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Große Sorge um Freundin

ZKoey2,22


Also könnte es wirklich wieder in die Richtung Depression mit Antriebslosigkeit gehen?

Das Kind sieht überhaupt nicht verwahrlost aus. Eher wie eine Prinzessin für die Mama alles macht. Auch vom Verhalten des Kindes her meinte ich zu erkennen das es eher zuviel Aufmerksamkeit bekommt. Ich habe in der Ausbildung einige Zeit in einem Mutter-Kind Haus vom Jugendamt gearbeitet und das waren vernachlässigte Kinder. Sowas habe ich nichtmal im Ansatz bei ihrem Kind gesehen. Problem ist eigentlich wirklich nur der Zustand der Wohnung und die Psyche meiner Freundin.

Hm... vielleicht sollte ich mal direkt nachfragen was ihr so zu schaffen macht ":/ .

KsetzeGrin


Was ist denn mit einer Krabbelgruppe oder einer Mutter-Kind-Gruppe?

Dieses nur auf das Kind fixiert sein, tut doch dem Kind auch nicht gut.

K6Mooxdy


Zoey222

Ihre Wohnung sieht noch schlimmer aus als vor einem halben Jahr. Schutzbezug vom Sofa stark verschmutzt, Krümmel und Essensreste überall. Also den Speiseplan der Kleinen konnte ich ganz gut für die letzten 2 Tage (mind.) zurückverfolgen. Der Esstisch immer noch an die Wand geschoben und das ganze Wohnzimmer voll mit Spielsachen, Kartons mit Spielsachen, Elektrogeräte und Kabel auf dem Sofa unterm Kissen + ein Kleiderbügel (war alles vor einem halben Jahr auch schon so, nur nicht so "schmutzig), in der Küche eine volle Mülltüte auf dem Boden, direkt neben einem hohen Berg von Tup***-Ware, davon auch noch einiges auf der Küchenanrichte, verschmutztes Geschirr, danaben Spielsachen in einer Tüte auf dem Boden, ein bisschen was davon direkt daneben auf dem Boden verteilt. Gesaugt wurde mit Sicherheit seit Tagen nicht mehr.

Im Bad die Badewanne voll + Berg mit schmutziger Wäsche, Boden ebenfalls verschmutzt.

Das Kind schläft im Elternschlafzimmer in einem Bettchen direkt neben Mama, Spielzimmer ist das Wohnzimmer.

Tut mir leid, aber nach einer gesunden Umgebung für ein Kind klingt das nicht.

Warum hat das Kind kein eigenes Zimmer? Warum kann es sich mit 15 Monaten noch nicht zumindest phasenweise selbst beschäftigen? Wie soll es spielen und vor allem wo, wenn alles dreckig ist?

Und ja, für mich klingt das nach einer ausgewachsenen Depression. Sprich mit ihr. Wenn sie nicht einsieht, dass sie Hilfe braucht, ist das eine Abwärtsspirale mit sehr unklarem Ausgang. Keine schönen Aussichten.

E*mma_Pnexel


Nein, es ist definitiv kein Normalzustand – und eine eineinhalbjähriges Kind ist sicher kein Grund für eine verdreckte Wohnung.

Was ich allerdings aus der Diskussion rausnehmen würde, ist die Sache mit dem Töpfchen. Nur weil das Kind ab und zu mal reinpullert, gewöhnt man ihm nicht von heute auf morgen die Windel ab. Sinnvoll wird es meist erst dann, wenn die Kinder deutlich und sicher artikulieren können, dass sie müssen. Im Sommer zu üben, bietet sich aus vielerlei Gründen an und die meisten Kinder, die ich kenne, sind auch tatsächlich in den Sommermonaten trocken geworden.


Hast du denn das Gefühl, dass sie die Umgebung auch so wahrnimmt wie du? Thematisiert sie es? Ist es ihr unangenehm? Oder ist der Zustand der Wohnung für sie völlig normal?

KCetzierSixn


Oder einer Kinderkrippe?

Dann hätte das Kind Kontakt zu mehreren Kindern ähnlichen Alters und das soziale Lernen würde gefördert.

ZToey922x2


Genau das ist meine nächste Sorge. Das Kind ist total fixiert auf die Mutter und umgedreht. Keine Ahnung wie es dem Kind geht wenn Geschwister kommen die auch was von der Mama wollen und das 1. Kind nicht mehr voll im Mittelpunkt steht.

