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Antidepressiva ja oder nein?

s chne2cke1|98x5


He Jenn, danke, dass du mir meine direkten Worte nicht übel nimmst @:)

Ich hab auch Borderline und an Symptomen alles durch, was es so gibt: Depressionen, Agoraphobie, Angstattacken, Essstörung, Depersonalisation ect.pp.

Bis ich kapiert habe, dass diese Bilder Zwangsgedanken sind hab ich auch sehr, sehr lange gebraucht. Ich hab das Gefühl, dass man in diesen Bildern gerade deswegen so schreckliche Dinge sieht, die man selber niemals tun würde oder überhaupt nicht will und je mehr man denkt "Das könnte ich in Wirklichkeit nie tun, ich will mich / andere nicht verletzen" umso stärker waren sie bei mir da.

Das erste SSRI, das ich genommen habe, hab ich gar nicht vertragen und nur einen Tag genommen. Beim zweiten (Fluoxetin) hab ich auch in Tropfen so wie du hochdosiert und es war wirklich kein Problem. Wenn man merkt, dass der Körper reagiert (sei es in Form von Nebenwirkungen, die erstmal natürlich Angst machen), dann kann man auch die Dosis ein paar Tage länger halten und dann weitersteigern.

Ich hab gleichzeitig auch Therapie angefangen, das hätte ich ohne Medis nicht geschafft. {:( Ich hatte das Gefühl, dass sich die Krankheit besonders am Anfang gegen das Gesundwerden "wehrte", denn ich hatte ab da auch eine Weile ziemlich mit Ängsten zu kämpfen. Dagegen hat mir mein Psychiater Seroquel verschrieben, das ich auch sehr gut vertragen habe und mir die Angst genommen hat. Nach drei Monaten wieder abgesetzt, weil ich angstmäßig aus dem Gröbsten raus war und das Seroquel nicht mehr brauchte.

Nach etwa einem Jahr bin ich von Fluoxetin (20 mg) auf Venlafaxin umgestiegen, weil ich trotz ADs sehr stark depressiv war. Mittlerweile bin ich zwar auf einer relativ hohen Dosis Venlafaxin eingestellt, aber es erleichtert mir das Leben ungeheuer. Ich steiger mich nicht mehr so in die momentane Laune (das kennst du als Bordie sicher auch ;-) ) hinein und kann besser wieder herunterfahren. Da Borderline eine PS ist, spüre ich die Krankheit nach wie vor in mir, aber die Symptome sind sehr sehr sehr viel seltener und schwächer geworden. Ein bisschen zu kauen hab ich auch noch an meinen Depressionen, aber sie kommen in größeren Abständen.

Es ist immer noch nicht leicht oder einfach, diese Krankheit zu haben. Aber ich lebe momentan ganz gut mit der Krankheit

JCenn$8x0


mit fluoxetin habe ich ganz schlimme erfahrungen gemacht. schlimmste ängste, panik schlimmer denn je, antrieb und aufgedrehtheit ohne ende und noch ein paar mehr...

deswegen hab ich jetzt so angst vor dem neuen...

ich hab so angst ich glaube ich schaff es nicht :(

E9rdbekerlvimxo


@ Jenn

Zu deinen Fragen: Ich nehme jetzt Venlafaxin (Trevilor) und finde es super. Aber auch da hatte ich Nebenwirkungen, wenn auch leichtere.

Damals hab ich gleich mit 5mg angefangen beim Cipralex.

schlimmste ängste, panik schlimmer denn je, antrieb und aufgedrehtheit ohne ende und noch ein paar mehr...

Ja, das hatte ich auch immer als Nebenwirkung, aber bei ganz langsamer Dosierung eben viel leichter und man muss diese krasse Unruhe usw einfach auch bisschen durchhalten. Daheim war mir das wie gesagt null möglich!

JUennR80


der tag nahht und mich beschleicht lagsam wirklich die panik...

was soll ich denn machen wenn ich NW bekomme?? ich habe so angst vor den nebenwirkugen wir serotonin syndron, epileptischer anfall, kollaps, selbstmord, fremdgefährdung, übelkeit, zittern usw usw...

bin fix u fertig :°(

JKennx80


möchte keiner mehr was dazu sagen? :(

fheie"rfxlo


was soll ich denn machen wenn ich NW bekomme??

du solltest immer die nebenwirkungen bedenken die warscheinlich sind ...

Sehr häufig: Die Wahrscheinlichkeit dieser Nebenwirkung beträgt mehr als 10 Prozent, also mehr als 10 von 100 Patienten.

