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Große Sorge um Freundin

KqetzIerixn


Sie sollte wegen den Schlafproblemen mal mit ihrem Hausarzt sprechen. -

Hat sie wegen den Depressionen schon mal eine Psychotherapie gemacht? ???

Da könnte man ja auch mal, auch in einem Paargespräch zusammen mit dem Therapeuten, die Beziehnugsprobleme thematisieren.

Znoey2x22


Theoretisch ja, praktisch unmöglich. Wegen den Depressionen hat sie "nur" Medikamente genommen, die aber schon seit längerem wieder abgesetzt.

Das sie sich wegen den Schlafproblemen an den Hausarzt wenden würde bezweifel ich mal stark. Wegen den anderen Problemen geht sie ja auch nicht zum Arzt und macht damit schon Jahre herum.

Wie würde es denn ablaufen wenn ich dem Amt eine Meldung mache? Heute habe ich ehrlich gesagt die Hoffnung verloren das sich da irgendwas ändern wird. Da kommen zu viele Probleme zusammen. Ich denke inzwischen auch das da nur noch Hilfe von Außen weiterhelfen kann. Mich erschreckt es ziemlich das sie keine Hilfe annehmen möchte, dann aber sowas heftiges im Gespräch bringt. Ich weiß von mir selber das man ab einem gewissen Punkt nicht mehr die Verantwortung übernehmen kann und die Spirale immer weiter abwärts geht. Ich denke das sie an genau diesem Punkt angekommen ist.

KZetozerixn


Bei Depressionen ist aber auch neben den Medikamenten eine Psychotherapie angesagt. -

Wenn man Beschwerden hat und nicht zum Arzt geht, wird es nicht wirklich besser. Das würde ich ihr auch ganz offen sagen, wenn sie wieder 'rumjammert. Und: Sorry, für die offenen Worte.

Kbetz;erin


"Wie würde es denn ablaufen wenn ich dem Amt eine Meldung mache?" -

Keine Ahnung ehrlich, ich hatte das noch nicht im Leben.

Wenn ich du wäre, würde ich einfach mal dort anrufen, den "Fall" ausführlich schildern und mich beraten lassen von denen, was es da für Möglichkeiten gibt.

"und die Spirale immer weiter abwärts geht." -

Sehe ich auch so. :)z

CBhavnceq007


Hallo Zoey,

jetzt möchte ich gern zu Deinen Zeilen etwas anmerken.

Als die Beiden raus sind habe ich sie freundlich gefragt ob ich ihr schnell helfen kann. Ich glaub sie war beleidigt wegen meiner Frage

War das Dein einziger halbherziger Versuch, überhaupt einmal offen und ehrlich mit ihr zu sprechen? Ihr hattet doch genug Zeit. Bei Deinen ersten Beiträgen habe ich noch gedacht: "O.k., sie hatte noch nicht den richtigen Zeitpunkt erwischt."

Wenn ich ehrlich bin, sehe ich hier jetzt eher, dass Du ständig Gründe findest, sie nicht direkt darauf ansprechen zu müssen. Warum? Ich lese viel: "Ich vermute" "Ich schätze" "Ich glaube" "Ich denke" (sinngemäß) usw. usw. usw.

Du schaukelst Dich – zumindest hier im Faden – so richtig daran hoch, was in Deinen Augen dort alles verkehrt läuft. WENN sie Deine Freundin ist, dann ist genau SIE der Mensch, mit dem Du Tacheles reden solltest. Auch auf die Gefahr hin, dass sie Dir vielleicht böse ist im ersten Moment. Ohne mit Deiner Freundin zu sprechen, fände ich weiterführende Maßnahmen ziemlich übergriffig, denn Deinen Beschreibungen nach ahnt sie ja noch nicht mal, worum es Dir mit Deinem zaghaften Angebot ging und was genau Dich alles stört.

Teile ihr Deine Bedenken mit. Und dann schau, was sie konkret dazu meint. Natürlich soll das Kind geschützt werden. Alles, was dem Kind schadet (damit meine ich echten Schaden, keinen Dreck an der Hose) sollte definitiv verhindert werden. Alles andere unterliegt – so schwer es Dir auch fällt, darüber zu schauen – den Ansichten Deiner Freundin und deren Partner. Auch wenn Du damit nicht konform gehst und anderer Meinung bist. Es sind beides erwachsene Menschen und sie tragen bis zu einem gewissen Punkt selbst die Verantwortung für ihr Leben. Hier sollte nur das Kind im Blickpunkt stehen ... nicht mehr ... aber auch nicht weniger.