Genauso wie meine Freundin sich total aus dem Leben außerhalb der Wohnung zurückzieht und nur noch das Kind um sich hat. Ich kann mir nicht vorstellen dass das so gesund ist. Sie ist zwar regelmäßig bei ihren Eltern zu besuch, aber eine Freundin zum quatschen oder mal um was zu unternehmen... ihre Eltern und die Schwiegereltern würden sofort auf das Kind aufpassen, aber sie fragt einfach total selten. Jetzt hat sie das erste Mal nach einem halben Jahr ihre Mutter gefragt ob sie aufpassen würde. Nach einem halben Jahr! Ihre Eltern, die Schwiegereltern, ihr Bruder, eine andere gute Freundin von ihr und natürlich ich könnten auf ihr Kind aufpassen. Also da gibt es wirklich Leute die hinter ihr stehen, aber sie fragt nicht.

EvmmaC_Pexel


Ihre Eltern, die Schwiegereltern, ihr Bruder, eine andere gute Freundin von ihr und natürlich ich könnten auf ihr Kind aufpassen.

Hm, also meinen Sohn bei jemandem zu lassen ist für mich auch nur eine Notlösung und fast noch nie vorgekommen. Sobald Mama oder Papa weg sind, fremdelt er sehr und das tue ich allen Beteiligten nicht freiwillig an. ;-)

Ich sehe zwar schon, dass da ein Problem existiert, aber alleine lassen und die Töpfchen-Sache sind da doch eher unwesentlich.

ZvoeAy22x2


Das Problem sieht sie selbst. In der Zeit in der ich da war hat sie sich ständig entschuldigt. Als ich ins Bad bin hat sie schon bevor ich drin war gesagt das die Wanne voll ist und sie nicht dazukommt, es aber höchste Zeit wird.

Als ihr Kind die geleerte Tüte genommen und die Krümmel ausgeschüttet hat (auf den Boden) meinte sie das sei nicht schlimm. Die Obstreste die das Kind in der Zeit im Flur verteilt hat hat sie nicht aufgehoben in den 4 Stunden die ich da war.

Und immer wenn sie sich für etwas entschuldigt hat kam direkt hinterher das ihr Kind gleich wieder alles unordentlich und schmutzig macht, wenn sie gerade fertig mit aufräumen ist. Das Spielsachen verteilt werden kann ich nachvollziehen, genauso wie ein 1,5 jähriges Kind auch mal mit den Obstfingern ans Sofa geht... aber bei dem was da alles herumlag und so wie der Boden aussah... das bekommt ein Kind nicht hin. Also ich habe es so empfunden das sie für alles das Kind vorschiebt.

K/etzer3ixn


"Also ich habe es so empfunden das sie für alles das Kind vorschiebt."-

Das klingt mir auch so.

Sie könnte ihr Kind ja auch mal erziehen, daß es nicht überall "Dreck macht". Aber da ist sie auch mal als Autoritätsperson gefragt.

ZZoeyx222


Je mehr ich darüber nachdenke umso mehr sinkt meine Hoffnung das sie es hinbekommt.

Da fehlt es irgendwie an Allem. Kein Bereich wo man das Kind auch mal in Sicherheit weis, z. B. ein eigenes Zimmer das kindersicher ausgestattet ist und wo das Kind auch mal alleine spielen kann = Mutter muss ständig aufpassen, die Beziehungsprobleme, vielleicht auch noch Versagensängste = Hilfte schwer annehmen können, der Sammeltick = noch mehr Unordnung...

Ich glaube ihr habt recht das da jemand von der Familienhilfe rein muss. Aber ich glaube nicht das sie freiwillig um Hilfe beim Amt bittet.

Klar kann ich ihr helfen, wenn sie meine Hilfe annimmt, aber das wär dann nicht mit 2 Tagen in der Woche erledigt und ich hab ja auch noch mein Leben mit den ganzen eigenen Problemen.

Ich denke das ich mal mit ihr reden werde und je nachdem was bei rauskommt entscheiden. Vielleicht läuft es ja doch besser als ich jetzt denke und sie nimmt es gut an und setzt es dauerhaft um.

KEetz0erixn


Mach das. Ich würde ihr in dem Gespräch aber auch ein ehrliches Feedback deinerseits geben. -

Du kannst ja auch nochmal so für dich beim Jugendamt anrufen und dich erst mal von denen beraten lassen, welche Möglichkeiten z.B. der Betreuung etc. es gibt.

ZLoey4222


Die Details kenn ich leider. Problem an der Sache mit dem Jugendamt und Hilfe von Außen ist nur das sie diese Hilfe nie von sich aus suchen würde. Also müsste ich oder eine andere Person sie melden und ich befürchte das sie das von der Psyche her nicht verkraften würde. Natürlich muss das gemacht werden wenn sich nichts ändert, aber daran möchte ich lieber noch nicht denken. Wenn das Jugendamt erstmal vor der Tür steht und ihr eine FH an die Seite stellt würde sie ihr Gesicht verlieren, die Familie würde mitbekommen das sie ihr Leben eben nicht im Griff hat etc.

