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Wo sind die Borderliner?

mHalagxena


Ich bekam die Diagnose nach einem 3 minütigem Arztgespräch

Das ist ja voll daneben. Im Allgemeinen läuft das nicht so und ich würde behaupten, die Ärzte gingen vorsichtig um mit Diagnosen.

Ich bin mit einer Borderliner-Mutter aufgewachsen. Deshalb hab ich mich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Sie hat das ganze Umfeld krank gemacht. Schade, dass sie die Diagnose erst mit 65 bekommen hat. Heute beschäftigt sie sich mit sich selbst und macht grosse Fortschritte. Ich bin überzeugt, dass es viel hätte bringen können, wenn sie sich vor 45 Jahren mit der Diagnose hätte befassen können.

"Abgestempelt" finde ich ein unpassendes Wort. Meine Mutter ist eine unglaublich kreative lebendige wertvolle Persönlichkeit.

L#exieT+wiligxht


Ich hoffe ich darf hier auch was schreiben, wenn ich selbst offiziell kein Borderline habe :-)

Ich hab die Verdachtsdiagnose Psychose bekommen und nehme seit einem Jahr Seroquel Prolong und momentan geht es mir wirklich gut.

Nimmt hier noch jemand Seroquel? Habe schon häufiger gehört, dass es auch bei Borderline helfen soll.

Mich würde auch interessieren, was ihr für Symptome habt. Borderline interessiert mich schon seit Jahren, weil ich mehrere Freunde hab, die auch damit zu kämpfen haben und meine Ärztin sagt oft, dass ich "Borderline-Symptome" hätte :-|

@ Himbeere

Es tut mir leid, das alles hier über dich zu lesen, nachdem du mich in meinem letzten Faden so lieb unterstützt hast :-(

Ich wünsch dir alles Gute und ganz viel Kraft und hoffe, dass du mit deiner schlimmen Vergangenheit abschließen kannst und irgendwann ein Leben führst, wie du es dir wünschst :)_

Und apropos letzter Faden: dort hat man wunderbar gesehen, dass man als psychisch erkrankter Mensch einfach einen Stempel bekommt, in eine Schublade gesteckt wird, ohne dass man etwas über den Mensch und dessen Charakter weiß.

Ich hab unglaublich viel Respekt vor Menschen mit Borderline und finde es schlimm, wenn man einfach alle Menschen in eine Schublade abschiebt, obwohl manche von ihnen ein geordnetes Leben führen und nach außen nicht zeigen, dass sie eigentlich eine Persönlichkeitsstörung haben...

Von daher: toller Faden und alles Gute für jeden von euch, lasst euch nicht unterkriegen, denn ihr habt durch die Krankheit auch viele positive Eigenschaften, die vielen anderen Menschen fehlen :)* :)* :)*

G:rottxig


Das ist ja voll daneben. Im Allgemeinen läuft das nicht so und ich würde behaupten, die Ärzte gingen vorsichtig um mit Diagnosen.

War auf der Geschlossenen. Dann stand es im Entlassungsbrief und damit auf jedem Schein. Na ja, für mich ist es nicht so wichtig, was auf dem Papier steht, aber gut fand ich es nicht. Auch die Depression wurde leicht genommen. Im Prinzip sammelt sich jede Diagnose, ich hab alles, was man so haben kann. Von Essstörung bis Borderline, etc. Die jetzige Ärztin sagte, das stimmt alles nicht so genau. Am Montag hab ich den ersten Termin, dann macht sie eine neue Amnamese.

S@ugaliady


Ich hoffe ich darf hier auch was schreiben, wenn ich selbst offiziell kein Borderline habe :-)

Ich hab die Verdachtsdiagnose Psychose bekommen und nehme seit einem Jahr Seroquel Prolong und momentan geht es mir wirklich gut.

Nimmt hier noch jemand Seroquel? Habe schon häufiger gehört, dass es auch bei Borderline helfen soll.