Häufig: Die genannten Nebenwirkungen sind bei 1 bis 10 Prozent der Anwender möglich, also 1 bis 10 von 100 Patienten

Gelegentlich: Die Wahrscheinlichkeit einer Nebenwirkung liegt zwischen 0,1 und 1 Prozent, also 1 bis 10 von 1000 Patienten

Selten: Bei 0,01 bis 0,1 Prozent, also 1 bis 10 von 10.000 Patienten

Sehr selten: Die Nebenwirkungen treten seltener auf als 0,01 Prozent, also weniger als jeder 10.000ste Patient. Hierzu gehören auch Einzelfälle.

die nebenwirkungen die bis häufig stehen kannst du in betracht ziehen ... alle anderen werden sicher nicht auftreten ... sie müssen aber mit auf der verpackung stehen damit sich der hersteller absichert

ich habe zeitweise trevilor genommen (depresionen aufgrund von adHs und borderline) ... die ersten wochen waren schlimm ... übelkeit ... kreislaufprobleme ... schweisausbrüche ... aber dann ging es mir gut ... SEHR gut ... so gut wie noch nie ... und ich würde immerwieder antidepressiva nehmen ... es ist hinterher ein ganz anderes leben ;-D ... dafür lohnen sich die nebenwirkungen ...

JMenn>8x0


hilfeeeeeeeeeeee ich ersticke ich bekomm keine luft kann nicht atmen. nur noch 2 tage. ich halt es nicht aus ich ersticke ich kann nicht atmen :°( :°(

ZIwacxk44


> Notarzt

f,eiaerflxo


hilfeeeeeeeeeeee ich ersticke ich bekomm keine luft kann nicht atmen. nur noch 2 tage. ich halt es nicht aus ich ersticke ich kann nicht atmen

deine frage ist pillen mit evtl nebenwirkungen oder weiter leben so wie du es bis jetzt tust ... beantworte die frage selber ... willst du ein besseres fröhliches selbstbehauptetes leben oder weiter in der angst im versagen im schwarzsehen im nichts können und nichts sein bleiben ? ... meine antwort war ja und ich würde es wieder tun ... auch mit nebenwirkungen :-p

JYenng8x0


ja klar nur was wenn das dadurch eh nicht besser wird? ich muss auch ehrlich sagen das ich angst vor dem habe wie es wird...weil es ist ja alles automatisiert und gewohnt. und das andere...wer weiss wie sich das anfühlt...und jetzt zb hindern mich die ängste zb daran dinge zu essen die ich nicht beobachten kann weil ich ja denke die sind vergiftet. und wenn ich dann gar keine anst mehr habe hinterher ist dann wirklich was...das sind so komische gedanken.

komich auch das ich grad lust hatte mit meinem freund ne runde spazieren zu gehen was ich so seit monaten nicht hatte. das zeigt doch das man sich auch ohne medis wieder glücklich machen kann?

ach menno ich will doch aber ich weiss genau wenn ich den ersten tropfen nehmen werde wird hier die hölle los sein.

habt ihr schon von allergischen reaktionen und krampanfällen was gehört?

man darf ja noch nicht mal mcp tropfen nehmen wenn man die ssri nimmt.

in den tropfen sind auch ganz andere stoffe drin als in den tabletten. wirken die dann anders? und da ist alkohol drin. kann man davon eher nen krampfanfall bekommen?

oh gott bitte entschuldigt das ich grad so schrecklich bin es tut mir leid.

hoffe es schreibt mir noch jemand....

fmeiQeHrflo


oh gott bitte entschuldigt das ich grad so schrecklich bin es tut mir leid.

alles gut :)_ ... ich kann dich verstehen ...

es gibt immer gute und schlechte phasen ... in den guten denkt man das man es alleine schafft und alles gut wird ... neue beziehung ... super wetter ... aber in den schlechten phasen bricht alles über einem zusammen ...

ich habe viele antidepressiva durch ... man muss aber jedesmal 4-6 wochen warten bis sicher die gewünschte wirkung einspielt .. oder halt dann auch nicht %:| ... bis ich ein neues medikament ausprobiert habe vergingen dann monate teilweise jahre ... immer wenn ich eine richtige tiefphase hatte wagte ich mich wieder an neue pillen ... neue wartezeit ... neue nebenwirkungen ...

aber ich wollte den weg gehen ... weil ich so nicht weiter leben wollte ... für mich gab es nur 2 dinge ... entweder es geht bergauf oder ich versuche wieder mich umzubringen ... 3 mal hat es nicht geklappt ]:D ... das muss wohl nen grund gehabt haben ... und den hat es ... ich habe ein lebenswertes leben ... ich bin glücklich ... zufrieden ... ausgeglichen ... ich kann MICH und andere lieben ... es hat sich gelohnt ... auch wenn der weg steinig und schweer war ... ich würde es immer wieder tun ...

aber du musst es wollen ... auch mit den pillen/tropfen wird nicht alles gleich super sein ... evtl helfen sie nicht ... aber lass dich darauf ein wenn du wirklich in deinem leben etwas ändern willst ... und vor allem LEBEN willst ...

