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Antidepressiva ja oder nein?

J^enQnx80 hat die Diskussion gestartet


ich muss nochmal meine mit meiner frage nerven. entschuldigt bitte.

ich habe ja eine borderlinestörung mit depressionen und ängsten.

mein hausarzt hat mir jetzt cipralex tropfen aufgeschrieben. ich habe aber nach wie vor so angst und weiss nicht ob ich sie nehmen soll.

kennt ihr cipralex tropfen und habt erfahrung damit? soll man unbedingt medikamente nehmen oder bekommt man das alles auch so im griff?

vorhin hatte ich so gute laune und jetzt auf einmal fühl ich mich wieder so bäh so leer schwer und down...

will mich nicht bewegen.

ich weiss nicht was ich machen soll :(

Antworten
mjuchaNs hgraz iaxs


Ich wäre für Opipramol.

Und ja, ich befürworte AD, sobald Ängste in den Vordergrund treten.

Nebenwirkungen sind da reine Panikmache.

ZWwaclk4x4


Jenn80, Deine Ängste sind ja Teil Deiner Krankheit. Dass Du Dein Leben ohne Hilfe von Psychopharmaka und/oder Psychotherapie in den Griff bekommst, halte ich für möglich, aber für unwahrscheinlich. Laß Dir doch helfen. Allerdings mußt Du auch bereit sein, diese Hilfe anzunehmen. Nimm einfach mal an, das Cipralex würde Dir die Ängste nehmen; dann wäre das Leben ja schon erträglicher für Dich. Die Wirkung kann allerdings etwa 2 Wochen auf sich warten lassen.

Wenn es zu Nebenwirkungen kommen sollte, kannst Du selbst entscheiden, ob Du da durch willst (verschwinden oft nach einer Anfangsphase); wenn sie inakzeptabel sein sollten (kann auch vorkommen), bittest Du um einen Medikamentenwechsel. Unter dieser Vorgabe kann ich nicht erkennen, weshalb Deine Ängste unüberwindbar sein sollten.

J0enn8x0


zwack ich verstehe deinen letzten satz nicht so ganz ehrlich gesagt. also wie der gemeint ist.

aber bei so schlimmen ängsten weiss ich nicht ob ich nicht eher ein neuroleptikum brauche? ich hab auch so angst vor nen serotoninsyndrom. ich hab ja mal 3 tage fluoxetin genommen. da war ich ganz schlimm geflasht von...unruhig...aufgedreht...antrieb ohne ende....träume....und die schlimmsten angstzustände damals die ich bis dato je hatte.....

vertrag ich also keine ssri?

ich möchte es so gerne versuchen. wie kann man sich denn da überwinden das man sich traut? wie macht ihr das denn?

ZYwacck44


Mein letzter Satz sollte sagen: Wenn es doch für jeden denkbaren Fall eine Handlungsdirektive gibt, besteht kein Grund, Ängste zu entwickeln.

Und nein, wenn Du Fluoxetin nicht vertragen hast, heißt das nicht, dass Du grundsätzlich keine SSRIs verträgst. Ein Serotonin-Syndrom ist sehr selten, und es kommt meines Wissens nur vor, wenn Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln auftreten. Deswegen guckt man sich den BPZ an, bevor man die Tabletten einwirft. Außerdem pirscht man sich ja an die wirksame Dosis langsam an, um Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden. Ich habe über 20 ADs "probiert", und keines hat mich in eine bedrohliche Situation gebracht - wohl aber eine rohe Karotte vor 3 Jahren - beginnende Anaphylaxie. Die Gefahren sitzen eben oft dort, wo man sie nicht vermutet. Die Grenzen zwischen ADs und Antipsychotika (früher: Neuroleptika) sind nicht immer ganz scharf. Aus der zweiten Kategorie habe ich nur Seroquel probiert, es aber nicht vertragen. Das hat mich in der Meinung bestärkt, dass man ohne Not nicht unbedingt Medikamente gegen Erkrankungen des schizophrenen Formenkreises nehmen muß, wenn man davon nicht wirklich betroffen ist.

Deine Angst werde ich Dir nicht nehmern können, aber vielleicht einen guten Rat geben: Ich empfehle, über die Wirkungen der Psychopharmaka (abhängig von der Dosis) Buch zu führen, damit Du Deinem Psychiater möglichst exakt erklären kannst, wie es Dir unter seiner Behandlung ergangen ist. Das ist DEIN Part. Der Arzt seinerseits wird dann jeweils eine Behandlungsmethode wählen, die für Deine Beschwerden optimal sein sollte. Da aber jeder Patient anders reagiert, braucht es da von Seiten des Patienten manchmal Geduld. Bei der Bandbreite vorhandener Psychopharmaka sollte es möglich sein, für jeden Patienten das "richtige" Mittel zu finden oder - durch Kombination verschiedener Mittel - die für ihn richtige Kombi "maßzuschneidern". Um dem Psychiater Vorschläge zu machen, was er einem verschreiben sollte, muß man schon erst einmal einige Erfahrung sammeln. Ich tu das gelegentlich auch, aber ich habe auch schon seit beinahe 30 Jahren (mit großer Pause) Erfahrungen mit meinen Depressionen und ADs.