Mich würde auch interessieren, was ihr für Symptome habt. Borderline interessiert mich schon seit Jahren, weil ich mehrere Freunde hab, die auch damit zu kämpfen haben und meine Ärztin sagt oft, dass ich "Borderline-Symptome" hätte :-|

Meine beste Freundin nimmt auch Seroquel. Bei ihr soll es gegen die Dissoziation und andere psychotische Sympthome helfen. Sie kommt relativ gut damit klar.

Ich hab eine riesenlange Sympthomliste.. weiß nicht ob du mit jeder Bezeichnung was anfangen kannst:

Ängste vor:

Menschen

fremden Orten bzgl. schlafen

telefonieren

Verlustängste

Versagensängste

Phobien

Dissos bei Stress oder wichtigen Entscheidungen/Handlungen

Nähe/Distanz Problem

schlechte nerven, instabil

Schwarz/Weißdenken

Selbsthass & SVV

Stimmungsschwankungen mehrmals am Tag

Zwangshandlungen/ADS

Flashbacks

Das müsste erstmal alles sein. Klingt so krank :-(

m}alakgxena


Ich hab eine riesenlange Sympthomliste

Ich musste vor zehn Tagen zu einem Vertrauensarzt der Versicherung. Da dieser kaum etwas über mich wusste, musste ich ihm meine ganze Geschichte erzählen, in Kurzform natürlich. Und Kurzform heisst hier, alles, was schlecht gelaufen ist in meinem Leben. Am Abend fühlte ich mich dann dermassen schlecht, dass ich meinen Therapeuten anrufen musste...

Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Menschen, die jeden Abend notieren, was ihnen gut gelungen ist, sich psychisch viel besser entwickeln als eine Vergleichsgruppe, die dies nicht tut. Deine Liste, Sugalady, klingt schlimm. Doch wie wär's wenn du hier mal eine Liste mit deinen Stärken aufschreibst? Ich bin überzeugt, die ist mindestens eben so lang. Nur so um ein Gegengewicht zu mobilisieren...

MmissA(vo3cado


Huhu, hab auch Borderline! *:)

Bin ein recht emotionaler Mensch. Mein Selbstbild und das Bild meiner Mitmenschen schwankt täglich stark. Dementsprechend habe ich Probleme langfristige Beziehungen aufzubauen. Auf der anderen Seite hat diese "Erkrankung" auch positive Seiten, wie zum Beispiel ein tiefes Einfühlungsvermögen, meine kreative Ader und mein Interesse für Psychologie.

Aus der Selbstverletzung bin ich schon seit Jahren raus – man kann es also schaffen liebe Bordies. Zu empfehlen ist sehr die DBT zusammen mit Antidepressiva. Ich fühle mich meinen Gefühlen nicht mehr so ausgeliefert wie damals. Wird bei jedem aber sicher ne eigene Erfolgsstrategie geben.

Borderline ist ein Segen und manchmal ein Fluch. Gerade als alleinerziehende Mama wünsche ich mir eine feste, stabile Beziehung zu einem liebevollen Mann. :°(

Avzuclenax1


Hi,

also, ...ich habe die Diagnose nach sechs Jahren Therapie erfahren. Ich denke, dass sich die meissten Ärzte und Therapeuten schon Zeit damit lassen.

Darf ich euch mal einen Link geben, vielleicht mögt ihr dort vorbeischauen? Ich sehe, dass ihr sehr viele Fragen habt. Ich bin selber seit 1,5 Jahre in diesem Forum und habe eine Menge über diese Erkrankung gelernt.

LG, Azu :)*

AGzuc/enxa1


Sorry, habe zu schnell abgeschickt, hier -> [[http://www.borderline-forum.net/borderline-forum-grenzgänger-unter-sich-selbsthilfeforum.html]] :)

sSchnecqke6198x5


Hallo ihr Lieben!

