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Ab wann Antidepressiva?

evs)tax1 hat die Diskussion gestartet


Ab wann wäre bei Euch der Punkt gekommen das Ihr Tabletten gegen Depression nehmen würdet? Ich stehe gerade vor der Frage. Ich habe schon länger Depressionen und alles was sonst noch so dagegen geholfen hat (z.b.Sport) wirkt oder geht gerade nicht.

Ab wann wäre bei Euch der Punkt erreicht wo Ihr zu Antidepressiva greifen würdet?

Antworten
Z|wac^k44


Depressionen kann man grundsätzlich per Psychotherapie oder Antidepressiva behandeln. Weißt Du, woher Deine Depressionen kommen? Traumatische Erlebnisse? Ich würde erst einmal zum Arzt gehen, die Beschwerden schildern und ihn fragen, ob es dafür körperliche Ursachen gibt. Andernfalls wird vielleicht jahrelang Deine Psyche behandelt, und dabei fehlt Dir nur Eisen, Vitamine oder Schilddrüsenhormon. Im Prinzip würde ich die Angelegenheit nicht auf die lange Bank schieben, denn je schneller man Depressionen behandelt, desto höher die Erfolgsrate.

eystxa1


hmm, also ich habe jetzt noch nie gehört das man von eisenmangel depressionen bekommt ":/ . ich hatte schon therapien und körperlich ist bei mir soweit alles in ordnung.

LCicKhtKri=stal:lxX


Ich habe das Thema bei mir gerade auch,habe aber als Medikation bisher nur eine angstlösende Depot-Spritze von meinem Hausarzt bekommen. Mein Neurologen/Psychiater hat eine Pharmakotherapie empfohlen,falls die Symptome sich verschlimmern,was vor drei Wochen ganz akut der Fall war.

@ Zwack

Ist es auch möglich,Psychotherapie und Medikation parallel laufen zu lassen?

m6uchas kgraziaxs


Wenn Nervosität oder Angstpsychosen im Spiel wären, dann sehe ich keinen Grund dagegen.

Bei reinen Depressionen find ichs dagegen sinnlos, da AD keine Stimmungsaufheller sind, sondern nur Gemütsausgleicher. Das ist ein Unterschied.

Z2wackx44


esta1, kommt immer darauf an, was man unter "Depressionen" versteht. Eisenm,angel kann zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, verminderter Leistungsfähigkeit führen, so dass Du Deiner Arbeit nicht mehr gewachsen bist. Du willst, kannst aber nicht - genau wie in einer Depression. Körperlich "alles" in Ordnung? Da schreib hier doch einfach mal Deinen Ferritinwert, Vitamin B12- und -D-Spiegel und Deine Schilddrüsenwerte rein - dann reden wir weiter.

Zzwacxk44


LichtKristallxx, natürlich, das wird ja auch oft so gehandhabt; manche Patienten müssen per AD erst einmal so weit stabilisiert werden, dass sie therapierfähig werden.

m6uchas `grafzias


Das ist der Punkt. Das meinte ich mit Gemütsausgleich.

Ich habe von 2004 bis 2008 durchgängig Insidon/Opipramol genommen.

Bis auf Impotenz gabs überhaupt keine Nebenwirkungen. Diejenigen, Die immer so Müdigkeit und Ähnliches berichten, Denen unterstelle ich Was ganz Anderes.

Mir hat AD immer gut getan.

Übrigens hat meine Psychologin gesagt, das es schon nach einer Woche wirkt. Mein Hausarzt sagte, es wirkt spätestens nach zwei Wochen.

Ich habe es schon nach einer Woche gemerkt. Kein Placeboeffekt, ich habe es körperlich gemerkt. Als sei ein innerlicher Stein weggenommen wurden.

ZIwack344


muchas grazias, Du läufst dem allgemeinen Verständnis etwas neben her. Wie schon die Bezeichnung "Antidepressivum" vermuten läßt, sollen diese Mittel gegen Depressionen wirken. Den angeblichen Unterschied Stimmung/Gemüt dürfte kaum jemand verstehen, denn Depressionen sind eine Gemütskrankheit. Du hast anscheinend noch nicht viele AD-BPZ in der Hand gehabt, sonst wäre Dir die Beschreibung der Wirkung "stimmungsaufhellend" sicher aufgefallen.

J/e;nnU8N0


was heisst denn "therapiefähig"? ab wann ist man therapiefähig und wann nicht? wie macht sich sowas bemerkbar?

ZgwacRk44


Jenn80, stell Dir vor, Du kommst nicht aus dem Bett und kannst den Entschluß, zum Therapeuten zu gehen, nicht in die Tat umsetzen;

Du willst von Deiner Umgebung nichts wissen, nur Deine Ruhe haben und Dir das Kopfkissen über die Ohren ziehen; Du kannst, was Du sagen willst, weder logisch formulieren noch Deinem Gesprächspartner zuhören (mangels Konzentration) - dann wärst Du in meinem Sinn nicht therapierfähig.

e9s}ta1


Da schreib hier doch einfach mal Deinen Ferritinwert, Vitamin B12- und -D-Spiegel und Deine Schilddrüsenwerte rein – dann reden wir weiter.

Sorry Herr Doktor, die habe ich gerade nicht zur Hand ;-) . Wurde aber abgeklärt und ist in Ordnung.

Du willst von Deiner Umgebung nichts wissen, nur Deine Ruhe haben und Dir das Kopfkissen über die Ohren ziehen; Du kannst, was Du sagen willst, weder logisch formulieren noch Deinem Gesprächspartner zuhören (mangels Konzentration) – dann wärst Du in meinem Sinn nicht therapierfähig.

Genau das meine ich. Also bei mir ist es so, das ich zwar noch Termine einhalten kann, aber dafür übertrieben angespannt und nervös bin und mir deshalb auch richtig schlecht ist. Wenn ich nichts zu tun habe fahre ich auch wieder runter, dann bin ich eher müde und lustlos. Letztendlich muss es ja sowieso der Psychologe entscheiden. Ich wollte nur schon mal vor testen, ob es taplettenmäßig bei mir jetzt schon soweit ist. Und mich haben eben auch andere Erfahrungen interessiert und interessieren mich noch...

Zwwack4W4


Bei den Schilddrüsenwerten glaube ich an ein OK nur, wenn ich sie selbst gesehen habe (schlechte Erfahrungen - wenn Du das nachvollziehen willst, guck mal ins Unterforum "Stoffwechsel und Hormone"). Meine Erfahrung: Meine Depressionen wurden rein medikamentös behandelt, daher keine Erfahrung mit Psychotherapie. Für ADs gibt es eine Reihe von Tipps, die jeder Psychiater seinen Patienten auf einem Handzettel aushändigen sollte - passiert aber leider nicht.

eKstap1


ich denke mal, wenn ich "nur" angespannt und nervös bin, wenn ich auf meine außenwelt treffe und zu hause vorm fernseher entspannt bin, liegt die ursache wohl eindeutig in der psyche und nicht an schilddrüsenwerten...

ich hatte die hoffnung das hier mal jemand schreiben könnte der AD nimmt und wie er so drauf war, bevor er sie genommen hat. den vorher – nachher effekt?

GAroDttqixg


den vorher – nachher effekt?

Da ADs keine Happypillen sind, gibt es in dem Sinne kein vorher oder nachher. Das ist eine völlig falsche Vorstellung über diese Medikamente. Es gibt ein MIT.

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