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Bruder ist schizophren, was wird aus ihm?

SEaUh0neg8irxl03 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Vor ca. 8 Jahren ist bei meinem großen Bruder die Diagnose Schizophrenie gestellt worden. Er war deshalb auch schon öfters in der psych. Klinik (z.B. wenn er von alleine seine Tabletten abgesetzt hat und sich dann stur weigerte sie wieder zu nehmen).

Er macht ständig Pläne für seine Zukunft, unternimmt alles um einen Ausbildungsplatz oder einen Studienplatz zu bekommen (er hängt sich da wirklich rein und nimmt teilweise einen wirklich extrem hohen bürokratischen Aufwand in Kauf bzw. ruft oft bei der Stelle an um Neuigkeiten zu erfragen) und hat die allerbesten Vorsätze. Wenn er dann die Ausbildung bzw. das Studium angefangen hat, hat er aber trotzdem nach 1 bzw. spätestens 2 Tagen wieder abgebrochen mit der Begründung, dass seine Komillitonen bzw. Schulkameraden "ihn da nicht haben wollen" bzw. er "wieder so Gedanken hat" (Beeinflussungsgedanken). Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber ich gehe davon aus, dass dieses Verhalten ausschließlich mit seiner Krankheit zusammenhängt – zumindest sagt das sein Arzt. Mein Bruder ist nun 27 und hat beruflich nichts vorzuweisen als ein Abitur und ich mache mir ziemliche Sorgen um seine Zukunft. Bisher wohnt er noch bei meinen Eltern zu Hause und jobbt hin und wieder (400 €) – aber immer nur ein paar Wochen bzw. Monate und lässti sich anschließend wegen psych. Problemen krankschreiben bzw. reciht deshalb die Kündigung ein. Meine Eltern sind allerdigns auch nicht mehr die Jüngsten – mein Vater hat schon deutliche "Gebrechen" und meine Mutter liegt sehr oft flach und ist auch nicht die Gesündeste.

Was soll denn nur aus meinem Bruder werden, wenn meine Eltern irgendwann nicht mehr da sind – immerhin können sie ja jetzt schon kaum noch die Wohnung bzw. meinen Bruder unterhalten. Ich habe meinem Bruder ja vorgeschlagen, dass er meinen Eltern etwas unter die Arme greift indem er im Haushalt wesentliche Aufgaben übernimmt, aber er weigert sich mit der Begründung, dass das "Frauenarbeit" ist (meine Eltern haben uns recht konservativ erzogen und haben die "klassische Rollenverteilung" bevorzugt). Ich habe versucht ihm klarzumachen, dass er einfach etwas helfen muss, aber sein Vorschlag war daraufhin nur, dass ich noch einfach öfter zum putzen, kochen und Wäsche waschen vorbeikommen soll... Super, was?!? Ihm ist es egal, ob die Wohnung total verdreckt ist und er nichts mehr sauberes anzuziehen hat – hauptsache er macht keine "Frauenarbeit".

Als ich noch mit meinem letzten Freund zusammen war, kam das Thema "was wird aus ihm, wenn unsere Eltern nicht mehr da sind" auch mal auf und meine Eltern bzw. mein Bruder haben ernsthaft vorgeschlagen ,dass mein Bruder dann einfach bei mir einziehen sollte (immerhin verdient er nicht genug bzw. kann einen Job nicht lange genug halten, um sich selbst zu unterhalten). Mein Freund war damals dabei und hat nicht groß was dazu gesagt – als meine Eltern/mein Bruder weg waren meinte er aber, dass das gar nicht in Frage kommt und er es nicht einsieht, meinen Bruder irgendwann mit durchfüttern bzw. sich ständig mit diesen psych. Sachen beschäftigen zu müssen. Ich konnte ihn ja irgendwie verstehen, aber ich kann meinen Bruder doch auch nicht irgendwann einfach so im Stich lassen!?! Letztendlich war dies ein wesentlicher – wenn auch nicht der einzige – Grund, wieso die Beziehung in die Brüche gegangen ist.