Ich geselle mich mal zu euch :)D *:)

Ich bekam vor ca. 2 Jahren die Diagnose BL – auch schon nach 10 Minuten Gespräch %-|

Anfangs war ich deswegen total sauer, weil ich mich damit total nicht identifizieren konnte. Mit der Zeit habe ich erkannt, dass ich die Symptome immer verdrängt und weggedrückt habe, nach außen durfte nichts dringen. Ich habe halt immer weiter und weiter funktioniert – Schule immer straigt durchgezogen, sehr gutes Abitur, danach studieren... nach außen wollte ich immer die perfekte Tochter für meine Eltern sein, in der Hoffnung, dass ich irgendwann die Liebe bekomme, die ich mir immer gewünscht habe.

Nachdem ich mich intensiv mit BL beschäftigt hatte, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass meine Mutter auch Borderlinerin ist. Sie hat zwar keine "offizielle" Diagnose und weigert sich bis heute, eine Therapie zu machen, aber für mich ist es schon sehr deutlich zu sehen.

Durch das Studium konnte ich endlich meinem belastenden familiären Umfeld entfliehen und lernte meinen Traummann kennen – eigentlich die einzige Zeit in meinem Leben, wo ich mich nicht "falsch" oder "anders" gefühlt habe, nicht deprimiert war. Nach 10 wunderschönen gemeinsamen Monaten bekam er die Diagnose Krebs im 4. Stadium. Auch da hab ich noch weiter funktioniert, hab mich "zusammengerissen" und mit ihm 3 Jahre quasi permanent gegen den Tod gekämpft. Und als der Kampf gewonnen war merkte ich, dass in mir irgendwas kaputt gegangen war. Ich fand mich nicht mehr im Leben zurecht, jede kleinste Anforderung brachte mich an die Grenzen. Ich wollte mich einfach nur selbst zerstören.

Ich hab dann noch ein Jahr wie ein Zombie "gelebt" (denn leben kann man das nicht wirklich nennen), bevor ich im August 09 eine Therapie begonnen habe. Nach einem halben Jahr Therapie und Medis wollte ich langsam wieder leben. Seit ca. 1 Jahr geht es bergauf bei mir :-D

Wenn ich meinen Schatz nicht an meiner Seite gehabt hätte und immer noch hätte, dann hätte ich mich schon lange aufgegeben. x:)

Das BL spielt sich bei mir weniger nach außen, sondern mehr in meinem Kopf ab. Ich bin also gar nicht fremdaggressiv, sondern autoaggressiv. :(v Schn*iden war für mich nie das Hauptproblem meiner Autoaggression (das passiert nicht so oft), sondern dass ich mich im Kopf dann fertig mache oder andere Dinge tue, auf die ich hier nicht näher eingehen will :-( :°(

Schlimm finde ich auch diesen ständigen Zwiespalt im Kopf, der bei mir permanent da ist und schon bei den kleinsten Sachen Probleme macht – ich kann mich einfach nie entscheiden %-|

SAutgdaladay


Ich hab eine riesenlange Sympthomliste

Ich musste vor zehn Tagen zu einem Vertrauensarzt der Versicherung. Da dieser kaum etwas über mich wusste, musste ich ihm meine ganze Geschichte erzählen, in Kurzform natürlich. Und Kurzform heisst hier, alles, was schlecht gelaufen ist in meinem Leben. Am Abend fühlte ich mich dann dermassen schlecht, dass ich meinen Therapeuten anrufen musste...

Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Menschen, die jeden Abend notieren, was ihnen gut gelungen ist, sich psychisch viel besser entwickeln als eine Vergleichsgruppe, die dies nicht tut. Deine Liste, Sugalady, klingt schlimm. Doch wie wär's wenn du hier mal eine Liste mit deinen Stärken aufschreibst? Ich bin überzeugt, die ist mindestens eben so lang. Nur so um ein Gegengewicht zu mobilisieren...

feinfühlig/sensibel

kreativ

Mehr fällt mir beim besten Willen nicht ein.

Sztern`enZgLla7nz84


So ich meld mich auch mal.

