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Diagnose: Depressionen

smonnen@schei-n2002 hat die Diskussion gestartet


Hallo, bei meinem Mann wurde folgende Diagnose festgestellt: mittelschwere depressive Episode auf dem Hintergrund von selbstunsicheren Persönlichkeitszügen F 33.1

Ich kenne meinen Mann nicht mehr. Er hat sich so negativ verändert. Er kann keine Gefühle zeigen, kommt nicht in die Gänge, hat keine Ziele und seine Meinung ändert er fast stündlich. Wir haben einen gemeinsamen Sohn 9 Jahre. Unsere Familienleben leidet extrem darunter und unsere Ehe ist so gut wie im Eimer. Er ist in Behandlung, macht nun eine Psychotheraphie. 40 Stunden sind erstmal angesetzt worden und dann sieht man weiter. Seine Psychologin möchte es erstmal nur mit Gesprächen versuchen. Ich habe aber jetzt auch schon von Bekannten (arbeiten in diesen Beruf) gehört das man eine mittelschwere Depression zweigleisig unterstützen sollte. Mit der Psychotheraphie und einem leichten Antidepressiva. Zur Unterstützung damit er mal aus dem Loch rauskommt. Er ist mal wieder soweit das er auszieht das findet ER jetzt am besten und seine Therapeutin hat es ihm auch vorgeschlagen. Ich denke aber das er sich auf sein neues Leben alleine und in Freiheit sehr schnell gewöhnen wird und nicht zurückkommt. Er läßt es offen weil er ja nicht weiß was er denn nun will. Mein Mann hat 2008 eine Affaire begonnen die er sehr lange vor mir geheim hielt. Im August 2009 hatte er unsere gemeinsame Wohnung bereits zu 1. Mal verlassen. In dieser Zeit wurde das Verhältnis zu seiner Geliebten gelöst... von ihm. Im Sept. 2009 wollte mein Mann einem Neuanfang mit mir. 3 Tage war da dann hat er aber gemeint dases nix bringt er hängt noch zu sehr an der anderen. Das ganze wiederholte sich öfters. Da seine inzwischen Ex Geliebte sehr penetrant war und nicht akzeptiert hat das wir wieder zusammen kamen hat sie mit Lügen versucht uns immer wieder auseinander zu bringen. Geschafft hat sie es nicht. Die beiden haben keinen Kontakt mehr wenn ich das mal so glauben kann. Habe ich eine Chance mit diesem Mann glücklich zu werden? Wer hat Erfahrungen mit mittelschweren Depressionen? Sind diese heilbar? Ich hoffe das Ihr einigermaßen bei meinem Brief einen Durchblick erhalten habt. Im Moment bin ich nervlich fertig. Ich bin froh wenn er augezogen ist ich kann seine Nähe im Moment nicht mehr ertragen.

Antworten
AdnshFarxy


Hallo,

leider sind meine Erfahrungen mit Depressionen sehr geringe. Ne Freundin hat eine akkute schubhafte und ich habe auch so den einen oder anderen depressiven Schub, da steht die Diagnose aber noch aus.

Ich denke, dass was dein Mann braucht ist vor allem Verständiss und KEINEN Druck deinerseits. Das er nicht zu potte kommt ist normal für Depressionen. Du sitzt dann eben in diesem Loch und kommst nicht mehr raus. Alles ist dunkel, schwarz, trist, öde, leer.

Depressionen können eine Lebensphase sein, können aber auch chronisch werden. Wann genau es was ist usw kann ich dir leider nicht sagen. Auch zu den Ansätzen der Therapeutin will ich mir kein Urteil erlauben, sorry.

Worauf kommt es dir an? Darauf dass es IHM gut geht oder das es dir gutgeht oder euch? Liebt ihr euch? Meinst du, du kannst das alles mit ihm durchstehen? Ihn ausziehen lassen, was vielleicht wirklich besser für euch alle drei wäre, da die ganze Situation vermutlich deinen Sohn auch belastete.

Ich kann sehr gut verstehen, dass du skeptisch bist, da er dich schon betrogen hat und auch dass du Angst hast das er es wieder tun könnte. Dazu muss ich dir aber leider sagen, dass du ihn unmöglich immer kontrollieren kannst, auch dann nicht, wenn er wieder gesund ist, ohne gegenseitiges Vertrauen funktioniert eine Beziehung NICHT. Vielleicht gehört er zu den Menschen die nicht treu sein können. Vielleicht ist es nur eine Phase. Aber was du dich meiner Meinung nach auch fragen solltest, ist ob DU damit leben kannst, dass er ist wie er ist.

aSug23x3


Wer es ernsthaft will, der findet mit Hilfe einer Therapie aus einer mittelschweren Depression heraus. Voraussetzung: 1. wirklich wollen; 2. Therapie ernst nehmen; 3. keine Entscheidungen während der Therapie.

Die Schilderungen legen nahe, dass er eigentlich nicht weiß, was er wirklich will. Verantwortung für seine Familie will er nicht übernehmen? Wovon lebt ihr?

Was soll das Ziel der Therapie sein? – Depression beenden ist kein Ziel!!! -

Empfehlung: selbst therapeutische Hilfe suchen; wenn dazu der Mut fehlt, dann wenigstens einen sog. Plan B erstellen (also was wird, wenn er wirklich nicht wieder zur Familie zurück kommen will) und diesen Plan ausführungsreif vorbereiten. Nicht abwarten!

Woher ist eigentlich die Diagnose bekannt? Und wodurch ist sie abgesichert?

Suir]axt


Es stellt sich auch die Frage inwiefern denn überhaupt das Fremdgehen mit der depression zusammenhängt, also ich kann verstehen das du das verknüpfst,d a es dann für dich einfacher wird, weil du es auf die Krankheit schieben kannst, aber ich wüßte nicht das fremdgehen ein klassisches Symptom von depressionen sind, also die Frage ist wieso ist er fremdgegangen hängt das mit der depression zusammen oder könnte das auch wieder nachdem es ihm besser geht passieren?

Und wenn du denkst das sobald er einmal weg ist er nicht wieder kommt tja dann solltest du dir Gedanken machen und vielleicht überlegen das zwanghaftes Festklammern nichts bringt bzw. dich auch mit der Option auseinandersetzen solltest, es auch ohne ihn zu schaffen bzw. keine Beziehung mehr mit ihm zu haben.

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