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Warum ist man sexuell devot?

dHiejuxlia hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Ich frage mich schon seit vielen jahren woher das kommen kann das man sexuell stark devot ist. Woher kommt es das dich demütigungen und erniedrigungen in der fantasie erregen? das muss doch gründe geben warum man da von "normalen" fantasien so stark abweicht und dich fantasien erregen die nichts mit geschlechtsverkehr zu tun haben oder? ist das bei vielen menschen eine kompensation?

Gibt es da so sexuelle Theorien dazu? was sagt die Psychologie dazu?

Liebe Grüße,

julia

Antworten
ar.f iSsh


Dazu gibt es viiieel Literatur und so einige Theorien ~ ich muss jetzt leider weg, mal sehen, was dann nachher hier so geschrieben wurde.

KGnackxs


Devot ist ja so etwas wie Kontrolle abgeben, für das Geschehen nicht verantwortlich sein, einmal "aussetzen" dürfen.

Was man sich als Erwachsener normalerweise nicht erlauben darf. Es ist die Faszination, etwas "Verbotenes", auch Sexuelles, zu tun, ohne dafür verantwortlich zu sein.

Das muss für viele Menschen so verlockend sein, dass Mord und Totschlag (z,B. im Kriegsfall) gerne ausgeübt wird, wenn man nicht zur Verantwortung gezogen wird. [...]

Das scheint jetzt keinen sexuellen Bezug zu haben, aber ist (vermutlich) ein menschlicher Wesenzug, vielleicht sogar ein Grundbedürfnis? Beim Sex kann man das straffrei ausleben.

d[ie`jDulixa


hmm also das mit dem konzentrationslager finde ich jetzt echt einen geschmacklosen vergleich auch wenn ich schon verstehe was du meinst. Aber das finde ich ich ist mal etwas ganz anderes!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

aber so was du am anfang gesagt hast das stimmt auch bei mir. Also im realen Leben bin ich teilweise selber dominant. Jedenfalls versuche ich nie devot zu sein. Habe aber bestimmt nicht das beste Selbstbewusstsein. Gebe schnell auf und glaube oft wohl nicht stark an meine Fähigkeiten. Bin oft unsicher. Ich denke devote fantasien ist ein Fallen lassen für mich. Eine totale Entspannung. Im Leben musst du dich immer bewähren. keine Fehler machen, gut auf andere wirken und richtige Entscheidungen treffen. Als "Sklavin" bin ich in fantasien nichts wert ("ist dein Ruf erst ruiniert dann lebt es sich..."). Ich kann nichts falsch machen weil ich Befehlen gehorchen muss.

Das sind so meine Gedanken. Aber ich frage mich eben schon was es da für allgemeine Theorien in der Psychologie gibt. Kann mir das einer sagen? Wäre echt nett :)^

KQna1c3ks


Mir fällt noch was ein. Manche Jugendliche "ritzen" sich. Angeblich, um zu "fühlen", dass man noch lebt.

Kürzlich las ich einen Artikel über Affen, die sich in Gefangenschaft selbst die Haare ausreißen.

Schmerz zu fühlen gibt irgend eine Bestätigung (die ich jetzt nicht ganz nachvollziehen kann) und ein Wohlgefühl. Auch der seelische Schmerz, wenn man gedemütigt wird.

Vielleicht ist es aber nur das gute Gefühl, wenn der Schmerz nachlässt?

Um das gute Gefühl zu haben, muss erstmal körperlicher und/oder seelischer Schmerz sein.

i(xcxjhxdYxoxcxxh


...Frauen, die sich vergessen, bleiben Männern unvergesslich.... :=o

RYe=nna


Aber ich frage mich eben schon was es da für allgemeine Theorien in der Psychologie gibt.

Ich denke, wenn man nur lange genug sucht, findet man für alles einen Grund, wieso man so wurde, wie man ist. Und jeder Psychologe wird seine eigene Theorie zu haben.

Wieso aber ist es denn so wichtig Erklärungen zu finden für seine sexuellen Vorlieben und Neigungen? Wird sich daran irgendwas ändern?

1P. Div?i2nity


Wieso aber ist es denn so wichtig Erklärungen zu finden für seine sexuellen Vorlieben und Neigungen? Wird sich daran irgendwas ändern?

Denke ich mir auch. :)^

Ich habe gar nicht erst angefangen zu hinterfragen WARUM ich bestimmte Neigungen habe. Es würde mich persönlich keinen cm weiter bringen wenn ich tief in meiner Psyche kramen würde um herauszufinden warum ich das und das mag.

Tatsache wäre ich würde immer noch darauf stehen, egal ob ich nun weiß woher es kommt oder nicht. ;-D Und ich denke richtig "feststellen" wird man es sowieso nie können.