Ich bin 27 und alles hat mit 13 angefangen. Die Jahre von 13-23 waren die schlimmsten, es war einfach nur die Hölle.

Seit ich 23 bin ist es deutlich besser, vor allem die enormen Spannungszustände die ich immer hatte haben deutlich abgenommen.

Ich hatte auch sehr schwere Depressionen, die jetzt um einiges leichter sind, aber leider nicht weg :(.

Was ich damals aber gar nicht bzw nur ganz leicht hatte waren Zwangsstörungen, Angststörung und Panikattacken, diese sind jetzt leider richtig schlimm geworden und machen mir ganz schön zu schaffen. Beruflich habe ich mir vieles dadurch kaputt gemacht.

Beziehungsfähig glaube ich, werde ich wohl nie werden, obwohl ich mir das so sehr wünsche einfach eine glückliche Beziehung zu haben. Wahrscheinlich ist das sogar mein größter Wunsch. Wollte immer eine eigene kleine Familie.

Also glücklich bin ich mit meinem Leben so wie es ist überhaupt nicht, aber im Gegensatz zu damals ist es wesentlich besser da die Spannungszustände und Depressionen einiges nachgelassen haben.

Euch allen einen schönen Sonntag :-) !

sJchnencke1i985


@ Beziehungsunfähigkeit

Ich hab gute Erfahrungen mit Time-outs gemacht. Wenn man merkt, dass man wieder am Explodieren ist (dazu muss man sich aber vorher sehr gut selbst beobachten und kennen) für fünf oder zehn Minuten den Raum verlassen und etwas anderes machen, damit man wieder runterkommt.

Ich hab mit meinem Schatz x:) auch oft "Gebrauchsanweisungen" durchgesprochen, also wenn ich in Stimmung XY bin, dann mach Z. Muss aber auch sagen, dass mein Partner da ein extrem rücksichtsvolles Exemplar ist und es mir nicht übel nimmt, wenn ich mal sage, dass ich ihn mal für ein paar Stunden nicht sehen möchte / kann (wir wohnen zusammen)

SFternUenMglanzx84


@ schnecke1985

vielen Dank für deinen Kommentar zur Beziehungsunfähigkeit.

Mein Problem liegt da in einer anderen Richtung. Ich hab in Beziehungen immer so große Verlustangst. Ich fühle mich nie gut genug für jemanden, versuche immer mehr Selbstvertrauen aufzubauen aber das versuche ich schon ewig, es wird nicht mehr.

Ich könnte nie eine Beziehung eingehen, mit jemanden den ich sehr gerne mag (wegen der Verlustangst). Bei mir bricht da die totale Panik aus und dann ist es besser wenn ich allein bleibe.

Zudem verliert der Gegenüber schnell den Respekt vor einem, wenn man sich selbst nichts Wert ist.

Eine Beziehung denke ich kann nur gut funktionieren wenn man sich "gleichwertig" fühlt.

Früher hatte ich immer Partner die ich nicht so gern mochte, aber dann ist man auch nur unglücklich.

Deshalb bin ich jetzt auch schon länger alleine.

SKugalaxdy


Hallo ihr lieben,

wie geht es euch momentan?

Ich bin etwas stabiler als in den letzten Tagen. Innerlich aber totales Chaos, ich weiß gar nicht wo mir der Kopf steht :/

m,inncix70


Hallo Ihr Lieben @:) @:)

hier wurde schon wieder einige Tage nichts geschrieben. :-(

Mir geht es zur Zeit innerlich total schlimm. Ich habe Angst und eine innere Unruhe und weiß nicht was ich eigentlich tun soll. Ich hätte noch genug zu tun, aber ich bin zu müde, zum ausruhen bin ich zu aufgedreht. Kennt das jemand von euch :-( Irgendwie ist alles falsch, egal was ich tue und ich werde nicht ruhiger innerlich :-(

Hoffe es geht euch besser. Einen schönen Tag *:)

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