Jenn80 ... ist 80 dein geb jahr ?? meins auch ;-)

J%enxn80


ich hab doch nur so angst vor folgenden NW:epileptischer anfall, anaphylaktischer schock, kollaps, serotoninsyndrom, suizid, aggression...was ist wenn ich unter den medis auf meinen freund losehe u ihm was tue ???

feierflo, hattest du denn keine angst davor?

fueiHerflo


doch ich hatte angst ... keine frage ... aber lies doch mal wie unwarscheilich diese nebenwirkungen sind ... wenn du dich an die dosierung hälst passiert dir schon nichts ... du musst dich in der zeit halt verstärkt beobachten ... und bei aufälligkeiten mit deinem arzt reden ... aber die warscheinlichkeit das so schlimme nebenwirkungen auftreten sind wircklich sehr sehr gering ... rede am besten nochmal mit deinem arzt darüber ... er wird/muss dich beruhigen

ich weiss nicht was du jetzt im moment für probleme hast und aus welchem grund du die medis nehmen sollst/musst/willst ... aber bringe dir vor augen was du mit ihnen erreichen kannst und was du ohne hast / nicht hast ... ist dein leidensdruck hoch genug dann nimmst du sie ... ;-D

J_ennf80


wie hast du denn die angst überwunden?

naja ich bin ein bordi und hab ängste und zwangsgedanken und bin immer down usw...

ich hab nochmal nen beipackzettel gelesen. als sehr häufig steht übelkeit...

heute hab ich es nicht geschafft anzufangen :( morgen ein neuer versuch. ich hab angst es wieder nicht zu schaffen.

die packung steht immer jetzt schön vor meiner nase das ich mich mit meinen neuen "freunden oder feinden" anfreunden kann...

gestern hab ich gesehen das da was an der packung war und schon wieder schweissaubrüche das da wer dran war und was mit dem medi gemacht hat. es ist wirklich schrecklich!!!!!!!!!!!!!!!

braucht man denn auch ein medi wenn das nur phasenweise alles ist? und nicht permanent?

weil jetzt grad zb ist nix :) keine angst nix nur unendlich müde

Zcwa]cxk44


hm aber die wirkung scheint bei vielen nicht auszureichen?

Man beginnt mit einer niedrigen Dosis, um NW möglichst zu vermeiden. Dann wird stufenweise erhöht - wenn es sein muß, bis zur Höchstdosis. Innerhalb von 2 Wochen sollten die Beschwerden zu mindestens 20% zurückgegangen sein; wenn nicht, stehen die Chancen für DIESES Mittel nur mäßig. Wenn der Mißerfolg anhält, steigt man auf ein anderes AD um (Es gibt genügend davon). Man hält regelmäßig Kontakt zum behandelnden Arzt, damit dieser immer weiß, wie es seinem Patienten geht. Viele NW (wenn sie überhaupt auftreten) verschwinden nach einer Anfangsphase wieder. Sollten sie inakzeptabel sein, spricht man den Arzt auf die Möglichkeit eines Medikamentenwechsels an. Ich habe zudem immer Buch geführt, um möglichst exakt berichten zu können, wie es mir bei welchem Mittel und bei welcher Dosis gegangen ist. Je genauer der Arzt das weiß, desto individueller kann er behandeln. Es ist heute nicht unüblich, zwei oder drei ADs miteinander zu kombinieren, so dass man eine Medikation fast maßschneidern kann. Die Daumenregel für das Ende der Behandlung: Nachdem die letzten Symptome verschwunden sind, sollte man das AD noch 6-12 Monate weiternehmen, um Rückfälle möglichst zu vermeiden. Damit man nicht unter Absetzerscheinungen leidet, schleicht man das AD aus (es sei denn, man steigt auf ein anderes um). Warum es Psychiatern so schwer fällt, diese paar Bemerkungen auf einen Merkzettel zu schreiben und ihren Patienten auszuhändigen, habe ich bis heute nicht verstanden.

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