K4nacxks


Wieso aber ist es denn so wichtig Erklärungen zu finden für seine sexuellen Vorlieben und Neigungen? Wird sich daran irgendwas ändern?

Wenn man eine Erklärung sucht, heisst das doch nicht, dass man was ändern möchte.

Da gibt es doch den "Glücksfaden". Wenn ich mich frage, warum ich glücklich bin, hat das eher den Hintergrund, diesen Zustand abzusichern.

Wenn ich devot bin und Spaß dabei habe, interessiert mich doch, wie ich mir diese Freude erhalten – oder vergrößern – kann.

d}ieju;liVa


na ja richtig glücklich bin ich mit meiner neigung nicht. wenn ich es abstellen können würde würde ich das sogar tun! darum frage ich aber nicht nur. ist auch einfach neugierde. ist denn jemand von euch devot und kann etwas dazu sagen was der grund dafür sein kann?

Rcenxna


Da gibt es doch den "Glücksfaden". Wenn ich mich frage, warum ich glücklich bin, hat das eher den Hintergrund, diesen Zustand abzusichern.

Wenn ich glücklich bin, erfreue ich mich lieber meines Glücks, sonst brauch ich mich nicht wundern, dass wenn das Glück irgendwann vorbei ist, ich nichts davon auskosten konnte. ;-)

Wenn ich devot bin und Spaß dabei habe, interessiert mich doch, wie ich mir diese Freude erhalten – oder vergrößern – kann.

Dafür sind aber nicht die Hintergründe nötig. Hast du schonmal versucht herauszufinden, wieso du gerne oral befriedigt wirst?

1F. DHiUvinixty


Da gibt es doch den "Glücksfaden". Wenn ich mich frage, warum ich glücklich bin, hat das eher den Hintergrund, diesen Zustand abzusichern.

Warum muss man hinterfragen warum man glücklich ist? Reicht denn nicht allein der Zustand, der bestimmt öfter variieren wird, ohne ergründen zu wollen WARUM man glücklich ist. Und umso mehr ich mich "bemühe" glücklich zu sein...diesen Zustand abzusichern..., je weniger werde ich mich vllt. glücklich fühlen? ":/

EMhemalsiger Nutszer (#j69928x)


Gibt es da so sexuelle Theorien dazu? was sagt die Psychologie dazu?

Einige. Ich denke allerdings, dass jeder höchstens für sich selbst sagen kann, warum er so empfindet – schon alleine, weil "devot" viel heißen kann.

h(exneT.


Hei, ich bin devot und ich habe mich noch nie gefragt warum das so ist, weil es mich schlicht nicht interessiert, denn es würde vermutlich nichts ändern.

Fakt ist, im täglichen leben bin ich sehr dominant, habe/hatte eine führungsposition inne und ich geniese es durchaus die zügel in der hand zu halten. Beim sex sieht das ganz anders aus, ihm hilflos ausgeliefert zu sein, nicht zu wissen was er als nächstes mit mir macht erregt mich ungemein, gleich ob es um schmerz, erniedrigung oder sexuelle handlungen geht. Auch das wissen wie es ihn erregt mich nach belieben benutzen zu dürfen ist durchaus ein kick, T & D immer wieder bis er mir irgendwann erlaubt über die grenze zu springen und meinen O. zu geniesen gehört dazu.

R|ege^nmahnn4x9


ich bin der Meinung, dass es Menschen gibt, wo der eine seine zweite (verlorene) Hälfte sucht und findet. Wenn es sich dabei um ein Agieren und Re-Agieren handelt, wo der eine durch den anderen das spürt, wonach er sich sehnt, dann ist es erst eine "wahre" Beziehung - in meinen Augen hat gerade eine devot/dominante Beziehung auch sehr viel mit gleicher Augenhöhe zu tun, weil eine solche Beziehung es auch erforderlich macht, dass jeder der Partner, zu dem, was er/sie tut auch wirklich steht, was auch eine Verlässlichkeit mit sich führt, die in vielen Beziehungen erst gar nicht geegeben ist. Ich finde es oft traurig, aber auch fälschlich wenn man devot mit masoschistisch gleichsetzt - ich sehe in der Devotheit eine Tugend und auch eine sehr weibliche (auch zerbrechlichen und verletzlichen) Ausstrahlung, während ich im Masochismus weder etwas weibliches, noch etwas männliches sehe, sondern nur ein Lustgefühl, mit Schmerzen zur Erregung zu kommen. Deshalb allein schon sind es völlig unterschiedliche Formen des erotischen Umgangs zwischen Mann und Frau.

Ich würde gern von einer Frau hören "wie" sie sich definiert - wenn ich in der Devotheit eine Frauentugend spüre, dann hat dies damit zu tun, dass ich ein Mann bin, der sich in diese Rolle von seiner Natur aus nicht begeben könnte.

LG

Marcel

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