für dein Kind da sein und sorgen können nach der Geburt - das kann eine psychisch labile Mutter (man denke an deine Probleme durch eine Wochenbettdepression, Hormonumstellung etc verstärkt) leider nur bedingt. Ausserdem wirst du dann vermutlich andere Dinge im Kopf haben als Therapie. Deshalb empfiehlt es sich wohl, diese vorher zu machen, damit du soweit stabil bist, um für dein Kind da sein zu können und die Schwangerschaft gut zu überstehen.

Mein Rat also: Such dir einen guten Therapeuten und mach erst mal Therapie. :)^

VyanilOleSclhimgmer


Hallo Süße82 *:) ,

Ich achte auf mich die ganze Zeit wie ich gucke, stelle mich irdendwie an, obwohl ich das nicht möchte! Denke schlecht über mich, wenn mich in diesem Moment jemand anschaut, und zwar negativ, bestätigt es sich immer, das etwas mit mir nicht stimmt!

Dein Selbstbewusstsein/Selbstwert scheint ziemlich am Boden zu sein. Ich würde dir auch raten eine intensive Therapie zu machen um stabil zu werden. Eine Schwangerschaft und ein Baby sind eine große Herausforderung, vieles verändert sich. Man ist oft in stressigen Situationen, wenn das Kleine schreit... gerade dann wird man in der Öffentlichkeit angeschaut. Dafür ist es wichtig innerlich weitestgehend gefestigt und stabil zu sein. Wenn dich die Blicke anderer Menschen aus der Bahn werfen und verunsichern, wär das schon mal eine Baustelle an der es psychotherapeutisch zu arbeiten gilt.

Ich bin mit einer psychisch labilen Mutter aufgewachsen und hätte mir gewünscht, sie wäre vor meiner Geburt in einer vernünftigen Therapie gewesen. Als Kind ist man den Launen leider schutzlos ausgeliefert und bekommt Unsicherheit und Angst gleich mit in die Wiege gelegt. Damit hab ich heut auch noch zu kämpfen :-(

Meine Meinung: erst eine Therapie für dich und wenn du stark genug bist, kannst du auch für dein Kindchen ganz anders Sorgen oder emotional auf es eingehen als im "kranken" Zustand. @:)

Alles Gute :)*

t$heor+etikxer


Komischer weise gab es mal eine Zeit, wo mein Mann mit mir darüber geredet hatte und ich es für 1 Jahr weghatte!

Meine Mutter hat auch eine leichte Meise ;-D. Sie hat auch starke Zukunftsängste und ist schnell überfordert, gerade zZ mit dem Atomunfall in Fukushima. Sie wird dann teilweise fast hysterisch. Ich habe festgestellt, wenn ich mir die Mühe mache mit ihr fünf Minuten am Tag zu reden, dann wird sie ruhig und ausgeglichen, fast wie verwandelt.

Einfach nur reden und zuhören, auch wenn man inhaltlich garnicht viel beizutragen hat, bringt erstaunlich viel. Das kann man gar nicht hoch genug einschätzen!

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