Aber was meint ihr denn? Was soll ich tun, wenn meine Eltern irgendwann wirklich gar nicht mehr in der Lage sind sich bzw. meinen Bruder zu versorgen? Was soll ich dann tun? Auf der einen Seite will ich ihn nicht (ich weiß es klingt fies, aber das sind halt meine ehrlichen Gedanken) ständig wie einen Klotz am Bein haben und ihn von vorne bis hinten bedienen müssen (wie gesagt, sieht er es einfach nicht ein "Frauenarbeit" zu machen oder irgendwie anders zu helfen), aber auf der anderen Seite kann ich ihn auch nicht einfach im Stich lassen.

Sein Arzt, meine Eltern und ich hat ihm schon öfters vorgeschlagen ins "betreute Wohnen" zu gehen, aber das will er auch überhaupt nicht, weil er sich dann wie ein "Sozialfall" vorkommen würde und dort seiner Meinung nach "unter lauter Irren" wäre. Irgendwann hat selbst der Arzt es aufgegeben ihm das vorzuschlagen...

Könnt ihr mir nicht irgendeinen Rat geben? Gerade jetzt wo es meinen beiden Elternteilen nicht so toll geht, kommt in mir oft der Gedanke auf was aus meinem Bruder wird, aber der macht sich über gar nicht groß Gedanken – er geht automatisch davon aus, dass er dann irgendwann einfach bei mir mit einziehen kann. Ich möchte das aber irgendwie nicht und habe deshalb auch ein total schlechtes Gewissen. Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?

Antworten
H^ajxor


Hallo Sahnegirl03,

ich kenne Deinen Bruder nicht, aber ich glaube, dass Du sehr schnell sehr stark damit überfordert wärest, wenn Du mit Deinem Bruder zusammenleben würdest. Ausserdem ist das, bei aller Geschwisterliebe, nicht Deine Aufgabe. Schließlich hast Du auch noch ein eigenes Leben, oder?

Wenn Dein Bruder nicht einsichtig ist, was bei an Schizophrenie erkrankten Menschen nicht selten ist, muss er eben notfalls auch gegen seinen Willen in ein Heim gebracht werden. So, wie man das z.B. manchmal mit an Demenz oder Alzheimer Erkrankten Menschen auch machen muss.

Ich schätze mal, eine andere Lösung gibt es nicht, denn sonst würde er am Ende noch als Obdachloser auf der Straße landen.

D.h. die Zwangseinweisung und ggf. Zwangsmedikalisierung wäre die einzig praktikable Lösung, so bitter das auch klingen mag. Wenn die Medikamente bei Deinem Bruder dann anschlagen, wird er, solange er unter den Medikamenten steht, vermutlich auch zwischendurch einen lichten Moment haben, wo Du halbwegs vernünftig mit ihm reden kannst.

S*ahnegDirl03


Das kommt mir ehrlich gesagt irgendwie zu krass vor – immerhin kann man ansonsten ja schon normal mit ihm reden. Und wenn er dann fragt, ob bzw. wann er dann irgendwann (wenn es unsere Eltern nicht mehr packen) bei mir einziehen kann, kann ihm ihm ja schlecht ins Gesicht sagen, dass das nicht geht und er sich eine andere Unterkunft suchen muss. Dann fängt er an zu erzählen "dass er doch krank ist, keine sozialen Kontakte hat und ich doch der einzige Mensch bin der ihm bleibt" – könnt ihr euch vorstellen wie schelcht ich mich dann fühle ???

Er kann sich halt nur nicht selbst versorgen (finanziell gesehen) und würde niemals auch nur einen Finger rühren um etwas im Haushalt zu machen (wie gesagt lebt er lieber im dreck, als "Frauenarbeit" zu machen). Aber ihm deshalb einen Heimaufenthalt vorzuschlagen, bringe ich nicht über mich (und er würde sich 100pro auch niemals drauf einlassen – ich kenne meinen Bruder). Aber bei mir wohnen lassen will ich ihn auch nicht – wie du schon richtig geschrieben hast: ich habe ja schließlich auch noch ein Leben!