Ihre Mutter muss gestern schon zu ihr gesagt haben das sie mal die Tüte mit den Pfandflaschen vor der Tür wegräumen soll weil das as** :=o *** aussehen würde. Das hat ihr schon schwer zu schaffen gemacht.

K|etzRerixn


Aber wie schon gesagt, es muß ihr jemand zu ihrer Situation mal den Spiegel vorhalten. Sonst sumpft sie einfach weiter 'rum.

ZQoevy2x22


Ich habe jetzt eine Weile überlegt wie ich das am Besten anstelle. Wie wäre es, wenn ich sie morgen frage ob wir mal telefonieren wenn ihr Kind schläft (Treffen wird sie nicht wollen wenn der Freund frei hat und reden ist ja schwierig wenn ihr Kind dabei ist und ständig ablenkt).

Dann hab ich überlegt das es vielleicht für den Gesprächseinstieg besser kommt wenn ich sage das ich mir etwas Sorgen wegen ihr mache, eben weil sie so fertig aussah und nach dem was sie erzählt hat wegen ihrer Beziehung etc.

Meint ihr das wäre ein guter Einstieg? Ich möchte auf keinen Fall das es so rüber kommt als wolle ich mich einmischen oder das es so aussieht als würde ich mit erhobenem Zeigefinger vor ihr stehen.

Dann wenn sie auf die Wohnung zu sprechen kommt (wird bestimmt sowas kommen wie das es nicht immer so schlimm aussieht wie am Freitag) vielleicht sowas wie: hattest ja schon geschrieben das die Kleine Durchfall hatte und du Stress hast, aber wenn du möchtest könnte ich 2x in der Woche nach der Arbeit vorbeikommen und auf die Kleine aufpassen oder dir schnell helfen...

Halt irgendwas Mitfühlendes und das es nicht wie ein Vorwurf rüberkommt. Weil im Grunde spiegelt die Wohnung ja wirklich nur das wieder was in ihr vorgeht bzw. wie es ihr geht.

ChhancHe00x7


Hallo Zoey,

Vorweg: Ich finde es toll, dass Du Dir solche Gedanken um Deine Freundin machst. :)^

irgendwas Mitfühlendes und das es nicht wie ein Vorwurf rüberkommt. Weil im Grunde spiegelt die Wohnung ja wirklich nur das wieder was in ihr vorgeht bzw. wie es ihr geht.

Du hast dies jetzt mehrmals sinngemäß geschrieben. Und Du liegst meinem Empfinden nach damit genau richtig.

Vordergründig sollte nicht der Zustand der Wohnung sein (auch wenn das das Offensichtlichste ist) sondern der seelische Zustand Deiner Freundin. Jede Veränderung, sei es das Kind betreffend oder die Wohnung, kann immer nur von Deiner Freundin DAUERHAFT ausgehen. Nur wenn Du zu ihr einen Draht findest, wird sich wirklich etwas ändern.

Damit Du dies eventuell erreichst, gehört ganz viel Vertrauen seitens Deiner Freundin dazu. Es ist sicher nicht leicht, sich zu öffnen und all das offenzulegen, was dazu geführt hat. Wer gibt schon gerne zu, dass er etwas so überhaupt nicht im Griff hat. ;-)

Deshalb würde ich an Deiner Stelle kein Telefonat führen. Dies wäre zu unpersönlich und aufgrund der fehlenden Mimik und Gestik gehen viele wichtige Informationen verloren. Außerdem ... stell Dir vor, sie braucht in diesem Moment jemanden, der sie mal in den Arm nimmt ... dann fühlt man sich am Tel. ganz schön hilflos.

Wie wäre es, wenn Du sie zu einem schönen Spaziergang einlädst? Dabei könnte doch das Kind auch dabei sein. Entweder im Buggy oder ihr sucht euch einen hübschen Platz mit Spielmöglichkeit (Sandkiste) fürs Kind.

Vielleicht kann Deine Freundin an einem Ort, der außerhalb ihrer Wohnung liegt, besser "loslassen" und sich öffnen. Deinen Part sehe ich wesentlich mehr im genauen Zuhören (wenn Deine Freundin soweit ist ;-) ) als im Reden.

So zumindest würde ich vorgehen. Direkt mit Hämmern (JA o.ä.) auf sie losgehen, wäre lediglich die letzte Möglichkeit, wenn ich der Meinung wäre, das Kindeswohl ist gefährdet. Danach hört es sich vordergründig für mich nicht an. Also gib ihr die Zeit und sei so für sie da, wie sie es annehmen kann. Soweit ich das mitbekommen habe, seht ihr euch ja auch erst seit kurzem wieder regelmäßiger. Vertrauen braucht Zeit.

Viel Erfolg @:)

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