J{enn8x0


vielen dank für deine aufmunternden worte.

ich hatte mich heute eigentlich dazu entschieden die cipralex tropfen zu versuchen jeden tag 1 tropfen das ich mich lagsam antasten kann.

so und dann wollte ich sie mir aus der apotheke holen. und was höre ich? cipralex tropfen 10 mg sind ausser handel :°( gibt es nur noch als reimportware. d.h. so wie ich es verstanden habe in deutschland hergestellt dann ins ausland und dann wieder zurück ???

das ist mir zu gefährlich. :(

aber als 20 mg gibt es die wohl noch vom original hersteller. aber dann hätte ich ja die doppelte dosis.

jetzt hat mich der mut verlassen es wirklich zu versuchen. bin verzweifet das kann doch echt nicht sein. wirklich JEDES mal wenn ich mir vornehme mich zu trauen geht was schief. es ist wirklich jedes mal. :(

G'rot tixg


so und dann wollte ich sie mir aus der apotheke holen. und was höre ich? cipralex tropfen 10 mg sind ausser handel

Verstehe ich nicht. Tropfen muss man doch abzählen, du kannst doch 10 zählen oder 20 oder 30,etc. Oder entspricht ein Tropfen 10mg? Und beim anderen Hersteller 1 Tropfen 20mg?

Ansonsten als Tipp, Hausärzte sind nicht so bewandert, was ADs angeht, wahrscheinlich hat er es nicht besser gewusst. Es wäre besser einen Psychiater aufzusuchen, das ist der Facharzt.

JyennR8x0


also ich habe aufgeschrieben bekommen cipralex tropfen 10mg/ml. da entspricht 1 tropfen 0,5mg wirkstoff.

das gibt es nur noch als reimport.

aber es gibt noch sipralex tropfen vom original hersteller mit 20mg/ml. da wäre 1 tropfen 1mg wirkstoff. da ich eh jeden tag 1 tropfen mehr nehmen soll und somit fast nen monat bis ich bei 10mg angekommen bin brauche überlege ich jetzt das rezept ändern zu lassen. dann würde ich mit 1 mg anfangen.

das war ja eh so auf meinen wunsch hin weil mir das die angst etwas nehmen könnte.

in meiner stadt sind alle neurologen dicht.

das ist das problem. und in die nachbarstadt schaffe ich es zzt antriebs und zeitmäßig nicht. deswegen. mein hausarzt ist super. zumal es auch nur ein versuch ist. vielleicht schaff ich es zum neurologen wenn es mir besser geht. aber zzt geht es absolut nicht :(

G4roittig


da wäre 1 tropfen 1mg wirkstoff. da ich eh jeden tag 1 tropfen mehr nehmen soll und somit fast nen monat bis ich bei 10mg angekommen bin brauche überlege ich jetzt das rezept ändern zu lassen. dann würde ich mit 1 mg anfangen.

1mg ist nichts. Ich habe gleich mit 10mg begonnen, war kein Problem.

in meiner stadt sind alle neurologen dicht.

Ich habe geschrieben der Facharzt ist der Psychiater, das ist etwas anderes als Neurologe.

J~e!nn80


also kann ich mit 1mg anfangen anstatt mit 0,5?

grottig, nimmst du auch cipralex?

ja bei uns hier sind alle neurologen auch psychiater.

J\ennx80


ich hab grad einen ganz blöden artikel gefunden es soll vom markt genommen werden ???

[[http://www.sanego.de/12833_Nebenwirkungen_von_Cipralex]]

GRrotxtig


Das wird nicht vom Markt genommen. Da schreibt nur 1 von X Menschen die dieses Medikament nehmen, seine persönliche Meinung. Und X ist variabel. Als schön am Boden bleiben ;-)

Nein, ich nehme kein Cipralex. Und 1mg ist ein Hauch von nichts, damit kannst du anfangen.

ZJwa[ckx44


Ich schließe mich Grottig an: Der Autor dieses Erfahrungsberichts kann nicht in guten psychiatrischen Händen gewesen sein. Anstatt über 1 Jahr lang abzusetzen wäre es besser gewesen, übergangslos auf ein anderes AD umzusteigen. Auch ich bin mit 10 mg Cipralex eingestiegen. NW: keine; Wirkung nicht ausreichend, um meine Depression zu unterdrücken > daher Umstieg auf ein anderes AD.

J!enn.80


hm aber die wirkung scheint bei vielen nicht auszureichen?

ich muss bald starten und ich fühl mich schlecht:(

wie habt ihr den einstieg geschafft? gibt es da tipps und tricks?

m]annxo1


@ Jenn80

Kann Deine Gefühle nachvollziehen, war bei mir ähnlich. Mhmm, habe Medikament eingenommen und musste erstmal 2Wochen

ins Land streichen lassen bevor sich die versprochene Wirkung einstellte. Freudestrahlend zum Doc, erzählt das ich es abgestzt

habe, weil es ging mir relativ gut. Durfte mir Standpauke anhören da diese Mittel mittel- bis langfristig eingenommen werden sollte.

Kurz darauf habe ich meinem Doc recht geben müssen und erneut begonnen. Also: Wenn Du Dir bei diesen Dingen unsicher bist

unbedingt nochmals Deinen Arzt fragen. Meinen kann ich sogar in dringenden Fällen anrufen(während der Geschäftszeit), also

mußt Du nicht unbedingt hinfahren *:)

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