P2urp-leF[ruixt


Nimmt er bereits Medikamente?

gzlücBklicohex63


liebe sahnegirl

deine sorgen, verunsicherungen kann ich gut verstehen.

bin des öfteren mit einem mann (ca.40j) aus der nachbarschaft konfrontiert, der diese krankheit auch seit ca. 20 jahren hat.

er hat eine eigene wohnung, einen betreuer, der all seine finanziellen dinge regelt, ihm 3x wöchentlich geld für den lebensunterhalt auszahlt, und er ist seit ewiger zeit berentet.

da dein bruder über 25 ist müsste ihm geld von der arge zustehen. diese würden, denke ich, auch weitere schritte einleiten wie begutachtung etc.

ich würde mich da mal schlau machen.

aus deinen bericht interpretiere ich, dass er ja z.zt. voll auf kosten deiner eltern lebt.

ich wünsche dir alles gute

pass gut auf dich auf

und..... dass du nicht willens bist, deinen bruder aufzunehmen, finde ich vollkommen in ordnung. ein schlechtes gewissen brauchst du nicht haben. du hast dein leben, er seins.vielleicht kannst du dich einer angehörigengruppe anschließen, die dich emotional unterstützt....

GXaro^ux78


@ Sahnegirl03

Hallo Sahnegirl03,

wenn Dein Bruder auf Grund der Erkrankung nicht arbeitsfähig ist, wieso beantragt er dann eigentlich nicht Hartz IV, Sozialhilfe oder eventuell sogar die Erwerbsunfähigkeitsrente (müsste eben geprüft werden)? Genauso würde Deinem Bruder doch über das Sozialamt eine Wohnung zustehen! Das ganze in Verbindung mit häuslicher Krankenpflege bzw. psychiatrischer Krankenpflege (ist bei den Krankenkassen noch ein ziemlich neues Thema!!).

Ich würde diese Schiene an Deiner Stelle viel lieber fahren. Natürlich ist es Dein Bruder. Aber wenn Dein Bruder so stur ist und jegliche Arbeiten im Haushalt ablehnt, dann wird er sich bei Dir von vorne bis hinten bedienen lassen und Du bist seine persönliche Putze und Gelddruckmaschiene!!! Es gibt für Deinen Bruder trotz seiner Erkrankung viele Möglichkeiten ein selbstständiges Leben zu führen. Allerdings merke ich sehr stark, dass er über die Gefühlsschiene denn einfachsten Weg fahren will (Ich habe doch nur Dich, was soll ich bloß machen ??? ??) um so bei Dir einzuziehen und weiterhin sein Leben so zu führen, wie es Deine Eltern Ihm beigebracht haben (die tollen alten Familienrollen aus den fünfzigern!!!). Dir ist hoffentlich sehr wohl bewusst, dass Du Deinen Bruder dann bis zum Lebensende bei Dir haben würdest? Er wird definitiv dann nicht mehr aus dem tollen Nest ausziehen!!! Glaubst Du ernsthaft, dass das irgendein Partner jemals mitmacht? Ihr beide geht schön arbeiten und Dein Bruder macht sich ein schönes Leben zu Hause und lebt auf Eure Kosten, abgesehen von ab und an einem 400 € Job.

Abgesehen davon, ist er nicht so schwerbehindert, dass er nicht in einer Wohnung mit dem entsprechenden Umfeld leben kann (siehe meine angeführten Punkte oben). Meiner Meinung nach, ist nicht alles auf die Krankheit zurück zu führen. Dein Bruder hat nämlich auch ein ordentliches Stück Egoismus und Faulheit dabei. Ich helfe meine Eltern nicht im Haushalt, ich mache keine Frauenarbeit, DU KANNST DOCH EINFACH ÖFTERS KOMMEN UND DIE SACHEN MACHEN!!!

Auch wenn es Dein Bruder ist, steht Dir der gleiche Egoismus zu, den sich Dein Bruder auch heraus nimmt. Er weigert sich alle Vorschläge anzunehmen und möchte bequem ins gemachte Nest! Zusätzlich weigert er sich noch, den Dreck wegzuräumen und seinen Eltern ein wenig damit zu helfen! Dann kannst Du auch so egoistisch sein und das abzulehnen!