Du wirst Deine Freundin nicht komplett ändern können. Möchtest Du ihr helfen, dann sprich endlich Klartext mit ihr. Alles andere ist keine Hilfe.

LG @:)

K>etzezrin


"WENN sie Deine Freundin ist, dann ist genau SIE der Mensch, mit dem Du Tacheles reden solltest." – Sehe ich auch so. :)z

Meiner Meinung nach sollte aber auch die Freundin und auch ihr Freund im Blickpunkt stehen, also die ganze Familie.

Z@o8ey2x22


Ihr habt leider recht damit. Nur muss ich gestehen das ich Angst habe ihr damit den Rest zu geben. Das ist der einzige Grund der mich daran hindert direkt zu sein. Sie weiß selbst das es nicht rund läuft, zumindest habe ich den Eindruck weil sie sich laufend entschuldigt. Als sie mir vorhin die Tür aufgemacht hat sah sie total verheult aus. Soll ich sie ernsthaft an einem solchen Tag direkt darauf ansprechen? Wenn sie mir dann noch sagt das sie heute auch noch ihre Mens und Migräne hat? Es gibt einfach keinen passenden Zeitpunkt bei ihr, auch wenn es schwer fällt das zu glauben.

Das ist auch nicht mein erster Versuch, aber ich komme nicht direkt an sie heran. Ich kann nicht richtig abschätzen wie schlimm es wirklich ist und wer weiß was passiert wenn ich ihr dann noch einen Hieb durch klare Worte gebe?

Ich fühle mich damit überfordert, auf der anderen Seite kann es aber auch nicht sein dass das Kind zwischen Mülltüten usw. groß wird. Vor allem was ist, wenn sie richtig zusammenbricht? Auf ihren Freund kann sie sich nicht verlassen, also das er dann da ist. Mit ihrer Familie und ihren anderen Freunden traut sie sich überhaupt nicht drüber zu reden. Ich bin die Einzige und das auch nur weil ich da selbst so meine Probleme hatte, bzw. immer noch etwas habe und sie sich von mir verstanden fühlt. Wenn sie mir so ein "Vertrauen" entgegen bringt fällt es mir erst recht schwer Klartext zu reden. Mag sein das dieses Problem nur mich dabei betrifft, aber so ist es nunmal.

Ksetznerin


Ich denke, ohne ihr ganz reinen Wein einzuschenken wird es aber nicht gehen bzw. es wird sich nichts ändern.

C4hCancHe007


Als sie mir vorhin die Tür aufgemacht hat sah sie total verheult aus. Soll ich sie ernsthaft an einem solchen Tag direkt darauf ansprechen?

Wenn Du (u.a.) mich schon fragst: JA. Wann denn sonst? Oder hast Du etwa so getan, als wenn Du nicht bemerkst, wie es ihr geht und wie sie aussieht? ":/

Zoey, genau dann, wenn Du deutlich siehst, es geht ihr nicht gut, ist es doch am meisten Grund, sie direkt anzusprechen. Mit Klartext meine ich doch keine harten Worte. Das stünde Dir (abgesehen vom Kindeswohl) doch auch gar nicht zu und ist auch wenig hilfreich. Klartext heißt für mich nichts anderes, als auszusprechen, dass Du bemerkst, wie schlecht es ihr geht und dass Du Dir Sorgen machst und nicht glaubst, dass es "einfach so" besser wird. Im Gegenteil ... dass Du wahrnimmst, dass es eher schlechter wird.

Vielleicht ist Deine Freundin in einer solchen Situation sogar viel zugänglicher, weil sie ja selbst grad bemerkt, dass es ihr nicht gut geht. In sogenannten "guten" Momenten ist das Problembewußtsein doch oft ausgeblendet.