Hast Du Dir schon einmal überlegt, wie so ein zusammenleben aussehen soll? Fährt Ihr dann gemeinsam mit Kindern und Bruder in den Urlaub? Er hat ja niemanden und muss doch auch mitkommen! Wenn Du Ihn nicht mitnimmst, kannst Du Dich schon auf die Heimkehr freuen. Da Dein Bruder nicht aufräumt und putzt, sieht die Wohnung nach 2-3 Wochen bestimmt super toll aus! Oder willst Du es Deiner Familie (Mann und Kindern) wirklich zumuten, wenn Dein Bruder mal wieder seine Tabletten absetzt ??? Ich kenne diese Tage sehr wohl aus meiner Kindheit und möchte das meinen Kindern sehr wohl ersparen!!!!

Ich bin auch schon seit frühester Kindheit schwer chronisch krank. Laut meinem Ausweis habe ich fast alles, was man bekommen kann (100%, G, aG, B, RF & H + Pflegestufe). Aber ich habe von klein auf das gelernt, was Dein Bruder mal schnell nachholen sollte: Nämlich das man auch mit einer Krankheit für sein Leben selbst veranwortlich ist. Und wenn ich der Meinung bin, nichts machen zu müssen (z.B. Haushalt) und immer nur den bequemsten Weg gehen möchte, ich auch die Konsequenzen spüren kann bzw. muss!! Dein Bruder kann sehr wohl in einer eigenen kleinen Wohnung leben! Betreuung durch einen Pflegedienst bzw. psychiatrischen Pflegedienst, eventuell einen Betreuer, der ab und zu nach dem rechten sieht und jemand der Ihn beim einkaufen begleitet. Außerdem wäre jemand zu Kontrolle der Wohnung nich schlecht, damit die in Dreck und Müll nicht untergeht. Außerdem steht Sozialhilfe letztendlich jedem zu!

Verzeih mir bitte, falls manche Passagen etwas sehr deutlich geschrieben sind! Ich möchte Dich nur vor einer riesen Dummheit bewahren! Denn einmal eingezogen, wird Dein Bruder nie wieder ausziehen! Ich stelle es mir auch schwierig vor, einen passenden Partner unter dem Aspekt zu finden. Denn jeder neue Partner, der gegen die Konstellation ist, wird Dein Bruder bestimmt schon für Sorgen, dass dieser möglichst schnell wieder geht!

Liebe Grüße

Heiko

GRrottoixg


Wenn Dein Bruder nicht einsichtig ist, was bei an Schizophrenie erkrankten Menschen nicht selten ist, muss er eben notfalls auch gegen seinen Willen in ein Heim gebracht werden. So, wie man das z.B. manchmal mit an Demenz oder Alzheimer Erkrankten Menschen auch machen muss.

Ich schätze mal, eine andere Lösung gibt es nicht, denn sonst würde er am Ende noch als Obdachloser auf der Straße landen.

Meine ältere Schwester hat ebenfalls Schizophrenie. Sie arbeitet in einer Gärtnerei für psychisch Kranke. Sie lebt alleine in eigener Wohnung und bekommt Grundsicherung. Sie hat allerdings seit Jahren eine vom Gericht gestellte Betreuung, ohne diese würde es schwer werden.

G0aroux78


Sorry, mir fiel gerade noch etwas ein! Ist Dir noch gar nicht aufgefallen, dass Dein Bruder sehr gekonnt die Mitleidsmasche fährt?

"Dann fängt er an zu erzählen "dass er doch krank ist, keine sozialen Kontakte hat und ich doch der einzige Mensch bin der ihm bleibt"

Zum Einen, ist er nicht der einzige Kranke Mensch auf der Welt. Nur weil ich krank oder behindert bin, ist das kein Grund keine sozialen Kontakte zu haben. Es gibt Sportvereine und Selbsthilfegruppen. Ich habe als Rollifahrer jetzt einen größeren Freundeskreis, als vorher und zum anderen würdest Du auch der einzigste Mensch für Ihn bleiben, wenn sein Wunsch in Erfüllung gehen würde.