Und eben, WEIL Du glaubst, sie könnte zusammenbrechen unter dem Druck (woher dieser auch immer im einzelnen kommt), macht es noch mehr Sinn, sie anzusprechen, wenn Du vor Ort bist. DANN kann sie sich vielleicht fallen lassen und Du bist genau dann auch eine Hilfe, indem Du dort bist.

Sag ihr klar, dass Du externe Hilfe für sehr angebracht hieltest (auch warum) und ihr gern behilflich bist, diese in Anspruch zu nehmen (ihr Mut machen).

Sollte sie dies dann konsequent ablehnen und Du siehst das Kindeswohl gefährdet ... dann wäre es eine Option und auch mehr als nötig, selbst aktiv zu werden und Hilfe fürs Kind einzufordern.

Was die Partnerschaft Deiner Freundin und die dazu gehörigen Probleme angeht. Darum mach Dir keine Gedanken. Denn es geht Dich nichts an. Dabei bleibe ich.

Ztoey22x2


Danke für deine Tipps. Ich denke das ich es so das nächste Mal mache. Mal schauen wie sie reagiert. Ich hoffe nur das sie es mir nicht übel nimmt, aber da bleibt mir wohl nichts anderes übrig :-/ .

C~han.ce0B07


Ich hoffe nur das sie es mir nicht übel nimmt

Erwarte am besten, dass sie mit Sicherheit erst einmal abblocken wird und sauer reagiert. Stell Dich darauf ein, dass es so sein wird, dann bist Du nicht allzu enttäuscht.

Überlege mal ... als wärst Du sie ... wenn Du in einer Situation wärst, wo Du zwar gefühlsmäßig deutlich wahrnimmst, dass etwas nicht stimmt (also all ihre Probleme) und Du deshalb auch teilweise traurig und verzweifelt bist, aber vom Kopf her noch nicht annehmen kannst, dass Du es alleine nicht schaffst bzw. dass Du überfordert bist.

Wenn dann jemand kommt, der Dir all das sagt, was Du selbst schon erahnst, aber noch nicht annehmen kannst ... dann fühlt man sich schon ein wenig überfahren und vielleicht auch ungerecht behandelt. Es wird sich immer erst wie ein Angriff anfühlen.

Im zweiten Moment jedoch, wenn das Ganze ein wenig gesackt ist, hilft vielleicht ganz genau so ein offenes Gespräch, sich eingestehen zu können, was im Argen liegt. Wäre die beste Möglichkeit. Denn dann wäre da plötzlich nicht mehr nur der Leidensdruck (der gerade steigt und steigt) sondern vielleicht auch ein Ausweg und ... Hilfe einer Freundin, die es gut mit einem meint. ;-)

Also versuch es ... und dann warte diese zwei Momente ab. :-) @:)

Hilfe annehmen ist verdammt schwer – ebenso wie helfen. :)z

ZZoepy22x2


Ich kann leider nur zu gut erahnen wie sich sowas anfühlen muss als Betroffene, vielleicht habe ich deswegen so Probleme mit der Situation.

Was du schreibst klingt logisch und ich hoffe das es so eintreffen wird.

Vielen Dank für deine Hilfe :-) .

Ktetzejrixn


:)D

K9etzearin


Ich wäre sehr offen und ehrlich, denn ich meine, verharmlosen, verschweigen oder beschönigen bringt gar nichts.

Es hält ihr und dem Freund ja sonst auch niemand den Spiegel vor, so wie du hier schreibst.

Zloeys222


Hm... ja das kann sein. Vielleicht ist sie sich wirklich nicht so ganz bewusst welche Ausmaße das Ganze angenommen hat. Klar ist es beim ersten Kind stressig und es mag ja auch sein das es Frauen gibt die auch nach Monaten nicht zurecht kommen, aber vielleicht ist das über die Monate ein normales Bild für sie geworden. Hm.. mal schauen wie ich das anspreche. Nächste Woche wollten wir uns wieder treffen.

Ach so, hab ich ja noch gar nicht geschrieben. Am Anfang wollte sie ja gar nicht das ich sie besuche, hatte immer irgend welche Ausreden oder hat sich einfach nicht mehr gemeldet. Inzwischen fragt sie schon wann wir uns wiedersehen. Darüber bin ich ehrlich gesagt ziemlich erleichtert.

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