Bitte mache Direinmal ganz deutlich klar, wie so ein zusammenleben aussehen würde. Er macht sich den ganzen Tag einen schönen Tag. Du kommst von der Arbeit und kannst für Ihn aufräumen,putzen, essen machen und einkaufen. Wenn das wirklich kommen sollte, dann bis Du den ganzen Tag nur am arbeiten. Nur auf der Arbeit bekommst Du Geld dafür. Zu Hause gibt er Dein Geld aus, lebt auf Deine Kosten (er kann ja nicht lange arbeiten, er ist ja krank!!!) und DU kannst Ihm noch hinterherputzen.

Liebe Grüße

Heiko

W"ar ima.l desr Katexr


Guten Morgen

erkundige dich mal bei der ortsnahen Psychiatrie nach Angeboten zu Psychoedukation bei Schizophrenie für Angehörige und Betroffene.

In diesen Gruppen wird versucht, die Unsicherheit und Sprachlosigkeit und auch Angst zwischen beiden beteiligten Gruppen zu verringern.

Denn sowohl Zwangsmaßnahmen auf Seiten deines Bruders als auch bei dir ("Der muss bei dir einziehen") bringen garnichts.

Viel Erfolg

MLarce-Chaxrles


Schizophren, sind wir nicht alle einwenig....?

Nehm an, das dein Bruder unter dem Deckmantel "Krankheit" seine Faulheit recht gut zu rechtfertigen weiss!

Faulheit im Hotel Mama oder Papa hat nix mit Schizophrenie zu tun!

Vor ca. 25 Jahren machte man in einer Uni einen Test, man hatte einem Psychiater erklärt, dass im Nebenraum ein Patient sei, der Schizophren sei! Er möge ein Gutachten im Anschluss über den Patient erstellen!

Den gleichen Wortlaut bekam der "Patient" zu hören, der vom Berufsstand ebenfalls Psychiater war!

Die beiden von einander unabhängigen Gutachten sagten aus, dass der Patient schizophren sei!

W@ate\rlxi


Das klingt als wäre er krank (shizophren) und dadurch nicht arbeitsfähig. Da müsste er zum einen vom Staat Geld kriegen (kriegt jeder gesunde Arbeitslose auch, bei ihm ist es ja sogar so, dass er nicht arbeiten KANN, so wies aussieht!) und zum anderen muss natürlich seine Krankheit behandelt werden. Für seinen Unterhalt und seine Heilung seid doch nicht ihr verantwortlich, das geht überhaupt nicht!

Und er kann zehnmal noch relativ normal wirken, wenigstens eine ambulante Therapie sollte er schon machen und versuchen, seine Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen und solange das nicht geht sich seine Krankheit bescheinigen lassen, damit er Geld bekommt, wenn er deshalb nicht arbeiten kann... ich find das krass, dass ihr das alles auf euch abwälzt, wenn der Arzt doch recht klar sagt, dass er diese Krankheit hat und deshalb arbeitsunfähig ist... ":/

K~et{zerixn


@ Sahnegirl03:

Hey Sahnegirl03,

Wir dachten schon, wir würden von dir gar nichts mehr hören im Forum.

Eine Frage zu deinem Faden "In Arzt verliebt, weiß nicht weiter" im "Beziehungs-Unterforum":

Schreibst du dort gar nicht mehr bzw. gibst du uns keine Rückmeldung mehr zu dem Thema und wie du dich entschieden hast, in der Sache vorzugehen? ???

S7ah+negirxl03


@ Ketzerin:

Bin die letzten Tage bzw. die letzte Woche kaum dazu gekommen im Internet zu surfen, aber es gibt durchaus schon Neuigkeiten. Werde die demnächst dann auch mal ins Forum schreiben :D

KIetzxerin


Oh, das klingt ja interessant! Da bin ich (und sicher auch die anderen hier) schon ganz gespannt, mehr zu erfahren. ;-D

S/ahnegqirlx03


Aber nun zurück zu meinem Bruder:

Der arzt hat nie gesagt, dass mein Bruder arbeitsunfähig ist – im Gegenteil. Wenn mein Bruder sich wieder mal ein Studium oder eine Ausbildung in den Kopf gesetzt hat, dann hat der ihm auch dazu geraten das wirklich zu tun. Und jedesmal hat mein Bruder nach 1 oder 2 Tagen alles hingeschmissen, weil er sich wieder "beeinflusst" fühlte... Seit ca. 8 Wochen hat mein Bruder einen 400€ Job und alles ging gut. Letzten Donnerstag kam er dann normal von der arbeit und meinte, dass er da nicht mehr hingeht, weil er wieder diese "Gedanken hatte" und die anderen Kollegin ihn "beeinflussen" wollen.

Das mit Hartz IV o. ä. habe ich ihm und meinen Eltern auch vorgeschlagen, aber das sind sowohl mein Bruder als auch meine Eltern strikt dagegen! Mein Bruder WILL nach eigener Aussage ja immer arbeiten und Karriere machen und würde alleine aus purem Stolz schon nicht um staatl. Unterstützung bitten und meine Eltern wollen nicht, dass mein Bruder ein "Sozialfall" wird und sind sogar richtig sauer geworden, als ich das alles vorgeschlagen habe. Ich habe eh nicht sooo ein tolles Verhältnis zu meiner Familie – irgendwie kann ich mir meistens gar nicht vorstellen, dass ich wirklich mit denen verwandt bin. Sie sind sowas von weltfremd, extrem konservativ und leben in ihrer eigenen Welt.

Das mein Bruder manchmal (oder oft) absichtlich auf Mitleid macht, vermute ich auch oft, aber er beteuert immer wieder das das nicht so ist sondern er einfach krank ist und deshalb Hilfe braucht... Er ist auch seit Jahren in Behandlung (war insgesamt bei 3 Ärzten) und nimmt Tabletten, aber trotzdem wird es mit seiner Arbeitsmotivation usw. nicht besser. Als der Arzt in der Psychatrie mich und meine Eltern mal sprechen wollte, hat er gemeint, dass ich eine "besonders hohe Verantwortung gegenüber meinem Bruder habe, da dieser mich als einzige richtige Bezugsperson ansieht" (mit meinen Eltern kommt er zwar klar, aber das Verhältnis ist nicht so innig). Der Arzt meinte, ich solle doch öfter was mit meinem Bruder unternehmen, damit er raus kommt und unter Leute geht usw. Wisst ihr, was da für ein Druck auf mir gelastet hat? Und als ich gesagt habe, dass ich gerade unmittelbar vor meinem Studienabschluss stehe und deshalb nur wenig Zeit habe, wurden mir von ihm und meinen Eltern Vorwürfe gemacht, dass sich mein Bruder bestimmt von mir im Stich gelassen fühlt usw. Ich habe daraufhin viel mit meinem Bruder unternommen und trotzdem einigermaßen gut das Studium abgeschlossen, aber diese Zeit war einfach nur schei***!

Und als meine Familie meinte, dass es das beste wäre, wenn mein Bruder bei mir einzieht (wenn meine Eltern sich nicht mehr um ihn kümmern können) damit er jemanden hat der auf ihn schaut und sich um ihn kümmert, habe ich schon wieder diesen Druck gespürt. Auf der einen Seite will ich mit der ganzen Schei*** langsam gar nichts mehr zu tun haben (ich weiß mein Bruder kann nichts für seine Krankheit, aber wenn man sich tagaus tagein ständig mit so psych. Sachen rumschlagen muss – das halte ich einfach nicht aus! alleine wenn ich nur übers WE zu meinen Eltern fahre, habe ich zum Schluss das Gefühl wegen dem ganzen psych. Gerede usw. durchzudrehen!), aber auf der anderen Seite mag ich meinen Bruder natürlich auch sehr und will nicht, dass er sich im Stich gelassen fühlt und glaubt dass er ganz alleine ist.

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